PlanetSwitch Planet3DS PlanetVita PSP.de PlanetiPhone Classics Forum

PGN-ID:[?] (Nicht eingeloggt)
Login
Registrieren
PlanetDS PlanetGameboy N-Page.de
Nicht angemeldet!     Neu Registrieren   Loginname  Passwort:     Passwort?

Titeuf Mission Nadia


  • Testbericht
  • Bilder (6)
  • News & Videos (0)
  • User (1)
  • Spiel Kaufen
Titeuf Mission Nadia - Review vom 31.01.2006

Wer den Namen Titeuf [Sprich: Titöf] zum ersten Mal liest, wird sich unweigerlich vorkommen wie im falschen Film. Da es sich aber um ein Videospiel dreht und um keinen Film, ist das ganze auch etwas vollkommen anderes. So verrückt wie der Name des Spiels, gestaltet sich auch das Spiel selbst. „Titeuf: Mission Nadia“ ist eine in eine hauchdünne Storyline gebettete Aneinanderreihung DS-spezifischer Minispiele. Spätestens seit “Wario Ware: Touched” und “Feel the Magic” ist klar: Der NDS eignet sich hervorragend als Minispielsystem. Diesen Vorwand versucht Titeuf zu seinem Vorteil zu nutzen. Insgesamt 36 Minispiele wollen gezockt werden, ehe Titeuf seine innigsten Wünsche verwirklichen kann. Ob unser Wunsch – nämlich der nach einem gelungenen Spiel- dabei auch berücksichtigt wurde? Lest selbst!

Titeuf ist ein kleiner junge wie du und ich. Naja, nicht ganz. Er hat eine arg alberne Frisur… einigen wir uns also einfach drauf: Es ist ein Junge. Und wie das manchmal halt so ist, rennt er einem Mädchen hinterher. Nadia heißt die zweifelhafte Schönheit. Leider ist die alberne Frisur nicht nur das einzige Hindernis, ihr näher zu kommen. So ziemlich jeder Junge in Titeufs Alter würde Nadia ganz gern … kennen lernen. Aber da Nadia ein moralisch denkendes Mädel ist, ruft sie unter den kleinen Jungen einfach mal einen Wettbewerb aus. Dank der Tatsache, dass Jungs triebgesteuert sind, geht’s dann auch bald los mit all dem Unfug. Nur der größte Spaßvogel bekommt einen Kuss von Nadia!

Während des Spiels bewegt ihr euch über eine (recht kleine) 3-D Oberwelt, die all die kleinen Aufgaben birgt, welche ihr erledigen müssten, um der kleinen Nadia endlich die Mandeln kitzeln zu können. Dabei sprecht ihr meist mit einer Person, welche euch dann auf ein Minispiel (bzw. den Standort des Minispiels) aufmerksam macht. Dort angekommen wird euch knapp erklärt, was ihr zu tun habt und los geht’s. Die meisten Minispiele sind recht anspruchsvoll gestaltet, was sich meist aus dem irrsinnig knappen Zeitlimit ergibt. Glücklicherweise habt ihr unendlich viele Versuche. Der Abwechslungsreichtum der 36 Minigames ist hier recht groß. Zum Einsatz kommen Touchscreen und Mikro. In einem Spiel gilt es beispielsweise möglichst schnell die Unterschrift der eigenen Mutter zu fälschen. Das Gekrakel mutet jedoch eher wie das Ergebnis dreier gegenläufiger Seismographen bei einer Erdbebenstärke von 9.0 auf der Richterskala an. Je nachdem wie perfekt ihr die Unterschrift fälscht, bekommt ihr eine hohe oder eben niedrige Punktzahl. In einem anderen Minispiel müsst ihr ein Kinderkarussell so schnell drehen (Touchscreen…), bis der Mitfahrer sein Mittagessen über dem Topscreen erbricht – lecker! Ein anderes Minispiel verlangt Wissen und Reaktionsfähigkeit. In einem Quiz müsst ihr per multiple Choice und Touchscreen schnellstmöglich die richtige Antwort auf die Frage anklicken. Binnen von drei Sekunden. Entweder ich lese verdammt langsam oder das gesetzte Zeitlimit ist einmal mehr absolut haarsträubend – aber irgendwie geben diese Limits zusätzlichen Anreiz und Motivation.
Natürlich können alle im Hauptspiel freigespielten Minispiele auch bequem über das Hauptmenü angewählt und gespielt werden.

