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Yoshi's Island DS


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Yoshi's Island DS - Review vom 06.12.2006

Ein schnuckeliges Cover und der Schriftzug „Yoshis Island DS“. Soso. Man ist ja zunächst skeptisch, denn Nintendo hat es ja ganz gern mal mit der Ausschlachtung ihrer Charaktere. Ehemals als Yoshis Island 2 betitelt, ist man dann noch mal extra gespannt. Teil 2, whohoo, der Nachfolger des SNES-Spiels, das für mich zu den besten Spielen aller Zeiten gehört. Wie hat man es vergöttert, mit seiner spielerischen Tiefe, den kreativen Ideen und dem Grafikstil. Aber zurück zur Gegenwart. Man vertraut bei Nintendo gern auf die Marke und legt das Spiel mit Freuden in seinen Nintendo DS. Los gehts also nach Yoshis Island, Part 2.

Zurück auf Yoshis Insel
Der Startbildschirm begrüßt einen mit einem vertrauten Bild. Wie auf dem SNES sieht man die Insel der Yoshis und Meeresrauschen tönt aus dem DS. Die Insel ist in Cell-Shading angehauchtem 3D dargestellt. Zucker. Freudentränen. Es dauert hier erst einmal ein paar Sekunden bis man dann endlich die Start-Taste drückt. Im Menü kann man einen von drei Speicherplätzen belegen und dann ins Abenteuer starten. Das Optionsmenü hält zudem diverse Konfigurationen für ein Steuerungssetting bereit.
Wie war das noch mit der Story? Wir erinnern uns: Bario Mario und Baby Luigi werden vom Storch zu ihren Eltern gebracht. Dieser wird bei seiner Auslieferung jedoch von Kamek überrumpelt, der die Babys entführen will. Allerdings verliert Kamek ein Bündel. Während Baby Luigi im Schloss von Baby Bowser landet, findet sich Baby Mario auf der Insel der Yoshis. Diese sind natürlich sehr hilfsbereit und gemeinsam zieht man los um Baby Luigi zu befreien.
Es mag suspekt klingen, aber dies ist, bis auf einige kleine Unterschiede auch die Story von Yoshis Island DS. Allerdings werden hier gleich eine ganze Bande an Kindern von Kamek und seinen Schergen entführt. Dazu gehören dann auch wieder Baby Mario und Luigi und als Neuerung Baby Peach. Soweit so gut. Nach der Intro-Sequenz wird man in ein kleines Einführungslevel geworfen, das einem mit der Steuerung zurechtkommen lässt. In der Standart-Steuerung wird mit B gesprungen und bei gedrückt-halten zappelt Yoshi noch ein wenig in der Luft. Mit Y streckt der Dino die lange Zunge aus und mit A feuert man Eier ab, die sich durch das Verschlucken der Gegnern (Y und dann Steuerkreuz runter) erzeugen lassen. Mit dem X-Knopf kann man das Fadenkreuz beim Schießen festsetzen. Das war’s auch erst einmal.

Der erste Eindruck
Sehr prägnant präsentiert sich die Nutzung beider Bildschirme. Das Spiel läuft schlicht und ergreifend auf beiden Bildschirmen ab. Geil, endlich kein Jump and Run wo auf einem der beiden Screens so ne langweilige Karte oder Ähnliches gezeigt wird. Hier wirkt alles irgendwie größer und Umfangreicher. Man sieht beispielsweise auf dem obigen Screen hoch in den Wolken eine Sonnenblume, die man einsammeln möchte, jedoch steht Yoshi auf dem unteren Screen auf dem Boden der Tatsachen. Nun will gekonnt ein Ei auf die Blume geschossen werden. Screenübergreifend. Allerdings fallen hierbei zwei Minuspunkte auf. Der Erste: Bis auf die Nutzung beider Bildschirme und eine Menüauswahl via Touchscreen werden keine Features des DS genutzt. Und der Zweite. Die Anzeige der Levels auf den Beiden DS-Bildschirmen greift nicht ineinander über, sondern ist auf den DS dimensioniert. Das bedeutet, dass das Spiel zwischen den Rahmen der beiden Bildschirmen ebenfalls „existiert“. Es ergibt sich also ein horizontaler, toter Winkel von 1cm Höhe den man ohne weiteres nicht sehen kann. Das stört nicht zwingend, da man mittels Y-Knopf und Druck auf das Steuerkreuz Hoch / runter in selbige Richtungen sehen kann, allerdings gestaltet sich dies bei vertikal scrollenden Levels als problematisch.

