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Lunar Knights


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Lunar Knights - Review vom 14.05.2007

Im Juli 2003 begann auf dem GBA eine neue Ära, eine Ära von ganz neuem Gameplay. Etwas vorher nie da gewesenes sollte auf den Markt kommen, denn Konami veröffentlichte die heute immer noch sehr beliebte „Boktai“-Serie, die bis jetzt insgesamt zwei GBA-Titel außerhalb Japans und in Japan sogar ganze drei Spiele verzeichnen kann. Nachdem die Ressourcen des Gameboy Advance komplett ausgeschöpft waren, überlegten sich die Herren von Hideo Kojima, dem japanischen Entwicklerstudio von „Boktai“ 1 – 3, wie man die Serie fortsetzen könnte. Die Antwort war schnell gefunden und da man sowohl bei den Nintendo-Konsolen als auch bei einem tragbaren System bleiben wollte, fiel die Wahl schnell auf den Nintendo DS. Knappe vier Jahre nach der Veröffentlichung des ersten Teils erscheint bei uns zwar keine Fortsetzung, aber wenigstens ein Spin-Off der „Boktai“-Reihe. Wir haben uns den Titel näher angeschaut und sagen euch, ob sich der Blick gen Himmel lohnt.

Das bereits angesprochene neue Konzept der „Boktai“-Reihe war es, das aktuelle Wetter in den normalen Spielealltag mit einzubeziehen. Mithilfe eines Sonnensensors im GBA-Modul war man somit nun gezwungen, im Freien zu daddeln. Das gespeicherte Sonnenlicht wurde geschickt auf das Spiel übertragen und zwar in Form von Sonnenergie, die zum Spielen benötigt wurde. Zwar schloss dies aus, dass man außerhalb der Tagzeit spielen konnte, zeigte den Kritikern aber, dass es auf dem GBA nicht nur SNES-Remakes, sondern auch echte Innovationen gab. In der zweiten Generation, der des DS, hat man sich nun aber gegen den Sonnensensor entschieden. Stattdessen hat das Spiel einen integrierten, unbestimmten Wechsel von Tag und Nacht, jedoch wird bei „Lunar Knights“ nicht nur das Tageslicht benötigt! Ähnlich wie bei „Boktai 2: Solar Boy Django“ ist sowohl das Tages-, als auch das Nachtlicht von Nöten. Einziger Unterschied zum GBA-Vorfahren ist dabei, dass sich der Held nicht verwandelt und nach etwa der Hälfte des Abenteuers Schaden vom Sonnenlicht nimmt, sondern dass es zwei Helden gibt. Der unerschrockene Vampirjäger Lucian und der noch unerfahrene Revolverheld Aaron kämpfen zusammen gegen die Vernichtung der Vampire. Trotz der Tatsache, dass sie eigentlich Kontrahenten sind, vereinen sie ihre Kräfte, um das Universum von den Mächten des Bösen zu befreien. Doch bist dahin ist es ein langer Weg…

Zugegebenermaßen, die Story von „Lunar Knights“ ist am Anfang sehr komplex, weshalb die Entwickler versuchten, den Handlungsinhalt mit Hilfe eines anschaulichen Videos wiederzuspiegeln. In einem kurzen Intro-Video verlaufen einzelne Szenen im Anime-Style ab, in denen die beiden Helden versuchen, ihre Feinde zu eliminieren. Zwar versteht man nach diesem kurzen Video auch nicht viel mehr, als wenn man die Rückseite der Spielehülle gelesen hat, wird aber positiv beeindruckt von der Qualität der Sequenz. Ein darauf erklingendes „Lunar Knights“, gesprochen von den beiden Synchron-Stimmen von Aaron und Lucian, läutet das Hauptmenü ein. Die Auswahl „Neues Spiel“ ist schnell gewählt und wiederum ertönt eine Stimme, die einige grundlegende Vorraussetzungen, auch als Story bekannt, erläutert…

