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Kim Possible: Jagd nach Gemini


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Kim Possible: Jagd nach Gemini - Review vom 04.04.2007

Agent zu sein, wie es James Bond einer ist – ein Traum vieler Kinder. Durch die unheimlichen Weiten zu ziehen und den Ganoven auf die Spur zu kommen, was gäbe man nicht alles dafür, einmal in seinem Leben in die Rolle solch eines „Superhelden“ zu schlüpfen? Ausgestattet mit Spezialkräften, Megaoutfit und cooler Lupe zieht man von dannen, um dem Bösen auf der Welt ein Ende zu bereiten. Was real nur schwer ermöglicht werden kann, ist in der virtuellen Welt schon lange vorhanden – Agentenspiele gibt es bereits seit einigen Jahren und erfreuen sich einer immer größer werdenden Fangemeinde. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass immer mehr Entwickler auf der Welle dieser Versoftungen mitreiten wollen. Gepaart mit fetten Lizenzen aus berühmten TV-Serien, gemixt mit etwas Eigenkreativität und gewürzt mit einer Prise Humor (einer 80-Jährigen) präsentiert sich heute auf unserem Servierteller „Kim Possible – Auf der Jagd nach Gemini“. Was dieses Lizenzspiel alles zu bieten hat und inwiefern es mit den Vätern der Spione mithalten kann, erfahrt ihr in unserem Test. „Let the Show begin!“

Bösewicht Gemini und seine finsteren Machenschaften…
Das kriminelle Superhirn Gemini, hinter dem Weltweiten Intregantenreich (WIR), versucht wieder einmal das Netzwerk für globale Gerechtigkeit zu zerschlagen. Er findet, Doktor Director hätte ihn wie einen älteren Bruder behandeln sollen, als die beiden zusammen aufwuchsen. Jetzt hat er ihn gefangen genommen und beginnt damit, die NGG-Agenten auf der ganzen Welt einer Gehirnwäsche zu unterziehen. Ob es Kim, Ron und Rufus gelingen wird, Geminis dunkeln Plan zu vereiteln und die Gefangenen zu befreien, liegt in den Händen des Spielers.

Startet man die Versoftung von „Kim Possible“, kommt man direkt ins Hauptmenü, welches sich in Einzel- und Mehrspieler sowie in das Optionsmenü untergliedert. Wählt man den Singleplayer, beginnt man sein Abenteuer alias Kim und Ron, welche auf der Jagd nach dem gemeinen Bösewicht sind. 17 mehr oder weniger abwechslungsreiche Level stehen einem bevor und 17-mal mehr ist das Können eines jeden selbst gefragt, einen Strich durch die finsteren Machenschaften des Geminis zu machen. Dabei werden einem verschiedene Spezialkräfte mit auf den Weg gegeben. Ob Enterhaken, Klebstofflippenstift, Inframagnetfelddetektorbrille, Clownshose, Blitzbombe, Snowboard, Motorrad oder Raketenstiefel, alles wird für eine erfolgreiche Mission benötigt. Denn was wäre man ohne die hilfreichen Accessoires, welche es einem ermöglichen Abhänge zu überqueren, Wüsten zu durchkreuzen, Gegner zu bezwingen, Sprunghilfen zu erbauen und Hindernisse zu überfliegen? Wahrscheinlich ein ganzes Stückchen näher am höheren Schwierigkeitsgrad, denn was einem hier geboten wird, ist mehr als einfach.

Erschwerend kommt hinzu, dass die Spiellänge nicht gerade an die Topzeiten wie die 20 Stunden herankommt, sondern einem eher nach wenigen Minuten das Ende einläutet. Auch das angebotene Highscorejagdsystem kann über dieses Manko nicht hinwegtäuschen.

Steuerung
Das Gameplay ist relativ simpel aufgebaut und damit auch für Einsteiger des Genres recht einfach zu erlernen. Mit B wird gesprungen, mit Y geschlagen und die X- und Y-Knöpfe lassen sich durch den Touchscreen mit der, für den Level gerade benötigten, Spezialfähigkeit des jeweiligen Charakters belegen. Ausnahmen sind hier eher rar gesät. Nur im Motorrad- sowie Snowboardrennen wird auf die innovativen Ideen des DS Rücksicht genommen und die Steuerung komplett umgekrempelt. So kann man zum Beispiel bei der Abfahrtsjagd auf den eisigen Klippen das untergeklemmte Brett ganz einfach via Stylus auf dem Touchscreen befehligen und mit den Aktionstasten verschiedene Kunststücke ausführen, damit die liebe Kim schneller als ihr Gegner ans Ziel gelangt.

