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Puyo Pop Fever


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Puyo Pop Fever - Review vom 16.08.2006

Puyo Pop – eine unendliche Geschichte. Als die kleinen Pyuos das erste Mal im Jahre 1991 von Compile auf den Markt geschmissen wurde, hätte keine mit dem Erfolg gerechnet. Ein Jahr später nahm Sega die Produktion an sich und erste Arcardgeräte standen in den Hallen. Mittlerweile hat die Mischung aus Dr. Mario und Tetris auf fast jeder Konsole oder jedem Handheld halt gemacht und seine Fans in den Bann gezogen. Auf dem Game Boy Advance erschienen sogar zwei Teile und Puyo Pop Fever spielt man schon seit über einem Jahr. Selbst der N-Gage wurde nicht verschont und die Playstation Portable kürzlich mit einer eigenen Version des Puzzlespiels versehen. Last but not least kommt auch der Nintendo DS zum Zuge und die Frage stellt sich, ob die bunten Blasenwesen sich auch auf dem Doppelbildschirmer in die Erfolggeschichte einreihen können.

Auf kaum einer anderen Konsole hat man so viele Puzzlegames in so kurzer Zeit gesehen wie auf dem Nintendo DS. Die Konkurrenz ist groß und man muss abwägen, welches Spielprinzip man am ehesten zusagt. Klassisches Buttongekloppe auf Schnelligkeit und Geschicklichkeit wie Tetris und Konsorten oder innovative Touchscreenideen, wie Zoo Keeper oder Polarium. Es bleibt eindeutig Geschmacksschache und Puyo Pop Fever steckt sich eindeutig in die klassische Sparte. Der Spieler beginnt mit dem Story Modus, welcher eigentlich nur eine banale Nebenrolle spielt. Hier schlüpft man, je nach Schwierigkeitsgrad, entweder in die Rolle von Amitie oder in ihre Klassenkameradin Raffine. Anders als bei der Game Boy Advance Version hat man hier auf eine Lokalisierung verzichtet und das Spiel ist komplett auf Englisch. Dafür gibt es auch zahlreiche Sprachsamples und die Regeln werden einem quasi Vorgelesen.

Man entscheidet sich also für eine von drei verschiedenen Kursen. Mit Amitie könnt ihr die „RunRun Kurs“ oder die „WakuWaku Kurs“ absolvieren, während Raffine für die schwierigere „HaraHara Kurs“ zuständig ist. Mit diesen zwei liebreizenden Anime-Mädels geht es nun puzzelnd gegen zahlreiche Herausforderer wie „Onion Pixy“, „Oshare Bones“, „Yu“, oder die „Frankensteins“. (Anm. d. Red.: Bei diesen einfallsreichen Namen kommt man sich schon irgendwie vor, als würde man ins Kindergartenalter zurückversetzt.)

Doch was sind eigentlich Puyos? Es sind niedliche, kleine Fabelwesen und die eigentlichen Protagonisten des Spiels. Die glubschäugigen Drops gibt es in rot, blau, grün, gelb und lila. Ähnlich wie bei vielen Puzzelspielen fallen die Puyos vom oberen Spielfeldrand nach unten. Ziel des Spiels ist es, möglichst viele der farbigen Drops zu eliminieren. Erreichen sie den oberen Rand des Bildschirms, so heißt es knallhart „Game Over“. Um es etwas schwerer zu machen, treten die Puyos immer in unterschiedlichen Kombinationen auf. Hierbei können Farben wie auch die Anzahl der Puyos unterschiedlich sein. Sobald vier oder mehr gleichfarbige Bläschen aufeinander treffen, schauen sie dich noch einmal vorwurfsvoll an und lösen sie sich dann in Wohlbefallen auf. Immer wenn eine Gruppe Puyos entfernt wird, fallen die weiter oben liegenden nach unten. Verbinden sich die herunterfallenden mit anderen gleichfarbigen Blasen und lösen sich daraufhin auf, nennt man dies eine Kette. Für aufeinander folgende Ketten in größerer Anzahl erhält man mehr Punkte. Als netter Nebeneffekt werden deinem Gegner reichlich Stör-Puyos in sein Spielfeld geschickt. Diese sind transparente Drops die nur beseitigt werden können, wenn benachbarte Puyos aufgelöst werden. Für erledigte Stör-Puyos erhält man allerdings keine Punkte, sie dienen einzig und allein dem schönen Zweck, einem auf die Nerven zu gehen.

Sollte der Spieler es schaffen alle auf der Spielfläche befindlichen Puyos in einem Schlag zu entfernen, so gibt es einen „All-Clear-Bonus". Es regnet ein bunter Blubberblasen-Block vom Himmel und mit nur einem richtig gesetzten Puyo kann man schon eine Kette zaubern.

Der Grund für die Namensgebung des Spiels ist der so genannte Fever-Modus und eventuell das Suchpotential, welches das Spiel birgt. Der Fever-Modus, soll dem altbackenen Puzzlegame eine frische Priese Action und Spannung bieten. Je nachdem wie gut man sich gegen den Gegner behauptet, lädt sich am Bildschirmrand der Fever-Balken auf. Ist dieser voll, startet der Action-Modus: eine vorgefertigte Anzahl von Puyos fällt nun, ähnlich wie im „All-Clear-Bonus“, in die Spielfläche hinein. Schafft man es nun die gezielte Kettenreaktionen auszulösen, ist es möglich, selbst in größter Bedrängnis dem Gegner eins auswischen. So kann man den Ausgang des Spiels noch in letzter Minute kippen. Der Fever-Modus geht aber nur ein paar Sekündchen und es gilt so viele Ketten wie möglich zu schaffen.


