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Rayman Raving Rabbids


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Rayman Raving Rabbids - Review vom 29.03.2007

Wenn man sich die Evolution des Rayman-Franchise in den letzten Jahren einmal näher betrachtet, hat sich so einiges getan. Der einst so niedliche Held ohne Gliedmaßen wurde nach und nach Erwachsen, hat einige sportliche Spin-Offs auf dem Handy hingelegt und mit den Raving Rabbids wurde die neue Langohr-Ära ins Leben gerufen. Knuddelfaktor wurde mit spleenigen Schlappohren gepaart und heraus kamen die kultigen Karnickel, die seit geraumer Zeit das Internet mit ihren Videos unsicher machen. Der alltägliche Wahnwitz rund um die Hasenbraten macht nun auch auf dem Nintendo DS halt und nachdem schon der Game Boy Advance, die PS2 und Nintendo Wii mit den Raving Rabbids zu kämpfen haben, heißt es nun quo vadis Doppelbildschirmer?

Während Raymans erster DS-Auftritt schon einige Monate zurückliegt und man im Eigentlichen ein eher steuerungstechnisch mager umgesetztes Rayman 64 geboten bekam, haben die Entwickler aus dem Hause Ubisoft sich nun hingesetzt und ein komplett neues Abenteuer gezaubert. Wenn New Super Mario Bros. mit einer schlichten 2,5D Grafik zu neuen Höchstformen auflaufen kann, wird der beliebte Rayman dies doch auch schaffen können, oder? Gesagt, getan. Das Baukastensystem wurde ausgepackt, einige Level kreiert, Kostüme hinzugefügt und nicht zu vergessen die wirren Löffler in den Quellcode implementiert. Passend zur Osterzeit möchte man nun nicht de falschen Hasen in Schokoladenform an den Mann bringen, sondern wünscht sich das fleißig DS-Module den Besitzer wechseln. Das Konzept hinter der Geschichte ist denkbar einfach, so hat man sich ein wenig von der Nintendo-Wii-Version distanziert und nicht nur eine reinrassige Minispielsammlung veröffentlicht, sondern bekommt wie gesagt ein 2,5D Jump ´n Run geboten.

Von Links nach Rechts hüpft, flattert und wandert der gliedmaßenlose Protagonist durch die bunte Polygonwelt und muss nicht nur zahlreiche Hasen, sondern auch anderes Getier dem Garaus machen. Während die Story des Spiels eher eine geringe Rolle spielt und auf psychologische Störungen seitens der wilden Karnickel zurückzuführen ist, muss Rayman versuchen die neurotisch paranoiden Persönlichkeiten der Nager nicht durch Sofasitzungen wieder in den Griff zu bekommen, sondern durch den Einsatz von Fäusten und anderen rabiaten Hilfsmitteln. Soll ja bekanntlich helfen, die leichten Schläge auf den Hinterkopf…

Wie gewöhnlich muss Rayman auf seinem Weg durch das Abenteuer die glühwurmartigen Lums befreien, neue Fähigkeiten erlernen und diesmal neu, sich frisch, fröhlich, fromm und frei durch die bunte Faschingswelt kämpfen und dabei eine Kostümparade zu vollziehen. Auf bestimmten Aktivierungsfeldern können die erworbenen Verkleidungen genutzt werden, um Steine zu zaubern, Wolken herabschweben zu lassen, oder mit Bomben Türen zu zerfetzen. Je nach dem wie weit man in den jeweiligen Episoden vorangeschritten ist, werden die „Köstüm-Rätsel“ komplexer und man muss erst hin und her wechseln, bis man den Ausgang eines jeweiligen Levels findet. Nicht nur das, denn ein Level kann und muss nicht nur einmal gespielt werden, wer alles freischalten und zu den Endgegnern vordringen möchte, muss in den Leveln mehrere Alternativausgänge finden.

Insgesamt gibt es allerhand zu entdecken, denn erst mit 100 Trophäen und 7 Geschenken, meist mit Kostümfüllung, hat man seinen Sold erreicht. Neben den klassischen Spring- und Hüpfleveln hat Ubisoft sich auch gefragt, wie man den Touchscreen des Nintendo DS sinnvoll nutzen kann und nicht nur Minispiele, sondern auch richtige Level auf berührungsempfindlicher Basis integriert. In diesen Leveln gilt es meist zu observieren und im richtigen Moment den Stylus zu schwingen, das Kostüm zu wechseln oder die Trophäen auf dem Weg einzusammeln. Während man selber Rayman nicht durch diese Art von Level lenkt, wartet man darauf was auf dem Durchmarsch vor die Linse kommt und muss so Laserstrahlen via Berührung ausschalten, später mit den Kostümen und den Fähigkeiten der Natureigenschaften wie beispielsweise Feuer, Wind oder Eis müssen Seile verbrannt, Flüsse eingefroren oder sonstige Spielereien gemacht werden, ohne das der liebe Rayman von den zahlreichen Hindernissen getroffen wird. Je weiter man im Spiel vordringt, desto mehr Kostüme stehen zur Auswahl und desto komplexer werden auch die Stylusschwingerlevel.

Wenn man aber vom Wandern und Hüpfen genug hat, gilt es noch hier und da diverse Minispiele zu absolvieren. Fast Zehn in der Gesamtheit kann man nach und nach bestreiten und man bekommt die typische Kost wie „Hau´ den Lukas“ oder sollte man eher sagen „Knüppel den Hasen", verschiebe Puzzle, Roulette und zahlreiche Ausweichübungen. Nicht gerade spannend in dieser Instanz und bei weitem nicht so gehaltvoll wie die Minispiele aus der Nintendo Wii-Version, aber dennoch hat man nicht darauf verzichtet.


