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Lost in Blue 2


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Lost in Blue 2 - Review vom 31.05.2007

Fast jedes kleine Kind, dass von den Geschichten des Robinson Crusoe jemals gelesen hat, kennt diesen Traum: „Einmal genauso wie sein großer Held, auf einer Insel stranden und in das Abenteuer seines Lebens stürzen, wäre das nicht schön?“. Was real aber nur schwer umzusetzen ist, machte Softwareschmiede Konami im Jahre 2005 möglich, denn zu diesem Zeitpunkt erschien ihr erstes Survival-Game für den Nintendo DS. Doch leider konnte es nicht den erhofften Erfolg erlangen, um zu einem der Top Games aufzusteigen. Zu viele Schwachpunkte musste es für sich verbuchen, zu viele Kleinigkeiten, die den Spielverlauf störten, konnten nur für ein mittelprächtiges Ergebnis sorgen. Wir schreiben das Jahr 2007 und der Nachfolger von „Lost in Blue“, welcher lediglich mit einer „2“ ausgestattet wurde, trifft in unserer Redaktion ein. Kann dieses Spiel das Wettmachen, was sein Vorgänger vergeigte? Wir haben uns diese Frage gestellt und präsentieren euch die Antwort in unserem heutigen Test! Vorhang auf für „Stranded Kids: Lost in Blue 2”!

Irgendwo im Nirgendwo – Mitten in den tiefsten Tiefen des Meeres…
…ja, genau da befindet man sich, abgeschlagen von der Außenwelt. Vergessen. Lost. Weg. Punkt. Das einzige, was noch auf frühere Zivilisation hindeutet, ist euer Mitstreiter, welcher einem freundlicherweise an die Seite gestellt wurde. Hier entscheidet es sich nach Wahl des eigenen Geschlechts, wen ihr auf der Insel begegnet. Doch man sollte keinen großen Überraschungen erwarten, man bekommt immer genau den Charakter an den Strand gespült, den man nicht selbst steuert. Heißt auf Klartext: Wenn man das Abenteuer als Mann antritt, entdeckt man am ersten Tag eine Frau an der Küste und beginnt man seine Reise als weibliche Person, dann wird einem ein männlicher Protagonist auf der Insel begegnen. Klingt komisch, ist aber so.

Nachdem man also am heißen Strand, von den noch heißeren Sonnenstrahlen geweckt wird, befindet man sich folglich auf der Insel aller Inseln – mutterseelenallein und hungrig wie ein Bär. Der erste Weg treibt einen deshalb auf Nahrungssuche, schließlich hat man schon lange nichts mehr essen können. Ein bisschen auf der Wiese umgeschaut und siehe da, welch Wunder, bei der nächsten Kurve steht sage und schreibe ein verlockender Pilz, der gerade nur so schreit „Iss mich, Jack, iss mich!“ (Anmerkung: Der liebe Herr, der hier gerufen wird, ist einer der beiden Hauptcharaktere und Mitglied eines Bergsteigervereins, durch welchen er zumindest rein theoretisch großes Fachwissen aus der Naturkunde sein Eigen nennen kann). Da man ja bekanntlich keine Wünsche abschlagen darf (vor allem nicht von solch einem nett ausschauenden Gewächs), packt man diesen ohne große Scheu am Schopfe und futtert ihn in sich hinein. Was für ein Festschmaus! Alles Gerede von Amy, eurer Partnerin und Mitgestrandeten, von wegen der Pilz sei giftig, ist zwecklos. Pah, giftig, dass man nicht lacht, schließlich ist man doch selbst alias Jack (the Ripper) der Halbgott in Sachen Pflanzenkunde. Einziges Problem: Leider sind auch Halbgötter fehlbar. Demnach setzt ihr euren Weg mit deftigen Bauchschmerzen, Schweißausbrüchen und Übelkeitsanfällen fort, (wobei an dieser Stelle nur noch der charakteristische Satz „Ja ja, ich hab’s dir doch gesagt!“ gefehlt hätte) bis man die nahe gelegene Höhle entdeckt. Sie wird Hauptquartier und Knotenpunkt der nächsten Zeit, denn zu ihr wird man fast jeden Abend zurückkehren, um den anstrengenden Tag ausklingen zu lassen.

