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Nintendos DS Lite - Browser


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Nintendos DS Lite - Browser - Review vom 14.11.2006

Die Nintendo WiFi-Connection ermöglicht es Nintendo DS-Besitzern seit fast nun mehr einem Jahr, online zu spielen. Ob „Mario Kart“, „Animal Crossing“, eine Runde Poker in „42 Spieleklassiker“ oder einfach nur mal ballern in „Metroid Prime: Hunters“ – Monat für Monat werden mehr Spiele angekündigt, die allesamt einen blauen Punkt auf dem Cover tragen sollen. Schon seit der Entstehung und Bekanntgabe der Nintendo WFC gingen Gerüchte umher: Ein Browser soll erscheinen.
Doch nachdem diese Gerüchte kursierten, wurde es eine ganze Weile still um den „Web Browser“ für den Nintendo DS, nach mehreren Monaten dann die Bestätigung: Nintendo hat sich Opera ins Boot geholt! Der erfolgreiche Browser soll für den Nintendo DS optimiert werden und dann als Modulversion käuflich zu erwerben sein. Die Fans der Herzen explodieren vor Freude, als diese Nachricht bestätigt wird. Nach einigen weiteren Monaten ist der Browser endlich auf dem Markt und auch bei uns in der Redaktion eingetrudelt und wurde natürlich sofort ins Test-Labor verfrachtet.

Die Geschichte des Internets – ein schwerer und langwieriger Weg zu dem, was wir heute im Alltag besitzen und nutzen. Denn, seien wir mal ehrlich, wer von uns ist nicht mindestens alle 2 Tage mal im Netz, sei es um seine allgegenwärtige Sucht zu stillen, einfach so aus Spaß oder einfach um irgendetwas zu recherchieren. Von Zeit zu Zeit wird das Internet in Zukunftsvisionen eingebunden.
Der Kühlschrank soll schon bald den Einkaufszettel schreiben und dann am besten noch die Artikel alle aus dem Supermarkt bestellen und liefern lassen. Nur kochen muss man das Ganze dann wahrscheinlich noch selber – oder? Aber zurück zum Thema: Die Zukunft setzt aufs Internet, was wir von Tag zu Tag mehr mitbekommen. Man schaue sich nur mal den aktuellen Mobiltelefon-Markt an: Nahezu jedes Handy heutzutage ist WAP-fähig und bei den meisten Vertragsgebern gibt es sogar eine (meist teure) WAP-Flatrate mit ihm Paket. Auf einem Minifunzel-Display soll man dann ohne Tastatur oder Maus sich im World Wide Web zurecht finden.
Eine herausfordernde Umstellung, wenn man „Surfen“ nur vom PC aus kennt. Nichtsdestotrotz hat Nintendo den Schritt gewagt und einen Browser für den silbernen und den liten Brotkasten herausgebracht – zwei Editionen für zwei Systeme. Wir beschäftigen uns in diesem Test überwiegend mit der Nintendo DS lite-Version, welche sich allerdings nur vom Optischen her von der des Nintendo DS unterscheidet.

Anders als normale Spiele beinhaltet der Browser neben dem Nintendo DS Modul noch eine weitere „Beilage“: Das so genannte „Memory Expansion Pak“, eine Speichererweiterung mit einer Kapazität, die reichen soll, um lange zu surfen und nicht dauernd den Speicher leeren zu müssen. Wie bereits erwähnt gibt es sowohl eine Version für den herkömmlichen Nintendo DS, also auch für seinen kleinen Bruder (den Nintendo DS lite). Der Hauptunterschied (neben der Darstellung auf dem Cover) ist das enthaltene Expansion Pack: Eins in der Größe eines normalen GBA-Moduls und eines in der Größe des DS Lite GBA Dust Covers. Die Version für den herkömmlichen DS funktioniert zwar auch mit dem Lite, da das herausstehende Modul allerdings viele Benutzer nerven würde, hat Nintendo freundlicherweise an diesen Kritikpunkt gedacht. Der Browser basiert auf dem hauptsächlich für Handys und PDAs entwickelte Opera Mini System, allerdings ein klein wenig auf die Funktionen des DS angepasst – später dazu mehr.

