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Shrek der Dritte


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Shrek der Dritte - Review vom 06.07.2007

Aller guten Dinge sind drei
Hollywood scheint dieses Jahr in das Jahr der Filmtrilogien verwandeln zu wollen. Erst bescherte uns Regisseur Sam Raimi den dritten Teil des actiongeladenen Spinnenspektakels „Spider-Man“, kurz darauf kämpfte der mutige und leicht verschrobene Kapitän Jack Sparrow ebenfalls zum dritten Mal gegen die zahlreichen Flüche der Karibik und schwuppdiwupp entschließt sich auch noch DreamWorks, die äußerst erfolgreiche Animationsserie „Shrek“ in die dritte Runde zu schicken.
Der Hype um den grünen Oger Shrek ist derzeit wahrlich unglaublich. Da findet man Motivtassen, auf denen einem die Charaktere des Films am Frühstückstisch entgegen lächeln, Plüschtiere in allen Farben, Formen und Ausführungen, Handyklingeltöne zum Herunterladen und natürlich noch vieles mehr. Vermarktet wird alles, was man sich nur denken kann und so lässt es sich auch Publisher Activision nicht nehmen, sich ein kleines Stück vom Profitkuchen abzuschneiden und wirft für nahezu alle aktuellen Plattformen eine eigene Videospielumsetzung von „Shrek der Dritte“ auf den Markt.
Auch in unsere Redaktion flatterte ein Exemplar der DS-Version, die wir natürlich gründlich auf Herz und Nieren geprüft haben. Lest schnell weiter und erfahrt, ob es sich lohnt, eine Reise mit dem grünen Helden und seinen märchenhaften Freunden anzutreten, oder ob das Spiel doch lieber (in) „Weit Weit Weg“ bleiben sollte.

Oh S(c)hrek, ein Oger im Anflug!
Bereits zweimal hat Shrek uns bewiesen, wozu er alles fähig ist. Mit dem für die Serie charakteristischen Humor und der Unmenge an liebevoll animierten Figuren, die größtenteils der Märchenwelt entstammen, konnten schon Teil 1 im Jahre 2001 und Teil 2 im Jahre 2004 enorme Erfolge in den Kinosälen verbuchen und um Heerscharen an Fans war es geschehen. Seit dem letzten Abenteuer des Helden aus „Weit Weit Weg“ sind 3 satte Jahre vergangen, doch nun hat das Warten endlich ein Ende und in „Shrek der Dritte“ gibt sich die gesamte Shrek-Crew erneut die Ehre. Die Handlung ist recht simpel gestrickt und reißt Ottonormalverbraucher nicht unbedingt vom Hocker: auf der einen Seite die „Guten“, auf der anderen die, welch Überraschung, „Bösen“, das Ganze in ein spannend anmutendes Abenteuer voller Herzschmerz, Witz, Humor, Action und einer Prise Dramatik gepackt und schon kann es losgehen!

Es sollte eigentlich eine ganz einfache Aufgabe sein. Shrek sollte nur Fionas Cousin Arthur finden, damit er an Shreks Stelle Weit Weit Weg regieren könnte. Aber als der böse Prinz Charming das Schloss übernahm, und Shrek, „Artie“, der Gestiefelte Kater und Esel mitten im Nirgendwo strandeten, wurden die Dinge etwas kompliziert. Ihre einzige Hoffnung, Weit Weit Weg zu retten, war ein alter Zauberer namens Merlin. Den Freunden war nicht bewusst, wie schwierig es für sie würde, Merlins Hilfe zu bekommen. Denn mit einem misslungenen Zauber verwandelte Esel den Zauberer in ein sprechendes Parfait. Bevor die Helden nach Weit Weit Weg zurückkehren konnten, mussten sie sich auf die Suche nach goldenen Feen begeben, um den Zauber rückgängig zu machen. Diese eigentlich einfache Aufgabe wurde durch die allgegenwärtigen Schergen von Prinz Charming erschwert, die sie gefangen nehmen sollten. Nur als Team und mit der Hilfe von Merlins Zauberstab können Shrek, Artie, der Gestiefelte Kater und Esel am Ende nach Hause zurückkehren.

