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Fifa 2007


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Fifa 2007 - Review vom 27.10.2006

An dem Thema Fußball kam 2006 in Deutschland wohl niemand vorbei. Jung und Alt erfreuten sich gleichermaßen am rauschenden Sommermärchen. Passend zur Kino-Saison mit Sönke Wortmanns WM-Film erscheint nach der Fußball-WM-Fassung FIFA 2007 für alle aktuellen Handheldversionen.

Die FIFA-Reihe ist schon seit den seeligen Zeiten des Super Nintendo ein fester Bestandteil der Videospielkultur. Neu aufgelegt als an den TV anschließbarer Controller feiert sogar FIFA 96 ein Revival. Kein Wunder also, dass es 2006 eine Neuauflage für das 07er Jahr gibt. Und das bereits wenige Monate nach dem Erscheinen der World Cup-Edition, in der man in den heimischen WM-Stadien um die Wette kicken konnte.

Was hat sich zur letzten Version und zum Vorjahr verändert? Besonders im Hinblick auf die WM-Fassung ist dies zu betrachten, denn prinzipiell ähneln sich die beiden Spiele beinahe schon wie ein Ei dem anderen. Neu sind vor allem Verbesserungen in der Grafik-Engine, die jetzt deutlich flüssiger daher kommt. Mehr als ein Update der bereits guten WM-Fassung ist die künstliche Intelligenz der Spieler, die jetzt agiler reagieren, aber noch immer für den Profi keine Herausforderung darstellen. Die Ballphysik, wichtig für jedes Fußballspiel, ähnelt der aus FIFA 06 und ist mit der der "großen" PSP-Version nicht zu vergleichen: Gerne klebt der Ball am Fuß des Spielers; haarsträubende Manöver, die mit Realismus nichts zu tun haben, sind an der Tagesordnung. Aber das macht FIFA nun einmal aus, denn Spaß macht das Geschehen trotzdem allemal. Wer noch nie auf DS, Game Boy Advance oder N-Gage ein Spiel der Reihe in der Hand hatte, wird sich die Haare raufen. Handheldgamer wird es dagegen freuen, denn man kommt so schnell ins Geschehen hinein und kann selbst im wackeligen Andenbus mit Hühnern als Mitreisende seine Tore schießen.

Was dem Spiel total fehlt ist der seit diesem Jahr auch auf der PSP vorhandene Manager-Modus. Hier ist man dem alten System treu geblieben. Es ist weiterhin möglich, eine Mannschaft auszuwählen, deren Geschicke man ab sofort als "Trainer" lenken kann. Einfluss auf Jugend, Sponsor, Geld, etc. hat man jedoch nicht. Damit fällt auch das beliebte Transferieren von Spielern flach. Eine feste Mannschaft begleitet einen durch alle Höhen und Tiefen des Geschäfts. Am Ende der Saison wird dann abgerechnet und überprüft, ob man alle vorgegebenen Ziele erreicht hat. Dafür gibt es Punkte, die man direkt an seine Spieler weitergeben kann. Trainingslager Light.

Die Spiele selber sind in einer für DS-Verhältnisse hübschen 3D-Grafik. Schön, dass man einen (englischen) Kommentar hat, der nicht immer passt und sich auch oft wiederholt, aber für Atmosphäre sorgt.
Die Spieler lassen sich per Touchscreen zur Abseitsfalle formen, zum Generalsturm animieren oder dicht in die Abwehr zurückziehen. Das geht im Eifer des Gefechtes nicht immer locker von der Hand, reicht aber für kleine Taktikfinessen aus. Einen großen Unterschied merkt man sowieso nicht, dafür ist der Simulations-Aspekt auf dem DS zu wenig ausgeprägt. Insgesamt keine großartige Verbesserung zum Vorgänger, der schon nicht schlecht war, aber keine Bäume ausreißen wird. Vielleicht wird Pro Evolution Soccer da frischen Wind auch auf die Plätze der Nintendo-Handhelden blasen.

Neben dem Führen einer Mannschaft gibt es das übliche FIFA-Fußball-Einerlei. in den Herausforderungen kann man verloren geglaubte Spiele aus der Historie wieder umdrehen, das Turnier erlaubt einen anderen Ausgang der Weltmeisterschaft oder ein Vorgreifen auf eine erfolgreiche EM.
Gut sind die zahlreichen Extras, die es freizuspielen gibt. Seien es Minispiele wie das Dribbling-Training oder wenn eure Fans beispielsweise ab einer bestimmten Punktezahl in den Stadionansichten die Fahne eures Vereins nach oben halten. Apropos Verein: Hier erlaubt die DS-Fassung die Kreation einer eigenen Mannschaft, inklusive Fangesang, den man per Micro aufnehmen darf. Ein Feature, das es wohl nur auf dem DS geben wird und das trotz seiner Einschränkungen einen echten Gag darstellt.

