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Pet Alien


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Pet Alien - Review vom 25.07.2007

Rien ne va plus. … Fünf gewinnt!
In zahlreichen irrwitzigen Serienabenteuern haben unsere 5 Pet Aliens mit kühnem Witz und schrägem Humor nun schon bewiesen, dass sie anders als die anderen anderen an diesem so ganz anderen Ort, auch DeSpray Bay genannt, sind. Zusammen leben sie mit ihrem „Hausherren“ Tommy, einem ruhigen, freundlichen und sensiblen Jungen der Junkfood- und Gaming-Generation, in einem Leuchtturm. Immer wieder kommt es aufgrund von Kommunikationsproblemen, diversen interkulturellen Auffassungen und Missinterpretationen zu außerirdisch turbulentem Ärger, welchen der entnervte Tommy doch so gern vermeiden möchte. Doch so ist das nun einmal: Ein Leben mit einer Horde aufgedrehter, vielfräßiger und abenteuerlustiger Außerirdischer ist kein Zuckerschlecken!
In ihrem neuen Puzzle-Adventure auf dem DS werden Tommy und seine 5 Freunde kurzerhand in ein noch schrägeres Abenteuer katapultiert, als das bisher der Fall war. Jedoch spielt sich das chaotische Geschehen nun nicht mehr auf der guten alten Erde ab, sondern in den verwi-wa-worrenen Gängen und Räumen eines unbekannten gigantischen Raumschiffs, das in den dunklen Weiten des Alls seine Bahnen zieht. Was ist geschehen? Die ganze Bande wurde von den Robotix gefangen genommen, die Wesen im ganzen Universum entführen, um den größten Zoo der Galaxie zu erschaffen. Als sie kamen, um Spezies von der Erde zu holen, wussten sie, dass Menschen leichte Ziele sind. Aber leider haben sie die Rechnung ohne die Pet Aliens gemacht, welche natürlich in Teamarbeit mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln versuchen, ihren Erdenfreund Tommy aus den Klauen der mechanischen Blechbüchsen zu befreien.

Zum einen hätten wir da den kleinen, grünen und drachenähnlichen Alien namens Dinko, der sich selbst gern als bester Freund Tommys bezeichnet und der gemeinhin als größter Unruhestifter des schrägen Quintetts gilt. Dinko besitzt die ungemein nützliche Fähigkeit, einen blitzschnellen Spurt einzulegen und somit auch gegen noch so schnelle Laufbänder in entgegengesetzter Richtung die Oberhand zu behalten. Zweiter in der ungleichen Runde wäre Gumpers, der muskelbepackte rosa Superklotz, der wohl als einziges (leider nicht ganz so) intelligentes Lebewesen in unserer Galaxie einen sprechenden Zahn sein Eigen nennen darf. Versperren also einmal ein paar Barrieren oder Blöcke unserer mutigen Truppe den Weg durch das labyrinthartige Raumschiff, dann nur schnell Gumpers auf den Plan gerufen und mir-nichts-dir-nichts sind die unwilligen Hindernisse nur noch fade Pixelgeschichte. Als Dritter im Bunde schließt sich das hyperaktive, papageienähnliche Vögelchen Flip dem Reigen an. Flip ist es schier unmöglich, auch nur eine Sekunde ruhig zu verharren. Aus dem hektischen Nervenbündel, dessen größter Feind die gähnende Langeweile ist, bekommt man aufgrund des Sprechtempos in Warpgeschwindigkeit kaum einen verständlichen Satz heraus. Daher sei geneigten Weltraumforschern angeraten: äußerstes Kaffeetabu für diesen quirligen Springinsfeld! Doch ein Gutes hat das Ganze dennoch: Flip kann mit seinen Stummelflügelchen wild flatternd für einen kurzen Moment über lästige Hindernisse wie Bomben oder Roboter fliegen. Weiter geht’s mit Nummer 4: Swanky. Nein, nicht der braunhaarige Luxusaffe aus „Donkey Kong Country“, der sein Geld mit Glücksspiel aller Art verdient. Swanky ist der lilafarbene, stangenlange Hansel der Truppe, der leider ein wenig arrogant und versnobbt daherkommt. Dieser ameisenähnliche Alien mit 2 baumelnden Antennen ist im wahrsten Sinne des Wortes ein „Schieber“: Der Weg ist versperrt, Schalter wollen dauerhaft aktiviert werden oder Laser blockieren das Weiterkommen? Kein Problem für Swanky: schnell eine Kiste besorgt und los geht der Schiebemarathon! Fehlt schließlich nur noch das 5. Glied, um die extraterrestrische Kette zu komplettieren. Die Rede ist vom treuen und cleveren Spacehündchen Scruffy, welcher sich aufgrund seiner geringen Größe auch durch noch so enge Gänge quetschen und vermeintlich unerreichbare Objekte mit seiner extrem langen Zunge einfach aufschlürfen kann. Nur wer all diese Spezialfähigkeiten gekonnt intelligent zur richtigen Zeit am richtigen Ort einsetzt, wird sich durch die 80 Level bis zu Tommy durchschlagen können.

