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Kirby Mausattacke


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Kirby Mausattacke - Review vom 05.07.2007

Knödel oder Kaugummiblase? Kloß oder Flummi? Was unser kleiner rosa Freund auch immer darstellen soll, es ist klar, dass er schon seit Jahrzehnten auf Nintendos Konsolen sein Unwesen treibt. Ob man nun „Kirby’s Dreamland“ oder den GBA-Ableger „Kirby: Nightmare in Dreamland“ hernimmt. Zu oft spielte sich schon im schönen Lande der kleinen Seifenblase ein unheimliches Abenteuer ab - und man selbst war immer mittendrin anstatt nur dabei. Jede Reise endete bis jetzt glimpflich, denn mit ordentlichem Zutun und einer professionellen Navigation des Spielers schaffte es Kirby bisher immer King Dedede und seine Mitstreiter außer Gefecht zu setzen. Mit was unser rosa Edelknödel diesmal wieder zu kämpfen hat, haben wir in einer neuen Runde vor unserem DS in Erfahrung gebracht. Und natürlich wollen wir euch an unserem Erlebnis teilhaben lassen. (Genauso wie an der Erkenntnis, dass es sich bei Kirby um einen rosa Edelknödel handelt. (oder etwa doch nicht?)) Vorhang auf für "Kirby – Mausattacke!"

Die Squeaks sind los!
Manch einer wird sich wohl noch an den Arbeitstitel des neuen Kirbyspiels erinnern können: Mit „Squeak Squad“ machte es vor nicht allzu langer Zeit zum allerersten Mal auf sich aufmerksam, und interessierte Spieler konnten bereits auf der Games Convention 2006 erste Eindrücke sammeln. Was damals noch als Demo-Version ausgestellt wurde, entpuppt sich seit dem 22.06.2007 als fertig entwickeltes Spiel, nur unter neuer Bezeichnung. So steigt unser rosa Edelknödel nicht mehr unter dem eben genannten Titel in den Ring, sondern mit dem leichten, mehr oder wenig aussagekräftigen Kürzel „Mausattacke“. Was verbirgt sich aber hinter diesem unscheinbaren Begriff? Nun, dazu ist es nötig die Story des Games näher unter die Lupe zu nehmen…

Euer Abenteuer beginnt an einem recht unscheinbaren Tag, als ihr alias Kirby gerade genüsslich in ein leckeres Stückchen Torte beißen wollt. Doch ehe ihr euch versaht, wurde das Prachtexemplar vor euren Augen gestohlen. Frechheit! Natürlich kommt dafür anfangs nur King Dedede in Frage, doch nachdem ihr diesem Rüpel ordentlich eins auf die Glocke gehauen habt, stellt sich heraus, dass er unerwarteter Weise gar nicht der Attentäter auf euer Festschmaus gewesen war. Ganz im Gegenteil: Er hat scheinbar gar nichts mit der Sache zutun gehabt. Aber wer war es dann? Die Antwort liegt in dem einfachen Begriff, der auch die Namensbezeichnung des Spieles ausmacht: Mäuse. Langfingermäuse. Auch bekannt unter dem Namen „Squeaks“. Diese Bande intergalaktischer Bösewichte setzt nämlich ihre unverwechselbaren Fähigkeiten dazu ein, um Schätze jeglicher Form und Größe aufzuspüren und sich unter den Nagel zu reißen. Aber da haben sie natürlich ihre Rechnung ohne Kirby gemacht, denn der ist ziemlich sauer, seine Erdbeertorte ab jetzt nur noch von hinten zu sehen!

Ihr begleitet den rosa Edelknödel in über 100 Levels auf dem Weg zum Übeltäter, der sich an jenem Tage erlaubt hat, euer Leckerli zu stehlen. Dabei werden euch die ein oder anderen Bösewichte begegnen, die eng mit der Sache in Verbindung stehen: Doc, Spinni, Storo und die Squeakers höchst persönlich. Denn diese versuchen euch am Ende jeder Mission, gefundene Schatztruhen mit Items und anderen Goodies abzuluchsen. Tatsächlich ist jeder Level so aufgebaut, dass ihr 1-3 Schatztruhen finden könnt, die versteckte Inhalte im Spiel freischalten. Das komplette Abenteuer spielt sich auf dem oberen Screen ab und der Touchscreen kommt nur vereinzelt zum Einsatz. So kann man sich kleine Blubberbläschen mit besonderen Fähigkeiten in sein Inventar legen und bei passender Gelegenheit wieder abrufen. Er bietet Platz für 5 Objekte, welche ebenfalls kombiniert werden können. Mit Hilfe von diversen Fähigkeiten, die sich Vielfraß Kirby durch das Herunterschlucken von Gegnern aneignen kann, werden versteckte Bereiche zugänglich und erreichbar. Gekennzeichnet ist der aktuelle Zustand Kirbys durch eine trendige Kopfummantelung. Als Tier, Steinklotz, Blasenmann, Feuerspucker oder auch Link – um nur einige der vielen Varianten aufzuzählen – darf man dann durch die Levels watscheln und Feinde besiegen. Logisch ist dabei, dass durch diese Features der Schwierigkeitsgrad auf ein Minimum gesenkt wird, was auch einer der Hauptkritikpunkte des Spieles ist. Die Durchspielzeit ist aus diesem Grund nämlich trotz der Unmengen an Missionen sehr gering, auch wenn sich das Adventure an sich als sehr abwechslungsreich auszeichnet.

