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SpongeBob: Kreatur aus der krossen Krabbe


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SpongeBob: Kreatur aus der krossen Krabbe - Review vom 07.12.2006

Etwas, dass in unregelmäßigen Abständen wieder kommt, nennt man Ereignis. Es kommt immer wieder, es verfolgt uns, es ist fast so schlimm wie Valentinstag, mit dem einzigen Unterschied, dass Valentinstag nur einmal im Jahr ist. Dieses etwas kommt mehrmals im Jahr, ja, sogar des Öfteren in großen Schüben und es sind keine Panikattacken. So auch dieses Mal. Man könnte ihn als den Mario der THQ-Spiele betiteln, wobei ans des Klempners hier protestieren werden, da man Gott ja nicht mit einem Normalsterblichen vergleichen kann. Und wie sieht’s mit einem Schwamm aus? Richtig, das „Übel“ heißt Spongebob Schwammkopf, ist gelb, und bringt dieses Mal einige Freunde mit. Wie schlägt sich und vor allem was ist „Die Kreatur aus der Krossen Krabbe“?

Spongebob Spiele stechen ja irgendwie schon aus der Menge der Lizenzspiele hervor. Ich kenne nur wenige Third-Party-Titel, die am Rand der Packung eine schöne grafische Darstellung anstatt des lieblos hin geklatschten Titels haben. Aber egal – was uns viel mehr interessiert, als die Packung, ist der Inhalt des Ganzen. Das übliche allgemeine Heftchen zur Gesundheit bei Videospielen von Nintendo, sowie die (erstaunlich dünne) Anleitung lassen wir links liegen und stürzen uns auf das, was sich im rechten Teil befindet: Das Modul. Ab damit in den DS unseres Vertrauens und angeschaltet. Musikalisch macht der Titel direkt einen guten Eindruck, begrüßt wird man als Spieler nämlich mit einem vertrauten und grölenden „Tadaaa!“ und der kurz darauf folgenden Auswahl der Sprache – hier stehen vier zur Verfügung, neben Deutsch auch Englisch, Französisch und Holländisch. Der Einfachheit halber empfehlen wir, in diesen Landkreisen die deutsche Version zu spielen. Nach den üblichen Einblendungen (Nick GAMES, THQ, etc.) erscheint die vertraute Stimme noch mal mit einem einläutenden „Hellooooo Spongebob Fans!“ und ein „Hier Berühren“ erscheint auf dem Touchscreen. Wer das noch nicht kapiert, der wird von dem lieben Spongebob mit seinem überaus tollen Zeigefinger nochmals drauf hingewiesen. Genug der Nonsense-Fakten, auf geht’s ins Abenteuer! Doch wer verbirgt sich eigentlich hinter der ominösen Kreatur aus der Krossen Krabbe? Und warum zur Hölle hat Spongebob einen Führerschein? Fragen über Fragen, die hoffentlich mit folgender Storyerklärung beiseite gewischt werden.

Nacht in Bikini Bottom. In einem Traum kann alles passiere.! Ein Seestern kann zum Superhelden mutieren, ein Schwamm kann zum Kamikaze-Hot-Rod-Fahrer werden und ein Plankton kann die Welt beherrschen! Und genau das passiert in Spongebob Schwammkopf: Die Kreatur aus der Krossen Krabbe. Spiele als Spongebob, Patrick und Plankton und erlebe ihre unglaublichen Abenteuer in einer Vielzahl an Traumwelten. Und finde heraus, wessen Traum das ganze in Wirklichkeit ist…

Spongebob, ein Hot-Rod-Fahrer? Seesternmann? Plankton, der die Welt beherrscht? Wenigstens an der Behauptung, es handle sich bei dem Spiel um eine Anreihung von Traumwelten werden Fans nichts mehr auszusetzen haben. Dies bestätigt auch der Blick ins erste Level. In einem kleinen Introvideo bekommt Spongebob plötzlich von seiner Fahrlehrerin Mrs. Puff einen Führerschein mit seinem Namen in die Hand gedrückt, woraufhin diese mies gelaunte Meeresbewohnerin auf einmal verschwindet. Auch Spongebobs Führerschein scheint sich aus dem Staub machen zu wollen. Da kann Spongebob natürlich nicht tatenlos zusehen und eilt dem Lappen seiner Träume hinter her! In einem kurzen Dialog erklärt Mrs. Puff ihrem Schützling dann, was er tun muss, um den Führerschein wieder zu erlangen. Durch zahlreiche Tipps wird dem Spieler auch die Steuerung näher gebracht, auf die wir später weiter eingehen werden.

