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Spectrobes


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Spectrobes - Review vom 02.04.2007

Als Nintendo vor einigen Jahren das erste Mal ihre Pokémon der breiten Masse vorstellten, konnten sich wohl nur die Wenigsten vorstellen, dass sich diese Hosentaschen-Monster binnen kürzester Zeit zu einem Kultobjekt avancieren würden. Kinder, Jugendliche aber auch Erwachsene aus aller Herren Länder liebten sie und viele tun dies auch heute noch. Während einige ehemalige Anhänger der Poket-Monster die Serie aufgrund des immer wiederkehrenden Spielprinzips schon nach den ersten Titeln beiseite gelegt haben, freut sich ein anderer Teil schon auf den Release der Nintendo DS Fassungen. Im letzten Jahr waren viele erstaunt, als der von Seiten der Spieler als „schlechter Abklatsch der Pokémon-Reihe“ bezeichnete Titel „Spectrobes“ angekündigt wurde. Seither sind einige Monate vergangen und „Spectrobes“ hat seine Reise in den hiesigen Gefilden unbeschadet überstanden – wir haben uns an den Titel gewagt und berichten, ob sich die bösen Prophezeiungen bewahrheiten.

Die Hauptfiguren während des kompletten Spielverlaufs werden von dem wagemutigen Rallen und seiner Kollegin Jenna verkörpert, die sich allem Anschein nach noch im Teenager-Alter befinden. Die beiden Protagonisten gehören einer Spezialeinheit, die sich „Planeten Patrouille“ nennt und im Sonnensystem „Nanairo“ agiert und dort für Recht und Ordnung sorgt. Ihre aktuelle Mission stellt sie allerdings auf eine ganz besondere Probe: Nach dem ersten Ausstieg aus dem hochmodernen Raumschiff bemerkt Rallen etwas sehr mysteriöses. Dunkle Wirbelstürme, die über den Boden der Planeten fegen, zu welchen man besser Abstand halten sollte. Denn wer ihnen zu nahe kommt, gelangt in ein Kampfgeschehen mit den bösartigen „Krawls“. Zu Beginn weiß man nicht viel über diese aggressiven Angreifer, doch schon schnell stellt sich heraus, dass Rallen auch mit der besten Ausrüstung nichts gegen diese Monster ausrichten kann. Wie sich schon nach kurzer Zeit herausstellen sollte, ist der einzige Weg, die Kreaturen ins Jenseits zu schicken, sind die so genannten „Spectrobes“.

Im Bezug auf die Storline hat man sich auf eine einfache, sehr lineare Handlung beschränkt. Man läuft von einer Aufgabe zur Nächsten und wartet auf einen neuen Funkspruch des Commanders, der die kommende Mission beschreibt. Auf geht’s, wir retten das Universum!

Wie bereits angesprochen, sind Spectrobes die einzige Möglichkeit, sich den Krawls in den Weg zu stellen und sie davon abzuhalten, sich das gesamte Sternensystem unter den Nagel zu reißen. Es gibt hierbei nur ein kleines Problem; Spectobes sind eine bereits vor vielen Jahren ausgestorbene Spezies, die nur noch als Fossilien präsent sind. Jedoch gibt es eine Möglichkeit, sich dennoch die süßen Monster anzueignen. Dazu muss man lediglich durch das Land streichen und mithilfe eines bereitgestellten Spectrobe den Boden akribisch untersuchen. Erscheint auf dem Bildschirm ein leuchtendes Symbol, so gilt es, Hammer und Meißel aus dem Rucksack zu holen, um den vergrabenen Schatz aufzunehmen. Dieser Punkt stellt einen sehr spaßigen Teil des Spiels dar, da man vorher nie wissen kann, was genau einen erwartet. Bevor man mit dem Graben beginnt, kann man lediglich erkennen, ob es sich um ein Fossil, ein Mineral oder einen Kubus handelt (hierzu aber später mehr). Hat man sich dazu entschieden, das gefundene Fossil auszugraben, so klickt man einfach auf den unteren Bildschirm und ab geht es in eine Art Mini-Spiel. Hier kann man zwischen verschiedenen Bohrern und anderem Equipment wählen, das einem hilfreich zur Seite steht. Zwar hat man die Möglichkeit, mit einer Art Röntgen-Gerät die ungefähren Umrisse der fossilen Gegenstände zu begutachten, das macht die ganze Angelegenheit jedoch nicht leichter. Wer hier nicht genau aufpasst, verliert das Fossil und darf sich erneut auf die Suche begeben. Bis zu 99 Fossilien finden Platz in eurem Rucksack und können mit zum Schiff geschleppt werden. Doch mit einem solchen Spectrobe-Fossil kann man, außer sie als Briefbeschwerer zu nutzen, nichts weiter anstellen, solange sie in dieser Form präsent sind. Deshalb verfügt das Raumschiff über ein Labor im unteren Bereich – dort kann man aus den nichtssagenden Versteinerungen farbenfrohe, kräftige Monster erwecken. Auch dieser Vorgang ist nicht komplett automatisiert worden: Nachdem man sich dafür entschieden hat, ein Fossil wiederzubeleben bzw. zu wecken, lässt man es mit einem kleinen Schub, der via Stylus übertragen wird, in eine Vorrichtung sausen. Doch um es wieder zu beleben, muss man nun noch den richtigen Ton über einen vorgegebenen Zeitraum hinweg in das Mikrofon des Doppelschirmers trillern. Ist dies geschehen, so kann man sich das fidele Tierchen, denen man einen Wunschnamen verpassen kann, nun zu Nutzen machen, oder es in den Inkubator stopfen.