Level ein, Level aus - am Ende kommt stets dasselbe raus
Schnell das blau glänzende Modul mit ogertypischer grüner Schrift aus der Verpackung befreit und in den Schacht des Nintendo DS gesteckt: Voilà das Titelmenü. Neben dem Einzelspielermodus steht noch ein Mehrspielermodus zur Verfügung, in welchem bis zu drei Freunde gleichzeitig Shreks neuestes Abenteuer im Team bestreiten können. Ansonsten sieht das Auswahlmenü recht mager aus und neben den Optionen „Credits anschauen“ und „Demo versenden“ sucht man vergebens nach weiteren Features und Einstellmöglichkeiten. Kaum hat man einen der drei verfügbaren Spielstände ausgewählt, wird man auch schon mit einem netten Intro begrüßt. Die Standbilder werden durch eine vorbildliche und äußerst humorgeladene Sprachausgabe des Esels kommentiert und so bekommt der zockwillige Spieler auch gleich eine thematische Einführung ins Spiel. Doch warum muss man bei dieser und allen weiteren Zwischensequenzen des Spiels den DS drehen und wie ein Buch halten? Wollte man dem Spieler etwa so eine Möglichkeit zum Erholen der schmerzgeplagten Finger bzw. Hände für zwischendurch geben, zu welchen es nämlich dank der etwas gewöhnungsbedürftigen Steuerung mit dem DS-Stylus kommt? Doch dazu später mehr.

Nach dem netten Intro, das in die spezifischen Eigenheiten der drei spielbaren Charaktere Shrek, Artie und der Gestiefelte Kater einführt, kann die Ogerbalgerei auch schon mit Vollgas starten. Insgesamt darf man 4 Welten mit je 4 Levels in typischer Jump’n Run-Manier und einigen kleineren Rätseleinlagen lösen. Die verträumten, märchenhaften und teils auch schaurigen Schauplätze sind dabei der Filmvorlage größtenteils nachempfunden und lassen ein wahres Shrek-Feeling bei den treuen Fans der Serie aufkommen. Leider wiederholen sich Levelhintergründe, -melodien und -aufbau doch ein wenig zu oft. Hier hätte Activision mit ein klein bisschen mehr Entwicklungszeit bestimmt noch mehr aus Shreks neuestem Auftritt herausholen und ihrer Kreativität freieren Lauf lassen können.
Ziel eines wirklich JEDEN Levels ist das Finden von Münzen und Goldenen Feen, die den Zugang zu weiteren Arealen ermöglichen und die Spezialfähigkeiten unserer animierten Freunde verbessern. Dabei ist Shrek das Kraftpaket des Dreiergespanns; mit ihm muss man ständig Hindernisse wie Mauern oder Holzstapel platt machen und Gegner schnell und effizient aus der Fassung bringen. Der Gestiefelte Kater ist hingegen im wahrsten Sinne des Wortes die Sprungfeder des Teams. Nur mit ihm kann man höher gelegene Plattformen erreichen und sich in enge Spalten quetschen. Zu guter Letzt wäre da noch der vollkommen neue Charakter namens Artie, ein Ritter edlen Gemüts, der mit seinem Schild nicht nur feindliche Angriffe abwehren, sondern damit auch noch per Spielerpuste sanft übers Wasser gleiten kann. Der allgegenwärtigen Einheitsmonotonie der Level wird ab und an nur durch die (viel zu leicht geratenen) Bosskämpfe und die komplett vertonten Tipps des Esels ein Ende bereitet. Sprachsamples hin oder her, ein Zuviel davon kann dem Ganzen leider auch mehr schaden, als helfen. Gemeint sind hier die zwar mit sicherlich guter Absicht integrierten, aber auf Dauer einfach nur noch extrem nervigen Sprachsamples jedes Charakters. Mindestens nachdem man zum zigsten Mal Sprüche wie „Oger im Anflug!“, „Mir klappern die Knochen.“ oder „Auf die Wellen!“ gehört hat, möchte man die Lautsprecher des DS gänzlich ausschalten. Das monotone und wenig mitreißende Einheitsgedudel, das innerhalb eines Levels bei einem Charakterwechsel minimal differiert, kann einen nicht gerade vom Gegenteil überzeugen. In punkto Spieldauer lässt „Shrek der Dritte“ summa summarum sehr zu wünschen übrig, hat man alles Wesentliche doch schon nach etwa 4-5 Spielstunden gesehen.

