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Big Brain Academy


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Big Brain Academy - Review vom 30.07.2006

Der Nintendo DS ist die Geburtsstätte von einer völlig neuen Gattung von Spielen und Programmen. Nintendo hat es geschafft, mit wenigen Mitteln, eine ganz neue Zielgruppe anzusteuern und für Handheldtitel zu begeistern. „Dr. Kawashima“ hat sich in Japan binnen kürzester Zeit verkauft wie warme Semmeln. In Europa hätte man diesen Erfolg beinahe nicht für möglich gehalten und hätte Gehirn-Software allgemein eventuell die Verkaufchancen eines Kühlschranks an die Eskimobevölkerung eingeräumt. Dem ist aber bei weitem nicht so! Auch die Europäer wollen geistig fitt bleiben und selbst die älteren Mitmenschen und auch jene, die zuvor nie einen Handheld besessen haben, fangen an sich damit zu beschäftigen.

Nachdem wir schon fleißig mit Dr. Kawashima gejogged sind, heißt es nun in der Big Brain Academy ausruhen und neue Kraft tanken. Vergleicht man diese zwei Titel, wird man sehr schnell merken, dass diese von Grund auf unterschiedlich sind und die Verjüngung des Geistes von zwei gänzlich verschiedenen Blickwinkeln betrachten. Dr. Kawashima ist eher der Wissenschaftler, der das Verhalten kontrollieren und die übermäßige Nutzung verhindern möchte. Die persönlichen Rekorde werden nur einmal am Tag gespeichert und danach, muss man sehen, wie man sich am nächsten Tag schlägt. Bei der Big Brain Academy hingegen hat man die Möglichkeit die Logikrätsel, Visionsspiele, Rechenexempel oder Gedächtnisaufgaben rund um die Uhr und unbegrenzt oft zu knobeln. Es wirkt scheinbar so als stünde die Didaktik eher im Hintergrund und das persönliche Vergnügen an kniffligen Aufgaben hat den obersten Stellenrang.

Auch im späteren Vergleich wird man feststellen können, dass die Big Brain Academy eher pseudowissenschaftlich und verspielter gehalten ist. Ob dies positiv oder negativ ist, muss jeder für sich selbst entscheiden also legen wir mal los und erstellen ein Profil.

Der nette Professor Lobo ist hier der Kawashima-Ersatz. Zugegeben ist er im Vergleich zu Dr. Kawashima ein echter Sprücheklopfer und protzt mit seiner Gehirnmasse. Genau jene wird nämlich als Maßeinheit für die Intelligenz des Nutzers verwendet. Je besser, schneller und effizienter man die gestellten Aufgaben löst, desto gewichtiger fällt das Hirn aus bei der Waagschalenmessung. Auch bei der Big Brain Academy hat man die Möglichkeit seinen Verstand im Vergleich zur Allgemeinheit zu messen. Dazu nutzt man die „Test“-Funktion, die auch als Einstieg in das Programm dienen soll. Professor Lobo erklärt einem, dass ein Hirngewicht von ca. 1400 g zu den besseren seiner Art gehört und er selbst knapp 2000g vorweisen kann. Dies gilt es natürlich zu schlagen also zeigen wir was wir drauf haben und lassen die grauen Zellen im Kreise rotieren.

Die Aufgaben werden in fünf verschiedene Gruppen unterteilt: Logica, Memoria, Analyse, Algebra und Vision. Jede dieser Gruppen verfügt über drei verschiedene Frage-Typen, die über die Intelligenz des Nutzers richten. Während beim Test und der Gehirngewichtsmessung, die Aufgaben zufällig zusammengewürfelt werden, hat man auch die Möglichkeit diese getrennt davon zu üben. Doch was genau muss man sich unter den Aufgaben vorstellen? Natürlich wollen wir diese euch kurz und präzise näher bringen.