Dort erlernt man auch sein erstes Werkzeug zu erschaffen – einen Feueranzünder, mit welchen man ein ordentliches Feuer in Gang setzen kann. Wie im ersten Teil von „Lost in Blue“ nutzt man dabei die Schultertasten „L“ und „R“, bis das Holz anfängt zu glimmen und entfacht die Glut mit einem sanften Pusten in das Mikrofon. Im Laufe des Spieles eignet man sich immer neuere und bessere Varianten an, das Werkzeug zu verbessern, wobei dies auch bei später verfügbaren Waffen oder ähnliches der Fall ist.

Danach besteht eure Aufgabe darin, Nahrhaftes zu suchen. Über Kokosnüsse, Pilze, Möhren, Kartoffeln, Fische, Süßwassermuscheln bis hin zu diversen Beeren und Seegräsern reicht die riesige Palette, welche euch Mutter Natur bereitstellt. Der Auswahl sind praktisch keine Grenzen gesetzt. Lediglich passende Waffen, wie ein Bogen und Pfeile, Angel oder verschiedene Speere benötigt ihr, um Tiere zu fangen oder sich vor diesen zu verteidigen. Ihr könnt sowohl am Fluss, Meer oder im Dschungel jagen. Zubereitet wird alles in eurer Unterkunft, wobei man hier bei der ersten Erneuerung von „Lost in Blue 2“ wäre, denn diesmal darf man selbst den Kochlöffel schwingen und seinen Fähigkeiten freien Lauf lassen. Ob man sein Essen nun grillt, Obst und Gemüse zu einem Salat zusammenmixt oder die Möhre roh vernaschen will, ist euch überlassen. Je nachdem wie gut euer Mahl gelungen ist, stillt es die Hunger- und Durstleiste auf dem oberen Screen gut oder schlecht. Diese nehmen allerdings auch relativ schnell ab und für eine Steigerung von rund 50% hat man schon mindestens einen halben gespielten Tag von „Lost in Blue 2“ (welcher nicht mit der reellen Uhrzeit übereinstimmt) zutun, um seinen Magen und den seines Mitstreiters zu füllen. Dadurch ist es einem als Spieler fast immer vergönnt, größere Ausflüge in die tieferen Wälder der Insel zu gestalten, da man wirklich die meiste Zeit mit der Nahrungssuche beschäftigt ist. Dies ist auch einer der Hauptkritikpunkte am Game, denn stupides, monotones Herumgesuche führt schnell zu Langeweile und Frustration. Besonders Neulinge in diesem Genre werden deshalb schnell die Lust an dem Titel verlieren, ganz zu schweigen von dem Schwierigkeitsgrad, denn durch das schnelle Absinken der Lebensleisten gerät das Leben der Hauptcharaktere sehr fix in Gefahr, wodurch nicht selten ein „Game Over“ über den Bildschirm flackert.

Positiv wäre dennoch die Nutzung der DS-Features zu erwähnen. Diese kommen besonders in so genannten „Minispielen“ zum Einsatz, wie beim Anzünden eines Feuers, beim Fangen eines Fisches oder beim Jagen von Wildtieren. Sowohl Mikrofon als auch Stylus werden benötigt, um diese Aufgaben zu bewältigen. Einziges Manko ist hierbei, dass manche Aktionen einfach zu unpräzise erfolgen. Besonders beim Speerwurf am Meer oder Fluss fällt auf, dass man manchmal Fische einfach nicht trifft, obwohl man den Touchscreen genau an der richtigen Stelle berührt hat. Schon beim Vorgänger war dieses Problem bekannt, „Lost in Blue 2“ birgt dieses Problem leider immer noch in sich.

