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Mario Party DS


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Mario Party DS - Review vom 28.11.2007

Liebling, wer hat den Mario geschrumpft?
Im friedlich idyllischen Pilzkönigreich bricht abermals das Partyfieber aus. Denn als Mario einen wertvollen Himmelskristall entdeckt und dieser von seinem seltenen Fund berichten will, lädt der bepanzerte Oberbösewicht Bowser zu Kaffeeklatsch mit Kuchen ein. Er möchte, dass seine finsteren und hinterlistigen Taten verziehen werden, doch es bleibt ein mulmigeres Gefühl im Bauch, als bei geronnener Milch in einer Tasse brühwarmen Earl Gray... Was hat das zu bedeuten?

Kopf über Fuß stürzt sich die bekannte Party-Crew bestehend aus Mario, Luigi, Peach, Daisy, Wario, Waluigi, Toad und Yoshi in das nächste Cappuccinokränzchen und tappt geradewegs in des Fieslings nächste Falle... Unerfreulicherweise mit dem bezaubernden Nebeneffekt, dass die lustige Truppe mit Bowsers neuem Schrumpfstab miniaturisiert wird und von nun an eine illustere Spielrunde auf dem Spaßbrett in Zwergengröße entbrennt. Die Minispiel-Mania „Mario Party DS“ macht dort weiter, wo die Vorgänger für die großen Konsolen aufhörten, doch natürlich passend im bequemen Hosentaschenformat. Wir haben diesen Inbegriff der Ausgelassenheit natürlich auf Geschmack, Trinkfestigkeit und Feierlaune geprüft und verraten euch, ob „Mario Party DS“ den kritischen Blicken der feiernden Redaktion standhält. Party on, anyone?

Bretter, die die Welt bedeuten.
In Sachen Story hat man bei Marios Partyspielen noch nie einen Pulitzer gewonnen und
so kann auch bei dieser Umsetzung getrost über das Rahmengeschehen hinweggesehen werden. Der Fokus ist eindeutig: Minispiele, Minispiele und nochmals Minispiele. Und welcher Handheld hat nicht in der der Vergangenheit bewiesen, dass diverse innovative Fähigkeiten sich ideal für 1.001-Minispielkonzepte eignen? Schon zu Launchzeiten wurde mit „Wario Ware: Touched!“ oder „Project Rub“ fleißig auf dem Touchscreen gezeichnet, gehämmert oder gerudert und selbst vor Mikrofon-Pustwettbewerben war man nicht sicher. In dieser Hinsicht hat sich auch bei „Mario Party DS“ nicht viel getan - sowohl bekannte als auch einige neue Konzepte hat man als Basis für das Filetstück des Spiels eingerichtet und das Wettbewerbsgefühl in den Vordergrund gestellt. In mehr als 100 Spielchen müssen die aufgelegten Partygänger mit dem Stylus schwingen, in die Tasten hauen oder kräftig die Backen leer blasen.

Bevor es in Marios Schlumpfhausen so richtig los geht, gilt es einige Entscheidungen zu treffen, denn allein schon im Hauptmenü wird man bemerken, dass ausgeprägte Funktionsvielfalt zum Standardprogramm gehört. Mit insgesamt vier Auswahlmöglichkeiten schon zu Beginn kann man im Abenteuer-, Party-, Minispiel- oder Knobelmodus zeigen, was der Minispielveteran alles auf dem Kasten hat. Erst nach dieser Hürde gelangt man sofort zu einigen puzzleartigen Minispielen á la „Tetris“ und Co. oder direkt auf eines von insgesamt 5 Spielfeldern. Thematisch reicht das Feld von Wigglers grüner Gartenlaube, über das musikalische Hammerbrüder-Ensemble bei Toadette in der Musikstube, hin zu Kameks Kammer der Bücherschreckens. Selbst Donkey Kong muss in seiner misslichen Lage erkennen, dass man als Stein-Kong nicht wirklich zu anderen Arbeiten, wie dem Futtern von Bananen kommt. Last but not least ist es möglich, eine minder ruhige Kugel auf des bösen Bowsers finsteren Flippertisch zu tanzen. Wie gewöhnlich gilt es auf jedem Spielbrett, der Herr der Sterne zu werden und eine reichliche Anzahl an diesen Himmelslichtern einzusammeln. Wer genüg Sternenstaub eingesackt hat, wird auch am Ende der Partie als Sieger von dannen stapfen. Doch selbst kurz vor Schluss kann sich die Rangfolge noch drastisch ändern und auf einmal steht der vermeintliche Sieger doch neben dem Podest. That’s life, oder eher gesagt: That’s „Mario Party“. Geschick, Können und Glück lagen noch nie so nahe beieinander.

