PlanetSwitch Planet3DS PlanetVita PSP.de PlanetiPhone Classics Forum

PGN-ID:[?] (Nicht eingeloggt)
Login
Registrieren
PlanetDS PlanetGameboy N-Page.de
Nicht angemeldet!     Neu Registrieren   Loginname  Passwort:     Passwort?

Snowboard Kids DS


  • Testbericht
  • Bilder (27)
  • News & Videos (0)
  • User (6)
  • Spiel Kaufen
Snowboard Kids DS - Review vom 04.05.2006

Man kennt es aus Golden Sun, Mario Golf & Tennis, Final Fantasy Tactics und vielen weiteren Spielen. Um den Spielern das Geschehen ein klein wenig näher zu bringen, werden die Charaktere als Helden eingesetzt, die den Spieler verkörpern könnten: Jugendliche. Auch in unserem aktuellsten Beispiel ist dies der Fall. Wir beschäftigen uns allerdings nicht mit Monsterjagen oder Tennisbälle durch die Gegend schlagen, sondern mit einer ziemlich abgefahrenen Sportart: dem Snowboarden. Auf dem N64 war „Snowboard Kids“ der absolute Renner und für jeden Besitzer der Konsole ein Muss. Jetzt feiern Atlus im Jahre 2006 ihr Comeback auf dem DS – und los geht’s!

Snowboard Kids ist mal wieder so ein Spiel, bei dem man zuerst die Hilfe durchgehen sollte, bevor man sich raus auf die Piste wagt. Wenn ihr das Spiel besitzt, könnt ihr euch entweder über den Trainings-Modus im Spiel oder die Anleitung schlau machen, falls nicht – wir erklären es euch auch so. Einfach diesen Test lesen und ihr werdet bestens über das Spiel informiert sein. Wer gehofft hat, zu Beginn durch einen Free-Mode ein klein wenig reinschnuppern und das Spiel austesten zu können, der wird erstaunt sein, denn im Singleplayer-Modus gibt es nur die Welt Tour, die einzelnen Slalom-Pisten und Bosskämpfe. Da man ersteres wohl als den Kernpunkt des Spiels betrachten könnte, starten wir mit diesem. Doch bevor es losgeht, steht man, wie so oft, vor der Qual der Wahl und muss sich für einen Boarder entscheiden. Am Anfang stehen dem Nachwuchs-Schneehasen Slash, Brad, Nancy, Jam, Koyuki und Tommy zur Verfügung. Fans des N64-Titels werden bereits erkannt haben, dass einige Charaktere übernommen wurden, leider wurden aber auch einige entfernt. Jeder dieser Snowboarder hat verschiedene Stärken und Schwächen. Nancy und Brad sind die beiden schnellsten, dafür machen Jam und Slash die besten Tricks.

Nachdem man sich für einen Charakter entschieden hat, darf man noch zwischen vier Farboutfitvariationen wählen. Bisher steht einem nur die C-Klasse, sozusagen der Anfängerkurs, zur Verfügung und so muss man sich wohl oder übel dem Willen des Spiels beugen. Eine Stimme ertönt. Plötzlich tut sich etwas auf dem Bildschirm. Es wird runtergezählt… 3, 2, 1 … los! Wer jetzt nicht seinen Stylus in der Hand hat, kann ihn gleich stecken lassen, denn die ersten paar Sekunden dienen zum Schwung holen. Dieser Vorgang wird durch mehrmaliges Tippen auf den Touchscreen durchgeführt. Die erste Strecke ist eine sehr einfache, der Spieler macht zum ersten Mal Erfahrungen mit dem Sportspiel und wird daher auch optimal darauf eingestellt. Von nun an heißt es: Fahren, fahren, fahren und das am besten ganz vorne! Hierzu gibt es einige Hilfen für den Spieler. Wie wir es aus Mario Kart kennen, wurde auch bei SBK an Waffen und Items gedacht, wobei hier strikt differenziert wird. Jeder Boarder hat eine eigene spezielle „Waffe“, die nur er einsetzen kann. Je nach Charakter wird so der Vordermann/frau eingefroren, umgeschossen oder verwirrt, sodass man, wenn man „links“ drückt, nach rechts fährt und umgekehrt. Um diese Waffen einsetzen zu können, muss sich zunächst einmal die so genannte SBK-Anzeige aufladen, welche im linken unteren Bildrand zu sehen ist. Dies geschieht entweder durch Warten oder durch simple Air-Tricks. Sobald sich diese Anzeige um 1/3 gefüllt hat, erscheint im rechten der zwei Quadrate das Waffenicon des Boarders und kann nun abgefeuert werden. Wartet man, bis man 2/3 voll hat, ist die Waffe doppelt so stark, bei der komplett aufgefüllten Leiste erreicht die Waffe dann natürlich die maximale Kraft. Neben den Waffen gibt es diverse Items (oder Objekte), die, anders als die Waffen, eingesammelt werden. Hierfür gibt es auf der Piste immer mal wieder zwei „?“-Blocks nebeneinander, wodurch jeder einmal etwas abbekommt. Die Objekte unterscheiden sich natürlich alle und so kann man die Gegner einschläfern, den Screen mit Nebel verunreinigen oder eine fette Eiswand mitten auf die Fahrbahn stellen, damit einer der nachfolgenden mit voller Wucht dagegen brettert.