Hat man die ersten Ausgrabungen erfolgreich absolviert, kann man (theoretisch) schon in die „große Schlacht“ gegen die bitterbösen Widersacher treten. Diese sind, wenn man seine kuscheligen Freunde an der Hand hat, recht ungefährlich und meist schon nach wenigen Sekunden besiegt. Natürlich hängt dies immer davon ab, wie gut und oft man seine kleinen Racker trainiert bzw. auf welchem Level sich diese befinden. Wie bereits angesprochen, besteht auch die Möglichkeit, sie in den Inkubator zu packen um ihnen dort die Möglichkeit zu geben, sich weiter zu entwickeln.

Der angesprochene Inkubator stellt eine Art Betreuungsstation für Spectrobes dar. Es handelt sich hierbei um einen kleinen Raum, in dem bis zu zwei Monster Platz finden, um dort zu weilen. Hier können sie trainiert und mit den gefundenen Mineralien (die auch verkauft werden können) gefüttert, um ihr Level zu erhöhen oder nützliche Spezialteile anbringen zu können. Auch persönliche Zuwendung danken einem die kleinen Kämpfer. So benötigen sie weniger Zeit, sich zu entwickeln, wenn man ihnen ab und an eine Streicheleinheit via Stylus schenkt. Auch ist hier ein guter Platz, um sich die niedlichen Raufbolde genauer anzusehen. Auch ist hier der Platz, wo sich die Spectrobes von ihrer Primär in ihre Sekundärform (bzw. Sekundärform zu Tertiärform) entwickeln können. Alternativ kann man sie auch mit einem bestimmten Kubus füttern, an den man nach einem lange andauernden Kampf über 30 Runden gelangt.

Im Laufe des Spiels stößt Rallen immer wieder auf die sog. Kuben, die entweder ausgegraben werden oder erkämpft werden müssen. Dabei ist man immer auf die Hilfe von Aldous angewiesen, den man schon nach kurzer Zeit kennenlernt – er erklärt, wozu die einzelnen Kuben dienen und welche Wege sich durch den Fund auftun. Nachdem man einen bestimmten Kubus sein Eigen nennen kann, kommen auch die dem Spiel beigelegten „Powe-Up-Karten“ ins Spiel. Sobald man diesen gefunden hat, wird im Schiff der Patrouille das Kartenfreigabesystem freigeschalten, bei welchem man neue Spectrobes mithilfe dieser Karten aktivieren oder Spezialteile erwerben kann.

Ein weiterer Kubus ermöglicht die drahtlose Datenübertragung, bei welcher man drahtlos besondere Spectrobes oder Spezialteile mit Freunden tauschen kann – leider nur offline. Ferner ist es möglich, Kämpfe gegeneinander auszutragen. Es gibt allerdings auch noch eine Option, den DS mit dem Internet zu koppeln, um neue Videoclips, Monster oder andere Dinge herunterzuladen. Auch kann man die Ergebnisse seiner Kämpfe hochladen und dann am PC betrachten.

Rallen selbst kann seine Fähigkeiten natürlich auch in Form von Waffen und einem besseren Schutzanzug aufbessern und so zumindest einen geringen Schaden an den Krawls ausrichten – dafür wird Geld benötigt, das hier in Form von Gura auftaucht. Gura gelangen immer dann in Rallens kleine Börse, wenn er einen Kampf absolviert hat.

So zieht man in der Rolle des Rallen über verschiedene Planeten, die man mit dem Raumschiff erreicht und erledigt dort die bösartigen Krawl, während man sich auch noch um kleine andere Aufgaben kümmert. Insgesamt kann man im Laufe des Spiels 256 Spectrobes zu Gesicht bekommen – die wirkliche Zahl ist jedoch bedeutend tiefer, da hier Secundär- und Tertiäform jeweils als einzelnes Monser gezählt werden.

Steuerung:
Es ist nicht leicht, von Anfang an den Durchblick zu haben. Sehr, sehr viele Möglichkeiten, sich durch die diversen Menüs zu klicken und Einstellungen vorzunehmen bedürfen einer verhältnismäßig langen Eingewöhnungsphase, nach welcher das komplexe Gameplay jedoch ganz eingängig erscheint.

