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Point Blank


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Point Blank - Review vom 29.01.2007

Der DS – ein Handheld unbegrenzter Möglichkeiten. Er wurde entwickelt, um den alteingesessenen Handheldmarkt vollkommen umzukrempeln. „Innovation auf allen Gebieten“ hieß das Motto und Nintendo bescherte seinen treuen Fans, neben den bereits proklamierten Doppelbildschirm, Touchscreen, Mikrofon und Wi-Fi Connection. Das Tor für perfekte Umsetzungen verschiedener Spielegenre wurde geöffnet und dem Einfallsreichtum der riesigen Softwareschmiede so gut wie keine Grenzen gesetzt. Es kamen Spiele wie Kirby: Amazing Mirror oder Wario Ware: Touched und alle wollten sie beweißen, zu was der DS fähig ist.

Was nun folgt, ist ein weiterer Anwärter, der sich den Stylus eigen gemacht hat und durch seine charmante Art und Weise versucht, einen glorreichen Namen auf Nintendos Handheld zu machen. Die Rede ist von „Point Blank DS“ und wir haben dieses Review der Frage gewidmet, inwiefern Atari diesen Vorsatz in die Tat umsetzten konnte.

Die Mischung macht’s – oder nicht?!
Erst einmal vorneweg: Was einem hier geboten wird, ist eine reinrassige Minispielsammlung der besonderen Art. So wird man als hart gesonnener DS-Zocker insgesamt mehr als 40 Minispielen gegenüberstehen, in welchen man größtenteils die Aufgabe bekommt, mithilfe des Stylus auf Banditen oder anderes Gesocks zu schießen. Manch einem wird dieses Spielprinzip schon von den Vorgängerteilen auf der PSOne bekannt sein, nur diesmal bedient man sich anstatt der Lighting Gun des Stylus von Nintendos Vorzeigehandheld. Mit diesem gilt es, in einer bestimmten Zeitspanne, alle geforderten „Zielscheiben“ durch eine gut platzierte Berührung des Touchscreens zu eliminieren.

Untergliedert ist „Point Blank DS“ in den Arcade-, Duell-, Spielemuseum-, Freies Spiel- und Hirnmassagemodus. Dabei begegnen einem unterschiedliche Schwierigkeitsstufen, von Anfänger bis hin zu Profi, und in allen von diesen gilt es immer wieder, den vorgesetzten Highscore zu knacken, schwieriger wird es nur durch das immer härtere Zeitlimit, welches dem Spieler mit voranschreitender Erfahrung gestellt wird. Für Personen, die solch einen Kampf um die begehrten Zahlen lieben, ist dieses Spiel auf jeden Fall eine Überlegung wert. Alle anderen werden nach kurzer Zeit ins Schnaufen geraten, denn „Point Blank DS“ lebt geradezu nur von den selbst gemachten Statistiken. So ist es gar nicht mal so unwahrscheinlich, dass es einem deshalb nach einer Weile etwas langweilig zumute werden kann, denn außer den anzueignenden Titeln und freispielbaren Minispielen, welche sich aber nicht aus dem Gesamtkonzept lösen, bietet das Spiel nicht sehr viel Abwechslung.

Eine lustige Idee ist jedoch der Hirnmassagemodus, welcher vollends auf der Welle der gefragten Gehirnjogger mitschwimmt. In diesem könnt ihr euch unter anderem in den Disziplinen Zielsicherheit, Adlerauge, Mentale Konzentration, Schieß oder Stirb!, Spür den Rhythmus oder auch Bist du gestresst? widmen. Am Ende jeder Runde erfährt man dann, inwiefern die Fähigkeiten Genauigkeit, Präzision, Urteilskraft, Reaktion und Aufmerksamkeit bei einem selbst vorhanden sind und erhält passend zum Gesamtergebnis einen individuellen Titel. Scharfschützenlehrling, Schneeballkämpfer, Vollmundiger Kellner oder auch Ringender Kosmetiker wären nur einmal als Beispiel von 100 verschiedenen Rängen anzuführen.

Im Arcade-Modus kann man eine Auswahl verschiedener Minispiele in unterschiedlicher Schwere daddeln, wobei auch hier die Jagd auf den bestmöglichen Highscore entscheidend ist. Des Weiteren stellt das, ebenfalls auf der DS-Karte vorhandene, Spielemuseum alte Klassiker aus Automatenzeiten für alle Retrofans bereit. Cracky Crab, Cosmo Gangs, Gator Panic oder auch Shot Away II sind Games, welche man in dieser Kategorie erwarten darf.


