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Pokémon Link


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Pokémon Link - Review vom 28.05.2006

Anders als man eventuell vermuten könnte, handelt es sich bei unserem folgenden Spiel nicht um eine Mischung aus fernöstlichen, kleinen Monstern und einem Helden mit grüner Mütze, denn in „Pokémon Link“ geht es weder darum, Ganondorf mit Pikachu zu besiegen, noch muss man mit Zelda die Top 4 besiegen. Das zweite Wort „Link“ kommt vom englischen Verb (to) link, was so viel wie „verbinden“ bedeutet. Ja, was könnte sich hinter alldem verbergen? Eine Partnerschafts-Agentur-Simulation mit den Pokémon? Wer die Antwort wissen will, findet sie auf jeden Fall in dieser Review!

Mit den kleinen Viechern aus Fernost gibt es ja heutzutage schon allerhand. Sehen wir mal von den üblichen Merchandise-Produkten ab und wenden unseren Blick auf die Videospiele. Da hätten wir die üblichen Rollenspiele, in denen man seine eigenen Kleintiere trainieren und entwickeln muss, dann Pokémon Snap, in dem es gilt, möglichst gute Fotos von seltenen Pokémon zu schießen, unter anderem wäre da auch noch der DS-Launchtitel Pokémon Dash, in dem man mit dem Stylus schnell über den Touchscreen zischen muss. Doch auch an das Genre, um das es in Pokémon Link geht, haben sich die Entwickler schon einmal rangewagt: Puzzeln. Simples Puzzeln. Mittlerweile gibt es von diesen Geschicklichkeitsspielen ja allerhand auf dem DS: Zoo Keeper, Polarium, Tetris, und so weiter. Und nun noch eines? Na das kann ja was werden! Damals auf dem N64 fand man mit „Pokémon Puzzle League“ viele Anhänger und Fans und das Spiel gilt noch heute als ein sehr beliebtes. Trotz dessen, dass die Entwickler immer das Argument „Ausschlachtung“ vor den Latz geknallt bekommen, haben sie sich bei unserem heutigen Spiel ein neues Prinzip ausgedacht, über welches wir euch besser informieren wollen. Damals gab es verschieden farbige Blöcke in den einzelnen Elementen (Wasser, Feuer, Erde, Blitz, usw.), die es durch vertauschen jeweils zweier Blöcke aufzulösen galt. Dieses Mal gibt es echte Pokémon – 386 an der Zahl. Außerdem muss man nicht zwei Pokémon vertauschen, sondern kann nun mit Hilfe des Touchscreens ganze Reihen durch die Gegend ziehen. Das sieht aus wie folgt: Von oben fallen dauerhaft verschiedene Monster runter, pro Runde gibt es meistens 5 – 7 verschiedene. Mit dem Touchpen muss man diese dann zu einer 4er-Reihe bilden, danach gibt es die so genannte „Link-Zeit“. Ab hier werden auch 3er-Reihen (egal, ob vertikal oder horizontal) aufgelöst, falls mindestens ein Trio gelöst wurde, sind die 2er Paare an der Reihe, sobald hier alle gelöst sind, ist die Link-Zeit nach ein paar Sekunden auch schon wieder vorbei und das ganze geht von vorne los.

Linkt man in einer Link-Zeit mehr Pokémon, als man eigentlich muss (also zum Beispiel in der 3er-Zeit ein Quartett), so erscheint Ditto. Ditto ist das einzige aller 386 Pokémon, das sich anpassen kann und die Form des Gegenübers annimmt. In unserem Fall ist Ditto der Joker – er kann zum Beispiel bei drei Myraplas das vierte ersetzen. Ditto hat zudem noch eine andere Funktion, auf die wir nachher noch einmal zurückkommen. Aber nun einmal zu der grundlegenden Story des Spiels. Ihr übernehmt die Rolle der jungen Dame Lucy Flinkfuß, die von Professor P. (genauer Name unbekannt) tatkräftig unterstützt wird. Die Phobos Bataillon ist eine schurkische Organisation, die das Pokémon Lunastein als Symbol führt. Die Mitglieder dieser Organisation stehlen zahllose Pokémon in ihren Pokébällen und bringen sie zu ihren geheimen Stützpunkten, wobei sie die so genannten Phobosmobile einsetzen. Nun liegt es am Spieler, mit Lucy die Pokémon aus den Klauen des Phobos Bataillons zu retten. Doch sie ist nicht allein. Neben ihrem Partner Professor P., der genau wie sie in der „Super Geheimen Organisation“ (SNO) Mitglied ist, wird ihr von besagtem Herrn der Link Beamer anvertraut. Um die Pokémon aus der Gefangenschaft zu retten, muss sie Pokébälle, die identische Pokémon enthalten, in eine Reihe bringen. Schaffen es Lucy und Professor P., die gestohlenen Pokémon zu linken und damit zu retten? Werden sie die ruchlosen Pläne des Phonos Bataillons durchkreuzen und die Welt retten? Es liegt an dir!