Nach dem Starten der Software findet man sich auf der Startseite wieder. Während auf dem Top Screen einige hilfreiche Starttipps und das Logo des DS Browsers, so wie das des Herstellers Opera prangen, findet man auf dem Touchscreen eine Schnell-Suche fürs Internet und einen vorgegeben Startseitenordner. Später kann man diese Seiten bearbeiten, löschen oder andere hinzufügen, um so möglichst schnell auf seine Lieblingsseiten gelangen kann. Sicherlich ist die erste Benutzung der neuen Software mehr als kompliziert, doch auch dafür gibt es mehrere Anlaufstellen.
Neben der Bedienungsanleitung gibt es auch im Modul integriert eine ausführliche Hilfe bezüglich der einzelnen Funktionen des Touchpens, der Tasten sowie die Browser-Benutzung allgemein. Wer hier seine Antwort nicht findet, der findet sie wie bereits erwähnt in der beiliegenden Anleitung oder in einer der Nintendo WiFi-Konfigurations-Anleitungen. Da direkt auf der Startseite ein Link zu Nintendo Deutschland ist, liegt es am nahesten, zunächst einmal bei „Big N“ vorbei zu schauen. Die Domain, die im Startseitenordner gespeichert ist, ist für den DS Browser angepasst und der erste Eindruck ist somit „Wow!“ – doch wie sieht es mit den anderen Seiten aus? Trügt der Schein oder ist die Optimierung so gut geglückt, dass der Opera DS eine nette Erweiterung zum PC darstellt?

Als Darstellung sind dem Benutzer zwei Möglichkeiten bereitgestellt: Zum einen der Übersichts- und zum anderen der SSR-Modus. Der Übersichtsmodus setzt sich wiederum auch aus zwei Komponenten zusammen. Der eine Bildschirm wird zur Übersicht genutzt und der andere zeigt einen Ausschnitt der Stelle, die auf dem oberen Screen markiert ist. Mit dem X-Knopf kann man wählen, auf welchem Schirm man welche Ansicht haben möchte. Wählt man beispielsweise die Übersicht für den Touchscreen, so kann man mithilfe des Touchpens den Auswahlbereich durch Verschieben auswählen, um diesen so auf dem Topscreen genauer abzubilden.
Möchte man jetzt einem Link aus dem vergrößerten Bereich folgen, drückt man einfach einmal die X-Taste, um somit zur Großansicht zu gelangen und dann auf den entsprechenden Link zu klicken. Der Standard-Mode ist allerdings der Small Screen Rendering-Modus, welcher, wie der Name schon sagt, die Websites in verkleinerter Form darstellt. Allerdings wird nicht nur die komplette Website an die Breite der beiden Bildschirme angepasst, sondern auch sämtliche Grafiken, sobald sie eine gewisse Breite überschreiten. Dies kann von Vor-, allerdings auch von Nachteil sein. Wenn eine Seite zum Beispiel viele kleine Grafiken enthält, die eigentlich als eine große zusammengesetzt sind, kann dies zu durcheinander gemixtem Web-Brei aufblühen.
Im Gegensatz zum Übersichts- nutzt der SSR-Modus beide Screens nacheinander, d.h. die Seite wird quasi nur optisch durch den Platz zwischen den beiden Displays getrennt und bleibt ansonsten fortlaufend bestehen. Ein Nachteil des SSR-Modus ist definitiv, dass es nur sehr wenige Websites gibt, die bei einer solchen Breite korrekt dargestellt werden können, da die meisten Seiten im heutigen Netz sehr viel breiter ausgelegt sind. Allerdings gibt es ja doch einige angepasste Seiten, wie zum Beispiel die Google Mobile Suche, Google Mail Mobile, etc.