Grafik
Bei „Kim Possible – Auf der Jagd nach Gemini“ wird komplett auf dreidimensionale Grafik gesetzt, wobei man sich als Spieler in einer 2D-Engine befindet. Das heißt, die Möglichkeit, sich frei im Raum zu bewegen, ist nicht gegeben und vielmehr erinnert das Ganze an einen faden Schlauch, der sich durch die Level zieht, den es lediglich abzulaufen gilt. Wenn man sich jetzt noch die detailarme Optik zu Gemüte führt, kann man nur zu dem Entschluss kommen, dass man in Sachen Grafik deutlich mehr hätte aus dem Game herausholen können. Die Charaktere strotzen geradezu vor Lieblosigkeit und hübsch gestaltete Hintergründe sind eher Mangelware.

Sound
Soundtechnisch setzt dieses Spiel nicht gerade neue Maßstäbe. Die verwendeten Kompositionen sind so richtige Universalmelodien, die man eigentlich bei jedem Level hätte nehmen können. Stimmungskracher sucht man hier vergebens. Sollte man für die musikalische Untermalung ein Synonym benötigen, dann würde das Wort „Gedudel“ wie die Faust aufs Auge passen. Manchmal fragt man sich wirklich, was sich die Entwickler dabei denken, solch monotones Gefiedel anzubieten. Das Einzige was sich hiervon positiv absetzen kann, ist die Titelmelodie.

Features
Die Packung verrät es dem interessierten Käufer schon: Das Spiel besitzt einen Multiplayermodus. Hier kann man gegeneinander Snowboard oder Moped fahren und in getrauter Zweisamkeit den Abend verbringen. Zumindest sollte es wohl so sein, aber die Realität sieht anders aus. Während man noch 2 Module für das Mehrspielerabenteuer benötigt, ist der Umfang des gebotenen Inhalts mehr als dürftig. Schon wenn man sich überlegt, dass die Wahrscheinlichkeit eher gering ist, dass 2 Spieler das gleiche Game besitzen (besonders dieses), fällt einem nur etwas ein wie: Geldschneiderei.

Im Singleplayermodus sieht es hier nicht anders aus. Beglückt wird man gerade mal mit 17 Leveln, welche an Abwechslung nicht großartig was zu bieten haben. So ist es einem nur möglich, durch neu erworbene Spezialfähigkeiten den Spielverlauf im geringen Maße zu ändern, oder durch das Finden von Kimmunicatoren seinen Rang am Ende des Levels zu verbessern. Ein weiterer Faktor, welcher dort hineinfällt ist die Geschwindigkeit, in der man die Mission bestreitet.

Auch von der Spielzeit hat die 2. Versoftung von „Kim Possible“ auf dem DS nicht sehr viel zu bieten und unterstreicht wieder einmal die Vorurteile, welche gegenüber Lizenzspielen existieren. Hat man sich einmal frohen Mutes an das Game gesetzt, ist es bereits in wenigen Stunden geschafft und das Einzigste, was einem am Ende geboten wird, ist ein neuer Schwierigkeitsgrad, welcher einen erfahrenen Spieler aber auch nicht ins Schwitzen bringen kann. Berücksichtigt man allerdings die Zielgruppe, an die „Kim Possible“ gerichtet wurde, ist der Schwierigkeitsgrad des Games akzeptabel.

Fazit:
„Kim Possible – Auf der Jagd nach Gemini“ ist kein Spiel, an das man sich nach ein paar Jahren noch erinnern wird. Es fehlt an Atmosphäre, Spieltiefe und an anderen wichtigen Eigenschaften, welche dem Game ein unvergleichliches Flair gegeben hätte. Stattdessen bekommt man wieder das Einheitsfutter vorgesetzt, mit welchem fast jedes Lizenzspiel ausgestattet ist – langweilige Story, meist sinnfreie Konversationen und liebloses Leveldesign. An dieser Stelle fragt man sich immer wieder, weshalb Entwickler solche Spiele überhaupt auf den Markt werfen. So bleibt eigentlich nur zu sagen: Wer ein wahrer Fan der Serie ist und nicht mehr leben möchte, wenn er Kim nicht einmal selbst gesteuert hat, der darf einen Blick riskieren. Für die Anderen: „Ihr verpasst nicht viel, wenn ihr es euch nicht zulegt.“

Elisabeth Grunert [Liese] für PlanetDS.de

Vielen Dank an Buena Vista Games für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
64%
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Akzeptables Gameplay ohne große Schwierigkeiten – leider nichts Neues. Innovationsfaktor:
+----  (1 von 5 Sternen)
Mäßige Touchscreeneinlagen, ohne große Höhen.
Grafik

Lieblose und detailarme 3D Optik.
Sound

Hiervon wünscht man sich keinen Soundtrack auf CD.
Spielspaß

Lineares Spielvergnügen für die Kleinen.








Details
Spielname:
Kim Possible: Jagd nach Gemini

Publisher:
Buena Vista Games

Developer:
a2m

Genre:
Jump 'n Run

Release:
07.20.1803

Multiplayer:
ja

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (4)

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