Weit hinten im All, dort bei dem grünen Kristall, da lebte ein gar grausig Roboter…
Geschwind den DS mit Modulkost gefüttert und im Nu wird man vom Hauptmenü in Empfang genommen, welches sich zunächst noch recht spärlich präsentiert. Neben den Menüpunkten „Abenteuer“, welcher einen direkt ins eigentliche Spaceabenteuer katapultiert, und „Optionen“, wo lediglich die Sprache geändert und die Speicherplätze gelöscht werden können, sucht man vergebens nach mehr. Doch seid ihr motiviert genug und bemüht im Laufe des Puzzle-Adventures ein wenig eure grauen Zellen, dann wird diesem Umstand nach und nach Abhilfe geschaffen und zusätzliche Menüpunkte werden freigeschaltet.

Der daddelwillige Hobbyastronaut beginnt seine Reise zunächst allein mit dem schweinchenrosa Gumpers auf der untersten Ebene des Raumschiffs und arbeitet sich nach und nach mit Köpfchen und einer gehörigen Portion Mut und Geschick bis zur letzten und fünften Etage steil nach oben. Das gesamte Spielgeschehen, welches in einer knuffig-bunten und sehr flüssigen 3D-Grafik gehalten ist, findet dabei stets auf dem oberen Bildschirm des DS statt. Der Spieler betrachtet die recht kleinen und somit sehr übersichtlichen Level aus einer leicht angeschrägten Vogelperspektive, was noch einmal besonders den Aspekt der Überschaubarkeit unterstreicht und somit perfekt auf die angesprochene jüngere Zielgruppe zugeschnitten ist. Anfangs noch Einzelkämpfer, gesellt sich nach und nach der Rest der Alien-Crew zu den Abenteurern. In den meisten Levels sind diverse Charakterpads versteckt, die euch bei Berührung in den jeweils abgebildeten Alien verwandeln, was für ein flüssiges Vorankommen im Spiel natürlich unerlässlich ist. Von Zeit zu Zeit trifft man sogar auf ein Multipad, welches einem die Qual der Wahl zwischen einem der 5 extraterrestrischen Fantasiegestalten lässt – hier sind strategisch kluge Gedankengänge gefragt, denn sonst bleibt man am Ende womöglich noch in einem Level auf immer und ewig kleben. Doch keine Angst! Wie es sich für ein ordentliches Kinderspiel gehört, das vor allem jüngste Semester und Junggebliebene als potentielle Käufer anvisiert, ist der Schwierigkeitsgrad während des gesamten Unterfangens nicht allzu hoch angesiedelt, weshalb es auch kompletten Neueinsteigern und feinmotorisch nicht ganz so begabten Spielern locker und lässig möglich sein sollte, die Credits zu Gesicht zu bekommen. Zwar gestalten sich die Schalter-, Kisten- und anderen diversen Rätsel nach und nach etwas diffiziler, jedoch dürfte der Groschen nach einigem Probieren, Tüfteln und Überlegen letztendlich bei jedem fallen. Erleichtert wird das ganze Weltraumwagnis zudem noch ungemein durch den Fakt, dass es so etwas wie Leben oder Energieleisten ganz einfach nicht gibt. Man sterbe, sooft man wolle! Zudem findet man hier und da kleine Fragezeichenpads, welche dem geneigten Wanderer hilfreiche Tipps mit auf den Weg geben.

