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Donkey Kong: Jungle Climber


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Donkey Kong: Jungle Climber - Review vom 09.02.2008

Nintendos Dschungelbuch wird weitergeschrieben…
Tief aus dem überwucherten, menschenfernen Dschungel braut sich von Zeit zu Zeit rhythmisches Bongo-Getrommel und respekteinflößendes Tiergebrüll zusammen. Ein Grund, den Tropenurlaub postwendend abzubrechen? Aber nein, besser sollte man neben Moskitospray und Sonnencreme noch seinen DS einpacken! „Donkey Kong: Jungle Climber“ für unseren Zweifach-Screen stellt die Definition des Hüpf-Genres nämlich erneut in Frage und lockt mit herausforderndem Level-Design - schon unsere E3-Preview erkannte dieses Potential, gerade aufgrund des soliden GBA-Vorreiters „DK: King of Swing“.

Darum geht’s: Die wohl berühmtesten Videospiel-Primaten rund um den Kong-Clan jagen in ihrem neusten Handheld-Spiel wieder einmal den Bananenstauden und entführten Familienmitgliedern hinterher. Alles wie eh und je? Aber nein, denn kaum ein anderer Affe entwickelte sich derart kreativ: Einst faszinierte ein springfreudiges „Donkey Kong Country“ für das SNES allerlei Fans, dann glückte der farbenfrohe Schritt in die dritte Dimension und schließlich zückte der krawattentragende Gorilla seine Bongos, um das Trommelfell aus seinem Gleichgewicht zu trommeln. An welcher Position dieser ganz eigenen Evolutions-Skala reiht sich das beschwingte „Jungle Climber“ ein? Finden wir’s heraus!

Swing When You’re Winning
Theoretisch könnte sich der geschaffte Donkey Kong im Strandkorb die Sonne auf den Pelz scheinen lassen, Kräfte für den herausfordernden „Super Smash Bros. Brawl“-Auftritt sammeln und über Nachwuchs grübeln, stattdessen erregt seine Lieblingsfrucht aber des Primaten Aufmerksamkeit. Hoch auf einem Berg scheint eine überdimensionierte, strahlende Banane zu schweben… Nichts wie hin, bevor uns jemand zuvorkommt! Mit dieser schnell erzählten (allerdings längst nicht abgeschlossenen!) Rahmenhandlung steigt ihr in die erste Welt ein und werdet sofort mit dem grundlegenden Steuerungsprinzip vertraut gemacht - Schritt für Schritt, versteht sich. Ein ausführliches Tutorial, welches der weise Cranky Kong leitet, begleitet eure ersten Schwing- und Gehversuche nahezu optimal. Kaum ein Kunstbegriff trifft die spielerische Aufmachung hierbei so gut, wie das bereits für den Advance-Vorläufer benutzte „Jump’n Swing“-Genre. Erklärung gefällig?

Die Levels werden nicht wie üblich durch einfaches Laufen und Springen absolviert, sondern durch perfekt abgestimmtes Schwingen und Klettern, was später eure gesamte Konzentration fordert. Geschwungen kann natürlich nur dann werden, wenn ihr geeignete Punkte findet, an denen sich unser Protagonist festkrallen kann. Über die bedeutungsvollen L- und R-Tasten kontrolliert ihr dann Donkeys Patschhändchen: L für die linke Pranke, R für die rechte. Je nachdem, wo ihr euch zuerst festhaltet, dreht sich euer Affe unaufhörlich im oder gegen den Uhrzeigersinn kreisartig, bis man von der Taste ablässt. Nun hechtet DK ein Stückchen durch die Luft, um sich anschließend am nächsten Andockpunkt festzuhalten - oder kläglich hinabzustürzen. Alternativ kann man sich auch mit L und R gleichzeitig festhalten, stur in der momentanen Blickrichtung verharrend. Mit ordentlichem Schwung und dem betätigten A-Knopf katapultiert ihr euch nun am besten in Richtung altbekannter Serien-Gegner, um diese in die ewigen Jagdgründe zu schicken. Das haut rein! Zusätzliche Raffinesse beweisen die Entwickler in vertiefenden Gameplay-Herausforderungen, wie z.B. einer sich ständig drehenden Kugel, die man zum späteren Abspringen erstmal erklimmen muss.

Im typischen Fortschrittssystem (Level 1-2, 2-2, 2-3…) gilt es, jede Station in den insgesamt sechs Hauptinseln abzuklappern und jeweils heile das Ziel zu erreichen - was sich nicht unbedingt problemlos gestaltet, da ihr nach einem einzigen Treffer schon ein Leben einbüßt und die Handhabung eures Lieblingsaffen ein gewisses Geschick voraussetzt. Bloß gut, dass es fair verteilte Rücksetzpunkte und genügend Bonusleben gibt und euch der wendige Diddy Kong schon nach kurzer Eingewöhnungszeit zu Hilfe eilt! Dieser hält seinen Kopf nämlich schützend in die Bresche, wenn sich eigentlich Donkey wehtun, und damit einen Versuch verlieren müsste - ganz wie diese Geschwisterliebe auch in „Donkey Kong Country“ gehandhabt wurde. Zusammen mit dem frechen Mützen-Träger grast ihr die Dschungelwelt nach (teilweise einfallslos) versteckten Objekten wie Bananenmünzen oder KONG-Lettern ab, um Extras, Minispiele oder anspruchsvolle Geheimlevel zu entdecken. Doch macht sich der Teenager der Kong-Sippschaft noch in anderer Hinsicht nützlich: Um entfernte Fässer zu zerschmettern, dürft ihr Diddy hochschleudern oder aber einen der herumliegenden Hämmer aufsammeln und damit kräftig austeilen, sodass selbst dicke Kremlings oder Spezialblöcke keine Hindernisse mehr darstellen.