“Der Terminus… Ein gesetzloses Reich, in dem Chaos regiert und Menschen in den Sternen wandeln und Macht über Vernunft herrscht. Dieser Planet an der Grenze bildet da keine Ausnahme. Seit Urzeiten bedroht der Dunkle Stamm – die Vampire – die Menschheit. Mit der Hilfe einer neuen Macht, die er aus den Sternen erhalten hat, beschwor der Dunkle Stamm ein System zur Umweltmanipulation herauf, den SONNENschirm, mit dem er das Licht auf der Erde vernichten will. Unter seinem Schatten sind die Hoffnungen und Träume der Welt in Finsternis versunken. Doch aus der Finsternis treten zwei junge Helden hervor… Der eine schwingt das Dunkle Schwert in seinem ewigen Kampf gegen die Vampire. Der andere, dessen Kraft noch schlummert, trägt das Wesen der Sonne in seinem Herz. Die Geschichte dieser Helden beginnt…“

Wie bereits erwähnt treten in „Lunar Knights“ zwei Helden auf: Lucian, den vampirjagenden Dunklen Schwertkämpfer werden Fans des zweiten „Boktai“-Titels noch kennen, denn er ist niemand anderes als der ältere Bruder Djangos, dessen Rolle man in Teil 2 für eine kurze Zeit übernimmt. Auch Aaron ist allseits bekannt, denn er stellt Django aus den drei ersten Teilen dar. Die Namensänderung außerhalb Japans ist darauf zurück zu führen, dass man sich von „Boktai“ abkapseln wollte, da dies zwar in Japan, nicht jedoch in den USA und Europa unter diesem Namen sehr erfolgreich war. Mit Teil 3 soll nun die Wende kommen und um das Spiel noch attraktiver zu gestalten, hat man die Gefolgschaft der Helden noch ein klein wenig erweitert. Der altbekannte „Otenko“ wurde ein wenig abgewandelt und heißt nun „Toasty“. Toasty ist der ständige Begleiter von Aaron und stellt somit das Gegenteil zu Nero, dem Gehilfen von Lucian, dar. Zusammen mit vier anderen, im späteren Spielverlauf freischaltbaren Helfern, bilden diese sechs tierartigen Geschöpfe die „Terennials“. Mit insgesamt sechs verschiedenen Elementen (Nero: Dunkel, Toasty: Sonne, Tove: Erde, Ezra: Frost, Ursula: Flamme, Alexander: Wolke) unterstützen sie die Vampirjäger, wo sie nur können. Jeder der beiden Helden kann aus fünf Terennials einen für den aktuellen Gebrauch wählen – Lucian hat keinen Zugriff auf Toasty und Aaron nicht auf Nero.

Je nach Aufgabe oder Falle ist also Überlegung notwendig, um den richtigen Terennial für die richtigen Gegner zu verwenden. Ezra ist zum Beispiel sehr effektiv gegen Feuer-Gegner, Ursula gegen Eis, usw. Jedoch sollte man bedenken, dass jeder Einsatz der Terennials Sonnen- bzw. Mondenergie kostet. Lucian kann auf diese Terennials auch verzichten, er braucht zum Angriff keinen Gehilfen und ist somit ständig kampfbereit. Aaron braucht aber einen Terennial, um seine Pistole abzufeuern. Ohne Terennial oder Energie ist er somit aufgeschmissen, vor allem, wenn es Nacht ist und keine Items zur Aufladung der Energieanzeige im Rucksand sind. An dieser Stelle muss dann der Kollege Lucian einspringen. Der eigentliche Trick hinter den Terennials ist aber nicht nur die Zierde und die verstärkte Angriffskraft. Während des Kampfes füllt sich eine dritte, die so genannte „Trance“-Anzeige. Diese symbolisiert die Wut der Helden und sobald sie die Höchststufe erreicht hat, kann je nach Terennial eine mächtige Verwandlung stattfinden. Lucian wird mit Neros Hilfe zum Vampir – seine Angriffskraft verdreifacht sich, Aaron wird mit Hilfe von Toasty zum Superpistolenhelden. Bei den anderen vier Terennials gleichen sich die Trance-Aktionen, so kann man mit Ursula zum Beispiel Feuerkanonen auf einen bestimmten Bereich mit dem Touchpen abwerfen.