Das Internet reagiert ja leider nicht auf Sprachbefehle (was allerdings beim DS möglich gewesen wäre) und so braucht man demnach auch eine Zeicheneingabe. Gelöst wurde dieses Problem wie so oft durch den Touchscreen, zum einen mit der Tastatur, die wir schon von „PictoChat“ & Co. kennen, zum anderen mit zwei Schreib-Feldern.
Hier muss man einzelne Zeichen oder Buchstaben hintereinander eintragen, um so fortlaufende Wörter zu bekommen. Sobald man einen Buchstaben geschrieben hat, erscheint dieser oder ähnliche (sollte das System die Handschrift nicht genau erkennen) und bleibt so lange angezeigt, bis der nächste Buchstabe auf dem anderen Feld eingezeichnet wird.
Dies bringt allerdings auch seine Negativ-Aspekte mit: Schreibt man zum Beispiel schneller und schreibt einen Buchstaben mal unsauber (Beispiel: h-n-u), muss man umständlich 2 Buchstaben zurückgehen, diesen löschen und noch mal eingeben. So entstehen oft fehlerhafte Texte, was sehr zeitraubend sein kann. Eine Verbesserung wäre hier zum Beispiel, dass ein Buchstabe so lange bestehen bleibt, bis man auf das Feld tipp, auf dem er geschrieben wurde, und nicht auf das andere.
Wenn man sich allerdings ein klein wenig eingetippt hat, ist auch die Touchscreen-Tastatur schnell ein Kinderspiel und es passieren zumindest ein bisschen weniger Schreibfehler als bei der Schrifterkennung. Diese funktioniert zwar meistens gut, will aber einige Buchstaben, wie zum Beispiel „k“ oder „K“ nicht erkennen, egal, wie sauber oder unsauber man diese schreibt.

E-Mails spielen heutzutage eine wichtige Rolle und werden wohl auch von jedem ausgiebig genutzt. Deswegen stellt sich auch die Frage, ob der Browser hierfür genutzt wird. E-Mails empfangen, lesen & sogar schreiben funktioniert natürlich einwandfrei, die Frage ist nur, bei welchen Anbietern. Die großen Free-Mail Services wie GMX, Web.de oder Yahoo! haben alle ein Problem: Ihre Seiten sind so voll gestopft mit Inhalten (was für PC-User natürlich nicht zwingend von Nachteil ist), dass es fast unmöglich ist, sich a) einzuloggen und b) danach auch noch die E-Mails einigermaßen angenehm zu lesen. Mit dem Übersichtsmodus ist das Ganze auch ein klein wenig schwerer, da man dann den Touchpen für fast jedes Wort um ein paar Zentimeter bewegen muss, was sich bei langen Texten als sehr, sehr nervig herausstellt. Einziger Mail-Anbieter, der sehr gut dargestellt wird, ist Google Mail aufgrund der Einfachheit und wenig Werbung, alle anderen sind nur schlecht, bis fast gar nicht zu benutzen.

Neben Mail spielt vor allem bei der Jugend ICQ eine große Rolle. Da der Browser zwar diverse Formate wie HTML, XHTML, XML, ECMAScripts und einige Funktionen des CSS, allerdings kein Java oder gar Flash unterstützt, fällt ICQ2GO! flach. Es gibt allerdings Alternativen wie zum Beispiel eBuddy, mit dem man sowohl ICQ, AIM, MSN oder den Yahoo! Messenger in Anspruch nehmen kann. Zwar stellt sich dieser nicht gerade als komfortabel raus, ist aber besser als nichts. Trotz allem ist der DS definitiv nicht zum Chatten gedacht und daher auch hier nur in geringem Maße empfehlenswert.
Stichwort: Komfort. Der PSP Browser bietet für Benutzer drei Tabs, was kann Opera für den DS? Nichts, gerade mal ein Fenster, es gibt leider keine Tabs oder derartiges, was ziemlich störend sein kann, wenn man mehrere Dinge parallel „erledigen“ will. Allerdings ist der DS der PSP zumindest in einem Punkt voraus: Mit dem DS kann man an öffentlichen T-Online-Hotspots surfen, mit der PSP ist das nicht möglich. Entgegen vieler Befürchtungen ist es also nicht nur in den eigenen vier Wänden, sondern auch unterwegs möglich, kostenlos zu surfen, solange es sich um offene oder Hotspots der T-Com handelt.