Mit dem Stylus ins verworrene Wirrwarr
Besonders auffällig in Sachen Hintergrund und Animation ist die wirklich hübsch anzuschauende 2,5D-Grafik, welche sich schon in „New Super Mario Bros.“ von ihrer Schokoladenseite präsentierte. Die komplette Hintergrundumgebung und die Spielcharaktere selbst wirken dank vieler Polygone recht detailreich und plastisch. Ab und an erscheinen die Texturen zwar etwas verwaschen und pixelig, doch das dürften DS-Besitzer inzwischen wohl gewohnt sein. Dennoch hat man sich bei Activision nicht dazu entschlossen, das ganze Spielgeschehen komplett in 3D zu halten und somit lieber auf eine gängige 2D-Steuerung von links nach rechts gesetzt. Und das zu Recht! Denn wie hätte man sonst die Mischung aus Stylus- und Padsteuerung in ihrer jetzigen Form implementieren sollen?

Und genau hier liegt das größte Manko des aktuellsten Lizenztitels aus dem Hause Activision: die kombinierte Steuerung mit Stylus und digitalem Steuerkreuz. Nach links und nach rechts bewegt man die drei mutigen Helden auf traditionelle Art und Weise mit dem Steuerkreuz, was auch gut so ist, doch leider liegt bei diesem Spiel mal wieder ein typisch chronischer Fall von „Stylus-Touchscreen-Mikrofon-Zwangsimplementeritis“ vor, wie man sie schon so oft bei DS-Spielen der ersten Generation leidlich beobachten musste. Activision lässt dem daddelwilligen Spieler keine Wahl - die eine Hand ständig am Steuerkreuz, in der anderen ununterbrochen den Stylus. Spätestens nach ein paar Minuten bekommt man einen regelrechten Krampf in Händen und Fingern und ist gezwungen, eine Spielpause einzulegen. In jedem Level spielt man mit allen 3 Figuren zur gleichen Zeit und ein Abschnitt gilt erst dann als beendet, wenn auch wirklich alle Charaktere ins Ziel gelangt sind. Das kann manchmal ganz schön an den Nerven zehren, da ein ständiger Wechsel per Stylus zwischen den Helden von Nöten ist. Zwar kann man seine drei Freunde mit Hilfe einer Ranke miteinander verbinden, doch auch hier mangelt es an Präzision und beim Treffen auf Hindernisse kann es schon einmal vorkommen, dass das zarte Band, welches Shrek, Artie und den Gestiefelten Kater zusammenhält, reißt. Die schlampig umgesetzte Touchscreen-Steuerung setzt sich bei den Spezialaktionen der Helden fort, so muss man zum Beispiel den Gestiefelten Kater auf höher gelegene Plattformen springen lassen, indem man den Stylus in die gewünschte Richtung zieht - nette Idee, aber grauenvolle Umsetzung!

So schön die malerische Grafik des fantasiegeladenen Abenteuers auch daher kommt, so sehr fordert dies auch seinen Tribut, und das nicht zu knapp! Richtiger Spielgenuss kann und will einfach nicht so wahrlich aufkommen, denn fast das gesamte Spiel läuft in Slow Motion ab, was der ohnehin schon unpräzisen Steuerung per Stylus nicht zu Gute kommt. Hätte Activision sich ein wenig mehr Zeit bei der Videospielumsetzung von „Shrek der Dritte“ genommen, dann wäre ohne die zahlreichen Slowdowns, welche das Action-Adventure zu einem wahren Ruckelabenteuer machen, vermutlich viel mehr Freude am Daddeln aufgekommen. Doch auch hier erkennt man wieder eine typische Krankheit von Lizenzspielen: „Ultraschnelle Entwicklung - Kinostart als Deadline“ lautet die Devise und heraus kommt meistens ein in vielerlei Hinsicht mageres Endprodukt, das mit wahren Videospielgrößen der renommierten Entwicklerschmieden nicht einmal annähernd mithalten kann.