Steuerung:
Besonders auf dem Steuerkreuz des Nintendo DS Lite steuern sich die Fußballrecken etwas schwammig und nicht so präzise wie bei der Playstation Portable-Fassung. Dank der angepassten Ballphysik ist das jedoch zu verschmerzen. Auf punktgenaue Steuerung muss man dank des fehlenden Analogpads jedoch verzichten. Besonders präzise ist der DS nicht, verzeiht aber dafür auch kleinere Schnitzer und lässt einen insgesamt besser aufs Tor schießen als sein "großer Pendant".

Die Menüs und die Taktik-Befehle werden komplett über den Touchscreen bedient. Das ist intuitiv und lässt einen beim Spielerwechsel aufatmen: Kein lästiges Durchsmenühangeln, sondern präzise Klicks. So muss das sein.

Grafik:
Das Update hat der FIFA-WM-Fassung-Engine gut getan. Flüssig rasen die kleinen 3D-Männchen über den oberen Schirm. Wiederholungen sehen auch aus der Nähe gut aus, selbst wenn man die Gesichter der Spieler nicht erkennen kann.

Bei Toren kommt es seltsamerweise dann jedes Mal zu einem kurzen Ruckler, der deutlich zeigt, dass der DS hier kurz nachzuladen hat. Das ist jedoch keine störende Erscheinung, die das Spielgeschehen beeinflusst.

Ansonsten bleibt alles beim Alten. Die Menüs sind leicht altbacken, aber gut zu bedienen. Die Übersicht könnte jedoch etwas besser sein, da die Schrift nicht immer perfekt zu erkennen ist. Für weitere Details kann man gerne die Tests von FIFA 06 und FIFA WM 2006 zu Rate ziehen.

Sound:
Klasse: Der Kommentator. Wenn auch auf Englisch, macht der Herr gute Stimmung. Speicherplatzbedingt kommen die meisten Sprüche nach kurzer Zeit immer wieder (vor allem bei Fouls), trotzdem können auch DS-FIFAner mitreden.

Die Fangesänge sind wie immer über jeden Verdacht erhaben und bringen trotz Redundanz (zu Deutsch: Wiederholung) ebenfalls eine gute Stimmung. Wenn man zwischendrin noch sein eigenes, aufgenommenes Gequarke aus dem Lautsprecher vernimmt, ist der Tag gerettet.

Features:
Wie bereits angesprochen gibt es beim diesjährigen FIFA einen ganzen Batzen an freispielbaren Dingen. Das hält bei der Stange und die Laune aufrecht.
Der Multiplayer ist wie gewohnt für bis zu vier Spieler, auf Download-Play wurde leider verzichtet.

Fazit:
Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen, sagte meine Oma immer. Dieses Sprichwort trifft besonders auf die FIFA-Reihe zu. Minimale Änderungen lassen jedes Jahr die Frage aufkommen, ob sich das Update für Besitzer der Vorgänger lohnt. In diesem Jahr muss das wieder jeder für sich selber entscheiden. Fakt ist, dass Electronic Arts mit '07 die bisher beste FIFA-Versoftung für den DS programmiert hat.
In vielen Bereichen ist das Spiel noch nicht perfekt (Ballphysik, Grafik, Einstellungsoptionen), aber man ist auf dem richtigen Weg. Wenn bis im nächsten Jahr die Konkurrenz mit PES am Start ist wird es sich zeigen, ob man vielleicht doch etwas mehr Arbeit für die Nintendo-Handhelden investieren muss.

Christian Nork für PlanetDS.de

Viele Dank an Electronic Arts für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
81%
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Gelungene Handhabung, intuitiv und doch umfangreich. Innovationsfaktor:
++---  (2 von 5 Sternen)
Mäßige Nutzung von Touch- & Dualscreen.
Grafik

Durchschnittlich, aber flüssiger und besser als beim Vorgänger.
Sound

Schöner Soundtrack, guter Kommentator und tolle Effekte.
Spielspaß

Für Fußballfans ein Riesenspaß für unterwegs.








Details
Spielname:
Fifa 2007

Publisher:
Electronic Arts

Developer:
Electronic Arts

Genre:
Sport

Release:
06.20.2909

Multiplayer:
ja

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (6)

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