Da er nicht Sterne sammeln kann, sammelt der Geizhals Dukaten.
Jetzt geht’s los, jetzt geht’s los. Gebannt sitzen vier stylusfuchtelnde „Mario-schon-aus-Pixelzeiten-Kenner“ auf dem Sofa und ringen um die besten Plätze. Ein Kampf entbrannt nicht nur auf dem samtig-weichen Postermöbel, sondern der Krieg der Sterne beginnt nun auch auf dem Bildschirm. Via Touchscreen wird ein Rinderbraten über dem Grill rotiert und es sieht so aus, als hätte Luigi die Kurbel in der Hand, während Mario, Peach und Yoshi verzweifelt versuchen, bei all dem leckeren Bratenduft, nicht vom selbigen herunterzufallen. Nach einer glorreichen Essenschlacht geht es weiter ins Badezimmer und bei einer fröhlichen Wettfahrt in der Rempel-Regatta, versucht jeder des Pilzkönig-Quartetts als erster die Ziellinie des kühlen Nass zu überqueren. Minispiele über Minispiele, so muss sich ein spannendes und vor allem fesselndes Partyspiel mit Mario in der Hauptrolle präsentieren. Dabei kann gesagt werden, dass gerade bei „Mario Party DS“ die Mischung aus „normalen“ D-Pad-Games sowie Pusteinlagen und Touchscreengehabe gut abgerundet ist. Es gibt keinen wirklich krampfhaften Zwang, die DS-Features auf Teufel komm raus in die Spielmechanik zu quetschen, denn nette Ideen wurden einfach umgesetzt, so wie man sie für richtig erachtete, ungünstige einfach rausgelassen. Zwar gibt es bei der Massenansammlung von kollektiven Wettbewerbswahnsinn auch hier und da ein Minispiel, das nicht ganz so überzeugen kann, doch grob über den Daumen gepeilt findet man einen mehr als soliden Party-Mix.

Steuerung:
Die Mischung macht’s. Hudson hat es geschafft, einen gesunden Mix auch Touchscreen-, D-Pad- und Mikrofon-Minispielen auf die Beine zu stellen - anders als bei vielen Minispielen der ersten DS-Generation, die stringent darauf erpicht waren den tastsensitiven Screen bis zum Gehtnichtmehr auszureizen. Insgesamt macht der überwiegende Teil der Minispiele eine mehr als gute Figur, nur manche können aufgrund von ungenauen Kontrollen zur kurzweiligen Qual werden. Solide Leistung in diesem Sektor!

Grafik:
Die sorglose 3D-Grafikpracht von „Mario Party DS“ kann sich sehen lassen. Ein wenig erinnert man sich zurück an die N64-Zeit und das Retro-Partytier wird sich sofort heimisch fühlen, wenn die ersten Würfel rollen und Münzen ausgezahlt werden. Sowohl die hübsche Menüführung als auch sämtliche Ingamegrafiken spielen in der Oberliga mit und brauchen sich nicht hinter der Konkurrenz verstecken. Mehr davon.

Sound:
It’s a meee, Maaariooo! Der disponierte „Mario Party“-Fan wird genau wissen, was es auf die Ohren gibt. Quietschende Yoshi-Laute, krächzendes Geschimpfe von Baby Bowser und allerlei heitere Soundeffekte, die passend abgerundet zu den Minispielen ausgestattet sind. Zwar wird keine richtige Vielfalt geboten, dennoch eine angenehme Geräuschkulisse, die nicht störend daher kommt.

Multiplayer:
Selbst mit nur einem Modul und vier Nintendo DS in Reichweite, kann der Partyspaß beginnen. Die Downloadfunktion des Doppelbildschirmers kommt in diesem Fall voll auf ihre Kosten und zeigt einmal mehr, was Entwickler damit anfangen können, wenn sie es denn wirklich ausreizen wollen. Schade hingegen ist die Tatsache, dass man auf einen Onlinemodus verzichtet hat - wohl der entscheidende Punkt einiger potentieller Kunden, den Titel im Regal stehen zu lassen.

Fazit:
„Mario Party DS“ stellt einen klassischen Serien-Ableger in Reinkultur dar. Man fühlt sich beinahe zurückversetzt in die Blüte-Zeit des Nintendo 64, als Mario und Co. nahezu Hand in Hand über die minispielbestückten Felder hüpften. Die Implementierung des spezifischen Nintendo DS-Funktionen sind dabei entschieden durchdacht und ausbalanciert, dennoch bleibt das übliche Problem eines jeden „Mario Party“-Titels: Die mittelmäßige KI und das monotone Rundengeplänkel sorgen dafür, dass wirklicher Spielspaß nur mit echten Playern aufkommt. Zum Glück kann man mit vier Freunden, vier DS-Geräten und nur einem Modul sofort die Partymützen aufziehen und loslegen - und das sogar bei angenehmen Ladezeiten. Hut ab an dieser Stelle, dennoch hätte man mit einem Onlinemodus wohl viel höher in den Wertungsrängen laden können. Chance vertan, doch wer weiß, was die Zukunft bringt? Was am nächsten Morgen übrig bleibt, ist ein Titel, der mit einer ordentlichen Anzahl an menschlichen Mitspielern und DS-Besitzern durchaus zu unterhalten vermag. Alleine lässt sich jedoch keine Party schmeißen und wer tatsächlich solo das Spielbrett betritt, wird den wirklichen Genuss des Spiels kaum erhaschen können. So muss jeder selbst entscheiden, ob „Mario Party DS“ in nächster Zeit in den Modulschacht wandert oder ob man zunächst ein wenig Mitspieler-Freundeswerbung betreiben sollte.

Macht die Nacht zum Tage: Partylöwe Kevin Jensen [Iceman] für PlanetDS.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
80%
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Von gut abgestimmt bis mäßig kontrollierbar ist alles dabei - insgesamt aber wohltuend. Innovationsfaktor:
++++-  (4 von 5 Sternen)
Es fehlt eigentlich nur der Onlinemodus.
Grafik

Nette 3D-Brettlandschaften, geschmeidige Animationen.
Sound

Die üblich abgedrehten „Mario Party“-Klänge.
Spielspaß

Im Singleplayer pfui, im Multiplayer hui.








Details
Spielname:
Mario Party DS

Publisher:
Nintendo

Developer:
Nintendo

Genre:
Sonstiges

Release:
07.20.2111

Multiplayer:
1-4 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (6)

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