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Dead ’n Furious


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Dead ’n Furious - Review vom 11.07.2007

Point & töt
Zugegeben, für den Nintendo DS gibt es einige gehaltvolle Spiele: „Dr. Kawashimas Gehirnjogging“, „Big Brain Academy“, ja selbst der nützliche „Englisch Trainer“ sprechen für die vielfältigen Einsatzgebiete des Gerätes. Dass ab und an bei all diesem Intelligenz-Salat mal was zum Abschalten dabei sein muss, versteht sich von selbst. Einfach mal das Hirn auf Durchzug stellen, die Seele baumeln und seinen aufgestauten Gefühlen freien Lauf lassen - herrlich. Mit „Dead ’n Furious“ ist das jetzt auch problemlos möglich.

Wer die hierzulande indizierten „House of the Dead“-Titel von Sega kennt, der weiß was bei einem reinrassigen Pistolenshooter auf ihn zukommt: metzeln, ballern, töten. Genau all das, was eure Eltern euch (zu Recht) niemals erlauben würden. Tadaa, der nächste DS-Titel nach „Resident Evil“, der den blutroten Stempel „Ab 18“ erhalten hat. Das Ende einer Kiddikonsole? Wohl eher nicht, aber immerhin mal etwas Anderes im tristen Spielealltag (der ja so schlimm im Moment nicht ist, man denke nur an Anno und Konsorten...). Doch mit welchem Prozent-Stempel fertigen wir diesen erwachsenen Horror-Trip ab? Die Antwort ist nur einen Klick entfernt...

Entschuldigung, ist das Ihr Hirn?
Moment... Ein waschechter Pistolenshooter, auf dem DS? Stellt man sich witzig vor, mit einer Pistole auf einen Bildschirm zu ballern, der mehrere Zentimeter kleiner ist. Aber keine Angst, schließlich ballert man mit dem Stylus, wofür hat das innovative Gerät denn schließlich seinen Touchscreen! Die schnellstens erzählte Story (es geht um Zombies) ist Lückenfüller und sorgt nur dafür, dass man genug Nachschub hat: Ziel ist es nämlich, so viele Gegner wie möglich zu elem... elimen... zu töten. Mit einem sanften Druck auf den Touchscreen feuert man seine Waffe genau an dieser Stelle ab und kann den Zombies sogar Arme und Beine abballern. Obwohl man viel in Bewegung ist, hat man als Spieler mit den Laufrichtungen der Hauptfigur so gut wie nichts am Hut. Ab und zu darf man sich für einen Pfad entscheiden, ansonsten wird man wie auf Schienen durch die Level gezogen und bedient einzig und allein Abzugshebel und das Magazin beim Nachladen. Letzteres geschieht, indem man einfach die Munition auf das Magazin zieht, eine kurze Animation anschaut und schon geht's weiter. Dabei ist mehr taktisches Geschick vonnöten, als man es sich anfangs träumen lässt: Gerade in härteren Schwierigkeitsgraden, die man zunächst freispielen muss, wird ein richtiges Ladeverhalten zum A und O.

Ich rieche, rieche Menschenfleisch...
Einen Speicherplatz gibt es, der bei jedem Neustart gelöscht wird. Will man also seinem Kumpel kurz Level 1 zeigen, ist der bisherige Fortschritt dahin und man darf von vorne anfangen. Dafür spielt man mit jedem Versuch besser mit, Try and Error ist das Stichwort. Irgendwann hat man raus, wann und wo die Zombies rauskommen, welche Schussposition die beste ist und wann man nachladen sollte. Auch die Taktiken für die Endgegner hat man in Nullkommanichts raus. Trotz der nicht immer einfachen Level ist das Ende von „Dead ’n Furious“ relativ schnell zu sehen. Überraschungen gibt es danach nicht mehr, stattdessen beginnt jetzt der Run im höheren Schwierigkeitsgrad von neuem, oder man bemüht sich, mit so vielen Punkten wie möglich das Ende zu erreichen.