Steuerung
Das gute, alte Steuerkreuz – wie viele Jump’n Runs hat es schon alles hinter sich bringen müssen? In GameBoy-Zeiten war es ein unentbehrlicher Begleiter, der durch seine Präzision und Bedienungsfreundlichkeit geradezu glänzte. Doch heute? Nun, wo der DS geradezu von „Innovationsschreien“ umlagert wird, gibt es nur noch wenige versiert gemachte Ableger, die sich dieser Steuerungsvariante bedienen. Dafür ist es umso freudiger zu berichten, dass unser rosa Edelknödel in einem der Spiele auftritt, welches das altbewährte Konzept auf durchaus gegenwartstüchtige Weise umgesetzt hat. So präsentiert sich „Kirby – Mausattacke“ auf klassische Art in fast ausschließlicher Tastensteuerung. Das ganze Spiel verläuft auf dem oberen Screen, wodurch das Einsetzen von Stylus und Finger fast gänzlich wegrationalisiert wurde. Einzig und allein das Auswählen der Features zwingt den Spieler wieder zur Touchscreennutzung, welche im Gesamtkonzept deshalb auch eher gezwungen als wirklich passend wirkt. Lediglich in den Minispielen wird der wahre Zweck dieses Features sichtbar, wodurch zum Beispiel Kuchenfressorgien viel innovativer gestaltet worden, als es auf einer anderen Konsole hätte passieren können.

Grafik
Der Grafikstil von Kirby-Spielen ist wohl schon seit dem ersten Ableger „Kirby’s Dreamland” nahezu der Gleiche. Lediglich Detailreichtum und Farbenvielfalt wurden im Laufe der Jahre verändert, aber Ähnlichkeiten zu den Vorgängern sind immer wieder erkennbar. Selbst altbekannte Monster sind wieder mit von Partie. Vielleicht ist das auch der Grund, weshalb man die Optik des Games als besonders einzigartig ansieht. Zwar wird einem hier nicht 3D-Schmaus a la „New. Super Mario Bros.“ unter die Nase gerieben, aber wie sagt man so schön? „Ein schöner Rücken kann auch entzücken“, denn diese versiert gemachte 2D-Grafik kann ebenfalls begeistern. Einzig und allein die Nutzung des Touchscreens lässt einem das Gesicht entgleiten, denn dieser ist so unnütz gestaltet, wie er letzten endlich auch Sinn im ganzen Spiel hat: Stumpf, stupide und leicht wegrationalisierbar.

Sound
Dasselbe was auf die Grafik von dem Ableger unseres rosa Edelknödels zutrifft, kann man auch bei der musikalischen Untermalung sagen. Manche Melodien erinnern einen nur zu genau an frühere Abenteuer, die man zusammen mit Kirby vollführt hat. Und ein paar von diesen entpuppen sich sogar als echte Ohrwürmer. Alles in allem bringen die Stücke das richtige Feeling herüber und gliedern sich perfekt in das Gesamtkonzept ein.

Features
Was den Spielumfang im Allgemeinen betrifft, ist „Kirby – Mausattacke“ wohl nicht zu übertreffen. 120 Levels, gemischt mit kleinen Portionen Minispielen und Schatzsuchen, bieten sich dem Spieler zum Besiegen bzw. Überwältigen an. Dabei sind – besonders bei der Jagd nach Truhen – diverse Extras freizuspielen. Neue Farben, Sternensiegel, Fähigkeitsschriften oder auch Sound Player mit vielen unterschiedlichen Musikstücken wären nur stellvertretend für eine riesige Menge an Features zu nennen. Den Möglichkeiten scheinen hierbei keine Grenzen gesetzt worden zu sein und alles scheint auf den ersten Blick perfekt – der Schein trügt aber leider unweigerlich, denn der Schwierigkeitsgrad ist nämlich genau das, was all diese positiven Eigenschaften wieder zunichte macht. Besagte Schatzkisten lassen sich ziemlich schnell in der weiten Welt von Kirby aufspüren und als trainierter Spieler ist man bereits in wenigen Stunden komplett mit dem Game durch. Schade eigentlich, denn Kirby-Spiele waren bis jetzt schon immer für den niedrigen Grad an Schwierigkeit bekannt…

Fazit:
Es ist das alte Problem: Wenn „Kirby – Mausattacke“ auch nur halb so leicht gewesen wäre, wie es letzten endlich der Fall ist, hätte es sicher einen höheren Platz auf unserer Punkteskala erreichen können. Aber es sollte nicht so sein: Zielgruppengerecht auf eine jüngere, unerfahrene Fraktion hin abgerichtet, präsentiert sich der rosa Edelknödel von seiner besten Seite. Während Neueinsteiger sicherlich ihren Heidenspaß am Spiel genießen können, werden alteingesessene Zocker das Game bereits in wenigen Stunden in ihr Regal zu allen anderen durchgespielten Games stellen können. Zwar wurde versucht, durch eingebaute Goodies die Spielzeit in die Länge zu ziehen, aufgrund eines unzureichenden Schwierigkeitsgrades konnte aber auch an dieser Stelle das Vorhaben leider nicht glücken. Für Fans der Serie ist es jedoch allemal ein Blick wert.

Elisabeth Grunert [Liese] für PlanetDS.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
78%
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Simpel, prägnant und altbewährt. Innovationsfaktor:
+----  (1 von 5 Sternen)
Geringfügige Nutzung der DS-Features.
Grafik

Typische Kirby-Optik im klassischen 2D-Stil.
Sound

Achtung: Ohrwurmgefahr!
Spielspaß

Versiert gemachtes Jump’n Run, leider etwas zu leicht.








Details
Spielname:
Kirby Mausattacke

Publisher:
Nintendo

Developer:
Nintendo

Genre:
Action Adventure

Release:
07.20.2206

Multiplayer:
ja, 1-4

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (5)

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