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Pirates of the Caribbean - Am Ende der Welt


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Pirates of the Caribbean - Am Ende der Welt - Review vom 01.06.2007

Trinkt aus, Piraten, johoo!
Abenteuer über Gold, wilde Männer, Augenklappen und einen grausamen Fluch, der auf einem Schatz ruht. Das war nur der Anfang einer großen Saga und wenn man eigentlich an die Karibik denkt, kommt einem erstmal ein schier unendlicher, mit Palmen und sonnenhungrigen Touristen bestückter Sandstrand in den Sinn. Gänzlich anders ist es bei der Piraten-Trilogie mit einem reichlich überschminkten und metrosexuell angehauchten Johnny Depp in der Hauptrolle. Am 24. Mai war es wieder soweit das große Popcornkino setzte dort an, wo Fluch der Karibik 2 so offen aufhörte und das Dreigespann rund um die Freibeuter sollte nun ein spektakuläres Ende finden. Wir waren natürlich live dabei und haben im Moviemarathon länger als 450 Minuten die Leinwandpiraten beobachtet, bis Pirates of the Caribbean – Am Ende der Welt sein mehr oder minder aufgeräumtes Ende nahm.

Disney Interactive hat sich diesen Anlass natürlich nicht nehmen lassen und eine Fortsetzung der letztjährigen Filmversoftung auf den Markt geschmissen. Kann der tapsige Jack, Verzeihung… Käpt’n Jack Sparrow gerettet werden, was werden Elizabeth und Will tun, um ihrem Schicksal zu entfliehen? Ach, ihr habt gar nicht mitbekommen worum es in diem Film, bzw. dem Spiel geht? Dann werden wir euch natürlich mit den entsprechenden Informationen versorgen. Hier ein kurzer Überblick zur Story des Ganzen und natürlich wollen wir nicht zuviel verraten.

Eine in die Welt versunkene Seele behält diese Richtung auch nach dem Tode.
William Turner und Elizabeth Swann sind auf der verzweifelten Reise Käpt’n Jack Sparrow aus Davy Jones Welt zu befreien. Unter der Kontrolle der East India Trading Company verbreitet der Tentakelkapitän auf der Flying Dutchman Angst und Schrecken auf den sieben Weltmeeren. Es steht das gesamte Schicksal der Piraterie auf dem Spiel und in der letzten großen Schlacht wird die Hilfe aller Piratenfürsten des gesamten Erdballens benötigt. Dies war unter anderem der Grund warum Tia Dalma, Barbossa von den Toten zurückgeholt hat und die abenteuerlustige Truppe sich auf die Hilfe des chinesischen Piratenfürsten Sao Feng verlassen konnte, um gemeinsam Jack und die Lebensweise der Freibeuter zu retten. Ein Abenteuer voller Bündnisse, Verrat und zahlreichen Schlachten erwartet darauf erlebt zu werden…

Die Nintendo DS-Version des Spiel setzt jedoch noch ein wenig früher ein. So spielt man zu Anfang noch einige Geschehnisse des zweiten Teils der Trilogie, bevor es nahtlos um Ende der Welt übergeht. Schon im letzten Jahr blitzten die Schwerter und Unterwasserpiraten mussten ins Gras beißen, doch nun kommen wir zu Wesentlichen: Was hat sich seit Fluch der Karibik 2 getan und konnten die Entwickler noch ein drauf setzen?

„Wir stehlen das Schiff. Dieses Schiff?" – „Kapern. Wir kapern dieses Schiff. Nautischer Begriff.“
Die wohl größte Neuerung des Konzepts ist das Reiseprinzip. So können sich Will, Elizabeth und Jack jederzeit in die Black Pearl zurückziehen und dort über ihre Taten sinnieren. In der Kajüte hat man die Möglichkeit Minispiele zu spielen, wie das bekannte Piratenwürfeln aus dem Film. Wobei man hier nur zum Spaß Fortunas sechseckige Boten auf den Tisch knallen lässt und nicht um das Seelenheil auf der Flying Dutchman pokert. Wer möchte kann dieses Minispiel auch direkt gegen seine Freunde spielen. Trotzdem man ist nicht nur zum Spaß auf dem Schiff, denn hier wird zudem der Charakter gewählt, im Quartier des Kapitäns neue Karten zusammengesetzt und neue Kurse geplant, auf Deck gesetzt und die Segel gehisst, damit die Reise zu fernen Landen losgehen kann.