Die Anatomie des Denkens - Logica:
Hier gibt es drei kleine Spielchen die da wären: Waagewicht, Partnerlinie und Fütterung. Beim Waagewicht ist es das Ziel auf dem oberen Bildschirm die Objekte zu beobachten und festzustellen, welche davon das höchste Gewicht hat. Auf dem Touchscreen gilt es dann dieses Objekt oder diese Figur zu berühren. Wie immer gilt, desto mehr richtige Antworten, desto höher das Gewicht des Hirns.
Das Spiel Partnerlinie wurde schon des Öfteren für Minispiele in vielen Spielen genutzt. Es gilt Tiere die ein Gitter hinabrutschen und jedes Mal bei einer Abzweigung die Richtung ändern, zu ihrem Partner zu führen. Dazu muss man mit nur einem Strich eine neue Abzweigung erstellen, die dieses Ziel fördert.
Last but not least gibt es die große Fütterung. Hier ist es das Ziel auf dem oberen Bildschirm die kommende Bewegung eines hungrigen Hundes zu beobachten und auf dem Touchscreen dann die künftige Position eines saftigen Knochens zu bestimmen. Hierzu beobachtet man die Pfeile die angezeigt werden und muss errechnen wo der Knochen hin muss.

Ein gutes Gedächtnis muss auch vergessen können – Memoria:
In dieser Rubrik gilt es den Speicher ein wenig auf Zack zu bringen. Dazu stehen folgende Übungen zur Auswahl: Tonspur, Ver-Merk und Memory. Die Tonspur nutzt Klänge von verschiedenen Objekten, die auf den oberen Bildschirm angezeigt werden. So hört man das Miauen einer Katze oder das Hupen eines Autos und muss sich die Reihenfolge der Objekte merken und wiederum auf dem Touchscreen wiedergeben. Bei Ver-merk werden Zahlenkombinationen für eine kurze Zeit auf dem oberen Bildschirm angezeigt, die man dann später merken und auf dem Touchscreen eingeben muss. Natürlich muss die richtige Reihenfolge eingehalten werden.
Memory ähnelt dem berühmten Kartenspiel schon ein wenig. Auf dem oberen Bildschirm werden bunte Karten mit Objekten angezeigt und einige dieser verschwinden kurzerhand. Auf dem unteren Bildschirm muss man nun das oder die fehlenden Objekte wieder finden.

Denn sie wollten wissen was Sache ist - Analyse:
Auch in der Rubrik Analyse gibt es drei kleine Aufgaben die darauf warten, gelöst zu werden. Immer und immer wieder. Da wären: Punktum, Quadratzahl und die wilde Tierjagd. Bei Punktum gilt es ein vorgezeichnetes Bild anzuschauen und auf dem Touchscreen die fehlenden Striche nachzuzeichnen, um das Bild oder die Figur zu vervollständigen. Bei der Quadratzahl ist es das Ziel auf dem oberen Bildschirm die Blockformen zu beobachten und die einzelnen Blöcke zu zählen. Auf dem Touchscreen gibt man dann die richtige Anzahl ein.
Die Tierjagd zeigt auf dem oberen Bildschirm diverse Tierformationen, die in der richtigen Reihenfolge auf dem Touchscreen nachgezogen werden müssen.

Die Algebra ist großzügig - oft gibt sie mehr, als wonach man gefragt hat - Algebra
Auch die mathematischen Denkareale werden bei Big Brain Academy in Anspruch genommen. Hier gilt es folgende Aufgaben zu lösen: Geldwert, Addition und Textaufgabe. Bei Geltwert werden die kommenden Generationen der Kassierer und Kassiererinnen gefragt. Man muss zwei gegenüberliegende Seiten mit Geldbergen vergleichen und die mit dem höheren Betrag antippen. Eins für dich, eins für mich, eins ....
Die Addition ist eher klassisch. Auf dem oberen Bildschirm wird eine gewisse Anzahl an Objekten oder Tieren dargestellt und auf dem Touchscreen gilt es nun die gleiche Anzahl mit anderen Objekten aufzusummieren. Also 3 Schweine plus 4 Hasen sind 7 Autos. Zwar nicht nach Adam Riese aber immerhin nach Big Brain Lobo. Die Textaufgabe, Erzfeind vieler Schüler, wartet auch in der Academy auf seine Bezwinger. Auf dem oberen Bildschirm steht die Aufgabe und der Touchscreen dient zur Eingabe des richtigen Ergebnisses.

