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Tomb Raider: Legends


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Tomb Raider: Legends - Review vom 17.11.2006

Nur wenige werden den Namen Toby Gard schon einmal gehört haben. Dennoch ist dieser Mensch unter anderem dafür verantwortlich eine der berühmtesten Videospielheldinnen geschaffen zu haben. Nachdem er verzweifelt einen akrobatischen Protagonisten für ein neues Adventure suchte, sagte der sich von der Männerdomäne im Videospiel ab und erschuf die mutige Archäologin Lara Croft. Graziös, akrobatisch und dessen ungeachtet treffsicher an der Waffe und mit einer ordentlichen Portion Kraft ausgestattet krempelte sie seit 1996 die Merkmale eines typischen Videospiels um. Die Mischung aus Kampfbraut und Pin-up-Schönheit mit einer Priese Indiana Jones hat einen ganz eigenen Charme und so wurde Lara Croft zu einer weiblichen Ikone im Videospielgeschäft.

Schon auf sämtlichen Konsolen und Handhelds hat die anmutsvolle Archäologin ihre Jagd nach mythischen Artefakten erfolgreich absolviert und im mittlerweile siebten Abenteuer war es an der Zeit für Neuerungen. Erstmals wurde das Spiel nicht von Core Design in England programmiert, sondern von der amerikanischen Entwicklerschmiede Crystal Dynamics.
Nachdem Tomb Raider Legends schon für sämtliche Heimkonsolen und für die PSP erschienen ist, war es nur eine Frage der Zeit, bis die Game Boy Advance und Nintendo DS Versionen folgten. Wir haben uns nun in das Abenteuer auf dem Doppelbildschirmer gewagt. Auch die Storyelemente wurden neu aufgesetzt und wir wollen euch nun eine kurze Zusammenfassung liefern:

I'm just a girl, what's my destiny?
Die Geschichte beginnt über dem Südsaum des tibetischen Hochlandes am Rande des Himalajas. Nach einem Flugzeugabsturz konnten die 9-jährige Lara und ihre Mutter in einem Tempelgrab Unterschlupf finden. Da die kleine Lara schon immer die Neugier mit Löffeln gefressen hatte, geschah das unvermeidliche Schicksal. Sie zog die Klinge eines Schwertes aus einem Stein, jener in einem Kreis aus Monolithen gestanden hatte. Ein mysteriöses Portal verschlucke ihre Mutter, die versuchte ihre nun eingeschüchterte Tochter zu retten. Seit diesem Zeitpunkt hat man nie wieder was von ihr gesehen.

Jahre vergehen und aus dem jungen Mädchen wurde die willensstarke und berühmte Archäologin. Richard Croft, der Vater von Lara will nicht damit Leben, dass seine Frau tot ist und ist überzeugt davon, dass sie noch Lebt. Während des Abenteuers entdeckt Lara einige Fragmente der mystischen Klinge Excalibur und stellt fest, was wirklich mit ihrer Mutter geschah. Ein neues Abenteuer gepaart mit Reisen durch die ganze Welt beginnt…


Ein erstes Lob vorab kann bei den Zwischensequenzen ausgesprochen werden. Ein speziell entwickelter Video-Codec sorgt nicht nur für bewegte Bildern, sondern auch für Sprachausgabe. Storyelemente werden somit sehr elegant eingebunden und erzeugen eine angenehme Atmosphäre. Nach der abenteuerlichen Einstimmung lenkt man ab sofort die Geschicke der Heldin. Die ersten Abschnitte sorgen dafür, dass man sich mit der Steuerung vertraut machen kann. Springen, klettern, hangeln will gelernt sein, denn Abstürze von hohen Klippen sorgen für unschöne blaue Flecken auf der holden Weiblichkeit.

Während man auf dem N-Gage eine komplette Umsetzung des allerersten Tomb Raider Abenteuers in der typischen 3D-Engine gezaubert hatte, ist man beim Nintendo DS andere Wege gegangen. Zwar nutzt man auch hier die Funktionen der Dreidimensionalität, doch schränkt man diese stark sein. Codewort 2,5D kommt hier bravourös zum Einsatz. So bewegt man sich von links nach rechts durch eine Polygonwelt und kann nur bedingt die Tiefen des Raums für Ausweichmanöver oder Sprungpassagen nutzen. Leveldesign und Struktur Spieltypisch so ausgelegt, dass zahlreiche Akrobatikeinsätze von Nöten sind, um ein Level zu meistern. Schwingen an Lianen, klettern auf Felsvorsprüngen oder an Klippen entlang hangeln, sind typische Elemente die nicht fehlen dürfen.
Das auf dem Nintendo DS Spielkonzepte meist anders aussehen, wird man auch bei Tomb Raider am eigenen Leib erfahren. Um die Funktionalität des Touchscreens zu integrieren, hat man ein ganz neues Spielkonzept ausprobiert. Wenn die Herzensdame sich einem Gegner nähert und von den Schusswaffen gebraucht macht, so springt das Spielgeschehen vom oberen Bildschirm auf den Touchscreen über. Die Gegner werden nun als angriffslustige Figuren auf dem Touchscreen auftauchen und je nach Waffe, die Lara derzeit in der Hand hat, kann man nun sein Glück durch Antippen der Widersacher versuchen. Ähnlich wie bei Lightgun-Spielen, kann man hier nun seine Opfer dem Gar aus machen. Sollten mehrere Gegner in Reichweite sein, so werden alle in verschiedenen Distanzen angezeigt und man sollte sich wohl überlegen, welchen der Antagonisten man als erstes umlegt. Ein nettes Features, was leider auch einige Tücken beherbergt. Denn es nimmt dem Titel einfach den Spielfluss, wenn spontan man von einem Klippensprung in den Angriff über geht und spontan auf dem Touchscreen herumtippen muss. Auch wurde das Features nicht konsequent genutzt, denn sollte ein Tier, wie ein Jaguar oder Tiger angreifen, kommt das Präzisionsschießen nicht zum Einsatz. Dann heißt es einfach mit der Waffe drauf los halten und mit etwas Glück den richtigen Winkel zu erwischen.
Für etwas Abwechslung sorgen die Fahrmissionen auf dem Motorrad. Während man durch die staubige Prärie fährt, darf man nicht nur über Sprungchancen hinweg fliegen, sondern auch Gegner abschießen.