Dass sich Spongebob definitiv in einem Traum befindet, wird anhand des Topscreens nochmals deutlich. Hier wird ein schnarchender Spongebob in einer Traumwolke dargestellt, um ihn rum schwirren Angaben wie die Anzahl der vorhandenen Leben oder die Energie. Ein großer Teil der insgesamt 19 Level ist gleich aufgebaut. Man begibt sich (anders als in „Der Gelbe Rächer“ stets in 2D) von einem Ort zum nächsten, um verschiedene Gegenstände einzusammeln und durch Portale zu späteren Levelabschnitten zu gelangen. Je nach Charakter gibt es hier unterschiedliche Objekte zu finden, sei es ein Führerschein, Teile für das Hot Rod oder gestohlene Geldsäcke, die Bankräuber verloren haben. Pro Levelabschnitt gibt es maximal eines dieser Objekte, ohne das man nicht in den nächsten Abschnitt gelangen kann. Auf seiner Reise begegnet man auch noch diversen anderen Objekten und Gegnern. In jedem Abschnitt gibt es eine bestimmte Anzahl an so genannten „Schlafsamen“, welche es aufzusammeln gibt. Je nach Anzahl der bereits gesammelten Schlafsamen erhält man im Laufe des Spiels verschiedene Boni. Auch Gesundheitspunkte stellen eine wichtige Rolle dar. Wenn man einem Gegner zu nahe kommt oder von diesem getroffen wird, kann man hier seine Energie wieder aufpowern. Insgesamt kann der Charakter drei Gesundheitspunkte haben, er verliert also ein Leben, wenn er drei Mal von einem Gegner getroffen wird, ohne vorher einen Gesundheitspunkt zu finden. Doch auch bei den Gesundheitspunkten gibt es Unterschiede – es gibt gelbe und rote. Gelbe Gesundheitspunkte erhöhen die Anzeige um genau einen Punkt, rote erhöhen die komplette Anzeige – sind also nur sinnvoll, wenn man nur noch einen Punkt hat. Dies sind allerdings nur wenige der Objekte, die man auf seinem Weg durch die Traumwelten einsammeln kann, hin zu kommen auch noch Uhren, die einem den Countdown höher setzen, oder auch extra Leben, usw.

Stichwort: Gegner. Insgesamt 11 verschiedene Standardtypen von Gegnern weißt das Spiel auf, hin zu kommen noch Bankräuber und andere Sondergestalten. Jeder einzelne Gegner kann mit einem Tap auf den Touchscreen zunächst betäubt und später, wenn man ihn berührt, komplett eliminiert werden. Berührt man einen Gegner nicht rechtzeitig, kann es passieren, dass man verletzt wird und somit Energie verliert. Manche, zum Beispiel große Gegner brauchen mehr als nur einen simplen „Touch“. Hier kann es sein, dass man durchaus Geduld an den Tag legen sollte, wenn man mehrere Male hintereinander drauf“touch“en muss. Aber auch diese mehr oder minder große Hürde ist nach einer kleinen Eingewöhnungszeit passé.

Neben den Traumleveln bietet das Spiel noch eine weitere Sorte an Spielabschnitten. Während man bei den ruhigeren Levels auf dem Touchscreen nur den schlafenden Held sieht, werden bei den anderen, die etwa 1/3 der gesamten Level darstellen, beide Bildschirme voll genutzt. Der Touchscreen gilt hierbei als Zielbereich um Hindernisse zu beseitigen, so muss man zum Beispiel als Seesternmann Steine von einem Schienennetz beseitigen, damit der direkt anschließende Zug nicht durch diese entgleist. Auch kann es vorkommen, dass man mal mit Spongebob im Hot Rod oder gelegentlich auch im Flugzeug sitzt und Rennen absolvieren muss.

Steuerung:
Die Steuerung des Spiels ist mit Abstand das skurrilste, was die DS-Welt je gesehen hat. Wer dachte, Yoshi Touch & Go! wäre touchscreenlastig, hat sich getäuscht. Zwar wird nicht das komplette Spiel per Touchpen gesteuert, doch gibt es kein Level, in dem man seinen Charakter (sei es Spongebob, Patrick oder Plankton) nicht mit Hilfe des kleinen Stifts fort bewegt. Bereits am Anfang wird dem Spieler die Steuerung genaustes erklärt, doch trotzdem wird es einige Zeit dauern, bis man sich daran gewöhnt hat. Durch Schubsen des Spielers in eine Richtung, bewegt er sich in diese und hört nicht auf, bis er auf eine Wand oder einen Gegner trifft, oder man ihn mit Hilfe eines kurzen Schubsers zum Boden zum Stillstand bringt. Springen gestaltet sich ähnlich, mit Hilfe des Touchpens wird auch hier der Charakter einfach kurz nach oben gezogen, bewegt sich aber auch bei dieser Aktion weiter in die angegebene Richtung. Dies kann vor allem am Anfang sehr nervig sein, wer sich aber ein klein wenig Zeit nimmt, und das Spiel nicht direkt aus der Hand legt, kann auch an diesem sehr außergewöhnlichen Steuerungsstil Gefallen finden.

