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Diddy Kong Racing DS


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Diddy Kong Racing DS - Review vom 13.05.2007

Dass Nintendo mit ihrem hauseigenen Doppelschirmer die Spieler genau dort abgeholt haben, wo sie schon seit Jahren warteten, ist kaum abzustreiten. Mit einem innovativen Gameplay, neuen Spielideen und einer ausgereiften Technik avancierte der Handheld innerhalb weniger Wochen nach Veröffentlichung zum Verkaufsschlager – und das nicht nur in Japan und Amerika. Doch schon zum Release des noblen Spielzeugs konnte man sehen, dass auch altbekannte Spielprinzipe ihren Weg zu den Zockerseelen finden werden. Was mit Super Mario 64 anfing und sich über Mario Kart seinen Weg bahnte, ist mittlerweile auch bei einem Titel der hochgelobten Softwareschmiede Rareware angekommen. Diddy Kong Racing, so der Titel, konnte seinerzeit massenhaft positive Resonanz verbuchen und hat an seinem Charme bis heute nur wenig verloren. Auf der Electronic Entertainment Expo 06 (kurz E3) ließ man die Bombe platzen und stellte „Diddy Kong Racing DS“ vor, welches seit kurzem auch in Europa erhältlich ist. Hat auch hier die Umsetzung reibungslos funktioniert? Profitiert das Spiel von DS-spezifischen Features und kann es sich auch heute noch einen festen Platz in jeder Sammlung sichern? Wir haben uns dem Titel angenommen und berichten in unserem aktuellen Test, was wir während unserer Testphase erleben durften!

Nachdem man sich das wenige Sekunden andauernde Intro zu Gemüte geführt hat, in welchem Diddy und Freunde sich das erste Mal präsentieren, landet man in einem schlicht gehaltenen Hauptmenü, in dem man nun einen von drei Spielständen einrichten kann. Hat man sich entschieden, so geht es weiter zur Auswahl der Spielmodi: Ob Multi- oder Singleplayer, beides ist von Beginn an vorhanden. Werfen wir zuerst einen Blick auf den Einzelspieler, so hat man die Möglichkeit, zwischen einem einfachen, schnellen Rennen zu wählen oder ein neues Abenteuer zu starten. Klickt man an, das Herzstück des Moduls anzugehen, so gelangt man in die Fahrerauswahl, wo bereits jetzt acht verschiedene Fahrer – darunter der namensgebende Diddy Kong und weitere seiner Freunde – zur Auswahl stehen. Hierbei ist zu beachten, dass jeder Charakter bestimmte Vor- und Nachteile mit sich bringt, wenn man sich auf ein bestimmtes Gefährt schwingt. Zwar wird nun in eine recht gehaltlose Story eingeführt, diese ist jedoch im späteren Verlauf eher Nebensache. Dennoch trifft man immer wieder auf einen großgewachsenen Freund mit dem Namen Taj, der noch einige Male auftritt. Bei ihm gilt es auch, sich das erste Mal hinter ein Steuer zu klemmen, einen Namen für das Profil festzulegen und sich für ein Fahrersymbol zu entscheiden, welches per Stylus entworfen werden kann.

Zu Beginn hält uns unser blauer Freund erst einmal ein wenig auf Trab, indem wir ein kleines Wettrennen gegen ihn bestreiten und natürlich auch gewinnen müssen, bevor das große Abenteuer beginnen kann. Da man im weiteren Spielverlauf mit drei verschiedenen Vehikeln an die Startlinie rollen, schweben und fliegen wird, trifft man Taj auch mindestens genauso oft – immerhin gilt es erst, sein Fortbewegungsmittel kennenzulernen, bevor man damit antritt. Ist dies erledigt, so haben wir einen Luftballon erhalten, der die Wege zu den ersten richtigen Fahrten öffnet. Ähnlich wie bei Super Mario 64 DS, bekommt man auch hier für eine abgeschlossene Aufgabe ein kleines Geschenk in Form eines solchen Ballons. Die Anzahl der bereits ergatterten Luftballone bzw. Rennen öffnet dann eine neue Türe, hinter welcher wieder neue Errungenschaften auf ihre Aneignung brennen. So hat man eine Art Oberwelt, in welcher man sich frei bewegen kann, von welcher aus man allerdings auch in sehr kurzer Zeit zu den einzelnen Meisterschaften vorstoßen kann.

