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Super Monkey Ball Touch and Roll


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Super Monkey Ball Touch and Roll - Review vom 04.04.2006

Affen in Kugeln – eine seltsame Vorstellung. Doch genau diese Vision prägt eine der derzeitigen Vorzeigefranchises aus dem Hause SEGA. „Monkey Ball“ heißt die Affenkugelei und ist eigentlich in den Spielhallen dieser Welt zu Hause. Erst seit dem Release des Nintendo GameCube merkte man, dass auch Videospieler am heimischen Fernseher gerne einmal eine ruhige Kugel schieben. Und da weder Greenpeace noch USK etwas dagegen hatten, konnte sich die Franchise auf Nintendos Konsolen etablieren und wurde salonfähig. Auf dem GameCube ist mittlerweile der dritte Teil in den Startlöchern, der GBA bekam schon vor geraumer Zeit eine Portierung, nun endlich auch der Nintendo DS. Gemessen am Niveau der direkten Vorgänger tritt die NDS Version ein schweres Erbe an, die Erwartungshaltung im Vorfeld war immens. Das bekannte Monkey-Ball Prinzip mit den DS-Features zu verbinden, ob das funktionieren würde?

Mit dem NDS verfolgt Nintendo bekanntermaßen eine ähnliche Strategie, wie demnächst auch mit dem Nintendo Revolution: Durch innovative und vor allem intuitive Bedienelemente (im Falle NDS der Touch- & Dualscreen) sollen neue Spielergruppierungen erschlossen werden – Gamepad-Puristen sollten mit der Videospielthematik ebenso in „Berührung“ kommen wie Neulinge. Für viele wird somit auch die Serie „Monkey Ball“ spielerisches Neuland sein. Deshalb ein kurzer Exkurs auf die Parcours der „Monkey Ball“-Ideologie.

Die „Monkey Ball“ Franchise reiht sich im Geschicklichkeitsgenre ein, liebäugelt durch die Integration diverser Minispiele aber auch mit der aktuellen Generation etablierter Partyspiele. Hauptsächlich geht es darum, einen in einer Kugel eingesperrten Affen binnen einer vorgegebenen Zeit über einen Parcours zu rollen, dabei so viele Bananen einzusammeln wie möglich (Bananen = Leben = SEHR WICHTIG in diesem Spiel) und schlussendlich den Level durch das Durchrollen eines Zieltores zu beenden. Klingt recht simpel, ist es aber nicht. Monkey Ball ist seit jeher das Paradebeispiel dafür, wie nahe Frust und Lust beieinander liegen können – hauptsächlich bedingt durch die Steuerung. Ihr steuert nämlich nicht direkt den Affen, ihr steuert die Affenkugel, in dem ihr den gesamten Parcours (hier via Touchscreen) neigt. Dank der exzellenten Spielphysik könnt ihr euch vorstellen, wie schwierig es ist, eine auf einen Abgrund zurasende Affenkugel vom Ableben abzuhalten. Spielhallentypisch ist der hohe Gamespeed aber nicht die einzige Hürde auf dem Weg zum Ziel. Sich neigende, drehende, abfallende oder mit Hindernissen (Bumpern) versehene Plattformen ohne Randbegrenzung machen dem geneigten Spieler das Leben (unnötig?) schwer.

Anfangs sieht das ganze nach einer entspannten Angelegenheit aus, spätestens ab dem vierten Level braucht es aber mehr als eine ruhige Hand und gute Nerven – ein gesundes Reaktionsvermögen ist der Schlüssel zum Erfolg. Nichtsdestotrotz führt der Weg zum (Spiel)Ziel nicht an unzählbar vielen Abstürzen in die gähnende Leere der Bodenlosigkeit (welche alle Parcours umgibt) vorbei. Für ungeduldige Spieler kann diese Gegebenheit ganz schnell mit heftigen Frustattacken enden, dann Gnade dem NDS! Letzten Endes verhält sich das Spiel ähnlich wie „Kuru Kuru Kururin“ auf dem Gameboy Advance: Frust dient als Motivation – Trial & Error vom Feinsten. Selbst wenn viele Schikanen unbeschreiblich fies sind – keine von ihnen ist unüberwindbar. Da alle Bewegungen der Kugel von der Parcoursneigung ausgehen, kann man als Spieler auch keinen Schuldigen im Entwicklerteam suchen – KI gibt es im Spiel selbst nämlich keine. Nur die Physik – und sich diese zu Nutze zu machen, ist Aufgabe des Spielers. Ich hätte nie gedacht, dass ich Physik mal mögen würde, die besten Freunde werden Einstein, Newton und ich aber wohl nie werden.

Das (Haupt)Spiel ist aufgeteilt in verschiedene Welten, welche jeweils in einzelne Levels untergliedert werden. Die Welten ordnen sich in bestimmte Themenbereiche ein, welche schlussendlich auch über die Hintergrundgrafiken bestimmen. Die einzelnen Parcours müssen – unabhängig von ihrer Größe – binnen von 60 Sekunden bewältigt werden. Dabei solltet ihr tunlichst dafür Sorgen, so viele Gelbfrüchte wie möglich einzusammeln. 10 Stück lassen nämlich ein Leben auf euer Konto wandern – und ein Leben ist in diesem Spiel von unschätzbarem Wert. Leider ist das Aufsammeln mancher Bananen auch mit gewissen Risiken verbunden – nicht selten kostet der Griff nach den Sternen (oder eben „Stauden“) eines eurer hart erkämpften Continues. Sind alle Leben verbraucht, müsst ihr eine Welt komplett neu beginnen. Ist eine Welt geschafft, kommt ihr in den Genuss der Credits.

