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Emily Erdbeer - Erbeerlandspiele


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Emily Erdbeer - Erbeerlandspiele - Review vom 12.12.2006

Kindern wird ja von Kleinauf beigebracht: Obst und Gemüse ist wichtig! Da stecken Vitamine drin, wichtige Nährstoffe und wachsen soll man davon auch. Was anscheinend auch in Fruchtzwergen stecken soll, soll aber eindeutig besser sein, wenn man es frisch isst. Nichtsdestotrotz brauchen Kinder auch Vorbilder, und die gibt es! Es gibt Fahrradhelmi, Ampeli, Beim-über-die-Straße-gehen-Rechts-und-Links-schauen-Männli und so weiter und so fort. Und warum sollte es diese dann nicht auch bei den gesunden Obst- und Gemüsesorten geben? Es gibt zwar keinen Gurkenmännchenheld (mal abgesehen von „Kevin“ aus Spongebob), aber es gibt doch einige Vorbilder. Bestes und neustes Beispiel: Emily Erdbeer. Wir haben uns ins quietschbunte Erdbeerland begeben und begleiten Emily und ihre Freunde auf ihrer Reise!

Vorerst: Emily Erdbeer ist natürlich keine Erdbeere. Emily ist viel eher ein kleines, junges und ganz normales Mädchen, das lediglich eine besondere Vorliebe für Erdbeeren besitzt. Das einzige, was an ihr und ihren Freundinnen eventuell komisch ist, dass sie allesamt in „Erdbeerland“ leben, aber Fantasie-Länder gibt es ja in Kindergeschichten, -büchern, etc. grundsätzlich. „Emily Erdbeer – Erdbeerlandspiele“ handelt also von Emily und ihren Freunden und Freundinnen, die unbedingt ihre Freundschaft feiern wollen, indem sie an dem Lieblingsevent des Erdbeerlandes, den sogenannten Erdbeerland-Spielen teilnehmen. Es soll ein Nachmittag voller Wettkämpfe, Spiele und natürlich Desserts werden! Alles wäre beerig süß, wäre da nicht die eingebildete Pfefferminzdiva.
Diese will nämlich um jeden Preis gewinnen und mogelt bei den Wettbewerben. Die Mädchen wollen ihr jetzt eine Lektion in Sachen Bescheidenheit erteilen, indem sie durch Fairness haushoch gewinnen. Und Emily wird dafür schon sorgen! Zunächst als eine Sammlung aus Minispielen eingeschätzt, versteckt sich hinter den „Erdbeerlandspielen“ mehr als nur eine Anreihung langweiliger Kurzspiele. Das Ganze wird allein schon mit dem Hintergedanken des Besiegens der Schummellieschens Pfefferminz für die Kleinen attraktiv dargestellt und lehrt ihnen gleichzeitig eine Lektion in Anstand. Natürlich lässt sich ein Spiel nicht nur dadurch bewerten, weshalb wir in den folgenden Zeilen genauer auf das Spiel eingehen wollen.

Das Wettkampfgelände der Erdbeer-Spiele ist in vier Bereiche eingeteilt: Es gibt das Dessert-Gelände, das Ballon-Gelände, den Bananensplitstrand und das Sahne-Gelände. In jedem einzelnen Bereich gibt es verschiedene Disziplinen und Minispiele, wobei die Anzahl der Spiele hierbei von Bereich zu Bereich variiert - mal gibt es nur ein Spiel, dann mal drei oder auch nur zwei.
Insgesamt gibt es jedoch 8 verschiedene Aktionsfelder, die meisten davon sind Minispiele mit mehreren Levels, deren Schwierigkeitsgrad mit dem Aufsteigen zunimmt. In all diesen Spielen wird an erster Stelle die Geschicklichkeit der Kleinen auf die Probe gestellt und von dem Ballon-Rennen bis Lakritzhüpfen gibt es hier wirklich allerhand verschiedenes. So muss man zum Beispiel beim Berühren der Beeren einfach nur die aus den Löchern auftauchenden Beeren mit dem Touchpen berühren, um diese einzusammeln. Zu beachten ist hierbei, dass man keine der kleinen Hörnchen treffen darf, sonst gibt es Abzug. Bei diesem Spiel ist zum Beispiel der klare Bezug zum bekannten „Wacko“, für viele unter dem „Hau die auftauchenden Wiesel mit dem Hammer kaputt“-Spiel bekannt, welches auch schon in anderen Videospielen zu genüge auftauchte.