Wenn man die ersten Levels spielt, dann fühlt sich das Spiel ein wenig wie Yoshis Island 1,5 an. Zwar tauchen hier und da ein paar Neue Ideen auf, allerdings wurden viele Gegner aus den alten Teilen übernommen, genau so wie Elemente wie die Fragezeichen-Wolken, die Bonusspiele oder manchmal sogar kleine Levelabschnitte. Hier wird man entzwei gerissen, denn einerseits hätte man sich was Neues gewünscht, andererseits sind das alles Elemente, die die (nunmehr) Spielreihe ausmachen. Hier und dort geht man durch Türen, sammelt Schlüssel, gelbe Münzen, rote Münzen oder möglichst viele der 5 Sonnenblumen in jedem Level, die am Ende des die Chance auf ein Bonusspiel wie Rubbeln, Memory oder Roulette steigern, mit denen man sein Konto an Extraleben aufbessern kann.

Ich will eigentlich nicht den großen Teppich ausbreiten, weil jeder schon mal Yoshis Island gespielt hat. Trotzdem mal die Spielmechanik kurz und knackig. Yoshis Island ist ein 2D Jump and Run. In der Regel muss man solange irgendwie nach rechts gehen bis man ans Ziel kommt, manchmal scrollt der Bildschirm jedoch auch automatisch. Auf dem Rücken trägt man Baby Mario, Peach oder ein anderes. Wenn man von einem Gegner berührt wird verliert man das Baby und es schwebt in einer Blase in der Luft. Währenddessen zählt eine Zeitanzeige Sekunden herab. Ist diese bei 0 angelangt, wird euer Baby von Kameks Schergen entführt und ihr habt verloren, genau so, als würdet ihr in einen Abgrund fallen oder heiße Lava berühren. Um die Entführung des Babys zu verhindern muss man es wieder einsammeln. Dann geht das Spiel weiter, allerdings lädt sich eure Zeitanzeige nur langsam und auch nur bis zu einem bestimmten Punkt wieder auf. Die Levels werden mit jeder Welt raffinierter. Fairerweise finden sich im Spiel jedoch Sternenkreise (Checkpoints) und mit Sternen aus Fragezeichen-Wolken erhöht ihr eure Zeit, die ihr zum Fangen habt, wenn ihr euer Baby verliert. Im Original spielt man sich so durch 9 Welten die aus je 6 Leveln und 2 Schloss-Leveln mit Bossgegner bestehen. Die DS-Fortsetzung besitzt jedoch nur 5 Welten.

Was ist neu?
Zuerst einmal fängt das Spiel ganz normal wie Yoshis Island 1 an, Nach und nach wird man aber mit einigen Neuerungen konfrontiert. Dies sind im Wesentlichen Leveltechnische Neuerungen und zum anderen Spielerische. So gibt es nicht zwingend Levels, die von links nach rechts führen und hier und da tauchen auch mal neue Gegner auf. Zudem präsentieren sich einige Level sehr thematisch. So läuft man zum Beispiel in mehreren Levels auf Schiffen umher und die Shy Guys (Standartgegner des Spieles) tragen Matrosentücher. Dann kommt dazu, dass das Leveldesign natürlich auf 2 Screens ausgelegt ist. Manchmal haben Levels quasi zwei Ebenen und besonders interessant wird es wenn ein Level vertikal scrollt und man auf zwei Screens einen Wasserfall hoch hüpfen muss.

