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Star Fox Command


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Star Fox Command - Review vom 11.03.2007

Einer der beliebtesten Action-Helden aus dem Nintendo-Universum kehrt an die Bildfläche zurück! Zusammen mit seinem Streichelzoo im Schlepptau zeigt der Polygon-Pionier Star Fox, wer im Lylat-Universum das Sagen hat und schreckt den finsteren Andross und seine Schergen in die unendlichen Weiten des Weltalls zurück. Auf dem Nintendo DS hat man sich erstmals vom üblichen Steuerkreuzluftkämpfen verabschiedet und nutzt die Fähigkeiten des Doppelbildschirms komplett aus. Wir haben uns die tollkühnen Abenteuer des smarten Fuchs näher angeschaut, sind zu ihm ins Cockpit gestiegen und verraten euch sogleich, ob das Abenteuer mit dem Stylus als Steuerknüppelersatz mehr ist als ein Spazierflug im Weltraum.

Ganz ausgefuchst: Star Fox is back!
Nachdem „Starwing“ 1993 für das SNES erschien und mittels Super-FX-Chip eine bis dato einzigartige 3D-Grafik auf die damalige Heimkonsole zauberte, staunte die Nintendo-Fangemeinde nicht schlecht. Ein neuer Held war geboren und brachte eine Reihe zotteliger, gefiederter und anderer vierbeiniger Freunde mit sich. Tatsächlich sollte ein zweiter Teil noch auf dem SNES erscheinen, erstmals mit Multiplayermodus und Bodenfahrzeugen, doch dieser mysteriös verschollene Titel gehört zu den „Lost“-Games aus der Nintendo-Welt - er wurde offiziell nie veröffentlicht. Ein weiteres Abenteuer auf dem N64 folgte im Jahre 1997 und war eines der ersten Spiele, die das Rumble Pack unterstützten. Actiongeladene Weltraumschlachten, eine eher seichte Story und kantiges Polygonvergnügen gehörten zu den Markenzeichen des flauschigen Freundes und erst auf dem Nintendo Game Cube hatte man ein kleines Adventure-Spin-Off erleben dürfen. Es handelte sich um das letzte Spiel aus dem Hause Rare für Nintendo: „Star Fox Adventures“ erinnerte ein wenig an die beliebte „Zelda-Reihe“. „Star Fox Assault“ versuchte, diesem Seitensprung Einhalt zu gebieten und kehrte zu den Wurzeln zurück. Dogfights im All und etwas holprige Bodenmissionen sorgten aber dafür, dass das Spiel nicht für Jedermann bestimmt war und einige schon behaupteten, dass Star Fox nie zur alten Blüte zurückkehren könne. Mit dem Nintendo DS sollte das alles anders werden. Das Comeback ist perfekt und schon bei der Story des Spiel wird der Neuanfang verdeutlicht:

Lang, lang war es her, dass der größenwahnsinnige Doktor Andross die gesamte Galaxie bedrohte und in den Krieg stürzte. Von seinem Heimatplaneten Venom aus schickte er Geschwader um Geschwader in die Tiefen des Alls und ließ das Chaos regieren. Furchteinflößende Kreaturen flogen von Planet zu Planet und eroberten diese. Erst als sie einen Trabanten namens Corneria kreuzten, konnte das tapfere Star Fox-Team zeigen wer der Herr im Arwing ist, Andross’ Brut zurückschlagen, zum Planeten Venom reisen und das Übel an der Wurzel packen.

Der Frieden im Lylat-System war wieder hergestellt und der Ausnahmezustand wurde auf Venom verhängt. Keiner wusste jedoch, dass in den toxischen Tiefen des Venom-Ozeans eine neue Bedrohung heranwuchs. Urplötzlich stiegen die Streitmächte des mysteriösen Unterwasserbefehlshabers auf und versetzte die Galaxis in Angst und Schrecken.

