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Need For Speed: Carbon


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Need For Speed: Carbon - Review vom 28.01.2007

Alles nahm seinen Anfang im Jahre 1994, als der erste Teil der Need for Speed Serie, die heute zu einer der beliebtesten Rennspielreihen zählt, erstmals den Weg auf eine Heimkonsole fand. Mit dem unscheinbaren Titel „The Need for Speed“ erschien der Titel zuerst auf dem allseits bekannten, jedoch weniger erfolgreichen 3DO aus dem Hause Panasonic. Im Laufe der folgenden zwei Jahre wurde das Spiel ebenfalls für den PC, den Sega Saturn und Sony´s erstem Konsolenauftritt - der Playstation – veröffentlicht. Das Besondere an diesem Titel war der Punkt, dass man nun auf öffentlichen Straßen – zusammen mit Gesetzeshütern und schleichenden Rentnern - sein „Unwesen“ treiben konnte, mit eingefügt hatte. Seitdem hat sich auf dem Videospielmarkt viel getan und auch die „Need for Speed“-Reihe hat sich weiterentwickelt. Während sich die Underground-Ableger eher an Tuningfans richteten, möchte Electronic Arts mit ihrem neuesten Streich auch jene Spieler wieder die „Sucht nach Geschwindigkeit“ spüren lassen, die sich in der Vergangenheit für eine Alternative des Rennspiel-Genres entschieden haben.

Während sich die PlaystationPortable- und die GameBoy Advance Fassung bereits im letzten Jahr in unserem Testlabor eingefunden haben, musste „Own the City“ für den Nintendo DS noch bis heute unbewertet bleiben. Auf welchem Handheld kommt das mutmaßliche Rennspielhighlight aus dem Hause Electronic Arts am besten zur Geltung?

Es sind gut sechs Monate vergangen, seitdem auf den Straßen von „Coast City“ ein Rennen ablief, das so schnell niemand vergessen wird. Wieder einmal ging es darum, sich um jeden Preis Respekt zu verschaffen - natürlich in Form eines waghalsigen Straßenrennens. Normalerweise gewann der Anführer der „Lucky 7“, so der damalige Name der Crew, eine jede Auseinandersetzung im Handumdrehen, doch diesmal lief nichts, wie es geplant war. Aus dem Leeren tauchte urplötzlich ein unbekannter Fahrer auf, der als Auslöser für einen folgenschweren Unfall gilt. Während man selbst nach einem halbjährigen Koma wieder in die Realität zurückgeholt wird, erging es dem Bruder Mick um einiges schlechter: Er musste sein Leben lassen. Voller Rachsucht begibt sich das noch lebende Familienmitglied wieder hinter’s Steuer, um den Schuldigen auf den Straßen von „Coast City“ zu finden und zur Rechenschaft zu ziehen!

Storymäßig bekommt man also das gleiche Bild geboten, wie auch schon auf den beiden anderen Handhelds und auch spielerisch gibt es nicht vieles, das die Nintendo DS Fassung von den Übrigen unterscheidet. Um den Verursacher des tödlichen Unfalls herausfinden zu können, gilt es zu aller Erst, sich Respekt unter den Fahrern zu verschaffen – und davon nicht wenig. Erst, wenn man die Vorherrschaft in Coast City errungen hat, bekommt man die einmalige Chance, den Mörder des eigenen Bruders zu treffen.

Dabei teilt sich die Stadt in sechs Areale auf, die jeweils von einer bestimmten Crew besetzt werden. Um sich ein Areal unter den Nagel reißen zu können, stehen eine Vielzahl verschiedener Rennen auf der Tagesordnung. Positiv anzumerken ist hierbei, dass die Auswahl der einzelnen Wettkämpfe weit schöner ausfiel, als dies bei den Versionen für PSP und GBA der Fall war. Durch einen Klick auf den unteren Bildschirm oder per Steuerkreuz werden die einzelnen Rennmodi angewählt. Eine wirkliche Neuerung im Bezug auf die Spielmodi darf man allerdings nicht erwarten: Sprint- und Rundkursrennen stehen ebenso auf den Plan, wie eine Eliminator-Runde, in der jeweils der letztplatzierte das Feld räumen muss, oder der eine actionreiche Jagd, in der es nicht darum geht, als erstes die Ziellinie zu überqueren, sondern mit möglichst viel Lebensenergie. Dabei haben alle Fahrer die gleichen Voraussetzungen, da die genannte Energie zum Start gleich verteilt wird. Aufgeladen wird sie, indem man am Rennen teilnimmt, wobei der Erstplatzierte seine Leiste am ehesten voll zu Gesicht bekommt. Natürlich gibt es auch die Möglichkeit, einem Kontrahenten ein wenig seiner Energie abzuziehen, indem man ihn gezielt rammt.

Worum es nun geht, ist eigentlich ganz klar. Gewinne alle Rennen, übernimm alle Bereiche der Stadt und avanciere zum besten Fahrer weit und breit. Dass man sich eigentlich zum Ziel gesetzt hat, den Tod von Mick zu rächen, gerät manches Mal etwas in den Hintergrund, wird einem durch kleine Sequenzen im Comic-Stil jedoch schnell wieder bewusst.

