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Danny Phantom: Urban Jungle


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Danny Phantom: Urban Jungle - Review vom 29.04.2007

Die Vermarktung von Serienhelden in Form von Videospielen scheint ein recht lukratives Geschäft zu sein. Dies wäre zumindest eine Erklärung für die große Anzahl von Lizenztiteln auf dem Markt. Der Held, um den es heute geht, ist Danny Fenton. Bis er das Labor seiner Eltern in die Luft jagte, war er ein ganz normaler, vielleicht sogar etwas schüchterner Junge. Doch bei der Detonation vermischte sich seine DNA mit der von Geistern und somit wurde er zum Gespenster jagenden Superhelden Danny Phantom. Seitdem ist er mit jeder Menge paranormalen Kräften ausgestattet, die er dazu verwendet, Spukgestalten zu bekämpfen und das eine oder andere Mal die Welt zu retten.

Mit dem Spiel "Danny Phantom ‑ Dschungelstadt" hat Danny nun seinen neuesten Auftritt auf den Nintendo-Handhelds. Diesmal wird seine Stadt vom bösen Mister Unterholz heimgesucht, der alle Bewohner versklaven möchte und die Stadt mit Unkraut zumüllt. Jenem Schurken sollte unser Held also schleunigst das Handwerk legen. Die Frage, ob der Titel ein Recht auf euer sauer verdientes Taschengeld hat, versuchen wir mit diesem Test zu klären.

Wer den Vorgänger "Danny Phantom ‑ Sein größter Gegner" für den GBA besitzt beziehungsweise kennt, dem sei gesagt, dass das neue Spiel nicht als Jump 'n' Run daherkommt, sondern es sich um einen klassischen Shooter handelt.

Der Aufbau des Spiels ist dabei recht simpel. Man durchfliegt in fast allen Welten als Danny Phantom die Level von links nach rechts und ballert alles nieder was sich einem nähert. Dazu stehen euch Dannys Spezialkräfte und der Plasmastrahl zur Verfügung. Letzteres stellt dabei die Standardwaffe dar und kann durch Einsammeln von Power-Ups sowohl in der Feuerfrequenz, als auch in der Zerstörungskraft modifiziert werden. Spezialkräfte gibt es zwölf an der Zahl, die jedoch im Abenteuer erst freigespielt beziehungsweise erlernt werden müssen. Sie lassen sich dabei in zwei Klassen unterteilen. Die Einen dienen dem effektiven Ausschalten der Gegner und mit den Anderen lassen sich Geister fangen.

Bevor man in einem Level loslegt, kann man sich aus den bisher freigespielten Spezialeigenschaften drei heraussuchen, die einem dann in dieser Mission zur Verfügung stehen. Hier sollte man auf jeden Fall die mit aufnehmen, die es dem Helden erlaubt Geister zu fangen. Denn zu den Features des Spiels zählt unter anderem ein so genannter Bosskampfmodus, den ihr nach dem ersten Durchspielen freischalten könnt. Um in diesem Modus gegen alle Endgegner antreten zu können, muss man von jedem Gegnertyp, der im Hauptspiel auftaucht, ein Exemplar eingefangen haben. Hat man dies erledigt und anschließend alle Bosse im Kampfmodus besiegt, schaltet man noch eine spezielle Endsequenz frei. Wie viele Gegner einem noch fehlen, kann man übrigens in der Geistergalerie nachschlagen. Als weiteren Bonus bietet das Spiel noch einen Multiplayermodus, für den jedoch jeder Spieler ein Spielmodul benötigt.

Steuerung:
Die Steuerung des Spiels wirkt größtenteils durchdacht und gestaltet sich recht einfach. Einziger Kritikpunkt ist die Styluspflicht beim Aktivieren der eingesammelten Herzkontainer zum Auffüllen der Lebensenergie. Ansonsten ist der wichtigste Knopf neben dem Steuerkreuz, wie sollte es bei einem Shooter anders sein, der A‑Knopf. Mit ihm wird die Standartwaffe abgefeuert. Deshalb sollte man den Knopf am Besten gleich mit etwas Tesa im gedrückten Zustand fixieren, denn die Gelegenheit zu einer Feuerpause wird einem im Spiel recht selten gewährt werden. Wem das Zücken des Stylus zu aufwendig ist und wer sich als guter Spieler ansieht, dem kann gesagt werden, dass alle wichtigen Funktionen, bis auf die Sache mit den Herzkontainern, über die Knöpfe des DS gesteuert werden. Für die, welche sich nicht ganz so viele Tastenbelegungen merken wollen, ist es aber auch möglich die entsprechenden Funktionen über den Touchscreen zu aktivieren, welche aber im normalen Spielverlauf eher schlecht zu handhaben sind.