Die Kunst, Unsichtbares zu sehen - Vision
In der letzten Kategorie werden die visuellen Fähigkeiten gefragt. Folgende Aufgaben gibt es: Schatten, Füllform und Pärchen. Die Schattenspielchen haben schon etwas für sich. Wie man einen Hund and die Wand projiziert, weiß sicherlich jeder. Doch wenn es um das erkennen von rotierenden Schattenformen geht, ist es etwas anderes. Alle möglichen Objekte werden auf dem Touchscreen gezeigt und müssen angetippt werden. Auf dem oberen Screen rotieren sie derweil friedlich vor sich hin. Die Füllform ist eigentlich nichts anderes als eine Alternative des Tangrams. Zwar hat man mehr Formen als die üblichen Dreiecke, Quadrate und Parallelogramme, dennoch gilt es ein Objekt auf dem oberen Bildschirm mit den Bausteinen vom Touchscreen zu legen. Der eigentliche Legeprozess wird jedoch übersprungen und man braucht nur die richten Steine anzutippen.
Das finden von Pärchen ist die letzte Aufgabe die es hier zu beschreiben gilt. In einem Objektwirrwarr gilt es wie in einem aufgedeckten Memoryspiel die richtigen Pärchen zu finden. Die Anzahl der zu findenden Paare wird netterweise zuvor genannt.

Alle Aufgaben basieren auf dem Zeitprinzip. Sprich wer schneller ist und möglichst keine Fehler hat, wird in seinen Übungen mit einer hohen Gehirnmasse belohnt. Frei nach dem Motto: „Dicker ist besser!“ Um sich mit der Allgemeinheit zu messen, vergibt Professor Lobo diverse Auszeichnungen von Bronze bis hin zu Platin gibt es vier Medaillen die man erhalten kann. Platin erhält man meistens ab einem Hirngewicht von ca. 400g. Die Erfolge in den Übungen werden in einer übersichtlichen Statistik festgehalten, die genau zeigt, auf welchem Gebiet man noch Nachholbedarf hat. Insgesamt stehen 3 Schwierigkeitsstufen zur Auswahl, die man nach und nach abarbeiten sollte.

Hat man genug geübt, so kann man sich erneut an den Test wagen und versuchen seine persönliche Bestleistung zu knacken. So oft man will, ohne eine bestimmte Tageslimitierung. Die Ergebnisse aus den zufälligen Aufgaben werden zusammengerechnet und am Schluss erhält man ein Gesamtgewicht, ein Level und eine Kategorisierung des Hirns. Je nachdem ob man eher logisch oder visuell ausgerichtet ist wird man als Doktor, Baumeister, Stylist oder sonstiges eingestuft. Dies hat zwar keine weitere Bedeutung ist dennoch lustig als Vergleichsfaktor.

Steuerung:
An der Steuerung gibt es fast nichts auszusetzen. Nach dem Motto: "Genial einfach, einfach genial!“ muss der Anwender üblicherweise nur die richtigen Felder antippen und somit kann man auch in der Entwicklung nicht viel falsch machen. Die Druckpunkte reagieren präzise und auch wenn man mal kürzere Strecken zeichnen muss, ist die Zugführung sehr genau.