Vor dem Spieler liegen mehr als 35 Level, in denen immer verschiedene Pokémon befreit werden können. Während die ersten paar Runden leicht gemeistert sind, wird es ab Level 20 dann schon anspruchsvoller. Neben den bereits angesprochenen 5 – 7 Standard-Pokémon pro Level, gibt es in jedem dieser auch noch 2 bis 3 seltene Exemplare. Der Unterschied zu den „normalen“ liegt hierbei darin, dass sie zum einen begrenzt vorhanden sind (etwa zwei Monster von jeder Sorte) und zum anderen nur eine kurze Zeit auf dem Spielfeld sind, danach verschwinden sie sofort. Jetzt wird sich der ein oder andere wohl fragen – wie soll das ganze bei 2 Exemplaren pro Level überhaupt möglich sein, wenn diese nur mit viel Glück zur selben Zeit auftauchen und man dann noch Glück haben muss, dass es gerade 2er-Linkzeit ist? Ganz einfach, die Antwort ist: Ditto! Trotz dem, dass es selten vorkommt, dass man genug dieser Pokémon zur Verfügung hat, bekommt man, wenn man es schafft, alle „Extra“-Monster zu linken, eine Preismünze. Das alles ist allerdings mehr als schwer und man schafft es als Normalo-Zocker am Ende des Spiels nur bis ca. acht Münzen. Bis dahin braucht es allerdings ein Weilchen, denn neben den Rätsel-Leveln, die sich bis auf die Anzahl der Pokémon und der Bonuspunkte kaum unterscheiden, gibt es noch einige Zwischengegner – fünf an der Zahl. Hier kämpft Lucy gegen ein Mitglied der Phobos Bataillon, welches natürlich versucht, sie aufzuhalten. Um sie zu behindern, schiebt jedes dieser fünf Zwischengegner in unregelmäßigen Abständen runde Steine in das Spielfeld hinein, um es dem Spieler zu erschweren und ihn zu Fall zu bringen. Diese Steine bekommt man nur mit Hilfe von Dittos weg, was sich als sehr schwer erweist und man deshalb auch meistens bei einem dieser fünf Zwischengegner Schwierigkeiten bekommt. Sobald ein Phobosmobil eliminiert ist, begibt es sich zum Fuß des Vulkans, wo nach fünf besiegten Gegnern der Boss der Phobos Bataillon wartet. Neben dem Story-Modus, dem „Abenteuer“ gibt es noch „Uferlos“, sozusagen das Spiel ohne Ende, denn selbst wenn der komplette Bildschirm mit Pokemon übersäht ist, wird nicht abgebrochen und es kann weitergespielt werden; so lange, bis man seinen persönlichen Rekord geknackt hat.

Steuerung:
Bei bisherigen Puzzle-Spielen auf anderen Systemen gab es immer den Kritik-Punkt, dass irgendetwas mit der Steuerung nicht ganz passte, bei Pokémon Link sieht es da anders aus. Dank nahezu perfekter Integrierung des Touchscreens bekommt man als Spieler nur selten Probleme oder Krämpfe zu spüren. Die Monster werden ganz einfach mit dem Pen von oben nach unten oder von links nach rechts geschoben. Falls der untere Bildschirmrand erreicht ist, fallen sie von oben wieder herein und somit geht kein Monster verloren. Am linken und rechten Bildrand wird dann einfach auf der anderen Seite angeknüpft. Nach der Eingewöhnungsphase im Tutorial hat man sich an die Steuerung im Normalfall gewöhnt.

Grafik:
Bei Spielen des Puzzle-Genres ist es grundsätzlich schwer, eine gelungene, drei-dimensionale Atmosphäre einzubauen und es würde wohl auch meistens daneben gehen. Und genau deshalb hat man es auch bei Pokémon Link dabei belassen, ein 2D-Spiel zu entwickeln. Viele werden sich wohl erst daran gewöhnen müssen, dass alle Pokémon als runde Monster dargestellt werden und auch meistens nur der Kopf zu sehen ist, denn bei manchen der 386 Gestalten sieht diese Darstellung recht ulkig und im Vergleich zu der üblichen Vorstellung, die wir von den Rollenspielen her haben, einfach unnatürlich und anders aus. Sobald der untere Screen voll ist, stapeln sich die Monster auf dem oberen, allerdings kann auf diesem (logischerweise) nicht gelinkt werden und die Pokémon fallen erst herunter, wenn auf dem ersten Screen welche gelinkt werden. Ansonsten bekommt man als Spieler eine farbenfrohe Welt geboten, die sich sehen lassen kann. Nur die Story-Zwischensequenzen mit Lucy und den Zwischengegnern sehen ein klein wenig unschön und zu Manga-orientiert aus. Hier hätte man es dann wohl doch eher im Stil der Rollenspiele gestalten sollen.