Doch worin besteht nun eigentlich die Hauptaufgabe des spielsüchtigen Hobbyastronauten? Das ist ganz schnell und einfach erklärt: In jedem Level gilt es, eine bestimmte Anzahl grüner Kristalle ausfindig zu machen, welche schließlich das Portal zum jeweils folgenden Level öffnen. Dabei sind jedoch meist die Spezialfähigkeiten mehrerer Pet Aliens gefragt, denn zum Beispiel kann nur der aufgeweckte Alienvierbeiner Scruffy mit seiner beträchtlichen Zunge an Kristalle kommen, die außerhalb des eigentlichen Levelareals liegen. Hin und wieder kann es auch vorkommen, dass eine blaue, rote oder grüne Tür dem gewillten Forscher den Weg versperrt. Dann heißt es schnurstracks die farblich passende Karte gefunden und schon können die labyrinthartigen Gänge des riesigen Raumschiffs noch intensiver erkundet werden. Damit man bei all dem Sammeln, Suchen und Schnüffeln auch nicht den Überblick verliert, werden die Anzahl der zu findenden, der bereits gesammelten Kristalle und die gefundenen Farbkarten auf dem unteren Screen des Doppelbildschirmers angezeigt. Leider stellt dies auch so ziemlich die einzige Aufgabe des unteren Bildschirms während des gesamten Spiels dar. Schade – hier hätte man mit einer Prise mehr Kreativität sicherlich der Bezeichnung „DS“ noch mehr Ehre machen können.

Rülpsen und Furzen – die neue Dimension des Trommelns
Da sich das Spielprinzip während der 80 zu bewältigenden Level, die übrigens für ein Weiterkommen nicht alle zwingend durchgezockt werden müssen, bedauerlicherweise nicht übermäßig ändert und sich recht schnell ein Gefühl von Monotonie einstellen will, heißt man jede noch so kleine Abwechslung sehr willkommen. Eine davon sind die recht spaßigen Bosskämpfe am Ende einer jeden Ebene, von denen es insgesamt 5 an der Zahl gibt. Doch leider hält auch dieser Alienspaß nur sehr kurz an und nach drei Treffern macht es unspektakulär „puff“ und die nächste Etage wartet. Als Belohnung erhält man aber zumindest immer mehr Galeriebilder und nach jedem besiegten Endgegner ein Minispiel, welche allesamt die exklusiven Features des DS ausnutzen, doch im Endeffekt auf Dauer leider nur recht wenig Kurzweil verbreiten.

Das erste freispielbare Minispiel trägt den unappetitlichen Namen „Rülps und Furz“ und wird mit –wer sollte es bei diesem Titel auch anderes sein– dem fetten, gefräßigen Gumpers gespielt. Man hört immer mehr einschlägige Geräusche, die der …ähm… Kategorie „Feuchtfröhliche Laute rund um den Magen-Darm-Trakt“ zuzuordnen sind und die man in der richtigen Sequenz per Stylus wiederholen muss. Das zweite minimalistische Spielchen namens „Hop oder Top“ erinnert sehr stark an das altbekannte Hütchenspiel, bei dem unter einem Hütchen eine Münze, oder in diesem Fall auch ein grüner Kristall, versteckt wird und sich anschließend alle Behälter in Rotation versetzen. Am Anfang noch recht leicht zu finden, muss man später doch fast schon ein Augenakrobat sein, um den Kristall zu finden. Numero tre nennt sich „Tagtraum“, was keineswegs heißen soll, dass man hier unbekümmert vor sich hin träumen kann. Ganz im Gegenteil: Der flippige Flip heizt mit Karacho durch einen Meteoritenhagel und eure Aufgabe besteht darin, eine Kollision mit selbigen per Steuerkreuz zu verhindern und nebenbei auch noch Unmengen dieser smaragdgrünen Kriställchen einzusammeln. Nur dumm, dass sich das hyperaktive Alienvögelchen kaum im Zaun halten kann und ständig an Geschwindigkeit zulegt. Pustet kräftig ins Mikrofon, um Flips Temperament ein wenig abzukühlen. Das vierte und vorletzte Spielchen, dessen Held der lila Spacewuffi Scruffy ist, trägt den schleimig-feuchten Titel „Schlürfangriff“. Lasst Scruffys Zunge via Stylus nach oben schnellen, um …inzwischen weiß es wirklich jeder… aufzuschlürfen. Doch aufgepasst! Alte Reifen gehören nicht zu seinen Lieblingsspeisen und liegen dem tapferen Schoßhündchen schon recht bald sehr schwer im Magen. Last but not least wäre da noch das „Asteroidenrennen“, bei welchem der flotte Dinko auf die bombige Jagd nach …hust, keuch, krächz… geht. Einfach mit dem Touchpen einen Kreis um die Schmuckstückchen gemalt und die herabfallenden Bomben angetippt, und schon kann einem ausgedehnten Weltraumsprint nichts mehr im Wege stehen.
Hat man sich erst einmal mit Taktik, Köpfchen und Machete durch den Weltraumdschungel geschlagen, gibt es nur noch wenig Anreiz, das spacige Abenteuer ein zweites Mal zu bestreiten. Einzig und allein der freischaltbare Marathon-Modus kann sprintwütige Spieler hinter dem Ofen hervor locken und dazu bewegen, jeden Level in einer vorgegebenen Zeit zu meistern.