Steuerung:
Das wohl größte Manko des gesamten Spiels: die Touchscreensteuerung. Bestimmt war die Kombination von Pad- und Stylussteuerung von den Entwicklern gut gemeint, denn so hat man sich zumindest vom monotonen Tastengehämmer vergleichbarer Lizenzprodukte ein wenig abgehoben. Doch leider ging der Schuss gewaltig nach hinten los und von der beabsichtigten Lust am Spielen bleibt im Endeffekt nur noch der Frust am Spielen übrig. Die ständigen Slowdowns machen das Ganze zu einem noch gravierenderen Problem und so springt man vor allem als Gestiefelter Kater des Öfteren ins Nirvana. Selbst die Auswahl der einzelnen Menüpunkte per Stylus verläuft mehr als unpräzise und so kann man schon mal mehrere Anläufe benötigen, um am Ende doch noch den gewünschten Speicherstand oder das nächste Level anzuvisieren.

Grafik:
Hier haben sich die Entwickler redlich bemüht, dem Spieler eine vielfältig gestaltete und detailreiche Kulisse voller Farbenfrische zu bieten. Zwar kommen Shrek und seine Feunde recht grobpixelig daher, doch für DS-Verhältnisse ist das Gebotene akzeptabel. Die Kombination aus dreidimensionalem Hintergrund und größtenteils linearem Levelaufbau von links nach rechts kann als gelungen erachtet werden. Nur in Sachen Abwechslung hätte man sich durch eine stärkere Levelvariation innerhalb einer Welt noch etwas mehr anstrengen können.

Sound:
08/15-Kost vom Feinsten! Nichts Neues in Weit Weit Weg: Die sich ständig wiederholende Einheitsdudelei und die penetranten Sprachsamples der Charaktere, die bei wirklich jeder noch so winzigen Spezialaktion aus dem DS dröhnen, gehen einem schon nach kurzer Zeit auf die Nerven, sodass die Lautsprecher unseres kleinen Handhelds recht bald arbeitslos werden. Einzig und allein die Sprachausgabe des Esels, der hin und wieder aus dem Off seinen Senf zu allem und nichts dazugibt und mit Rat und Tat zur Seite steht, sorgt für eine gelungene Abwechslung und humoristische Kurzweil im sonst schnödem Leveltrott.

Features:
Viel hat dieses Modul neben dem streng linearen Hauptspiel nicht gerade zu bieten. Auf Minispielchen und nette freischaltbare Bonis wie Artworks und dergleichen hat man gleich mal ganz verzichtet. Zumindest bieten die Entwickler den Spielern die Möglichkeit, den Einzelplayer-Modus auch als Multiplayer-Variante durchzuzocken. Dafür benötigt man bis zu zwei weitere Freunde, von denen jeder die individuelle Steuerung eines Charakters übernimmt.

Fazit:
„Shrek der Dritte“ für den DS ist nicht unbedingt das Schlechteste an Lizenzkost, im Vergleich zu dem, was man sonst so oft geboten bekommt, doch kann sich auch dieser Titel nicht aus dem weiten Feld der mittelmäßigen Standardspiele befreien und bleibt letztendlich auf halber Strecke stehen. Mit ein klein wenig mehr Entwicklungszeit und einer ausgereifteren Touchscreensteuerung hätte man den Fans der Serie und Jump’n Run-Anhängern sicherlich einen sowohl grafisch als auch spielerisch guten Titel aus Weit Weit Weg zaubern können. Aufgrund der sehr kurzen Durchspielzeit und des eher mittelmäßigen Schwierigkeitsgrades sollte man sich einen Kauf von „Shrek der Dritte“ vorher gut überlegen und auf jeden Fall erst einmal Probe spielen, bevor man seine hart verdienten Kreuzer für diesen Vollpreistitel ausgibt.

David Bähr [Linguafreak] für PlanetDS.de

Vielen Dank an Activision für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
65%
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Unausgereiftes Stylus-Chaos der ersten Generation. Innovationsfaktor:
++---  (2 von 5 Sternen)
Netter Versuch, die Stylussteuerung zu integrieren, doch Vergleichbares kennt man z.B. schon aus „March of the Minis“.
Grafik

Hübsche Märchenkulisse, die mit Slowdowns zu kämpfen hat.
Sound

Lobenswerte Sprachausgabe gepaart mit langweiliger Konservenkost.
Spielspaß

Gut gemeinte Ansätze scheitern am Stylusfrust und Einheitstrott.








Details
Spielname:
Shrek der Dritte

Publisher:
Activision

Developer:
Activision

Genre:
Jump 'n Run

Release:
07.20.3105

Multiplayer:
ja, 1-3 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (5)

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