Wie bereits angesprochen, hat man die Möglichkeit, sich für eine von drei verschiedenen Fahrzeugen zu entscheiden: Hovercraft, Flugzeug oder Kart. Dies funktioniert allerdings nur beschränkt, da nicht frei gewählt werden kann, ob man bei Abenteuer A bspw. mit dem Flugzeug an die gestrichelte Linie gleitet oder lieber mit einem klassischen Go-Kart heran rollt.

Einzelne Rennen an sich laufen immer gleich ab, auch wenn die Areale meist stark im Kontrast stehen. Demnach tummelt sich unser Protagonist mit sieben weiteren Fahrern auf einer von mehr als zwanzig verschiedenen Strecken, darunter schöne Strandlandschaften und klirrend kalte Eislevel, und rast drei Runden lang darum, den ersten Platz zu ergattern. Denn nur für einen vollen Erfolg wird man mit einem kleinen goldenen Ballon belohnt. Ab und an, erwartet uns auch ein mehr oder minder anspruchsvoller Bosskampf, durch welchen ein kleines Stück mehr Ruhm errungen werden kann.

Viele kennen „Diddy Kong Racing“ mit Sicherheit schon vom Nintendo 64. Der DS bietet jedoch mehr Möglichkeiten, die man um jeden Preis - koste es, was es wolle – implementieren wollte! Genau hier liegt auch das größte Manko des eigentlich bisher so überzeugenden Funracers. Anstatt den Touchscreen nur dort einzusetzen, wo die Kosten-Nutzenrechnung auch wirklich aufgeht, hat man ihn dafür verwendet, einen Blitzstart einzuleiten, indem man mit dem Stylus den Reifen oder den Propeller des Flugzeugs auf dem unteren Bildschirm andreht. Dass hierdurch ungemeine Hektik entsteht, hatte man wohl nicht bedacht. Lediglich das Pusten in das Mikrofon, für einen Blitzstart mit dem Hovercraft, funktioniert ohne weitere Probleme.
Kleinere Mini-Spiele, wie etwa das Sammeln von Münzen oder das Zerballern von Gegenständen laufen zwar auch per Stylus ab, da hier aber kein Fahrbetrieb herrscht, bringt man diese Aufgaben auch ohne das Eingehen von Kompromissen unter einen Hut.

Steuerung:
Im Grunde entspricht die Steuerung während eines Rennens so ziemlich dem, was man sich als verwöhnter Spieler wünscht. Natürlich ist die Navigation mithilfe des Steuerkreuzes vor allem, wenn man im Cockpit des Flugzeuges unterwegs ist, nicht mit der Komfortablität eines Analogsticks zu vergleichen, den man auf dem Nintendo 64 noch huldigen konnte, dennoch klappt der Rest sehr gut und von Beginn an ohne Probleme. Leider gibt es hier auch einen großen Kritikpunkt, der bereits im Fließtext angesprochen wurde: Vor einem Rennen gilt es, sinnlose Aktionen mit dem Stylus zu erledigen, um einen Blitzstart zu erreichen, was der Wertung de facto einige Punkte kostet.

Grafik:
Für die Verwöhnung der gestressten Augen ist in jedem Falle gesorgt. Wer Diddy bereits auf dem Nintendo 64 über die Piste heizen ließ, bekommt im direkten Vergleich eine deutlich schärfere, gewohnt kunterbunte Darstellung geboten. Auch die Aufteilung des Geschehens auf die zwei verfügbaren Bildschirme ist schlüssig und so bekommt man zum Zeitpunkt des Rennens auf dem unteren Schirm eine Karte angezeigt, von welcher es zwei verschiedene Varianten zu bestaunen gibt, während sich auf dem oberen Screen das Getummel der kleinen Racer abspielt.

Sound:
Hier gibt es nichts zu meckern! Zwar ist die musikalische Untermalung – wie so oft – hier reine Geschmackssache, dennoch ist zu loben, dass es keine Ohrwurmgefahr gibt und auch ansonsten hier jede Menge Abwechslung wartet.