Grafik:
Der letzte Spongebob-Titel für den DS, „Der Gelbe Rächer“ hat gezeigt, zu was der DS und vor allem die Entwickler fähig sind. Entgegengesetzt aller Hoffnungen hat man den berühmten 2 ½D Stil nicht beibehalten und sich auf simples 2D geeinigt. Dass man hier allerdings nur GBA-Niveau geboten bekommt, darüber haben sich die Designer allerdings keine Gedanken gemacht. Zwar sind alle Level schön designt, doch vielleicht hätte man mit ein bisschen mehr Zeit auch hier noch etwas aus dem Spiel rausholen können. Zu unterstreichen sind jedoch die nach jedem Level erscheinenden kleinen Sequenzen, die gut ein Ausschnitt aus einer TV-Folge sein könnten. Auch die Nutzung der beiden Screens wurde (zumindest bei einigen) Levels, den hektischeren auf beiden Bildschirmen gut genutzt. In den simplen „Jump’n’Pull“, also den normalen Levels wird der Schwerpunkt ganz klar auf den Touchscreen gelegt. Der Topscreen dient hier nur zur Anzeige der Energie und anderen Fakten, sowie des aktuellen schlafenden Helden.

Sound:
Wem der Titelsong von Spongebob bereits zum Hals raushängt, der wird eventuell Gefallen an der Melodie dieses Spiels finden. Bis auf einige Ausnahmen ist dieser nämlich so gut wie nie zu hören. Stattdessen bekommt der musikbegeisterte Spieler ein und dieselben Midi-Melodien in ewiger Dauerschleife vorgedudelt. Eine Melodiefolge von 20 verschiedenen Tönen dann bis zu 999 Sekunden pro Level zu hören, kann mächtig stressen, so dass die meisten auch hier zum Soundregler greifen werden.

Features:
Mit was kann der Titel wirklich überzeugen? An vorderster Stelle stehen da ganz klar die Zwischensequenzen. Diese tragen zwar nicht aktiv zum Spielgeschehen bei, sind aber durchaus als nette Erweiterung des Spiels zu bewerten. Insgesamt drei Speicherslots und vier verschiedene Sprachen – daran ist auch nichts auszusetzen. „19 Level“ dürfte im ersten Moment wohl relativ kurz klingen, ist es aber nicht. Stattdessen ist der Schwierigkeitsgrad öfters so hoch, dass selbst richtige Profis verzweifeln werden. Dies ist besonders bei den actionreichen Levels auf zwei Bildschirmen der Fall. Vielleicht hätte man noch an verschiedene Schwierigkeitsgrade denken sollen, denn sonst kann es tatsächlich vorkommen, dass man vom Spiel einfach mal die Schnauze voll hat. Lediglich die Anleitung enttäuscht ansonsten dank schwarz-weiß Design und mickrigem Umfang ein klein wenig, allerdings hat man sich bei der Außen- und Innengestaltung des Covers wieder mächtig Mühe gegeben!

Fazit:
Was bleibt noch zu sagen? Voller Hoffnungen und Erwartungen legte ich „Die Kreatur aus der Krossen Krabbe“ in den SLOT-1 meines DS und wurde leider ein klein wenig enttäuscht. Wer mit einem würdigen Nachfolger des wirklich spaßigen gelben Rächers gerechnet hat, wird an diesem Spiel sicherlich keinen oder zumindest nur wenig Gefallen finden. Die außerordentlich verwirrende Steuerung wird vermutlich auch einen Großteil der potenziellen Käufer und Fans abschrecken, so dass diese vermutlich zu anderen, besseren Spongebob-Titeln greifen werden. Wer sich allerdings als Spieler einiges zutraut und auch Fan des gelben Schwamms ist, sollte sich den Titel ruhig mal etwas näher anschauen. Alle anderen, die von den vielen Frust-Spielen mehr als frustriert sind, machen am besten einen großen Bogen um „Die Kreatur aus der Krossen Krabbe“ – denn so erschlagend ist die Lösung, wessen Traum es tatsächlich ist nun auch wieder nicht…

Nicolas Reinhart für PlanetDS.de

Vielen Dank an THQ für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

WERTUNG:
61%
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Für den Großteil der Spieler wohl eher abschreckend als nützlich. Innovationsfaktor:
+++--  (3 von 5 Sternen)
Double- und Touchscreen – vielleicht hätte man weniger Wert auf letzteres legen sollen.
Grafik

GBA-Niveau und trotz allem nette Videosequenzen.
Sound

Noch nicht ganz Ohrenbluten, aber teilweise wirklich nervig.
Spielspaß

Trotz einiger Frust-Momente teilweise sehr netter Fan-Titel








Details
Spielname:
SpongeBob: Kreatur aus der krossen Krabbe

Publisher:
THQ

Developer:
THQ

Genre:
Jump 'n Run

Release:
06.20.0311

Multiplayer:


Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (7)

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