Typisch für Tomb Raider sind neben den akrobatischen Einlagen auch die zahlreichen Rätselelemente. Hier ein Schalter, da ein Hebel, dort eine verstecke Falltür. Typischer Komponentenreichtum, der auch bei der Handheldumsetzung des Themas nicht fehlen kann. Doch leider bekommt man auch hier nur Rätselkost der abgespeckten Sorte. Zwar sind Light-Produkte derzeit recht trendy, doch wenn ein geübter Spieler Tomb Raider Legends schon binnen eines Nachmittages absolviert hat, können leicht Frustfalten entstehen. Je nach Schwierigkeitsgrad wird man die ein oder andere Stelle kürzer oder länger spielen. Dennoch bedarf es nur wenige Stunden bis man die Danksagungen des Spiels begutachten kann.
Zum größten Frustfaktor des Spiels zählen die nicht vorhandenen Checkpoints. Stirbt man Millimeter vor dem Levelausgang, so heißt es knallhart: „Auf ein Neues!“.

Steuerung:
Alles fest im Griff. So sollte es eigentlich sein, wenn man waghalsige Sprünge über Klippen und Schluchten riskiert und akrobatisch auf den Felsvorsprüngen umher hangelt. Leider ist bei der Genauigkeit etwas der Wurm drin, so dass man nicht immer dort landet wo man gerne ankommen möchte. Die Waffenwahl und das Inventar können jederzeit via Touchscreen angewählt werden, was sehr übersichtlich und präzise von statten geht.
Etwas gewöhnungsbedürftig und eine Geschmacksfrage sind die Feuergefechte. Pausieren des eigentlichen Spielgeschehens und die Umwandlung in einen Lightgun-Verschnitt, ist nicht jedermanns Fall.

Grafik:
Optisch gesehen wäre durchaus mehr drin gewesen. Schon im Jahre 2003 auf dem N-Gage hat man gesehen, dass eine völlig freie 3D-Welt umsetzbar ist, selbst im Tomb Raider Universum. Doch hier hatte man nicht die grafischen Aspekte im Hinterkopf, sondern eher die Spielerischen. Man wollte auf dem innovativen Handheld von Nintendo auch ein neuartiges Konzept bieten und nicht mit einer Portierung des Konsolenspiels daherkommen. Optische Details vermisst man leider etwas, dafür gibt es halbwegs annehmbare Animationen der Protagonistin zu bewundern und eine gewisse Umgebungsvielfalt. Reisen um die Welt müssen natürlich auch optisch Dargestellt werden. In Sachen Framerate hat man es jedoch nur selten mit Einbrüchen zu tun und bekommt oft ein flüssiges Spielerlebnis. Auch bei den Motorradfahrten. Ein Lob kann an die Zwischensequenzen ausgesprochen werden, die für die Storyerzählung zum Einsatz kommen.

Sound:
Die musikalische Begeleitung des Spiels ist den Ohren freundlich gestimmt. Angenehme Musik, gute Sprachsamples in den Zwischensequenzen und recht akzeptable Sounds sorgen dafür, dass man bei Tomb Raider Legends nicht zum Lautstärkeregler greifen muss.

Features:
In jedem Level gibt es noch zusätzliche Objekte die man aufstöbern kann, um später im Basar gegen Extras einzutauschen. So gibt es zahlreiches freispielbares Material wie Minispiele, Videos, Entwurfsskizzen, Cheats und ähnliches. Dies wertet das Spiel in Sachen Langzeitmotivation noch etwas auf, denn der eigentliche Storymodus ist recht knapp gehalten. Speicherbatterie und Sprachwahl gehören mittlerweile zu den Standards.

Fazit:
Schade, schade, schade… Irgendwie lastet ein Fluch der alten Tempel auf den Handheldumsetzungen von Tomb Raider Legends. Schon auf der PSP konnten die neuen Abenteuer nicht wirklich zu den Höchstformen der Serie gezählt werden und auch auf dem Nintendo DS hat man viel Potential verschenkt. Lara wirkt in ihrer Rolle einfach sehr hölzern und spaziert möglichst schnell durch ein liebloses Adventure. Zwar hat man versucht mit dem Nintendo DS auf einen Nenner zu kommen, sein Ziel jedoch verfehlt. Vielleicht beim nächsten Mal…

Kevin Jensen [Iceman] für PlanetDS.de

Vielen Dank an Eidos für die freundliche Bereitstellungs des Testmusters.

WERTUNG:
63%
Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Lara bei ihren nicht ganz graziösen Momenten. Innovationsfaktor:
++---  (2 von 5 Sternen)
Gut gemeint, aber mäßig in der Umsetzung.
Grafik

Die holde Weiblichkeit hatte ich hübscher in Erinnerung.
Sound

Angenehme Musik und gute Sprachsamples
Spielspaß

Triste Tempel und schnöde Rätsel.








Details
Spielname:
Tomb Raider: Legends

Publisher:
Eidos

Developer:
Crystal Dynamics

Genre:
Action Jump 'n Run

Release:
06.20.1711

Multiplayer:


Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (5)

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