Kommen wir nun zur bedeutsamsten Neuerung: Es gibt mehrere Babys. So spielt man nicht nur Baby Mario, sondern wird über kurz oder lang von weiteren Baby begleitet. Das währen im Detail Baby Peach, die beim Zappeln in der Luft dank ihres Schirmes ein wenig länger aushält und sich durch ihn auch bei Windstößen mitsamt Yoshi hoch durch die Luft wirbeln lassen kann. Baby Donkey Kong kann an Seilen schwingen, Ranken empor klettern und mit einer Rammattacke (Y und Steuerkeuz unten) Steinblöcke zertrümmern. Allerdings ist Yoshi mit Donkey Kong an Bord langsamer und kann auch nicht so lange in der Luft bleiben. Baby Wario kommt mitsamt Magnet daher. So lassen sich Münzen anziehen und andere metallische Gegenstände wie Blöcke oder Plattformen bewegen. Das Schlusslicht bildet Baby Bowser (richtig gelesen!), der Feuer spucken kann (Y), allerdings dafür Yoshis Zungenfertigkeiten unterbindet.
Natürlich ist Yoshi kein Muskelprotz und kann alle Babys auf einmal tragen. Hier hilft der Storch weiter, der ursprünglich mit der Überbringung der Babys betreut war. Er trägt die Babys für euch, sodass ihr nur ein Baby zur Zeit tragen müsst An speziellen Storch-Stationen im Level könnt ihr dann den Storch rufen und gegebenenfalls euren Begleiter austauschen. Hierbei ergeben sich dann ein Haufen neuer Levelideen. Man wirbelt mit dem Wind durch die Luft, schwingt an Lianen und trifft nebenher auch auf einige Elemente des Vorgängers. Dabei will natürlich gut kombiniert werden um Geheime Stellen in den Levels zu erreichen, geschweige dessen, das man an markanten Stellen nur mit dem richtigen Baby im Gepäck im weiter kommt. In bestimmten Spielsituationen kann Yoshi sich zudem wie im Vorgänger in Helikopter, U-Boot oder Buddelgefährt verwandeln. Dazu kommen noch einige Neuheiten wie Beispielsweise eine Draisinen- oder Floßfahrt oder eine Fortbewegung via Stelzen oder Känguru. Die ultimative Stärke dieses Spiels also: Ideenreichtum und Abwechslung. Fast jedes Level glänzt damit und selten kommt eine Idee zweimal vor.

Der Gipfel des Kreativen sind allerdings die Bosskämpfe, die die beiden Bildschirme sehr innovativ nutzen. So kämpft man zum Beispiel gegen einen unsichtbaren Geist in einem recht engen Raum., welcher interessanterweise gespiegelt auf dem zweiten Screen dargestellt wird. Man stelle sich also vor, Yoshi steht in einem leeren Raum und der Gegner ist nur auf dem obigen Screen zu sehen, welcher allerdings gespiegelt dargestellt wird und das Steuern daher nur mit Konzentration auf den unteren, leeren Screen funktioniert. Zudem zerstört der Geist im Laufe des Kampfes den Spiegel (Oberer Screen), was die Sache zunehmend erschwert. Ein weiterer Gegner ist eine große Pflanze, die hoch oben an der Decke hängt und euch mit Angriffen Traktiert. Mit einem Fadenkreuz visiert sie euch an und schnellt dann zu Boden. Hier muss nun eine Steinkugel zum Fadenkreuz gerollt werden, damit die Pflanze sich ihre Zähne zerbricht und ihr wieder Bildschirmübergreifend eure Eier in das offene Maul feuern könnt.