Aber auch die anderen Spiele testen die jüngsten Videospieler. So muss man zum Beispiel beim Ballon-Rennen Luftballons so platzieren, dass Emily darauf springen kann, um so möglichst schnell und am besten vor Pfefferminzdiva ans Ziel zu gelangen. Nebenher muss man hier noch aufpassen, dass man nicht von einem der heruntergeworfenen Bälle getroffen wird, was vor allem in den späteren Levels tatsächlich eine richtige Herausforderung sein kann. Ein anderes Beispiel für eines der Minispiele ist das Lakritzhüpfen. Hier muss man via Touchpen Lakritzstücke von einem Stapel nehmen und diese auf einem Fluss platzieren, sodass das eigene Haustier dadurch von einem Stück zum nächsten springen kann und so nicht untergeht.

Nach erfolgreichem Abschluss eines Levels steigt man entweder ein Level auf oder kann das Minispiel beenden. Nach Beenden des Spiels gelangt man zum Wertungsbildschirm, auf dem nach Abschluss eines jeden Rennens Emilys Wertung angezeigt wird. Der obere Bildschirm zeigt eine Aufstellung über ihre Zeit und die auf dem Weg eingesammelten Boni, der Touchscreen hingegen zeigt eine Rangliste und die Ergebnisse der anderen Teilnehmerinnen. Nach dem Wertungsbildschirm wechselt das Spiel zum Belohnungsbildschirm. Hier spuckt ein so genannter Ticketautomat je nach Wertung eine bestimmte Anzahl von Tickets aus. Natürlich gilt hier: Je besser, desto mehr.
Wer bei einem Minispiel sogar Pfefferminzdiva vom ersten Platz vertreibt, erhält am meisten Tickets. Auch für das Einsammeln von Objekten gibt es natürlich Emily-Tickets. Doch was wären Emily-Tickets, wenn man damit nicht irgendetwas anstellen könnte? Und was wäre ein Dessertstand, wenn man hier nichts kaufen könnte? Richtig: Gar nichts, deswegen haben die Entwickler dies auch geschickt verknüpft. Sobald man Emily-Tickets gewonnen hat, kann man den Dessertstand besuchen, um die Tickets gegen Zutaten einzutauschen. Allerdings handelt es sich hierbei nicht um ein simples „Wähl-mich-aus-und-kauf-mich“-Prinzip, die Spielerin muss nach der Auswahl eines so genannten „Boosters“ (später dazu mehr) zunächst einmal dieses etwas backen. Dies geschieht durch einen völlig interaktiven Vorgang, bei dem man mit dem Touchpen einige Figuren auf dem unteren Bildschirm nachfahren muss. Wer das mit Bravour meistert, bekommt gleich zwei Booster. Booster ist hier ein Synonym für Bonus-Item. Mit diesen Boosters kann man sich in den einzelnen Minispielen oder Rennen einen Vorteil verschaffen, beispielsweise durch erhöhte Schnelligkeit, doppelte Sprungkraft, usw. Je nach Leistung des Boosters kostet dieser natürlich unterschiedlich viele Emily-Tickets.

Steuerung:
Bereits die Rückseite des Spiels verspricht eine Nutzung der „neusten Fähigkeiten des Nintendo DS“. Mit diesen neusten Fähigkeiten ist hauptsächlich der Touchscreen gemeint, denn dieser wird wohl während des Spielens am meisten zum Einsatz kommen. Die komplette Menüsteuerung kann zwar auch mit den normalen Tasten durchgeführt werden, entpuppt sich allerdings mit dem Touchscreen als weitaus einfacher. Abgesehen vom Hin- und Herlaufen zwischen den einzelnen Bereichen kann man den Rest des Spiels mit dem Touchpen erledigen, besonders bei den Minispielen ist dies gut gelungen. Kindern fällt es durchaus einfacher, die Spiele via Touchscreen als mit verwirrenden Tastenkombinationen zu lösen, und nebenbei macht es sogar für die ältere Fraktion mehr Spaß – Pluspunkt in Hinsicht Kinder- und Benutzerfreundlichkeit!

Grafik:
Das Auge isst ja bekanntlich mit, aber wie ist es beim Spielen? Spielt da das Auge die Hauptrolle? PSP-Fanboys und Next-Gen-Grafikfetischisten werden jetzt laut „Ja!“ schreien, die Nintendo Anhänger sind hingegen eher für den Wunsch nach Innovation bekannt. Leider kann auch Emily Erdbeer in Sachen Grafik wenige Punkte sammeln, die Hintergründe sind zwar optisch schön dargestellt, allerdings ist die Hauptperson total verpixelt und trübt dadurch leider das Hauptbild, sodass es hier eine schlechte Bewertung geben muss. Da hätte uns und sicherlich auch den jüngeren Spielerinnen eine schöne, wohltuende 2D-Grafik besser gefallen.