Steuerung:
Die innovative Steuerung von „Point Blank DS“ ist definitiv eines der Pluspunkte der Minispielsammlung. So wird man als Spieler komplett auf Touchscreensteuerung umsteigen und seine Ziele durch penetrantes Drücken auf den kleinen Bildschirm in die Tat umsetzen. Wer sich den DS wegen dieser Fähigkeit zugelegt hat, der sollte auf jeden Fall einen Blick auf das Spiel wagen, denn in dieser Kategorie punktet es einfach voll und ganz.

Grafik:
Hier stellt sich immer wieder die Frage, was man optisch von solch einem Genre erwartet. Die einen werden sagen, dass es bei dieser Art von Spielen nicht auf Detailreichtum ankommt, andere argumentieren, auch bei solchen Klassikern auf dem DS eine durchaus akzeptable Grafik sehen zu wollen. Sicherlich steckt in jedem Standpunkt ein kleiner Funke Wahrheit. Bei dem aktuellen Spiel aus dem Hause Atari kann man zumindest sagen, dass der DS nicht an seine Leistungsgrenzen gelangt. Inwieweit das jedoch ausschlaggebend auf das Spielvergnügen eines jedem selbst ist, muss man für sich entscheiden. Mit hart gesonnener und voller Specialeffects strotzender Grafik sollte man jedoch nicht rechnen.

Sound:
Wenn es etwas gibt, was einem bei diesem Spiel mächtig gegen den Kranz schlagen kann, dann ist es wohl die musikalische Untermalung. Unausgereifte Klänge dringen ununterbrochen aus den Lautsprechern des DS und entweder wollten die Entwickler damit erreichen, dass man wie von der Tarantel gestochen mit den Stylus auf den Touchscreen einkloppt, oder sie haben einfach zu wenig Mühe in melodischere Lieder und Effektsounds gesteckt. Schlecht wäre bei diesen Klängen noch geschmeichelt.

Features:
Von den verschiedenen Modi mal abgesehen, die ja bereits schon oben zu Genüge geschildert wurden, bietet „Point Blank DS“ neben dem Singlekarten-Spiel von bis zu zwei Spielern, verschiedene freispielbare Minigames und Gehirnmassagentests. Auch für Sammelfreaks wurde etwas Spannendes integriert: 100 Titel und Ränge, welche man ergattern kann. Es wurde in jeder Hinsicht versucht, die Spielzeit möglichst hoch zu halten, auch wenn es wegen der monotonen Minispiele nicht vollends gelungen ist.

Fazit:
Zugegeben: Anfangs hatte mich dieses Spiel wirklich überzeugen können und man dachte sogar für einen Moment daran, einen würdigen Wario Ware: Touched!-Nachfolger in den Händen zu halten. Doch schon nach weniger Zeit bemerkte ich, dass ich mich getäuscht hatte. Mangelnde Abwechslung machte schnell auf sich aufmerksam und die musikalische Untermalung konnte nicht mal mit 0815-Versionen von anderen Spielen mithalten. Anstatt der eigentlichen Aufgabe, nämlich der Steigerung von Spielvergnügen nachzugehen, erfüllen sie eher die Pflicht, alles Mögliche daranzusetzen, um einem als Spieler zum Lautstärkeregler greifen zu lassen. Des Weiterem strotzt dieses Game geradezu von wildem Herumgetippe auf dem Touchscreen und alle, die auf eine mannigfaltige Minispielsammlung hofften, muss ich an dieser Stelle leider enttäuschen. Sie sollten lieber ihre Finger von dem Spiel lassen, denn insgesamt führt es wohl doch eher zu einem ernüchternden Ergebnis. Ballerfreunde könnten hingegen mit dem "Touchscreen-Killer" ihre wahre Freude haben.

Elisabeth Grunert [Liese] für PlanetDS.de

Vielen Dank an Atari für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
67%
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Gelungene Touchscreensteuerung von Anfang bis Ende. Innovationsfaktor:
+++--  (3 von 5 Sternen)
Touchscreeneinlagen vom allerfeinsten, jedoch sonst keine weiteren DS-Features genutzt.
Grafik

Kein Überflieger aber zweckmäßig.
Sound

Musik und Effektsounds gehen einem beim Spielen einfach tierisch auf den Nerv.
Spielspaß

Minispiele, die sich vom Aufbau sehr ähneln, lassen schnell Langeweile ins Spiel einkehren.








Details
Spielname:
Point Blank

Publisher:
Atari

Developer:
Atari

Genre:
Geschicklichkeit

Release:
06.20.2112

Multiplayer:
ja

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (6)

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