Zu Beginn des Spiels kämpft jeder Held ein Kapitel für sich allein, wobei Lucian das erste und Aaron das zweite Abenteuer absolviert. Im dritten Abschnitt laufen sich die beiden über den Weg und können von nun an vom Spieler je nach Lust, Laune und Lebenslage mit einem einzigen Klick auf „Select“ ausgewechselt werden. Am Ende eines jeden Kapitels, das meist von unzähligen Dungeons und Gegnern durchzogen ist, steht ein Boss. Dieser leichte bis sehr schwere Endgegner ist aber noch nicht der endgültige Abschluss eines Bereichs, denn sobald ein Verlies vom Boss befreit ist, wird dieser in die „Kastenrakete“ gesteckt, um ihn somit endgültig zu vernichten. Der Weg zum „Interstellaren Satelliten Sonnenblume“ ist ein langer und beschwerlicher, wenn auch eine spaßige Angelegenheit, bei der viel Fingerspitzengefühl von Nöten ist. Steuert man den Großteil des restlichen Spiels mit den normalen Aktionstasten, so fährt hier der Touchscreen zu Höchstformen auf. Im „Nanostray“-Stil muss man vorbeifliegende Raumschiffe zerstören, bevor sie es tun. Insgesamt ist dies in drei Abschnitte aufgeteilt, die von Mal zu Mal schwerer werden und am Ende kommt immer ein feindliches Vampirraumschiff, das versucht, euch doch noch aufzuhalten. Ist auch dieser Gegner besiegt, steht der Vernichtung des Vampirs und der Freisetzung eines weiteren Terennials nichts mehr im Wege.

Optisch zeigt „Lunar Knights“ im Kampf-Modus auf dem Topscreen den SONNENschirm an. Hier werden Temperatur, Luftfeuchtigkeit, sowie Windgeschwindigkeit im oberen Bereich angezeigt. Im Zentrum ist je nach Wetterlage entweder eine Sonne oder ein Mond, darunter eine Anzeige, wie stark dieses Licht im Moment scheint. Links und rechts von dieser Anzeige sind das aktuelle Terennial und die aktuelle Waffe des Protagonisten dargestellt. Das Hauptgeschehen findet auf dem Touchscreen statt, wobei es auch hier einige Anzeigen gibt. Leben, Energie und Trance auf der linken und Level und Leben des aktuellen Gegners auf der rechten Seite. Sobald die Trance-Anzeige vollkommen gefüllt ist, kann man die Verwandlung aktivieren, in dem man mit dem Stylus auf die linke untere Bildschirmecke klickt. Die Verwandlung hält allerdings nur so lange an, bis die TRC-Anzeige leer ist. Auch soundtechnisch und musikalisch überzeugt der Titel von der ersten Minute an. Das einschlägige Intro mit passender Musik, eine allzeit vorhandene englische Sprachausgabe und einige aufpeppende und witzige Charakter-Kommentare machen „Lunar Knights“ zu einem Spiel, bei dem man den Soundregler auch gerne mal auf volle Lautstärke dreht. Die exzellente, wenn auch englische Sprachausgabe verschönert die Musik des Spiels um einiges und auch die Eigenschaften der einzelnen Helden und Figuren kommen viel besser rüber, als nur durch Bild und Schrift. Hier können sich andere Entwicklerstudios gerne eine Scheibe abschneiden! Ein Lob an die Synchron-Sprecher.