Je nach Art des Welt Tour Levels muss der Boarder unterschiedliche Ziele verfolgen. In der „Exhibition“, dem häufigsten Beispiel, geht es einfach darum, schnell zu fahren und als erster ins Ziel zu kommen – meistens reicht aber auch ein Platz an dritter Stelle, was bei vier Fahrern nur sehr schwer zu verfehlen ist. Bei jeder Exhibition gibt es drei Runden, am Ende einer Runde muss man einen Engpass treffen, um im „Helicopter“ zu landen, der einen binnen weniger Millisekunden an den Start der Piste bringt. Erwischt man diese Engstelle nicht, knallt man gegen die Wand und verliert somit wertvolle Zeit. Außerdem gibt es noch so genannte „Trick-Sessions“, bei denen man, wie der Name schon sagte, Tricks machen muss und dabei mächtig Punkte einzuheimsen. Hier gibt es allerdings nur eine Runde und es ist auch völlig egal, als wievielter man die Ziellinie passiert, denn auf die Punktzahl kommt’s an! Auch diese Pisten sind anders gestaltet und es gibt somit sehr viel mehr Schanzen zum Tricksen. Die vorletzte Art wäre der Slalom. Hier muss der Spieler innerhalb einer vorbestimmten Zeit Checkpoints zu passieren und eine bestimmte Anzahl an Punkten zu erreichen. Dies kann entweder durch Tricks oder Einsammeln von Punktekristallen erledigt werden. Last but not least gibt es bei jeder der drei Stufen (C, B und A) ein Boss Level. Dieser Boss ist immer der gleiche: eine überdimensional schnelle, Schneepflugartige, runde Maschine, die richtig fies ist. Sie stellt zum Beispiel mehrere Eisblöcke hintereinander auf die Fahrbahn, um es dem Verfolger schwer zu machen. Die Aufgabe ist hierbei immer, diese Maschine (je nach Levelfortschritt verschieden oft) mit einem Schneeball zu treffen. Dieser Schneeball funktioniert genauso wie alle anderen Waffen, nur, dass er keine Vorteile hat: von dort aus, wo man R drückt, wird losgeschossen, gerade aus. Man braucht also ein geschicktes Händchen und einen geschulten Blick, um hier gut abzuschneiden.


Steuerung:
Spätestens jetzt wird’s richtig interessant. Beim Snowboarden gibt es unzählige Variationen von Tricks, Spins, Grabs, Flips, und viele weitere. Haben es die Entwickler erfolgreich auf nur sechs Aktionstasten gebracht? Während mit dem Steuerkreuz gelenkt wird und L und R zum Benutzen von Objekten und Waffen benutzt wird, gehören die restlichen vier Knöpfe den Tricks, wobei selbst hier Doppelbelegungen vorhanden sind. Mit B geht man in die Hocke und setzt zum Sprung an großen Schanzen an, Y und A dienen (sofern man sich am Boden befindet) als Alternative zu L und R. In der Luft werden mit den Tasten A, B, X und Y verschiedene Grab-Tricks durchgeführt. Drückt man zum Beispiel X und noch eine Richtungstaste, wird ein anderer Trick ausgeführt, als wenn man nur X drückt. Hunderte von Kombinationen warten nur darauf, entdeckt zu werden. Allerdings kommt das ganze ein klein wenig steril herüber und es braucht eine mehr oder minder langen Eingewöhnungsphase, bis man alles drauf hat.

Grafik:
Nicht nur in punkto Gameplay kann Snowboard Kids bisher überzeugen, auch die Grafik macht ganz schön was her! Bereits die Intro-Sequenzen lassen einen Einblick auf die wunderschöne Darstellung und den verspielten Comic-Stil zu und auch im späteren Spielverlauf wird man kein bisschen enttäuscht. Sowohl Gesamtkonzept als auch einzelne Details sind sehr schön anzusehen und von der Grafik her steht SBK Mario Kart in nichts nach! Dass dies alles auf einer sauberen Framerate basiert, hebt das ganze natürlich nochmals; in der kompletten Testzeit gab es bisher noch keinen einzigen Ruckler. Wie man es von diesen Renn(sport)spielen kennt, wird auf dem Topscreen das eigentliche Geschehen und unten die Karte angezeigt – nichts Neues also. Durchgehend gelungen – bravo!

