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Pogo Island


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Pogo Island - Review vom 01.05.2007

Keine Frage, der Name eines Publishers oder Entwicklers steht nicht selten auch für ein bestimmtes Genre, dem die meisten Titel dieser Firma zugeschrieben werdenn. So verbindet der kundige Spieler den Firmennamen THQ mit Spielen, die aus einer Lizenz her entstehen, während er bei SEGA sofort an pfeilschnelle Jump ‘n Run Action mit dem blauen Igel denkt. Die Schmiede rund um Square Enix steht für Rollenspielkost vom Feinsten und Electronic Arts für die jährlich wiederkehrenden Sportspiele. Dass es manchmal auch Ausnahmen gibt, ist bekannt und bestätigt sich auch an unserem heutigen Testkandidaten wieder. So veröffentlichte der zuletzt genannte Großkonzern vor Kurzem auch ein Spiel, das so gar nicht in das Genre der Sportspiele passt – Pogo Island.

Wer das Modul in den entsprechenden Schacht wandern lässt, wird von einer kunterbunten Grafik empfangen, die sofort zeigt, an welche Zielgruppe sich das Spiel richtet. Warum hier jedoch gepatzt und der Titel somit für kaum einen Käufer der jüngeren Riege interessant ist, werden wir noch klären.
Grundsätzlich handelt es sich bei „Pogo Island“ um eine Art Brettspiel; man wandert von einem Feld zum Nächsten und muss bei jedem ein bestimmtes Mini-Game meistern bzw. eine vorgegebene Punktzahl erreichen und danach mit dem Touchscreen einen Zeiger drehen, der bestimmt, wie viele Schritte man gehen darf. Um die Motivation ein kleinwenig in die Höhe zu treiben, packte man eine wenig anspruchsvolle Vorgeschichte mit auf die Cartridge, die von einem Schiffbruch in der Nähe der namensgebenden Insel „Pogo Island“ handelt. Die eigentlich geplante Route kann jedoch nur dann abgefahren werden, wenn man auf dem scheinbar verlassenen Eiland auch genügend Ersatzteile bzw. Materialien zur Herstellung dieser auftreiben kann.

Auf der Rückseite der Verpackung ist von fünf tropischen Mini-Spielen die Rede. Jedoch stehen ab und an auch noch Arbeiten am Schiff selbst auf der Tagesordnung. Diese sind schnell getan und inhaltlich recht einfach gestrickt: Segel flicken, verrostete Nägel in den Boden schlagen oder das Sortieren von Kleinteilen. Es gibt kaum intakte Gegenstände auf dem Kutter.

Die versprochenen Spiele, mit welchen man eine kleine Pause füllen kann, sind natürlich auch vorhanden. Diese sind sehr simpel gehalten und verlangen kaum Videospiel-Erfahrungen. So findet man neben einer leicht abgeänderten Version des bekannten Spaßbringers Solitäre, welche sich jedoch als nicht ganz so spaßig wie die PC-Variante entpuppt, einen Titel, bei welchem man Fische von einer in eine nächste Reihe – mit Hilfe des Stylus - ziehen muss. Diese lösen sich bei der magischen Anzahl von drei Tierchen in Luft auf.
Eine andere Aufgabe besteht darin, Luftballons durch einen Klick zum Platzen zu bringen – auch hierbei ist zu beachten, dass sich mindestens zwei davon in einer Reihe befinden müssen. Ferner gibt es einen als klaren Klon der stark nach „Bust-A-Move“ riecht. Wieder dreht sich alles um kleine Kugeln, die an die Decke geschossen werden und dort beim Auseinandertreffen mit zwei weiteren, gleichfarbigen Objekten, das Herabfallen dieser verursachen. Was schon seit Zeiten des Super Nintendo einwandfrei funktionierte, klappt auch hier ohne weitere Probleme. Um eine kleine Hilfestellung zu geben, wird sogar die Flugbahn des Geschosses eingeblendet, sodass man jeden Spielzug bis ins kleinste Detail planen und voraussehen kann.

Ein großer Fehler seitens Electronic Arts ist die fehlende Lokalisierung, was ein komplett in Englisch gehaltenes Spiel zur Folge hat. Aufgrund der flachen Story und kaum vorkommender Texte wäre dies eigentlich zu verkraften, hätte man nicht ein Mini-Spiel auf das kleine Modul gepackt, dass einwandfreie Englischkenntnisse voraussetzt. „Word Whomp“ nennt sich der Scrabble-Klon. Wie auch beim bekannten Gesellschaftsspielt, so gilt es auch hier, aus vorhandenen Buchstaben möglichst sinnvolle Wörter zu bilden. Im Deutschen wäre dies meist ohne Probleme zu meistern, doch wem fällt auf Anhieb ein Dutzend Begriffe einer fremden Sprache ein, die zudem noch eine vorgegebene Anzahl an Lettern haben sollen?