Steuerung:
Bei diesem Game wird mal wieder ganz traditionell auf die Pad- und Knöpfchensteuerung gesetzt, was hier nicht unbedingt als negativer Aspekt hervorzuheben ist, doch um das Spielgeschehen noch einen Tick interessanter und spaßiger zu gestalten, wäre eine intuitive Steuerung via Touchpen à la „Zelda: PH“ eventuell ratsamer gewesen. Na ja, zumindest hat man gänzlich auf eine kombinierte Steuerung zwischen Pad und Stylus verzichtet, sodass es nie zu einem hektischen Fingergefuchtel kommt. Einzig und allein die äußerst spärlich vertretenen und spielspaßtechnisch mageren Minispiele versuchen auf extrem rudimentäre Art und Weise Touchscreen und Mikrofon zu implementieren.

Grafik:
Hmmm… C’est bon! Knuffige und kunterbunte Kleckselkost vom Feinsten! Die wahrhaft niedlich und relativ detailliert gestalteten Charaktere und Umgebungen glänzen nur so vor intensiver Farbenfrische und dürften somit ein helles Lächeln in jedes Kinderzimmer dieser Welt zaubern. Hier hat man sich wahrlich um eine ordentlich präsentierte 3D-Grafik bemüht und für DS-Verhältnisse bekommt man eines der besser ausschauenden Games geliefert.

Sound:
In punkto musikalische Untermalung haben sich die Entwickler nicht gerade ein Bein ausgerissen. Vor Vielfalt, überschwänglicher Kreativität und peppigem Einfallsreichtum strotzen die wenigen Tracks keineswegs. Wem’s gefällt, der wird sich die Musik sicherlich bis zum Ende des Abenteuers reinziehen, doch für die meisten bedeutet sie lediglich einen Großangriff auf die Trommelfelle.

Features:
Neben dem Hauptspiel à la „Sammel die grünen Kristalle und gelange zum Ausgang“, in welchem Hobbyastronauten zumindest sage und schreibe 80 Level erkunden müssen, bietet das Alien-Modul aus den Tiefen des Alls recht wenig. Die 5 freischaltbaren Minispiele und die Galeriebilder sind eine nette Idee, doch können sie leider nicht von sich behaupten, einen Anspruch auf konsequenten Spielspaß zu erheben. Eifrigen Spielern wird nach dem Knacken der 100%-Marke zumindest noch ein Marathon-Modus geboten, in welchem alle Level noch einmal unter Zeitdruck gedaddelt werden können.

Fazit:
„Pet Aliens“ ist eines der Spiele, welche an den Erfolg einer Serienvorlage anschließen möchten, indem sie die Helden der Kleinen in ein neues spannendes Abenteuer voller Spiel, Spaß, Spannung und (virtueller) Schokolade schicken. An dieser Stelle kann unschlüssigen Eltern mit gutem Gewissen empfohlen werden, dass sie beim Kauf dieses Games mit den 5 irrwitzigen und schrägen Außerirdischen garantiert nicht daneben greifen. Zwar hält sich der Titel in Sachen Innovation und Umfang ein wenig zurück, doch besonders der jungen Zielgruppe wird mit „Pet Aliens“ ein wahrlich extraterrestrisch abgefahrenes Abenteuer geboten, das vor allem durch seine Kuschelgrafik punkten kann. Zwar bereiten die zahlreichen innerhalb der Level verteilten Knobeleien aus Erwachsenensicht nicht sonderlich viel Kopfzerbrechen, doch für die Kleinen dürfte der gesetzte Schwierigkeitsgrad genau richtig sein, sodass nicht nur Frust, sondern auch eine ganze Menge Lust am Spielen aufkommen dürfte.

David Bähr [Linguafreak] für PlanetDS.de

Vielen Dank an Shin’en für die freundliche Bereitstellung des Testmusters.

WERTUNG:
72%
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Zweckmäßig, aber wenig innovativ. Innovationsfaktor:
+----  (1 von 5 Sternen)
Ähm, hat man hier vergessen, für welche Konsole man entwickelt?
Grafik

Herzzerreißende, kni-kna-knuffige 3D-Kost.
Sound

Mooonoootooon! Ein wenig mehr Pepp bitte!
Spielspaß

Kinderherzen werden begeistert sein.








Details
Spielname:
Pet Alien

Publisher:
The Games Factory

Developer:
Shin´en

Genre:
Geschicklichkeit

Release:
07.20.0907

Multiplayer:
nein

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (7)

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