Steuerung:
Trotz all der Kritik: Irgendwo macht die simple, sinnfreie Ballerei Laune. Das liegt wohl auch an der recht genauen Steuerung, die exakte Schüsse in sämtliche Zombiebereiche zulässt. Natürlich nix für Minderjährige, aber für Erwachsene mit dem Bedürfnis nach gehirnfreiem Spaß (Anm. des Oberzombies: Mampf!) ein im wahrsten Sinne des Wortes Mords-Gaudi.
Wer am Nachladen verzweifelt, dem sei gesagt: Taktik ist hier das richtige Stichwort! Nur mit dem richtigen Timing kann man „Dead ’n Furious“ heil überstehen. Okay, und mit einer großen Portion schwarzem Humor - für Spielinhalt und Gameplay.

Grafik:
Man stelle sich „Half Life“ Anno 19XX vor, ohne 3D-Beschleunigung, alle Details runter und in einer 200er Auflösung. Schon kann man in etwa erahnen, wie House of the... äh, „Dead ’n Furious“ grafisch daherkommt. Nicht wirklich das Gelbe vom Ei und selbst auf Nintendos DS grauslig. Aber schließlich soll es ja auch ein Horrorspiel sein...
Die Gegnervielfalt lässt sich an einer Hand abzählen, die dazugehörigen Animationen ebenfalls. Kahle Texturen bedecken die Wände, nur in den seltensten Fällen lässt sich auch das Ambiente zerballern. Hat man einem Zombie den Arm oder ein Bein weggeschossen, wird einfach nur der entsprechende Pixelbrei entfernt. Der Vorteil dabei ist, dass es die meiste Zeit über ein flüssiges Geschehen bleibt und man trotz Gegnermassen nie das Gefühl hat, dass der DS überfordert ist.

Sound:
Passend zum Geschehen hallen immer wieder Schreie durch die Gänge, während das Gegrunze der Zombies eher wie mein Billig-Staubsauger vom Discounter klingt. Wobei, der macht wenigstens noch etwas mehr Lärm und erschreckt nebenbei diese nervigen Vögel, die jetzt im Sommer gerade auf dem Balkon hocken. „Dead ’n Furious“ erschreckt nur den Spieler.

Features:
Bis auf weitere Schwierigkeitsgrade gibt es nichts, was man hier großartig erwähnen müsste. Recht schnell durchgespielt macht einzig und allein die Punktejagd über einen längeren Zeitraum noch Laune, doch auch dazu muss man immerhin den nötigen Nerv aufbringen.

Multiplayer:
Richtig ulkig war bei Pistolen-Shootern ja schon immer der Multiplayer. Bei unserem „Dead ’n Furious“ kommt dieser Spaß aufgrund der unterschiedlichen Bildschirme leider nicht ganz so stark rüber, trotzdem kann man auch zu zweit problemlos um die Wette ballern.

Fazit:
Wer hätte bei der Ankündigung des DS jemals dran gedacht, dass ein Pistolen-Shooter dieser Art seinen Weg auf diesen jüngsten Nintendo-Handheld findet? Und vor allem, dass er so eine zweigeteilte Meinung hinterlässt. Denn technisch ist „Dead ’n Furious“ leider ein Produkt unterster Machart: Grafisch und soundtechnisch schlampig umgesett, das Gameplay dank aus dem Nichts auftauchender Zombies ebenso ziemlich unterirdisch... Und trotzdem kann man mit dem Modul als Erwachsener einen Heidenspaß erleben - der dann wieder recht schnell vorbei ist. Sprich (um allen Interessenten einen guten Rat zu geben): Ausleihen in der Videothek, ja – kaufen, eher nein. Denn als Vorzeigespiel eignet sich das düstere Game ganz sicher nicht. Mal sehen, wann Sega mit einer offiziellen „House of the Dead“-Umsetzung nachzieht und die diesmaligen Fehler ausbessert.

Christian Nork [Trunx] für PlanetDS.de

Vielen Dank an Virgin Play für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
62%
Altersfreigabe:
ungeprüft
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Genaues Schießen klappt gut, Nachlademechanismus erfordert Taktik. Innovationsfaktor:
++---  (2 von 5 Sternen)
Nur Touchscreen-Interaktion, die recht ordentlich umgesetzt wurde
Grafik

Urghs: 3D-Optik in den Kinderschuhen.
Sound

Uh, wie unheimlich... Unheimlich dröge.
Spielspaß

Fast schon peinlich, wie einem das Ballern eine ganze Weile Spaß machen kann!








Details
Spielname:
Dead ’n Furious

Publisher:
Virgin Play

Developer:
Dream-On Studios

Genre:
Shooter

Release:
07.20.002Q

Multiplayer:
1-2 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 100 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (5)

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