Sound:
Nun, hierbei stellt sich zunächst die Frage: Was erwartet der Spieler? Rechnet er mit einem schlechten Midi-Geklimper oder mit voluminösem Sound im Orchester-Stil? Wohl eher ersteres. Und damit wird er auch belohnt, zumindest eher, als mit dem zweiten Beispiel. Die „Musik“ (simple Melodien) spielt sich zwischen den Genren Techno, Pop-Rock und Gedudel ab. Der Sound erinnert vom Stil her ein klein wenig an F-Zero, aber auch an Mario Tennis & Mario Golf, was keinesfalls als negativ zu vermerken ist. Nicht das Beste, aber besser als anderes.

Features:
Nebst den Tastenkombinationen gibt es allerdings auch noch die Touchscreen-Steuerung. Zu Beginn einer Fahrt dient der Stylus zum Schwung holen und während den „Trick-Zeiten“ (speziell festgelegten Abschnitten in den verschiedenen Strecken) kann man nebst den Standard-Tricks noch Spezial-Tricks durchführen. Hierbei gibt es drei verschiedene Versionen. Man muss entweder eine bestimmte Anzahl, an einen bestimmten Ort oder beides zusammen drücken, um diesen Trick auszuführen. Hierzu braucht es aber viel Zeit und man muss den Stylus griffbereit haben, was meistens sehr schwer ist. An sonstigen Features bietet das Spiel eine Menge: es gibt einen Shop, in dem man sowohl schnellere Waffen (schnellere Nachladezeiten), als auch neue Outfits oder Boards kaufen kann. Nach bestimmten Abschnitten im Spielverlauf werden die beiden geheimen Charaktere freigeschaltet und können von dort an auch eingesetzt werden. Auch der Touchscreen und das Mikrofon wurden perfekt integriert: so darf man durch einen lauten Schrei zum Beispiel seinen Boarder wieder aufwecken oder durch sanftes Pusten den Bildschirm wieder frei bekommen. Der Umfang der Anleitung ist mehr als akzeptabel (sogar live und in Farbe!), das Spiel ist in mehreren Sprachen gehalten und es gibt einen perfekten Hilfe-Modus. Und einen tollen…

… Multiplayer:
Es gibt Spiele, da braucht man mehrere Cartridges, um gegen Freunde anzutreten und es gibt Spiele, da braucht man nur eine. Die, bei denen es beide Möglichkeiten gibt, sind einem dann aber doch schon die liebsten. SBK ist solch ein Fall. Allerdings fällt der Single-Card-Modus ein wenig spärlich aus, hier kann nur mit Slash und auch nur auf einer Strecke gecruist werden, aber immerhin kann man zu viert mit nur einem Modul daddeln! Erinnert sich noch jemand an unsere Worte zu Beginn, dass es keinen Free-Mode gibt? Es gibt ihn! Aber extremst gut versteckt. Man muss Multi-Card-Play auswählen und kann nun zwischen Exhibition, Trick Partie und Freie Fahrt wählen. Man kann das Spiel aber auch starten, ohne, dass man einen Freund mit dem Spiel in seiner Nähe hat und es dann alleine daddeln. Sehr schön!

Fazit:
Snowboard Kids erscheint am Anfang wie ein Spiel aus dem Bilderbuch. Genau so möchte man es. Nachdem man sich mit der Steuerung ausgiebig befasst hat, stellt dies auch nur ein kleineres Problem dar und man kann den Rest des Spiels genießen. Dies sollte man auch, solange es geht, denn ehe man sich versieht, ist man mit der Welt Tour schon durch. Ein Wochenende reicht geübten Zockern, um den Kernpunkt des Spiels durch zu haben. Von nun an lohnt eigentlich nur noch der Multiplayer, der für jede Menge Spaß sorgt. Leider gibt es nur neun verschiedene Strecken, mehr hätten hier auch nicht geschadet. Im Großen und Ganzen stellt SBK ein gutes Spiel dar, welches leider ein klein wenig zu kurz geraten ist, aber eigentlich jedem Spieler gefallen wird, der auch schon Mario Kart geliebt hat.

Nicolas Reinhart [HickLick] für PlanetDS.de

Vielen Dank an Atlus für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
75%
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 1 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

gewöhnungsbedürftig Innovationsfaktor:
++++-  (4 von 5 Sternen)
Touchscreen, Micro, W-Lan, Dual-Screen – noch Fragen?
Grafik

durchgehend ruckelfrei und schön
Sound

Techno-Midi-Gedudel-Mix
Spielspaß

kurzer Spaß für einsame Seelen, für begeisterte Zocker mit vielen Freunden aber ein Hit








Details
Spielname:
Snowboard Kids DS

Publisher:
Atari

Developer:
Atlus

Genre:
Fun-Racing

Release:
06.20.2303

Multiplayer:
1-4 Spieler (dp)

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (27)

Jetzt Bestellen:
Zum Shop