Steuerung:
Grundsätzlich gibt es bei diesem Spiel zwei unterschiedliche Steuerungsvarianten, wobei die Grenzen beider an manchen Stellen verschwimmen. So kann man sich zum einen mit dem Steuerkreuz und dem Button „B“ fortbewegen oder aber auch via Stylus in das Spielgeschehen eingreifen. Die Aktionstaste ist „A“ oder man klickt den jeweiligen Gegenstand an, um ihn aufzunehmen oder mit einer bestimmten Person zu interagieren. Lediglich beim Menü oder in den „Minispielen“ wird man dazu gezwungen, seinen Stylus aus dem Schacht zu holen, denn diese Begebenheiten lassen sich einzig und allein über den Einsatz des Touchscreens regeln.

Grafik:
Die bildnerische Untermalung gestaltet sich bei „Lost in Blue 2“ als sehr ansehnlich und liebevoll. Was einem hier präsentiert wird, ist ausschließlich gut umgesetzte 3D-Grafik, welche auf dem DS nur selten zu sehen ist. Das Spiel selbst ist aus einer isometrischen Kameraperspektive gezeigt, wobei man diese jedoch selbst nicht drehen kann. Auf dem oberen Screen befinden sich die Statusanzeigen eurer Protagonisten oder je nach Vorliebe des Spielers, eine Karte der Insel. Der Touchscreen dient zur Darstellung des eigentlichen Spielverlaufs oder wird für eines der kleineren „Minispiele“ genutzt.

Sound:
Der Hauptteil von „Lost in Blue 2“ spielt sich eigentlich ohne Musik ab. Lediglich im Hauptmenü oder beim Betreten eines neuen Areals, wie dem Dschungel oder der Wiesenlandschaft leitet eine kurze Melodie ein, die nach wenigen Sekunden allerdings wieder verklingt. Effektgeräusche klingen recht akzeptabel, wenn auch manchmal etwas blechern. Insgesamt also ein eher mittelmäßiges Ergebnis.

Fazit:
Alles im allem präsentiert sich der Nachfolger von „Lost in Blue“ nicht gerade von seiner Glanzseite. Erhofft hat man sich eine überarbeitete Version, in welcher die Kinderkrankheiten ausgemerzt und eventuelle Schwachstellen aus Teil eins beseitigt wurden, bekommen tut man allerdings das glatte Gegenteil. Mühselig ist das Beschaffen von Nahrung, langwierig die Strecken auf der Insel und monoton die täglichen Aufgaben, die man auf dem Eiland tätigen muss. Zwar geht einem der Mitgestrandete nicht mehr ganz so auf den Nerv wie im ersten Teil, aber der sprichwörtliche Klotz am Bein bleibt sie bzw. er dennoch. So muss man weiterhin für ihr Überleben mitkämpfen, denn allein den Weg zur Wassertränke zu finden oder die 50m entfernten Pilze zu ernten, darf man vom zweiten Protagonist nicht erwarten. Er krepiert lieber grauenvoll, als dass er seinen Hintern mal aus der Höhle bewegt. Schlussendlich bleibt deshalb eigentlich nur zu sagen: Wer den ersten Teil besitzt, verpasst nichts, Neueinsteiger und absolute „Robinson Crusoe“-Fans können bei großem Interesse einen Blick wagen.

Elisabeth Grunert [Liese] für PlanetDS.de

Vielen Dank an Konami für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
70%
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Ob Touchscreen- oder Analogpadsteuerung – beide Varianten wissen zu überzeugen. Innovationsfaktor:
+++--  (3 von 5 Sternen)
Gute Nutzung des Mikrofons und Touchscreens.
Grafik

Gute 3D-Optik, mit Liebe zum Detail.
Sound

Akzeptable musikalische Untermalung und Soundkulisse, jedoch keine Ohrwurmgefahr.
Spielspaß

Nichts Neues im Vergleich zum Vorgänger.








Details
Spielname:
Lost in Blue 2

Publisher:
Konami

Developer:
Konami

Genre:
Rollenspiel

Release:
07.20.2305

Multiplayer:


Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (8)

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