Grafik:
Die einzelnen Level des Spiels wurden komplett in 3D–Grafik umgesetzt. Man hat dabei aber Wert darauf gelegt, den comicartigen Stil der Serie beizubehalten. Danny und die Gegner sind dagegen einfache 2D-Sprites. Hier muss auch ein wenig Kritik geübt werden, denn wenn man die detailarme Optik der Gegner mit einem Wort beschreiben müsste, würde einem wahrscheinlich sofort das Wort "lausig" durch den Kopf schwirren. Lediglich die Endbosse bilden hier teilweise eine Ausnahme, da manche von ihnen doch recht annehmbar aussehen – auch wenn der DS hier ebenfalls nicht an seine Leistungsgrenzen gebracht wird. Die alltäglichen Monster scheinen da wohl schon eher aus dem früheren GBC ausgebrochen zu sein und ihr neues zuhause auf dem DS oder Lite zu suchen. Auch die Explosionseffekte sind absolut nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Es muss ja nicht so fantastisch aussehen, wie etwa ein Nanostray, aber etwas mehr wäre sicherlich möglich gewesen. Das Spielgeschehen findet übrigens komplett auf dem oberen Screen statt. Der Touchscreen dient zur Statusanzeige und zur Itemauswahl.

Sound:
Die musikalische Untermalung des Spiels ist eher mittelprächtig. Es gibt zwar ca. 40 verschiedene Hintergundmelodien, die man auch alle in einem Soundtest anhören kann, aber sie klingen doch allesamt recht ähnlich. Dies führt dazu, dass der Sound nach einer Weile etwas nervig wird und da hilft dann nur der Lautstärkeregler. Eine softwareseitige Option zum Verringern der Lautstärke beziehungsweise dem Deaktivieren der Hintergrundmusik fehlt dem Spiel nämlich gänzlich. Nachteil der Aktion ist natürlich, dass damit auch die sonstigen Spielgeräusche futsch sind. Von den sonstigen Soundeffekten sollte man sich auch nichts Besonderes erhoffen. Dies ist so auch alles 1:1 auf dem GBA möglich.

Fazit:
Shooter sind in der Regel für einen recht hohen Schwierigkeitsgrad bekannt und führen damit bei vielen Spielern schnell zu Frustrationen. Danny Phantom – Dschungelstadt bildet hier eine rühmliche Ausnahme. Da man bei der Entwicklung des Spiels nicht den Hardcoregamer sondern vor allem die Fans der Serie im Auge gehabt hat, spendierte man dem Werk eine Option zum Einstellen der Schwierigkeitsstufe (Leicht, Normal und Schwer). Wer also diesbezüglich bedenken hatte, kann beruhigt sein, das Spiel ist wirklich für Spieler jeden Alters und Geschicks schaffbar. Man sollte den Level allerdings nicht zu niedrig ansetzen, da man das Spiel sonst recht schnell durchgespielt hat. Herausragende Features oder neue kreative Gestaltungsideen wird man bei diesem Titel allerdings vergeblich suchen. Wer ein Fan der Serie ist, mit der Art von Spielen etwas anfangen kann, sich nicht zu den Grafikfetischisten zählt und sich bewusst ist, dass es sich hier um einen klassischen Vertreter des Genres handelt, bei dem man keine Experimente einging, der kann einen Blick riskieren – alle anderen sollten lieber die Finger vom Game lassen.

Elisabeth Grunert [Liese] für PlanetDS.de

Vielen Dank an THQ für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
62%
Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Klassische Tastenbelegung, mit Zwang zum Touchscreen bei unnötigen Stellen. Innovationsfaktor:
+----  (1 von 5 Sternen)
Unbrauchbare Double Screen-Nutzung und sinnlose Touchscreeneinlagen, ansonsten keine Verwendung weiterer DS-Features.
Grafik

Nichts besonderes an der Stelle.
Sound

Störende Soundkulisse: Lautstärkeregler juchhe!
Spielspaß

Ballern was das Zeug hält – aber leider nicht mehr.








Details
Spielname:
Danny Phantom: Urban Jungle

Publisher:
THQ

Developer:
THQ

Genre:
Shooter

Release:
07.20.0103

Multiplayer:
2 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (3)

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