Leider hatte sich das Quartett rund um Fox McCloud und Co aufgelöst und das Team ging getrennte Wege. Werden sie es schaffen, sich zusammenzureißen, neu zu gruppieren und die Gefahr in der Galaxis erneut bannen können.


Genau hier setzt der Spieler ein und muss die Geschicke des smarten Fuchs lenken, um den Frieden in der Galaxis zu wahren. Beim ersten Durchlauf des Spiels ist man noch strikt an die Vorgaben gebunden und muss sich mit der klassischen Linearität begnügen - schafft man es jedoch, „Star Fox Command“ einmal erfolgreich zu meistern, dann stehen einem verschiedene Handlungsstränge und zahlreiche Routen zur Verfügung, wie man das Spiel durchspielen kann. Schon beim aller ersten „Star Fox“ sorgte diese Non-Linearität für rege Begeisterung und einen enormen Wiederspielbarkeitswert. Man erwischte sich immer wieder dabei, ins Cockpit zu steigen und zu versuchen eine neue Route zu entdecken. Auch beim aktuellen DS-Ableger ist dies nicht anders und obgleich man versuchte, zu den actiongeladenen Wurzeln zurückzukehren, hat man auch neue Elemente speziell für Nintendos Doppelbildschirm eingebunden.

Strategie und Action ganz nah beieinander.
Die wohl größte Neuerung am klassischen Konzept ist, dass man neben der reinen Touchscreensteuerung nun auch strategisch agieren muss, um die Missionen erfolgreich zu meistern. Vor Spielbeginn werden die Kampfpiloten in ein Einsatzgebiet gesteckt und müssen nun zu strategischen Punkten wie Gegnern, Raketen oder Feindstellungen fliegen, um diese abzufangen bzw. auszuschalten. Mit dem Touchscreen zieht man auf diese Weise seine Flugrouten und kann so das rundenbasierte Kampfgeschehen beeinflussen. Fliegt man beispielsweise vor seinem Gegner eine Schneise, so wird dieser einem folgen und man kann gleichzeitig mehrere Ziele attackieren. Ähnlich wie bei Strategiespielen kommt später noch der bekannte Nebel alias „Fog of War“ zum Einsatz und vor jeder Runde kann der Spieler mittels Stylus den Dunst ein wenig wegputzen und schauen, wo sich feindliche Einheiten befinden.

Anhand der zu gewinnenden Sterne kann die Feindstärke abgeschätzt werden, die in der oberen Bildschirmhälfte angezeigt werden. Nach jeder Runde können aus feindlichen Hauptquartieren neue Kampfflieger entspringen, sollte man nicht zuvor die gesamte Basis ausgelöscht haben. Hier und da müssen auch feindliche Raketen abgewehrt werden. Hat man seine Züge und Schritte auf der Karte eingezeichnet, geht es erst richtig in die Schlacht.

In einem eingegrenzten Areal gilt es nun zahlreiche Feinde zu eliminieren, besondere Stellungen zu vernichten oder Marschflugkörper auszuschalten. Oftmals fliegt man frei in diesen Gebieten umher, kann zahlreiche Extras einsammeln, wie Bomben, zusätzliche Energie oder Zeit und muss derweil auf seinem Radar nach den Zielen Ausschau halten. Während des ganzen Spielverlaufs sitzt einem der Schalk, getarnt als Zeitlimit, im Nacken und man kann sich zusätzliche Sekunden nur durch Bonusobjekte oder gewagte Flugmanöver einholen. Sollte man durch ein Spiralmanöver feindlichen Schüssen ausweichen, wird der Spieler mit Bonussekunden belohnt. So muss auch in den Schlachten strategisch gehandelt werden, um nicht durch Trödeleien oder unnötige Freiflüge das Zeitlimit zu überschreiten und somit die gesamte Mission zu gefährden. Sollte man dennoch scheitern, stehen eine gewisse Anzahl an Extraleben parat, die dafür sorgen, dass man die Missionen mehr als nur einmal versuchen darf.