Die Level an sich gestalten sich wieder sehr klassisch. So wandert man mit einem Schwert in der Hand durch die Umgebung, prügelt auf alles ein was nicht Niet- und Nagelfest ist, plündert Schatztruhen und versucht seinen Weg von A nach B zu meistern. In diesem Sektor wird das Rad nicht neu erfunden und wer den Vorgänger kennt wird sich sofort heimisch fühlen. Nichtsdestoweniger hat man den Aspekt des Stöberns und Sammelns ein wenig aufgepeppt, denn in den diversen Leveln sind zahlreiche Schatztruhen versteckt. Schafft man es diese durch geschicktes Streichen auf dem Touchscreen zu öffnen findet man oftmals wertvolle Dinge wie Gold, neue Kartenteile oder die Tränen Calypsos. Das Augenwasser ermöglich sowohl die Gesundheit als auch die Spezialenergie permanent zu erhöhen, sofern man eine bestimmte Anzahl an Behältern erworben hat. Mit dem Gold ist es möglich neue Elemente im Spiel freizuschalten und die Kartenteile ermöglichen es einen neuen Kurs zum nächsten Level zu setzen.

Das Leveldesign zeichnet sich durch zahlreiche Rätselelemente aus und der Spieler muss oftmals zur richtigen Zeit, am richtigen Ort, den richtigen Gegenstand nutzen, um weiterzukommen. Beispielsweise kann man sich mit einem Bambusstab im Stabweitsprung üben, um sich so über tiefe Schluchten zu katapultieren, oder man nutzt die Fackel, um Hindernisse einfach niederzubrennen. Einige dieser Objekte findet man in den Leveln, die dann permanent im Inventar bleiben und jederzeit eingesetzt werden, andere Gegenstände wie Zahnräder findet man nur an den richtigen Stellen, um die nächste Tür mittels eines kleinen Touchscreen-Minispiels zu öffnen und dann verschwinden sie wieder im Digitalnirwana. Auch die Sekundärwaffen sind wieder mit von der Partie, doch diesmal gibt es nur vier an der Zahl, die zudem noch Spezialenergie benötigen, um dann im Kampf genutzt zu werden.

Oftmals erwartet am Ende eines Abschnitts ein Schwertkampf auf den geneigten Piratenfreund und dieser wird via Touchscreen ausgefochten. Neue Manöver können auf dem Schiff erlernt werden, nur die Basics kann man von Anfang an. So heißt es seine Striche und Linien zu ziehen, im richtigen Moment eine Parade zu starten, um am Ende als Sieger aus dem Duell zu gehen. In Sachen Umfang bekommt man recht ordentlich was geboten, denn die Level müssen mehr als nur einmal durchgespielt werden, da durch immer neue Gegenstände auch immer neue Möglichkeiten zur Verfügung stehen, um neue Schatzkarten zu entdecken und Geheimnisse zu lüften.

Steuerung:
Säbelrassen im Paradies. Auch diesmal sind das klassische Steuerkreuz und die Aktionstasten die Hauptkontrollkomponenten des Spiels. Zwar wird man hier und da vom Touchscreen gebrauch machen, sobald Truhen oder Türen geöffnet werden müssen, die Minispiele beginnen oder Kartenteile zusammengesetzt werden müssen, dennoch wirken mache dieser tastsensiblen Einlagen etwas aufgesetzt. Ansonsten bekommt man es mit einer handfesten Steuerung zu tun, die nur bei den Sprungpassagen etwas mehr Feinschliff vertragen könnte. So passiert es ab und an, dass ein Abgrund näher als einem lieb ist.