Es ist erfreulich, dass man das Touchscreen-Feature nur dort eingesetzt hat, wo es auch einen wirklichen Zweck erfüllt. So steuert man Rallen im klassischen Sinne mit dem Steuerkreuz, während man beim Ausgraben von Fossilien oder Mineralien in den Genuss einer recht genauen Touchscreen-Eingabe kommt. Es kommt jedoch glücklicherweise nie zu Situationen, in welchen man blitzschnell von einer Steuerung über das Steuerkreuz in den Touchscreenmodus wechseln muss.

Leider wurden die Kämpfe zwischen Spectrobes und Krawls nicht wirklich spannend gestaltet, sodass hier schnell die Monotonie regiert. Zu Beginn nutzt man ausschließlich die Schultertaste um eine einzige Attacke auszuführen, zu späterer Stunde, wenn die bunten Kampfkolosse an Erfahrung gewonnen haben, gibt es jedoch mehrere Möglichkeiten, die die Kämpfe aber nicht zwingen aufregender machen.

Grafik:
Optisch sieht „Spectrobes“ recht ansprechend aus. Man hat sich auf eine Sicht von schräg Oben geeinigt, in welcher die abwechslungsreichen Umgebungen wie Ruinen und Waldabschnitte sehr gut zur Geltung kommen. Auch die kleinen Monster kommen in guter Qualität daher und verpixelte Elemente sind nur sehr selten zu sehen. Auch die Animationen während eines Kampfes sind gelungen.

Sound:
Jeder Ort, an dem Rallen agiert, zeichnet sich durch eine eigene Melodie aus. Hier gibt es sowohl einiges, was sich das Gamerohr gerne gefallen lässt, als auch Soundeinlagen, die nach kurzer Zeit schon an den Nerven kratzen und man sich schnellstmöglich von diesem Ort entfernen möchte. Die Effektgeräusche sind durchweg akzeptabel.

Features:
Während der Forschungsreise trifft man an jeder Ecke auf irgendeine interessante Sache, die entweder gesammelt, untersucht, bekämpft oder gerettet werden muss. Allein schon das Graben nach Mineralien bzw. Fossilien stellt einen enormen Spaßfaktor dar, der jedoch mit steigender Spielzeit stetig abnimmt. Vor allem auch ist es die Nutzung der DS-Spezifischen Features, die den Titel ein kleines Stückchen nach oben heben.

Multiplayer:
Wie bereits angesprochen, so verfügt das Spiel auch über einen Multiplayermodus, bei welchem man Monster mit einem Freund tauschen kann oder Eins gegen Eins Duelle starten kann. Alternativ kann man auch mit bis zu 15 Kollegen ein Turnier bestreiten, in welchem jedoch ein Spieler nur passiv als „Meister“, der die Aufstellung entscheidet, agiert. Leider hat man den Online-Part ein wenig vernachlässigt. Auch hier hätte man Kämpfe untereinander ermöglichen können, was dem Langzeitspaß sicherlich nur gut getan hätte.

Fazit:
Mit „Spectrobes“ schuf Disney ein Spiel, das vor allem durch seine enorme Komplexität hervorsticht. Es braucht mehrere Stunden, bis man jegliche Funktion entdeckt und ausprobiert hat und der Punkt, dass durch den Fund neuer Kuben auch das Spektrum an Möglichkeiten vergrößert wird, regt zum erneuten Spielen an. Man schlug zwar indirekt in die gleiche Kerbe wie Nintendo mit Pokémon, dennoch unterscheidet sich das Gameplay in vielen Punkten stark von den Spielen, die schon so viele Kinder begeistern konnten. Dennoch wäre es schön gewesen, wenn man passend zum komplexen Gameplay auch noch eine entsprechende Story gepackt hätte. Es ist wahrlich kein Spiel für jedermann, doch wer Blut geleckt und Lust auf Spectrobes bekommen hat, sollte sich das Spiel in jedem Falle einmal genauer ansehen.

Max Zeschitz für PlanetDS.de

Vielen Dank an die Disney Interactive Studios für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
79%
Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 1 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Ein netter Mix aus Stylus und Steuerkreuz. Innovationsfaktor:
+++++  (5 von 5 Sternen)
So wäre das Spiel auf keinem anderen Handheld möglich!
Grafik

Kaum etwas zu bemängeln, jedoch nichts weltbewegendes.
Sound

Manchmal nerviges Gedudel, manchmal wunderbare Geräuschkulisse.
Spielspaß

Sehr Motivierend, bei hoher Komplexität.








Details
Spielname:
Spectrobes

Publisher:
Disney Interactive Studios

Developer:
Jupiter

Genre:
Action Adventure

Release:
07.20.0002

Multiplayer:
1- 16 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (13)

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