Neben den typischen Flugzielen, gilt es auch ab und an, eine große Basis zu zerstören. Hierzu gilt es, erst zahlreiche Luft- oder Bodeneinheiten zu killen und dann via Leitstrahl direkt ins Herz der Basis zu fliegen. Eine gekonnte Pirouette vor dem Aufprall sorgt für ein großes Feuerwerk. Wenn es gilt, Raketen abzufangen, muss der tapfere Pilot auch durch einen Leitstrahl fliegen und zahlreiche Tore passieren, bevor der Marschflugkörper vom Himmel geholt werden kann.

Das Spannende an den ganzen Missionen ist jedoch, dass neben dem non-linearen Levelaufbau jedes Mal andere Piloten mit ins Spiel kommen. So wird man neben Fox McCould und seinem bekannten Team rund um Slippy, Falco und Co. auch mal mit früheren Schergen wie Star Wolf und seiner Truppe umherfliegen können. Jeder Pilot fliegt ein spezielles Schiff, was den tierischen Eigenschaften des Charakters nahe kommt und über einzigartige Waffensysteme verfügt. Ob man nun mit einer fliegenden Kaulquappe mit Zwillingslaser durchs All streift oder mit einem bombenlastigen Flugwolf, hängt von der jeweiligen Mission ab. Manche Actionfreunde werden sagen, dass die Kampfpassagen etwas kurz und unspektakulär ausgefallen sind, doch auch hier muss man mit der richtigen Strategie arbeiten, um den gewünschten Erfolg zu erzielen. Schafft man es beispielsweise, alle Gegner aus einem Areal zu vernichten, so wird man mit einer Abwehrrakete belohnt. Diese kann beliebige Gegner vom Himmel holen. Sollte man Zeitgewinn und Boni jedoch nicht im Hinterkopf haben, kann ein Luftkampf gut und gerne binnen weniger Sekunden erledigt sein. Die mehr oder minder gelungene Gegner-KI tut ihr übriges.

In Sachen Spieldauer kann nur gesagt werden, dass man einzelne Quests locker an einem Nachmittag durchspielen kann, wer jedoch alle Endsequenzen sehen möchte, muss sämtliche Alternativrouten fliegen und bewältigen. Viele Wege führen nach Rom - „Star Fox Command“ erzählt eben reichlich Geschichten.

Steuerung:
Weg mit dem D-Pad und her mit dem Touchscreen. Viele Retro-Piloten werden sich fragen, warum man sich zum Teufel speziell für das tastfreudige Spielgeschehen entschieden und wenig Alternativen übrig gelassen hat. Doch wer einige Zeit mit dem Stylus in der Hand durch das All fliegt, wird sich schnell an das neue Prinzip gewöhnt haben und es geht in Fleisch und Blut über. Beschleunigen, Lenken, Pirouetten drehen oder Bomben abwerfen, diesmal muss der Spieler seinen Stylus schwingen, um frei zu navigieren. Beispielsweise kann man den Spiralflug zum Abwehren von gegnerischem Laserfeuer durch Rubbeln auf dem Touchscreen aktivieren. Leider funktioniert dies in manchen Fällen etwas zu gut und man findet sich in Situationen wieder, wo man eigentlich diese Spezialfähigkeit nicht nutzen wollte. Es bedarf also ein wenig Gewöhnungszeit, bis man in alter Blüte seine Kampfmanöver starten kann, doch danach will man den Stylus so schnell nicht missen.

Grafik:
Optisch gesehen hat „Star Fox Command“ einen Kultstatus erreicht. Obwohl es total kantig und eckig ist, gehört dies zum Flair des Spiel dazu und Serienfans freuen sich auch diesmal darüber, dass man nicht versucht hat, das grobe Polygonprinzip glatt zu bügeln. Für „Star Fox“-Verhältnisse bekommt man schöne Effekte und Hintergründe geboten. Spiegelnde Seeflächen während des Sonnenuntergangs sind nur ein Beispiel für die insgesamt gute grafische Darbietung. Kein Ruckeln, kein Stocken, hier läuft alles optimal und flüssig.