Sound:
Das Spiel, bzw. die Außenwelt (also nicht die Minispiele) wird durchzogen von einem etwa 8-sekündigem Jingle, dass man in einer ewigen Dauerschleife zu hören bekommt. Spätestens nach 30 Sekunden kriegt man hier Ohrenbluten, wenn man nicht sowieso schon abgeschreckt ist von anderen, ähnlich schrecklichen Melodien. Ich weiß ja nicht, wer die These in den Raum geworfen hat, dass Kleinkinder einen schlechten Musikgeschmack haben – aber das haben sie definitiv nicht, liebe Videospielmusikproduzenten!

Features:
Welche Features bietet ein Spiel, das im Prinzip nur aus Features, den Minispielen, besteht? Eine Frage, deren Lösung zu Recht hintergangen werden muss. Und die Antwort lautet: Einiges! Allein schon die Spielanleitung ist der absolute Wahnsinn. 204 Seiten Informationen, Hilfen, Tipps, Erklärungen, Beschreibungen und notwendigen, spielrelevanten Fakten pro Sprache in insgesamt drei verschiedenen Sprachen, darunter Englisch, Spanisch und auch Deutsch. Das Ganze dann noch in Farbe mit anschaulichen Screenshots und einfachem Text, den auch Leseanfänger leicht verstehen können. Falls der Spieler oder die Spielerin selbst noch nicht lesen kann, springt hierfür halt Mutti oder Papi ein. Insgesamt bietet das Spiel selbst neben den drei oben genannten auch noch weitere drei Sprachen, leider gibt es aber nur einen Spielstand. Die Idee mit dem Dessertstand und den Emily-Tickets ist jedoch eine sehr gelungene und treibt den Dauerspaß und die Motivation bei den Kleinsten schnell nach oben. Zudem bietet das Spiel noch einen Multiplayer, mit welchem man sich mit zwei Modulen und zwei Systemen vergnügen kann.

Fazit:
Emily Erdbeer ist ein durchgehend freundlich dargestelltes Spiel, das nicht nur durch eine Anreihung von Minispielen besticht. Auf dem Weg die Pfefferminzdiva zu schlagen, muss sich Emily mit der Hilfe ihrer Freunde ganz nach oben schlagen, um dem hinterlistigen, fiesen Mädchen eins auszuwischen. Die einzelnen Spiele werden ausführlich erklärt, sind jedoch beim ersten Mal lesen nicht direkt zu verstehen, hierbei muss man also einfach nach dem Motto: „learning by doing“ vorgehen! Der einzige Nachteil, der das Spiel bietet: Es ist nicht geeignet für Kinder, die noch nicht lesen können. Sehr viel Text und eine umfassende, teilweise notwendige Anleitung werden benötigt, um das Spiel voll und ganz zu verstehen. Wer hier als Elternteil bei seinen Jüngsten aber über die Schulter schaut, kann ebenso ziemlich behilflich sein.
Ein weiterer Faktor ist der in den höheren Levels ansteigende Schwierigkeitsgrad, der für kleinere durchaus irgendwann frustrierend werden könnte. Da dies jedoch auch immer vom Spieler oder der Spielerin abhängt, kann man hier kein reguläres Maß festmachen. Auch bei diesem Titel gibt es keine Wertung, da es sich schwer mit einem Spiel für ältere Spieler vergleichen lässt. Fans von Emily werden an diesem Spiel sicherlich Gefallen finden, alle anderen sollten wohl eher auf andere, kindgerechte Spiele zurückgreifen.


Nicolas Reinhart für PlanetDS.de

Vielen Dank an die Borgmeier Agentur für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
keine
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Touch it! Innovationsfaktor:
+++--  (3 von 5 Sternen)
Touch- und Doublescreen, zusätzlich kleiner WLAN-Gebrauch, ansonsten nichts.
Grafik

Unsaubere Mischung aus 2- und 3-D.
Sound

Schnipp, schnapp, Ohren ab!
Spielspaß

Für die jüngeren (!) Fans ein Hit, für den Rest nur Mittelmaß.








Details
Spielname:
Emily Erdbeer - Erbeerlandspiele

Publisher:
The GAME Factory

Developer:
DIC

Genre:
Sonstiges

Release:
06.20.2310

Multiplayer:
ja

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (6)

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