Sound:
Was ist das wohl beste Mittel, um den Spieler in Laune und Aufregung zu halten? Richtig, Musik! Dann am besten noch die passende, denn wer würde bei einem Schmusesong bei Spielen wie Metroid: Prime Hunters klaren Kopf bewahren können? Die weiblichen Zockerinnen (Anm. d. Red.: Doppelt gemoppelt hält einfach besser) würden wahrscheinlich in Tränen ausbrechen und die Jungens würden das Spiel einfach nur in die Ecke pfeffern oder gnadenlos versagen. Daran wurde auch bei Pokémon Link gedacht und man hat den Sound optimal der momentanen Situation angepasst. In den ersten Leveln gibt es noch ruhige, mutmachende Melodien zu hören und bei den Bosskämpfen dann einschüchternde Rhythmen, gepaart mit schauriger Melodie wird hier jeder zu Höchstformen auflaufen können. Auch wenn es ans Ende geht und dem Spieler das Aus droht, spitzt sich ebenso die Musik zu und es geht hektischer zur Sache. Zwar nur simples Midi-Gedudel, viel mehr wird aber auch nicht benötigt.

Features:
Ein Bonus, den alle Pokémon-Titel besitzen, ist die große Anzahl an Monstern, die darauf warten, gesammelt zu werden. Doch da liegt auch schon das Problem. Von den Rollenspielen kennen wir es, denn es ist ohne Cheatmodul sehr schwer, alle Monster zu bekommen, da die meisten nur durch Tausch von anderen Versionen zu bekommen sind und selbst dann bleibt es noch schwer. Bei Pokémon Link ist das zumindest in dem Punkt einfacher, da es alle Monster auf einem Modul gibt – aber selbst das ist noch schwer genug, und so verfliegt der Sammelspaß eigentlich, bevor er überhaupt da ist, denn wenn man erst einmal alle Pokémon gelinkt hat, fehlen einem noch die der Kategorie „extra“, bei denen man extrem viel Glück haben muss. Ein Feature, welches das Spiel bietet, ist die PictoChat-Suche im Uferlos-Modus. Sofern ein in Wifi-Reichweite gelegener DS-Zocker sich im Picto Chat befindet, wird der gerade puzzlende Pokémon-Fan benachrichtigt und man kann das chatten anfangen. Sehr praktisch, die Frage ist nur, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, dass dies alles auch so stattfindet.

Multiplayer:
Auch einen Multiplayer besitzt das Spiel, sogar zwei Arten von diesem. Der eine Modus nennt sich „Team“ und der andere „Kampf“. In ersterem gilt es, mit einem Freund möglichst viele Punkte zu erzielen und den Highscore zu knacken. Im zweiten wird gegeneinander gepuzzelt was das Zeug hält. Beide Modes sind sowohl mit einer als auch zwei DS-Cards möglich, allerdings sind bei dem Singlecard-Play einige Funktionen nicht freigeschaltet. Die Maximal-Anzahl der Spieler im Multiplayer liegt bei zwei Personen.

Fazit:
Pokémon Link macht zu Beginn einen recht soliden und netten Eindruck, das bleibt auch bis zur Mitte des Spiels so und erst gegen Ende wird es dann langweilig. Es ist einfach zu schwer, alle 386 Pokémon zu linken und zu sammeln und somit wird man das Spiel, nachdem man den Story-Modus geschafft hat, in die Ecke werfen. Hätte man den Schwierigkeitsgrad etwas herabgesetzt und das Sammeln der Monster einfacher ausgelegt, wäre der Reiz wesentlich höher aber unter diesen Umständen bleibt dieser nach einmaligem Durchzocken völlig auf der Strecke. Für Fans des Genres und der japanischen Monster dürfte der Titel trotzdem einen Blick wert sein, denn immerhin wird man hiermit einige einsame Stunden nicht ganz so einsam gestalten können, selbst wenn andere Puzzle-Spiele auf dem DS mehr fesseln können (Stichwort: Tetris DS).

Nicolas Reinhart für PlanetDS.de

Vielen Dank an Nintendo für die Bereitstellung des Testmusters.

WERTUNG:
73%
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 1 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Touchscreen ahoi! Innovationsfaktor:
+++--  (3 von 5 Sternen)
Touchscreen, W-Lan Multiplayer und Dualscreen.
Grafik

zweckmäßige, bunte Darstellung
Sound

Midi-Geblubber, situationsabhängig
Spielspaß

einige Stunden Spaß, danach starker Abfall








Details
Spielname:
Pokémon Link

Publisher:
Nintendo

Developer:
Nintendo

Genre:
Geschicklichkeit

Release:
06.20.0605

Multiplayer:
1-2 Spieler (MC/SC)

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (5)

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