Steuerung:
Kaum in einem anderen Nintendo-Spiel ist die Steuerung derart einmalig konzertiert, wie im vorliegenden Erlebnisurlaub… Außer vielleicht in „King of Swing“, der direkten Gameplay-Vorlage! Entgegen dem immer stärker werdenden Trend kann euer Stylus dabei getrost beiseite gelegt und höchstens zu kurzweiligen Minispiel-Einsätzen verwendet werden, grundsätzlich sind nämlich die Tasten von Bedeutung: Per A-Button setzt ihr zur Sprungattacke an, hangelt den zumeist vertikalen Level entlang und haltet euch mit der L- und R-Taste an den zahlreichen „Knubbeln“ fest. Dabei ist die Kontrolle über eure Protagonisten recht feinfühlig ausgefallen - ihr müsst oftmals genau abwägen, wann ihr zum Sprung loslasst, um z.B. das nächste Fass zu erreichen.

Grafik:
Die Kokosnuss fällst nicht weit vom Stamm - was mit der charmanten Flachwelt auf dem GBA-Screen begonnen hat, führt Nintendo jetzt in farblich aufpolierter Form weiter, ohne diese neue Plattform allerdings auszureizen. Trotzdem wirken die Level ausgefallener, größer und letztendlich detaillierter designt. Erfreulicherweise hinterlassen auch die Animationen (sowohl von Gegnern, als auch unseren Protagonisten) überwiegend positive und nostalgisch angehauchte Eindrücke, und selbst bei angezogenem und actionreichen Spieltempo kommt die Framerate nicht ins straucheln.

Sound:
Den Retro-Bonus hat sich die aufgeweckte Affenfamilie ja bereits gesichert, wenn die allerersten Intro-Melodien in „Jungle Climber“ aus dem Lautsprecher dröhnen. Aber auch im weiteren Verlauf werden wachsame Ohren die ein oder andere bekannte Serien-Komposition wiedererkennen. Völlig authentische und meisterhaft eingespielte Lieder sind dabei weniger die Regel, sondern eher irgendwann nervende Brabbel-Geräusche, wenn munter drauflos geredet wird.

Features:
Wie bereits erwähnt, tischen die Produzenten des Dschungelspaßes einen wahren Obstsalat an motivierenden Extraobjekten auf, die dann weitere Nebenbeschäftigungen bzw. -modi freischalten. Unbesiegbar machende Kristallsterne werden beispielsweise über den Touchscreen aktiviert, KONG-Buchstaben sind überall verborgen und wecken euren Forschungsdrang, und die glänzenden DK-Münzen lassen sich im Cheat-Menü gegen mehr oder minder sinnvolle Cheats eintauschen. Unterschiedlich schwierige Minigames runden die gelungenen Spielinhalte ab.

Multiplayer:
Auch an Familientreffen innerhalb der kongschen Fangemeinde wurde zumindest gedacht - mit bloß einer Cardridge habt ihr nämlich Zugriff auf alle (im Abenteuer freigeschaltenen) Minispiele, und könnt in besonnener Runde um Bananenanteile batteln. Dabei sind die jeweiligen Beschäftigungen keine meisterhaften Konzepte und in anderer Form bereits vielfältig vorhanden, unterhalten aber dennoch für gewisse Zeiträume.

Fazit:
Bis auf das verkrampft innovative „Jet Race“ für Wii überzeugte noch jedes DK-Sequel auf seine spezielle Art und Weise. Auch „Jungle Climber“ macht da keine Ausnahme, im Gegenteil - mit dem kleinen Unterschied, dass das Spielgeschehen nun auf beiden Screens stattfindet, hat man ein raffiniertes Gameplay-Klettergerüst, nostalgische Levelideen und den typischen „King of Swing“-Charme beibehalten. Allerlei Items, Moves und mit Freunden absolvierbare Minispiele ergänzen den ansonsten relativ kurzen Story-Modus. Dennoch muss der ungeübte Klettermaxe viel Fingerspitzengefühl beweisen, wenn er Diddy & Donkey im Zweiergespann perfekt beherrschen will. Stören an einer mehr oder minder effektlosen Technik darf man sich ebenfalls nicht. Spätestens nach diesen genannten Nachteilen ist aber wieder alles Banane!

Klettert ohne Hast von Ast zu Ast: Jakob Nützler [Miroque] für PlanetDS.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
80%
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Genialer Steuerungskniff, der auch ohne Touchscreen genrebereichernd ist. Bravo! Innovationsfaktor:
++---  (2 von 5 Sternen)
Ordentliches Aufbrauchen des Zweiscreen-Platzes, doch kaum Touchscreen-Experimente.
Grafik

2D-Gestrüpp ohne allzu viel Schnickschnack, was der Übersichtlichkeit zugute kommt.
Sound

Beschwipst fröhlich, lässt teils den DK-Charme früherer Tage aufkommen.
Spielspaß

Trotz Ähnlichkeit zum GBA-Vorläufer ein solides Affentheater, nur der bananenmäßige Kick zum Hit fehlt.








Details
Spielname:
Donkey Kong: Jungle Climber

Publisher:
Nintendo

Developer:
Paon Corporation

Genre:
Jump 'n Run

Release:
07.20.1202

Multiplayer:
1-4 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (6)

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