Wo man sich hingegen allem Anschein nach sehr viel Mühe gegeben hat, ist das so genannte „Token-System“. Hierbei können alle releaventen Spieldaten auf einem Server hochgeladen und im Nachhinein betrachtet werden – hierzu muss allerdings ein Account (Pogo.com: Play free online games! Win big prizes!) bestehen. Da viele Titel auch auf der offiziellen Seite gespielt und die Highscores auch ohne Nintendo DS gespeichert werden können, kann man sich so auch mit anderen Benutzern messen, die das Modul nicht selbst besitzen.

Steuerung:
Hier kommt der Touchscreen zum Einsatz! Jegliche Dinge, die im Spiel angewählt, bestätigt oder auf sonst irgendeine Weise vorgenommen werden müssen, verlangen die Nutzung des Stylus. Dabei hat man komplett – auch im Hauptmenü – darauf verzichtet, auch eine Navigation per Steuerkreuz zu ermöglichen. Glücklicherweise wurde zu Meist alles recht ordentlich umgesetzt und so braucht auch der blutigste Anfänger kaum eine Minute, um sich mit der eingängigen Steuerung vertraut zu machen.

Grafik:
Optisch sorgt „Pogo Island“ zwar nicht für pure Begeisterung und es muss an manchen Stellen auch das Ein oder Andere bemängelt werden. Im Gesamten hat man die bunte Inselwelt jedoch recht ansehnlich, aber auch ziemlich eintönig gestaltet. Die Mini-Spiele warten nicht durch Detailreichtum auf und sind stattdessen eher zweckmäßig und schlicht gehalten.

Sound:
Leider müssen in diesem Bereich einige Punkte abgezogen werden; aufgrund der geringen Anzahl an verschiedener Melodien, kommt es viel zu oft vor, dass sich die tropisch angehauchten Klänge wiederholen. Nach spätestens einer Stunde stellt man die Hintergrundmusik stumm und Zufriedenheit macht sich breit.

Features:
Leider bietet das Spiel an sich nur recht wenig Abwechslung, da sich die Anzahl der Mini-Games – wie bereits angesprochen – sehr in Grenzen hält. Die erzählte Story ist sehr anspruchslos und so wird man kaum den Drang verspüren, das gestrandete Schiffchen wieder auf Vordermann zu bringen, sondern lediglich spielen, um die Highscores ein wenig nach oben zu treiben. Genau dort gibt es auch Punkte zu vergeben; durch die Tatsache, dass man sich auch mit Menschen messen kann, die den Titel nicht ihr Eigen nennen können und bereits hunderte Richtwerte auf der offiziellen Internetpräsent betrachtet werden können, bleibt die Motivation zumindest kurzweilig bestehen. Schade allerdings, dass man auf eine Übersetzung verzichtet und somit ein Mini-Game komplett ins Abseits gestellt hat.

Fazit:
„Pogo Island“ ist kein Titel, mit dem man einen ganzen Abend verbringen kann. Die Anzahl der Spielchen ist sehr gering, sodass man nach höchstens einer Stunde schon alles gesehen und ausprobiert hat. Wer die Möglichkeit hat, auf Wireless Lan zuzugreifen, kann eventuell Spaß daran finden, aktuelle Highscores hochzuladen, doch hier stellt sich die Frage, warum man hier eine ganze Stange Geld investieren sollte, wenn es die meisten Spiele auch kostenlos und vollkommen legal im Internet gibt? Unterm Strich ist „Pogo Island“ eine etwas zu klein geratene, anspruchslose Spielesammlung, die ohne wirkliche Neuheiten kaum begeistern kann. Wer Blut geleckt hat, darf sich gerne auf der offiziellen Seite umsehen und das ein oder andere Spielchen antesten und danach eventuell zugreifen.

Max Zeschitz für PlanetDS.de

Vielen Dank an EA für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
62%
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Ausschließlich Touchscreen. Innovationsfaktor:
+++--  (3 von 5 Sternen)
Eingeschränkt online, Touch- und Dualscreen.
Grafik

Zweckmäßig mit kleineren Mängeln.
Sound

Geringe Anzahl an Melodien, die sich zu oft wiederholen.
Spielspaß

Durch wenig Abwechslung nur bedingt vorhanden.








Details
Spielname:
Pogo Island

Publisher:
EA

Developer:
EA

Genre:
Geschicklichkeit

Release:
07.20.1804

Multiplayer:


Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (7)

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