Features:
Auch nach dem Hauptspiel gibt es (fast) immer etwas zu tun. So gibt es auch für Besitzer der Nintendo 64 Variante noch einige kleinere Aspekte, aufgrund welcher man einen Kauf in Betracht ziehen kann. Hier wären beispielsweise neue Charaktere oder Strecken, sowie die Möglichkeit, sich eine eigene Strecke zu schustern. Ferner besteht die Option, das Rumble Pak für den Nintendo DS anzuschließen.

Multiplayer:
Wie auch schon die aktuelle Funracerreferenz Mario Kart DS, so kommt auch Diddy Kong Racing mit einem überzeugenden Onlinemultiplayer daher. Bevor wir auf diesen näher eingehen, wollen wir jedoch ansprechen, auf was man sich auch dann freuen darf, wenn man keine Anbindung an ein kabelloses Netzwerk besitzt. So gibt es, wie es bei vielen Spielen auf dem Doppelschirmer der Fall ist, wieder einen Mehrspielermodus, der mit bis zu sieben Freunden bestritten werden kann, wenn jeder ein eigenes Spielmodul sein Eigen nennen kann, es besteht aber auch die Möglichkeit, via Download-Play wichtige Daten an einen Mitspieler zu senden, der keine eigene Fassung des Spiels zu Hand hat. Insgesamt dürfen sich auch hier bis zu sieben Spieler an heißen Rennen erfreuen, wenn ein Achter den Titel besitzt.

Wer gerne auch mal eine Partie per WiFi austragen will, bekommt eine Mario Kart ähnliche Strukturierung zu Gesicht, bei welcher man neue Freundescodes in die entsprechende Liste eintragen oder auf die Suche nach unbekannten Spielern gehen kann. Hierbei kann noch vor dem Rennen entschieden werden, wie viele Kontrahenten sich später auf der Strecke befinden sollen. Ebenfalls positiv hervorzuheben ist die Tatsache, dass man die aktuellen Statistiken seiner eingetragenen Freunde jederzeit abrufen und sie mit den eigenen vergleich kann und die Möglichkeit hat, sich darüber zu informieren, ob ein Bekannter in diesem Moment möglicherweise sogar auf Achse ist.

Fazit:
Leider erscheint mit „Diddy Kong Racing DS“ kein Titel, der unser geliebtes Mario Kart vom Thron der Funracer stoßen kann. Es ist schade, dass hier so viel Potential durch die miserable und zwanghafte Umsetzung des Touchscreen-Features verschenkt wurde, wodurch bei einem jeden Start eine gehörige Portion Frust den Spieler durchfährt. Ferner fällt der sehr geringe Schwierigkeitsgrad sofort ins Auge, der die Spielzeit auf einige wenige Stunden reduziert. Dass Concer und Banjo ganz einfach wegrationalisiert wurden ist auch alles andere als erfreulich! Besonders positiv macht sich jedoch der Multiplayer, der kaum Wünsche offen lässt und auch nach Wochen noch einmal auf eine Runde mit bis zu sieben Freunden oder Fremden einlädt. Unterm Strich macht der Rare-Titel zwar eine gute Figur, der durch den genialen Multiplayer einige technische Mängel wettmachen kann, jedoch einige Schritte weit vom Thronhalter Mario Kart entfernt weilen wird.

Max Zeschitz für PlanetDS.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
73%
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 1 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Grundsätzlich in Ordnung, wenn man den TS außen vor lässt. Innovationsfaktor:
++---  (2 von 5 Sternen)
Der Multiplayer ist wirklich schön, den Touchscreen hätte man aber außen vor lassen sollen!
Grafik

Bunt und schön.
Sound

Alles im grünen Bereich.
Spielspaß

Der Stylus macht uns einen Strich durch die Rechnung!








Details
Spielname:
Diddy Kong Racing DS

Publisher:
Nintendo

Developer:
Rare

Genre:
Fun-Racing

Release:
07.20.2004 (erschienen)

Multiplayer:
ja, auch online

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (5)

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