Wenn man den Storymodus beendet hat, kann man sich je nach Punktezahl in die Highscore-Liste eintragen. Sollte der Ehrgeiz allerdings abflachen, gibt es auch noch zahlreiche andere Spielmodi:
Im freien Kampf kann man beispielsweise den eigenen Spielcharakter sowie den Gegner auswählen. Weiter Modi sind der Fever-, Missions- und Originalmodus. Der Fevermodus unterliegt einem festen Zeitlimit. Sobald dieses abgelaufen ist, winkt das Game-Over-Fenster. Je mehr Ketten aber aufgelöst werden, desto mehr Zeit kann man hinzu gewinnen. Im Missionsmodus muss man nacheinander so viele Puyos wie möglich entfernen. Versuche also so viele Formationen wie möglich aufzulösen. Der Schwierigkeitsgrad erhöht sich nach und nach. Last but not least gibt es den Originalmodus, also ohne jegliches Fieber. Hier kann man das Spielprinzip in den Anfangsstadien anschauen und ausprobieren.

Steuerung:
Auf der Packung steht dick vermerkt: "Nintendo DS exklusiv mit Touchscreen-Steuerung". Doch leider ist dies eher Mittel zum Zweck, als eine wirkliche Innovation. Mit dem Steuerkreuz ist man einfach schneller und präziser. Der untere Bildschirm ist eher zur Zierde, aber man könnte, wenn man wollte das Spiel auch dort Steuern. Nur eben langsamer und komplizierter. Ansonsten hat man nicht viel Falsch gemacht. Mag gab die Option der Touchsteuerung als Dreingabe und hielt am altbekannten Prinzip fest. Für ein Puzzlespiel dieser Gattung ideal.

Grafik:
Wie man es schon so oft zuvor gemacht hat, bediente sich Sega auch bei diesem Spiel an der Game Boy Advance Version. Optisch hat man seit 2005 nicht viel neues hinzugefügt und lediglich die Screengröße angepasst. Bunte Blubbersteine mit animierten Charakteren und einer einzigartigen Farbpracht erwarten den Spieler. Für ein Puzzlespiel recht ansehnlich, aber nichts Neues.

Sound:
Besonders hervorzuheben sind die Sprachsamples des Spiels. Leider in diesem Falle aber auch nur in englischer Sprache. Doch wer dies versteht kann sich in sein Sofa zurücklehnen und die Regeln frei erzählen lassen. Die Musik ist auch recht stimmig und im Fevermodus sorgt sie für die nötige Spannung. Hier und da eingebrachte Kommentare der Charaktere sind auch recht witzig.

Features:
Für ein Puzzlespiel bekommt man allerhand geboten. 3 Schwierigkeitsstufen für den Storymodus, dort zwei Spielbare Charaktere, ansonsten weitere freischaltbare im Freienmodus. Ein Multiplayersupport für bis zu 8 Spieler, selbst wenn nur ein Modul vorliegt. Die Highscoreliste sorgt für die nötige Langzeitmotivation.

Multiplayer:
Im Multiplayer mit möglichst vielen Spielern macht Puyo Pop Fever erst richtig Spaß. Via Download-Play-Funktion des Nintendo DS benötigt man für spannende Duelle nur ein Modul. Sehr praktisch.

Fazit:
Puyo Pop Fever ist eigentlich ein recht amüsantes Puzzlespiel. Der einzige Nachteil daran ist, dass es kaum einen Mehrwert bietet als die Game Boy Advance Version von vor einem Jahr. Sollte man diese günstig von einem Grabbeltisch erhalten, kann man beherzt zuschlagen. Vorteil an der DS-Variante ist eindeutig der Multiplayermodus. Mit nur einem Modul mit bis zu 7 weiteren Freunden Spielen ist sehr Spaßig. Das Tüpfelchen auf dem "i“ wäre der Onlinemodus gewesen, auf diesen hat man leider verzichtet. Schade eigentlich, denn die Entwicklungszeit kann nicht so hoch gewesen sein, da der Quellcode zum größten Teil übernommen wurde. Nichtsdestotrotz hat man es mit einem angenehmen Puzzlespiel zu tun, was leider die Funktionalitäten des Nintendo DS etwas vernachlässigt.

Kevin Jensen für PlanetDS.de

Danke an die Borgmeier Mediafür die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
77%
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Optimal via Richtungstasten, eher Suboptimal via Touchscreen. Innovationsfaktor:
++---  (2 von 5 Sternen)
Multiplayer mit bis zu 8 Spielern mit nur einem Modul ist löblich, sonst wenig Neues.
Grafik

Zweckmäßig und knallig bunt.
Sound

Angenehme Sprachsamples und monotone Musikstücke.
Spielspaß

Ein fesselndes Spielprinzip, nach dem Motto:








Details
Spielname:
Puyo Pop Fever

Publisher:
Ignition

Developer:
Sega

Genre:
Geschicklichkeit

Release:
06.20.3107

Multiplayer:
1-8 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (6)

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