Die Steuerung ist absolut simpel gestaltet und– vor allem bei den Minispielen – immer wieder aufs Neue intuitiv erlernbar, da meist nur der Touchscreen oder das Mikro vonnöten sind. Auf der Oberwelt bewegt ihr den kleinen Racker mittels des Steuerkreuzes, könnt die Kamera justieren und euch somit den nötigen Überblick verschaffen. Insgesamt gibt es unter diesem Gesichtspunkt keinen Anlass zu Kritik.
Auf Dauer motiviert Titeuf Dank der Möglichkeit, zwei modulinterne Speicherplätze zu belegen und die Minispiele im Hauptmenü zu zocken durchaus auch. Die Storyline ist zwar nur (offensichtlicher) Anlass für die Minispielorgie, das stört jedoch niemanden. Hinzu kommt die Tatsache, dass es sich bei Titeufs Frauengeschichte um ein Lizenzspiel handelt, was man dem Titel entgegen aller gängigen Klischees glücklicherweise nicht anmerkt.

Technisch ist das Spiel recht überzeugend. Eine funktionstüchtige 3-D Engine zeigt die begrenzten Stadtgebiete. Sehr detailliert ist das ganze zwar nicht (insbesondere bei aktueller 3-D Konkurrenz von z.B. Mario Kart), alles in allem ist die Optik jedoch recht fehler- und ruckelfrei. Auf dieser „Oberwelt“ bewegt ihr euch von Aufgabe zu Aufgabe. Während das eigentliche Spielgeschehen auf dem Topscreen gezeigt wird, zeigt der Touchscreen eine Karte mit allerlei Eintragungen. Verlaufen könnt ihr euch in den kleinen Territorien jedoch nur dann, wenn ihr euch die Hand vor die Augen haltet und kopfüber spielt.
Die Charaktere wirken sehr charismatisch und entsprechend ihren Ebenbildern aus ZEPs (Philippe Chappuis) Comicreihe. In Sachen Effektgestaltung hätte man zwar durchaus mehr machen können, insgesamt kann man die Optik jedoch als zweckmäßig durchgehen lassen, zumal sie sich in Sachen Umgebungsgestaltung stark an die Comicvorlage hält.

Die Musik passt sich dem Comicstil sehr gut an. Verrückte, lustige aber auch teilweise recht nervige Melodien prasseln euch aus den kleinen Stereolautsprechern entgegen. Klar, mit Genregrößen hat der Soundtrack nichts am Hut, aber das sollte auch gar nicht der Anspruch der schmucken Untermalung sein. Die Effekte und Stücke passen sehr gut zu den jeweiligen Spielsituationen und verbreiten ein passendes Flair.

Fazit:
Nach all den positiven Aspekten werdet ihr euch jedoch sicherlich fragen, wo denn die wertungsschmälernde Kritik anzubringen ist. Nun, Titeuf: MN ist wirklich abwechslungsreich, hat aber durchaus seine Macken. Sei es das happige Zeitlimit bei manchen Aufgaben, die trotz 3-D Engine und Comiclook mittelmäßige technische Umsetzung, der gewöhnungsbedürftige Look und französische Humor an sich. Weiterhin wäre ein Multiplayer Modus sicherlich sehr spaßig gewesen. Alles in Allem muss ich meine Überraschung dennoch gestehen: Als ich erstmals von dem Titel hörte, maß ich ihm wenig Potential zu. Hat man das Spiel aber erst mal im Modulschacht, macht es auch durchaus ein paar Stunden lang Spaß. Ein paar Minispiele mehr wären dennoch wünschenswert gewesen, denn sind wir einmal ehrlich: Ob der kleine Balg nun seine Nadia bekommt oder nicht, das ist uns doch eigentlich allen egal, da es die Minispiele sind, die fesseln. Fans der Comics können der Wertung dennoch bis zu vier Prozentpunkte aufaddieren. Titeuf ist spaßig, kurzweilig und sehr schrill.

Christian Thol für PlanetDS.de

Herzlichen Dank an Atari für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
72%
Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Insbesondere in den Minispielen schön abwechslungsreich Innovationsfaktor:
++++-  (4 von 5 Sternen)
Schöne Einbindung der DS Features
Grafik

Zweckmäßige 3D-Comicengine
Sound

Schrill aber zur Optik passend
Spielspaß

Die Minispiele sind das Salz in der Suppe – etwas mehr Würze hätte jedoch auch nicht geschadet








Details
Spielname:
Titeuf Mission Nadia

Publisher:
Atari

Developer:
Atari

Genre:
Sonstiges

Release:
05.20.1112

Multiplayer:


Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (6)

Jetzt Bestellen:
Zum Shop