Grafik:
Ähnlich wie bei Dr. Kawashima hält man sich hier an Zweckmäßigkeiten fest. Man sollte nichts Spektakuläres oder Spannendes erwarten. Im direkten Vergleich mit der hauseigenen Konkurrenz allerdings hat man mehr Aufgaben die gezielt mit Farben und Formen arbeiten. Somit ist es in der Brain Academy oftmals bunter und auch ein wenig verspielter als beim tristen Kawashima in der Praxis.

Sound:
Die bunte und verspielte Ader spiegelt sich auch ein wenig in den Sounds wieder. Kläffgeräusche des hungrigen Hundes oder die diversen Töne bei der Aufgabe Tonspur gehören zu den auffallenden akustischen Signalen. Ansonsten hält man sich auch eher an Hintergrundgeräusche, die weniger störend wirken sollen. Das ticken der auslaufenden Uhr, die das Zeitlimit miss, kann dennoch unangenehm nervtötend sein.

Features:
Erneut hat man die Möglichkeit das Programm mit der ganzen Familie zu genießen. Vier Speicherstände für die deutsche Durchschnittssippschaft zeigen den Mitstreitern, den aktuellen Beststand jener an. Die Statistiken sind nicht ganz so ausgefeilt wie bei Kawashima, doch hat man hier auch einen anderen Betrachtungswinkel. Die Big Brain Academy wirkt eher wie eine Minispielsammlung für die grauen Zellen und hat eher ein spielerisches pseudowissenschaftliches Flair, als beispielsweise verglichen mit dem Titel des japanischen Hirnforschers. Knalliger, peppiger und einfach anders.

Multiplayer:
Im Multiplayermodus kann man zeigen wie dick das eigene Hirn wirklich ist. Zwei bis acht Mitstreiter können an hitzigen Hirnduellen teilnehmen und das sogar mit nur einem Modul. Der schnellste Fragenbeantworter erhält zehn Gramm. (Anm. d. Red.: Nein, Doping ist nicht erlaubt!) Die anderen Knobler erhalten relativ zu der Teilnehmerzahl weniger Hirnmasse, falls sie die Frage richtig beantworten können, bevor der Timer abläuft. Wer als erstes 300 Gramm gesammelt hat gewinnt.

Fazit:
Wer gehofft hatte eine leichte Wahl zu haben zwischen der Big Brain Academy und Dr. Kawashimas Gehirn-Jogging, der täuscht sich. Beide Spiele haben ihre Vor- und Nachteile und sind dennoch kaum miteinander zu vergleichen. Es gibt einfach andere Akzente die gesetzt werden und jeder sollte für sich entscheiden, was ihn persönlich eher anspricht. Kawashima ist eher wissenschaftlich und für kurze Trainingszeiten gedacht, die Big Brain Academy ist eher für den peppigen Rätseltyp, der öfters mal knifflige Aufgabe lösen möchte. Man merkt auch, dass die Big Brain Academy eindeutig eher auf visuelle Aufgaben abzielt und der nette Herr Kawashima weniger stark in dieser Gattung präsent ist. Wir wirklich Abwechslung für sein Hirn sucht, wird wohl um beide Titel nicht herum kommen.

Kevin Jensen für PlanetDS.de

Herzlichen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars

WERTUNG:
keine
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Hier konnte fast keine Fehler gemacht werden. Sehr einfach und präzise. Innovationsfaktor:
++++-  (4 von 5 Sternen)
Im Vergleich zu Dr. Kawashimas Sprach- und Schrifterkennung, bietet die Academy in diesem Sektor etwas weniger, ist aber oftmals in der Durchführung genauer.
Grafik

Zweckmäßig und sehr bunt.
Sound

Ebenso Zweckmäßig und oftmals recht peppig.
Spielspaß

Auch Professor Lobo lädt zum Denken ein.








Details
Spielname:
Big Brain Academy

Publisher:
Nintendo

Developer:
Nintendo

Genre:
Sonstiges

Release:
06.20.0407

Multiplayer:
ja (2-8)

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (6)

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