Sound:
Piepsgeräusche und tierisches Rumgequäke, so unterhält man sich auf dem Planeten Corneria. Mit dem Mikrofon sollte jedoch alles anders werden, denn nun hat man die Möglichkeit, mit seiner eigenen Stimme neue Sprechgeräusche einzuprogrammieren. Nach einigen wenigen Fragen und Stimmaufnahmen sprechen Fox McCloud und Co zwar noch immer „piepsisch“, doch mit einem flatterigen Unterton der eigenen Stimme. Ansonsten bekommt man die typischen Action-Sounds und ansprechende Musik geboten. Nichts besonderes, aber immerhin überdurchschnittlich und mit einigen innovativen Features versehen.

Features:
Die Entwickler haben sich so einiges einfallen lassen, um die Features des Nintendo DS sinnvoll zu nutzen. Es hat nicht den Anschein, als hätte man auf Teufel komm raus versucht, einfach alle Features einzuprügeln, sondern sich wirklich dabei was gedacht. Gelungene Touchsteuerung, Stimmaufnahme via Mikrofon, Unterstützung des Rumble-Packs, non-linearer Missionsverlauf und jede Menge Action gehören zu den Glanzpunkten von „Star Fox Command“. Das Tüpfelchen auf dem „i“ hingegen ist der Online-Multiplayermodus. Dogfights mit Gegnern weltweit - welcher „Star Fox“-Pilot hätte sich dies nicht gewünscht?

Multiplayer:
Mit dem typischen Zufalls- und Freundes-Code-System kann man auch in „Star Fox“ online gegen die Kampfpiloten dieser Welt antreten. Einige Arenen stehen zur Verfügung und man kann fleißig um die Wette ballern. Das sind zwar keine Killerfeatures, aber immerhin als lohnender Pluspunkt für alle potentiellen Käufer zu werten. Wer keine Lust an Onlineduellen empfindet, kann sich auch lokal messen und das sogar für bis zu 6 Spieler mit nur einem Modul. Rein in die Schlacht!

Fazit:
„Star Fox Command“ ist ein willkommenes Comeback der „Star Fox“-Serie. Schnelle und prägnante Action, sowie eine gelungene Aufmachung und die diversen Storyeinlagen werden dem Serienfan gefallen und auch Neulinge im Lylat-Sektor können gerne einen Blick riskieren. Die Mischung macht´s und mit einer guten Priese Strategie und Action erstrahlt Fox McCould in alter Blüte. Dennoch könnte das Spiel für den ein oder anderen zu kurz sein, obwohl es diverse Alternativ-Endsequenzen gibt. Je nach Spielertyp vermag „Star Fox“ aufgrund des Mischmasch-Spielkonzepts nicht wirklich zu überzeugen, doch wer auf packende Action und knackige Dogfights im All, am Himmel oder unter Wasser steht, der sollte zugreifen.

Kevin Jensen für PlanetDS.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
81%
Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 3 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Erst mal ungewohnt: Alles via Touchscreen. Innovationsfaktor:
++++-  (4 von 5 Sternen)
Optimale Anpassung der DS-Features an das „Star Fox“-Konzept.
Grafik

Der typische „Star Fox“-Polygon-Look.
Sound

Nette Soundfeatures, durchschnittlicher Klang.
Spielspaß

Smartes Fuchs-Abenteuer für Kampfpiloten.








Details
Spielname:
Star Fox Command

Publisher:
Nintendo

Developer:
Q-Games / Nintendo

Genre:
Shooter

Release:
07.20.2701

Multiplayer:
ja

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (8)

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