Schon vor dem Release wurde das „Crew-Feature“ groß angepriesen, stellte sich jedoch schon bei anderen Versionen oftmals als eher störend und nervig heraus, doch auch hier bekommen wir es zu Gesicht. Nicht nur, dass man nicht alleine an den Start geht oder ein eigenes Crew-Logo auf die Autos tackern kann, auch während eines Rennens stehen einem die Mitglieder zur Seite. Dabei gibt es verschiedene Versionen von „Helfern“: Der Schlepper beispielsweise zieht bei Nutzung am Spieler vorbei und sorgt dafür, dass man einen ordentlichen Windschatten ausnutzen kann. Kameraden, die sich auf den Angriff spezialisiert haben, können einen vorausfahrenden Gegner von der Strecke blasen, wenn man sie zum richtigen Zeitpunkt auf die Reise schickt. Allerdings sollte man sich genauestens überlegen, ob man dieses Feature wirklich nutzen will, da es nicht selten vorkommt, dass man (zum Beispiel von einem Angreifer) gerammt wird und somit wichtige Sekunden auf dem Zeitkonto verbuchen muss.

Das Tuning spielt schon seit „Need for Speed Underground“ eine wichtige Rolle und darf natürlich auch hier nicht fehlen. Jeder Wagen, der zuerst freigeschalten werden muss, kann nach der Aneignung einer „Garage“ nach Lust und Laune modifiziert werden. Optisch fällt die Auswahl riesig aus: 15 Spoiler, ebenso viele verschiedene Felgentypen und sonstiger Schnickschnack sorgen dafür, dass das Schrauberherz höher schlägt. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, das Cockpit nach eigenem Wunsch zu gestalten. Digitaltacho, Carbon-Amaturen und Navigationssysteme, die allerdings keinen Nutzen während des Spielverlaufs haben, peppen das, zu Anfang langweilige und unübersichtliche, Armaturenbrett ein wenig auf und schaffen Ordnung.

Ein großes Manko ist leider, dass die Strecken sich nicht selten stark ähneln und vor allem der Punkt, dass man immer rund zwölf Rennen in einem Areal fahren muss, lässt nach einiger Zeit eine Art Monotonie einkehren, die nach mehreren Stunden des Spielens nicht mehr verschwinden möchte.

Steuerung:
Eine Vielzahl der Spieler wünschen sich eine sehr arcadelastige Steuerung und genau das hat Electronic Arts auch auf den Handheld verfrachtet. Zwar ist dies nichts, was einen Punktabzug rechtfertigen würde, doch dass sich eigentliche alle Wagen recht schwammig verhalten und man manchmal das Gefühl hat, auf Eis zu Fahren oder mit Aquaplaning konfrontiert zu werden, ist schade. Weiter fällt die von Grund auf schlecht gewählte Tastenbelegung auf. Gerade, wenn man mit etwas größeren Patschern ausgestattet ist, fällt es schwer, die rechte Schulertaste zur Beschleunigung zu nutzen. Zwar gibt es auch eine zweite Option, doch auch diese wirkt undurchdacht, da man wichtige Aktionen, wie beispielsweise das Bremsen, auf die Schultertaste gelegt hat. Intuitiv ist das nicht!

Grafik:
Im direkten Vergleich zu „Aspahlt Urban GT 2“ fiel die Optik um einiges weicher aus und Einbrüche der Framerate bekommt man auch nur sehr selten zu Gesicht - dafür wirken die Texturen lieblos und monoton. Besonders nervig ist auch, dass der Touchscreen bis zum letzten Pixel mit mehr oder minder sinnvollen Anzeigen gestopft wird und die wichtigen Werte somit nicht mit einem flinken Blick nach unten ablesen kann. Zum Glück besteht die Möglichkeit, hier einige Veränderungen vorzunehmen, jedoch sollte man sich den Satz „weniger ist manchmal mehr“ trotzdem vormerken.

Sound:
Wer sich mit elektronisch angehauchter Musik anfreunden kann, wird hier nicht enttäuscht. Jedoch gibt es auch Titel, die in die Richtung Rock und Hip-Hop fallen. Die Qualität kann zwar überzeugen, doch aus irgendeinem Grund mag die Berieselung nicht. Die Motorengräusche fallen weder positiv, noch negativ auf.

Features:
Ein vollwertiges Rennspiel im Hosentaschen-Format, eine Vielzahl an Tuningmöglichkeiten und das mehr oder minder tolle Feature, sich ein eigenes Team zusammenzustellen, zeichnen den Titel aus. Doch auch der Multiplayer-Modus, der stark eingeschränkt auch per Download-Play zu nutzen ist, erfüllt seinen Zweck.

Fazit:
Sowohl auf der Playstation Portable, als auch auf dem Gameboy Advance konnte „Need for Speed Carbon: Own the City“ überzeugen. Auf dem Nintendo DS macht das Spiel zwar keine schlechtere Figur, wirkt an vielen Stellen jedoch unausgereift. Technisch ist das Rennspiel durchaus im akzeptablen Bereich anzusiedeln und auch spielerisch weiß es, zumindest für mehrere Stunden, zu überzeugen. Der recht niedrige Schwierigkeitsgrad lässt zu, dass auch ungeübte Spieler zugreifen dürfen, wenn sie sich mit einer kaum intuitiven Steuerung anfreunden können. Wer also auf der Suche nach einem Racing-Titel ist, sollte auf jeden Fall sowohl „Aspahlt Urban GT 2“, als auch den neuesten Titel der „Need for Speed…“ Reihe näher betrachten.

Max Zeschitz für PlanetDS.de

Vielen Dank an EA für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
73%
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Etwas schwammig, ansonsten sehr arcadelastig. Innovationsfaktor:
++---  (2 von 5 Sternen)
Marginale Nutzung des Touchscreen-Features, dafür aber Download-Play.
Grafik

Sehr weich mit lahmen Texturen.
Sound

Die Musik ist Geschmackssache, die Effekte gehen in Ordnung.
Spielspaß

Es macht Spaß, wird einen Nicht-Fan aber nicht lange fesseln können.








Details
Spielname:
Need For Speed: Carbon

Publisher:
EA

Developer:
EA

Genre:
Racing

Release:
06.20.3110

Multiplayer:
ja

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (6)

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