Eine wichtige Frage ist sicherlich auch die nach der Geschwindigkeit. Und die Antwort ist leider eine negative, denn wer mit dem DS Browser surft, der muss viel Zeit mitbringen. Der Aufbau einer größeren Seite kann oftmals schon bis zu einer Minute dauern, trotz Breitbandverbindung und mit vollem Speed. Rechts oben auf dem Topscreen werden die bisher geladenen Elemente angezeigt, also z.B. 5/12 bedeutet, dass bisher 5 von insgesamt 12 Elementen auf dieser Seite geladen wurden. Je nach Seite kann die Anzahl der Elemente allerdings auch rasant ansteigen und so werden aus 10 Elementen auch mal schnell 80 und aus 10 Sekunden mehr als eine Minute.

Fazit:
Die Idee des Browsers ist sicherlich eine gute gewesen und auch die Umsetzung ist bis auf einige Kleinigkeiten gut bis mittelmäßig gelungen. Was Nintendo aber nicht bedacht hat: Die eigentlich nicht vorhandene Zielgruppe, denn wer daheim einen PC mit Internetanschluss hat, wird diesen zum Surfen nutzen und wer keinen PC hat, wird auch keinen Breitbandanschluss besitzen. Und wer keinen Breitbandanschluss besitzt, ist wiederum nicht darin interessiert, im Internet zu surfen, denn wer geht schon in die nächstlegende Gaststätte mit T-Com-Hotspot, nur um mit seinem DS zu surfen?
Wohl niemand. Der DS würde sich rein theoretisch für Leute, die viel auf Reisen sind, lohnen, doch diese besitzen dann meist sowieso einen Laptop oder PDA, einziger Vorteil diesen beiden Systemen über ist das kostenlose Surfen an Hotspots. Dabei bleibt es allerdings auch vorerst, denn 40€ für eine Software ausgeben ist im Prinzip gesponnen, so finanziert sich aber gleichzeitig auch die lebenslange Hotspot-Flatrate.

Aufgrund der teilweise vorhandenen Unbequemlichkeit des Nintendo DS Browsers, die teilweise auf das System, teilweise auf die Verarbeitung (Tabs, Geschwindigkeit, etc.) zurückzuführen ist, ist die Software nur bedingt empfehlenswert. Zum kurzen Checken der Mails, wenn man gerade im Wohnzimmer auf der Couch liegt, ist der Browser sicherlich geeignet, aber da laufe ich lieber die Treppe hoch und schalte meinen Rechner ein und spare mir die 40€.
Wer die Möglichkeit hat, den Browser in Aktion zu testen, sollte dies allerdings unbedingt tun und dann selbst entscheiden, ob sich der Preis für das, was man im Internet macht und machen muss, lohnt, oder ob die Software nur eine nette, aber überteuerte Kleinigkeit ist.


Nicolas Reinhart für PlanetDS.de

Herzlichen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
keine
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Via Sylus unkompliziert und einfach. Innovationsfaktor:
++++-  (4 von 5 Sternen)
Optimale Nutzung der DS-Fähigkeiten.
Grafik

Grafikelemente sind zweckmäßig und übersichtlich.
Sound

Nicht erwähnenswert.
Spielspaß

Funktionalität gut und der Preis jedoch sehr hoch.








Details
Spielname:
Nintendos DS Lite - Browser

Publisher:
Nintendo

Developer:
Opera

Genre:
Sonstiges

Release:
06.20.0310

Multiplayer:


Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (9)

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