Man spielt sich wie erwähnt durch insgesamt 5 Welten. Im Endeffekt ein kurzes Spiel. Erfahrene Spieler sind in 3 Tagen durch. Spätestens. Allerdings bleibt ein gewisser Widerspielwert. Da einige Babys erst später im Spiel auftauchen, lohnt es sich in alte Levels noch einmal reinzuschauen, denn im ganzen Spiel sind einige Minispiele versteckt. Diese lassen sich nach dem Entdecken im Hauptmenü anwählen. Zwar sind diese recht simpel und beschränken sich auf perfide Dinge wie „Wie weit schaffst du es in der Luft zu bleiben?“, jedoch ertappt man sich dann doch dabei, wie man seine Rekorder weiter zu erhöhen versucht. Ideal für zwischendurch also. Dann gibt es da noch die Menagerie, die man von der Levelkarte aus aufrufen kann. Hierbei handelt es sich um eine Art Museum, in dem man alle bereits besiegten Gegner betrachten kann.

Optik und Sound
Bei all den Odysseen von Welt 1-1 bis Welt 5-8 stellt sich natürlich die Frage, wie sich das Spiel optisch und im Ton zeigt. Leider muss man sagen, das Yoshis Island DS den SNES-Vorgänger optisch beim Wort nimmt. Bis auf den netten 3D-Titelscreen ist alles 2D, es gibt keine 3D-Effekte und von einem New Super Mario Bros. Sind wir hier weit entfernt. Allerdings: Für das, was das Spiel ist, ist es mehr als erhaben. Tolle Animationen, sehr vielfältig und abwechslungsreich was die Thematik der Level in Punkto Effekte, Hintergründe und Umgebung angeht. Alles klasse, wäre aber auch auf dem GBA machbar gewesen. Schade.
In punkto Sound allerdings eine runde Sache. Die typischen Yoshi Soundeffekte, die man schon aus dem N64 Pendant Yoshis Story kennt, finden Verwendung und wunderschöne Levelmelodien, die mal überhaupt nicht nerven und Spitze passen, sorgen hier für einen tollen Ohrgenuss. Das Optionsmenü bietet zudem spezielle Klangeinstellungen, falls man mit Kopfhörern spielt.

Fazit:
Am Anfang enttäuscht einen das Spiel. Irgendwie fehlt der Gesamteindruck, den Yoshis Island 1 ausmachte und der erste Bossgegner ist nur ein Aufguss des Gleichen aus dem SNES-Vorbild. Als Yoshi-Fan weint man zunächst bittere Tränen, doch auf einmal zeichnet sich ab: Das Spiel ist eine Jump and Run Bombe. Eine große. Und mit jedem Level macht das Spiel mehr Spaß und motiviert extrem, das man gar nicht aufhören mag zu Spielen. Wie immer steht hier mit großen Ausrufungszeichen das der Umfang zu knapp geraten ist, allerdings verzeihe ich es dem Spiel, da jedes Level eine mehr oder minder nette Idee parat hält und durch das Konzept mit den Minispielen und versteckten Münzen man gerne zwei mal in ein Level schaut. Wäre der Umfang etwas größer ausgefallen, wäre es wirklich ein grandioser, zweiter Teil gewesen, aber eigentlich bin ich so auch sehr zu frieden. Schließlich war Yoshis Story auf dem N64 im Umfang nochmal ne Ecke kürzer. Im Endeffekt also große Klasse dieses Spiel, der ultimative Titel für den Weihnachtsbaum und Referenz neben New Super Mario Brothers. Wer auf 2D-Plattformer steht kommt hier nicht drum herum.

Lars Peterke für PlanetDS.de

WERTUNG:
86%
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 2 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Wie aus einem Guss mit mehren Settings zur Auswahl Innovationsfaktor:
++---  (2 von 5 Sternen)
Bis auf eine schöne Nutzung beider Bildschirme nichts
Grafik

GBA-Niveau ohne 3D-Effekte, allerdings alles sehr schick animiert
Sound

Gute Sounds, schöne Melodien, so muss es sein!
Spielspaß

Extrem Abwechslungsreich. nur der geringe Umfang trübt das Gesamtbild








Details
Spielname:
Yoshi's Island DS

Publisher:
Nintendo

Developer:
Nintendo

Genre:
Jump 'n Run

Release:
06.20.0112

Multiplayer:


Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (11)

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