Neben dem eigentlichen Hauptspiel gibt es die serientypischen Minispiele. Ob Monkey Bowling, Monkey Golf oder Monkey Fight – hier ist für jeden etwas dabei. Die acht Minispiele bewegen sich abseits des eigentlichen Gameplay-Parcours und sind daher eine willkommene Abwechslung zum Frust-Alltag des Hauptspiels. In „Monkey Golf“ spielt ihr mit der Affenkugel eine Runde Minigolf auf bis zu 18 Minigolf-Löchern. Hierbei stehen euch außerdem verschiedene Spielmodi zur Verfügung. Die „Monkey Hockey“ Variante lässt sich wohl am treffendsten als „Pong“ Verschnitt umschreiben – mit dem Unterschied, dass es auf dem Spielfeld auch Extras gibt, die eurem Gegner das Leben schwer machen können. Der „Monkey-Fight“ kommt einem Ego-Shooter gleich – keine Angst liebe Jugendschützer, Paintball heißt das Stichwort. Weiterhin gibt es ein „Monkey-Race“ (Rennspiel auf verschiedenen Parcours in verschiedenen Modi), eine Bowlingvariante und ein Boxkampf.
Mit den verschiedenen Spielmodi und den Highscorelisten bietet alleine der Partymodus von „Super Monkey Ball: Touch&Roll“ mehr Unterhaltung als so manches Vollpreisspiel.
Weiter bietet euch das Game einen Multiplayer Modus, der sowohl auf eine Single-Boot als auch eine Multi-Boot Nutzung ausgelegt ist. Gespielt werden die Partygames. Habt ihr nur eine Cartridge zur Verfügung, gibt es nicht alle Partyspiele (in vollem Umfang) – habt ihr mehrere Module, könnt ihr auch von mehreren Spielen und Modi Gebrauch machen. Insgesamt können bis zu vier Spieler an ausgiebigen Multiplayer Sessions teilnehmen.

Grafik:
Optisch bietet uns SEGA sehr solide Kost. Die Affenkugelei wird mittels einer gelungenen und vor allem sehr flüssigen 3-D Engine dargestellt. Besonders schön ausgefallen sind auch die Hintergrundgrafiken, die das Flair des jeweiligen Themengebietes einer Welt untermauern. Die Parcours an sich sind recht unspektakulär gestaltet, so verschachtelt sie auch sein mögen – dafür ist die Weitsicht gelungen. Die Affen sehen putzig aus, von Animationen kann jedoch in diesem Spiel kaum die Rede sein, die Kugel mit dem ‚lausigen’ Inhalt rollt unspektakulär durch die abwechslungsreiche Landschaft.

Sound:
In Sachen Musik bietet euch das Spiel – passend zur Grafik – themenbezogene Sounds. Qualitativ spielt das ganze während der Level auf einem recht hohen Niveau – lediglich die Menüuntermalung ist ein leidiges Kapitel. Die Effekte sind passend, niemals störend und verpassen dem positiven Gesamteindruck den letzten Schliff.

Fazit:
Super Monkey Ball: Touch & Roll verfügt über einen herausragenden Umfang. Der Singleplayer Modus wurde gar durch die gewohnt unterhaltsamen Partygames bereichert, die Touchscreensteuerung macht eine superbe Figur und technisch wirkt das ganze fast so rund, wie die Affenkugeln selbst. Kleinere Macken sind vor allem unter technischen Gesichtspunkten auf den Hardwarerahmen zurückzuführen, stören den Spielfluss aber zu keinem Zeitpunkt. Auch die Tatsache, dass keine erkennbare Storyline vorhanden ist, trübt den Eindruck kaum. Erspielbare Secrets, der 1-Modul-Multiplayer Modus und das in sich schlüssige Gesamtkonzept erschaffen zusammen mit der herausragenden Ballphysik so etwas wie ein Gesamtkunstwerk. Wären da nicht die vielen Frustmomente. Manche Levels verlangen auch Profis jeden Funken Geschick ab – unmöglich ist dabei jedoch keines der Level. Und genau das macht die Motivation aus. Lust dank Frust – SEGAs Monkey Ball Franchise feiert einen sehr gelungenen Einstand auf dem Nintendo DS und ist als Geschicklichkeitsspiel sowohl für unterwegs als auch für lange Feierabende ein unterhaltsamer Spielspaßgarant.

Christian Thol für PlanetDS.de

Herzlichen Dank an SEGA für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
84%
Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks (2)
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

SEHR realistisch... vielleicht ZU realistisch Innovationsfaktor:
+++--  (3 von 5 Sternen)
Tolle Touchscreennutzung, mittelprächtige Dualscreennutzung, kein Mikrofoneinsatz
Grafik

Solide 3-D Engine, schöne Hintergründe
Sound

Themenbezogene Stücke, passend und unterhaltsam
Spielspaß

Lust und Frust... so eng beieinander! Ansonsten: Toller Umfang








Details
Spielname:
Super Monkey Ball Touch and Roll

Publisher:
Sega

Developer:
Sega

Genre:
Geschicklichkeit

Release:
06.20.1602

Multiplayer:
ja

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (7)

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