Als wären all diese positiven Eindrücke nicht genug, fährt „Lunar Knights“ auch noch eine Masse an Besonderheiten auf. Allein äußerlich kann das Spiel überzeugen, schönes Coverdesign, zu dem noch in der Innenhülle ein nettes Artwork zu sehen ist. Neben der Cartridge liegt eine umfangreiche, bunte und schön bebilderte Anleitung bei, die fast einige schlechte Lösungsbücher in den Schatten stellen könnte. Als kleinen Bonus gibt’s auch noch ein Mini-Poster zum Tapezieren für die Wand. Sehr schön, das gefällt! Nun zum Wesentlichen, den Ingame-Features. Da sich die Entwickler wahrscheinlich gedacht haben, dass viele über den Verlust des Sonnensensors enttäuscht sein werden, haben sie eine Alternative eingebaut: Wer ein entsprechendes Modul einer „Boktai“-Version in den GBA-Schacht steckt, kann trotzdem mit dem Sonnenlicht-Feature spielen. Wenn keine Sonne scheint, ist es dann eben Nacht und man muss als Lucian durch die Welten reisen. Wer irgendwann einmal keine Lust mehr auf das Echtzeitwetter hat, kann das Modul einfach entfernen und es wechselt in den normalen Spielmodus. Wer eine japanische Version von „Mega Man Star Force“ (GBA) besitzt, kann zudem sogar einen siebten, geheimen Terennial freischalten. Mutliplayer-Freunde aufgepasst – „Lunar Knights“ dürfte speziell auch für euch ein echter Hingucker sein. Mit dem Multi- und Einzelkarten-Modus bietet das Spiel der „Boktai“-Serie einen gelungenen Multikampf für bis zu vier Personen. Je nach Art könnt ihr mit euren Freunden zusammen einen Dungeon bestreiten und Seite an Seite gegen die Monster kämpfen.

Fazit:
„Lunar Knights“ war zu Beginn für mich ein Spiel, das komischerweise spurlos an mir vorbei ging. Bis ein Exemplar des Spiels bei uns in der Redaktion eintrudelte, hatte ich noch wenig, beziehungsweise gar nichts davon mitbekommen, doch dass es aus der „Boktai“-Reihe entsprungen sein soll, hat mich neugierig gemacht. Auch die optische Darstellung ist genau wie die der beiden „Boktai“-Teile. Den größten Vorteil zu den GBA-Vorgängern sehe ich in der Kürzung des Sonnensensors. Wer wetterunabhängig bleiben will, hat so mehr Spaß und wer trotzdem nicht auf dieses Feature verzichten will, packt sein GBA-Modul in den SLOT-2 und kann ganz „back to the roots“ bleiben. Der Sound, die Charakter-Synchronisierung, die Grafik, die ganze Aufmachung des Spiels – eine wahre Kost, wenngleich ein Kritikpunkt die knappe Spieldauer ist. Es ist zwar nicht an einem Tag zu schaffen, doch ein wahrer Profi schafft „Lunar Knights“ in weniger als 10 Stunden. Eine packende Story, schöne Boni und vor allem die 3D-Level zwischen der Vernichtung der Bosse und Freisetzung der Terennials haben es mir angetan und können mich auch über den mittelmäßigen Dauerspaß hinwegsehen lassen, sodass das „Lunar Knights“-Modul noch einige Zeit in meinem DS verweilen wird.

Nicolas Reinhart für PlanetDS.de

Vielen Dank an Konami für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
83%
Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Unkompliziert, Wechsel zwischen Tasten und Touchscreen. Innovationsfaktor:
++++-  (4 von 5 Sternen)
Mikrofon, Touchscreen, W-Lan und geschickte Doublescreen-Nutzung. Was will man mehr?
Grafik

2D und teilweise 3D, „Boktai“-Stil – sehr schön!
Sound

Mitreißende Melodien und eine Wahnsinns-Sprachausgabe.
Spielspaß

Multiplayer, GBA-Features, super Anleitung & Boni.








Details
Spielname:
Lunar Knights

Publisher:
Konami

Developer:
Hideo Kojima

Genre:
Sonstiges

Release:
07.20.2803

Multiplayer:
1-4 Spieler, Download & Multi Play

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (5)

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