Grafik:
Auch optisch betrachtet hat man sich am Vorgänger orientiert, aber noch das Tüpfelchen auf dem „i“ gesetzt. So gibt es zahlreiche Zwischensequenzen in Spielgrafik, die die Atmosphäre des Spiels aufbauen, die Texturen wirken besser und die Details größer. Alles in Allem braucht sich dieses Spiel nicht vor der Konkurrenz verstecken, denn die 3D-Engine ist flüssig und mehr als ansehnlich.

Sound:
Klangstark, atmosphärisch und einfach fesselnd, so kennt man die Musik aus der Piratentrilogie. Während man beim Spiel einige Abstiche machen musste, hat man es zumindest geschafft eine passable Klangkulisse zu erzeugen, leider schafft diese es aber nicht über den 08/15-Status hinaus.

Features:
Drei Hauptcharaktere und zahlreiche Missionen, viele freischaltbare Goodies, Spezialattacken, Minispiele, die via Touchscreen gespielt werden können und zwischen den Missionen auch ausgeführt werden müssen und ein nüchterner Multiplayermodus sind die Attraktionen des Spiels. Leider ist auch diesmal das Spielkonzept an sich recht eintönig, das Leveldesign hat aber zumindest etwas an Pepp hinzugewonnen.

Multiplayer:
Im Mehrspielermodus stehen zwei Optionen zur Wahl. So ist es einmal möglich das bekannte Würfelspiel aus dem Film gegen seine Mitstreiter zu spielen oder in direkten Strichkampf-Duellen teilzunehmen. Teilweise ist sogar nur ein Modul zum Spielen von Nöten. Im Vergleich zum kooperativen Multiplayermodus vom Vorgänger, muss man hier jedoch kleinere Abstriche machen.

Fazit:
Fluch der Karibik 3 - Am Ende der Welt hat frischen Wind in den Segeln und somit eine leichte Verbesserung durchgemacht, wenn man den Direktvergleich mit dem Vorgänger zieht. Das Gameplay an sich mag zwar artverwandt sein, dafür hat man ein durchdachtes Leveldesign und neue Rätselelemente hinzugefügt. Was die Touchscreenfeatures angeht, darf man geteilter Meinung sein, denn diese wirken in einer gewissen Weise aufgesetzt und erzwungen. Wer gefallen am Film hatte, gern mal mit Käpt’n Jack Sparrow, Will und Elizabeth durch die Landen ziehen und kräftig auf die Pauke hauen möchte, sollte wissen, dass das Grundprinzip noch immer nicht die Schallmauer der Eintönigkeit durchbrochen hat. Das Spiel an sich kommt noch immer grundsolide daher und bietet einen angenehmen Kontrast zu üblichen Lizenzgurken. Lasst die Segel fallen und vor den Wind! …Und bring mich an den Horizont… Wir sind schlimme Schurken. Trinkt aus Piraten, johoo!

Kevin Jensen für PlanetDS.de

Vielen Dank an Disney Interactive für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
72%
Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Alles fest im Freibeutergriff. Innovationsfaktor:
++---  (2 von 5 Sternen)
Die Nutzung der DS spezifischen Features wirken teilweise erzwungen.
Grafik

Themengerechte Umsetzung mit Widererkennungswert.
Sound

Nette Untermalung, aber keine Chance im Vergleich zum Originalsoundtrack.
Spielspaß

Ordentlicher Umfang, freischaltbare Elemente und Multiplayermodus.








Details
Spielname:
Pirates of the Caribbean - Am Ende der Welt

Publisher:
Disney Interactive

Developer:
Amaze Entertainment

Genre:
Action Jump 'n Run

Release:
07.20.2105

Multiplayer:
ja

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (6)

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