Spielerisch gesehen erfindet Rayman Raving Rabbids das Rad nicht neu und präsentiert wird die typische "Such-den-Schalter-und-laufe-von-A-nach-B"-Kost. Es hilft nichts, dass zudem die Kostüme mit ins Spiel eingearbeitet wurden, da diese auch nur an den Stellen vertreten sind, an denen sie unmittelbar zum Einsatz kommen. Ganz vereinzelt, muss man die Fähigkeiten von mehren Kostümen kombinieren, um weiterzukommen. Neu hingegen sind die Touchscreenpassagen, die im Endeffekt als kleines Geschicklichkeitsspiel zu werten sind. Zwar kurzweilig unterhaltsam, aber auf Dauer kein Brenner. Dennoch heißt dies nicht, dass Rayman Raving Rabbids kein Potential hat, denn die fast schon kultigen Hasen, der relativ altbackene, aber gelungene Levelaufbau und der recht gehobene Umfang sorgen dafür, dass Rayman sich nicht verstecken braucht. Gleichwohl fehlt aber die gewisse Würze, um ganz Oben mitzuspielen.

Steuerung:
Die Mischung macht´s! Zumindest kam Ubisoft nicht auf die Idee den Touchscreen dort zu nutzen, wo er nicht gebraucht werden kann. Kein lästiges hin und her zwischen Stylus und Steuerkreuz, kein Rumgefummel beim Hüpfen und Springen. Indessen eigenständige Level auf Berührungsbasis und zum Abrunden einige Minispiele.
Binnen kürzester Zeit gewöhnt sich der Spieler an die standardmäßige Tastenbelegung und auch kurze Tutorials vor neu erworbenen Fähigkeiten verbessern die Lernkurve. Eigentlich ist alles recht präzise abgestimmt, doch kann es auch hier und da zu ungewollten Clippingfehlern und Folge dessen Abstürzen in die nächste Schlucht kommen. Ab und an sind die Kostümeffekte nicht ganz so punktgenau wie man es gerne hätte.

Grafik:
Optisch gesehen hätte man noch ein wenig mehr herausholen können. Zwar gibt es einige Level die richtig detailliert gestaltet wurden und auch recht hübsch anzusehen sind, andere wiederum steht die Texturlangweile ins Gesicht geschrieben. Rayman kommt zeitweilig auch sehr grobpixelig daher und insgesamt schafft man es nicht über den grafischen Durchschnitt hinwegzukommen. Ansonsten ist die 3D-Engine stets flüssig und nur in Extremfällen kommt es zu Slowdowns. Den richtigen Bonus erhält das Spiel durch die zahlreichen Haseneinlagen. Hier ein schreiender Mümmler, dort ein Killerkarnikel und immer wieder wird man in den alltäglichen Hasenwahnsinn zurückgeholt.

Sound:
Wenn Rayman Raving Rabbids eine Trophäe verdient hätte, dann in diesem Sektor. Musikalische Begleitung und die Effekte sind für DS-Verhältnisse genial und gerade die Songs, die teilweise von der Nintendo Wii-Version übernommen wurden. Kracher aus den späten 80ern wie Cyndi Laupers "Girls just wanna have fun" in piepsenden Häsisch muss man einfach gehört haben.

Features:
Insgesamt gibt es jede Menge zu entdecken und aufzustöbern. 100 Trophäen, diverse freispielbare Minigames, oder selbst Bonuselemente wie Artworks und sonstiges warten auf den fleißigen Zocker. Selbst die Herausforderungen im Rayman-Modus können später im Hauptmenü unter „Zeitrennen“ erneut ausgewählt werden. Leider gibt es keinen Multiplayermodus obwohl manche Minispiele das Potential dazu gehabt hätten, auch mit mehren Spielern gespielt zu werden.

Fazit:
Ubisoft hat es geschafft, mit Rayman Raving Rabbids einen richtigen Hype aufkommen zu lassen. Die chaotischen Kaninchen haben einfach was an und für sich, doch das Spiel für den Nintendo DS schafft sich nicht von den Ketten der Mittelmäßigkeit abzusprengen und in den oberen Regionen mitzuspielen. Genrefans werden sicherlich Spaß an dem Titel haben und längere Zeit vor dem Handheld gefesselt sein, dennoch gibt es einfach zuwenig Neues, es fehlt ein Stückweit an Pepp. Wirre Hasen sind zwar ein Anfang, aber nicht die Antwort auf alle Spielspaßfragen.

Kevin Jensen für PlanetDS.de

Vielen Dank an Ubisoft für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.


WERTUNG:
74%
Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Strikte Trennung von Steuerkreuz und Touchscreen. Innovationsfaktor:
+----  (1 von 5 Sternen)
Nichts wirklich Neues auf dem Sektor.
Grafik

Nette 3D-Engine aber mehr nicht.
Sound

Geniale Musik und gute Effekte.
Spielspaß

Der übliche Jump ´n Run-Einheitsbrei.








Details
Spielname:
Rayman Raving Rabbids

Publisher:
Ubisoft

Developer:
Ubisoft

Genre:
Action Jump 'n Run

Release:
06.20.0803

Multiplayer:
nein

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (6)

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