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Tetris DS


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Tetris DS - Review vom 24.04.2006

Nicht nur Spieleredakteure werden älter - auch das Kultspiel Tetris hat mittlerweile mehr als 20 Jahre auf dem Buckel und knapp 15 Jahre nach dem Megaerfolg auf dem klassischen GameBoy dürfen wir uns auf ein Wiedersehen mit dem Klötzchenspiel freuen. Nintendo schläft natürlich nicht und hat dem Klassiker neue Spielmodi spendiert und einen neuen Onlinemodus. Bestätigt sich die These, dass Alexej Pajitnov eines der wohl zeitlosesten Puzzlespiele überhaupt entwickelt hat?

Als der Game Boy noch in seinen Kinderschuhen steckte und mobiles Spielen groß wurde, sorgte vor allem ein Titel für den maßgeblichen Erfolg. Beim Kauf eines Game Boy damals im Jahre 1989 bekam man eine Version von Tetris mit dazu. Vater des Spiels war Alexej Pajitnov, der damals eigentlich nur eine digitale Version des russischen Brettspiels "Pentamino" entwickeln wollte. Pentaminos sind russische Puzzles, in denen man die aus fünf Blöcken bestehenden Teilen zu einem Rechteck zusammenfügen muss. Aufgrund der geringen technischen Leistung des sowjetischer Electronica 60-Computers konnte er die Steine allerdings nur aus vier und nicht wie im Original aus fünf Blöcken aufbauen. Pajitnov führte dann auch noch den Zeitdruck ein - die Steine fallen von oben ins Bild und werden im Laufe der Zeit immer schneller. Eine abgeschlossene Reihe löst sich auf uns sorgt für Punkte. Füllt sich der Bildausschnitt mit Steinen, heißt es Game-Over.

Tetris sorgte weltweit für einen enormen Hype. Frei nach dem Motto "Genial Einfach, einfach genial" wurde der Game Boy, unter anderem auch dank des Spiels Tetris zu dem vorherrschenden Handheld der nächsten 10 Jahre. Fünfzehn Jahre später blicken wir auf ein neues Tetris. Der Nintendo DS besitzt zwei Bildschirme, einen Touchscreen und soll nun auch in den Genuss einer Tetris- Variante kommen. Wir halten das GameBoy-Original und die neue Nintendo DS-Version in den Händen und untersuchen, was sich in all dieser Zeit getan hat.

Back to the roots: Jetzt wird’s klassisch.
Nintendo hat seine Hausaufgaben gemacht, denn die ersten Tetris-Spieler gehörten noch zu der Generation, die das Nintendo Entertainment System (kurz NES) erlebt haben. Die erste erfolgreiche Heimkonsole des Branchenriesen gilt noch heute als Kultsystem und war die Brutstätte von Klassikern wie Metroid, Zelda oder Mario.
Grund genug für Nintendo eine ganz eigene Prise Retro-Flair hinzuzufügen. In Tetris DS trifft man auf die nostalgischen Pixelfiguren und einen musikalischen Remix der 8-bit-Ära. Mit einem leichten Schmunzeln auf den Lippen und schönen Kindheitserinnerungen werden einige ältere Spieler nun die diversen Optionen im Menü erkunden.

Hier findet man nun die verschiedenen Punkte wie „Einzelspieler“, „Mehrspieler“, „Wi-Fi", "Optionen“ und „Rekorde“. Neue Spielmodi braucht das Land und nach all der Zeit war es Pflicht einige Neuerungen herbeizuführen. Allein der Einzelspielermodus verfügt nun insgesamt über sechs verschiedene Spielmodi, die wir nun näher erläutern möchten.

Der Fan des Klassikers wird wohl sofort zum "Standard-Modus“ greifen, denn hier fühlt man sich mit bekannten Spielprinzipen wie „Marathon", „Barrikade“ und „vs. Com“ am ehesten wie zu Hause. Im Marathon gilt es wie eh und je durch das geschickte Stapeln der sieben speziell geformten Steinchen möglichst viele Reihen aufzulösen.



Die Tetris-Klötzchen können jeweils um 90° gedreht und in der Horizontalen bewegt werden. Newton sorgt für den Rest. Die vorgegebene Mission ist es, 200 Reihenaufzulösen wobei das Tempo der herabfallenden Steine stetig steigt. Alle zehn abgebauten Reihen, steigt das Level und somit auch der Schwierigkeitsgrad. So arbeitet man sich also Level für Level dem Ziel entgegen und durchläuft einige Level mit Themes von bekannten Klassikern wie Super Mario, Metroid bis hin zu Duck Hunt. Der Klassiker der Spielmodi gehört auch heute noch zu den Suchtgefahren #1 und man erwischt sich immer wieder zu versuchen, den aktuellen Highscore zu brechen und noch mehr Reihen abzubauen. Als Belohnung winken die in den Optionen anwählbaren Soundtracks des Spiels. Natürlich auch in der Retro-Remix-Variante.

Neben dem Steinchen-Marathon kann man sich auch für die „Barrikade" entscheiden. Hier wählt man Schwierigkeitsgrad und Höhe und muss nun versuchen vorgefertigte Steinhäufchen nach und nach abzubauen. Im alten Tetris hieß das B-Type. Auch hier kann man auf Highscore-Jagd gehen, dessen Scores diesmal netterweise im Menü-Punkt „Rekorde“ für die Ewigkeit festgehalten werden.

Den bekannten Multiplayermodus von der Game Boy Variante kann man diesmal gegen einen Computergegner im „vs. Com“-Modus spielen. Je nach Schwierigkeitsstufe ist dieser sogar ein echt harter Brocken.

Tetris meets Mario: Von alten Bekannten und modernen Spieloptionen.
Weg von den klassischen Spielmodi hin zu den wirklichen Neuerungen. Schon auf der Verpackung klafft ein kleiner Lakitu, der mit insgesamt sechs verschiedenen Spielmodi winkt. Doch alles der Reihe nach. Neben dem „Standard“-Modus gibt es also noch den „Fang"-Modus, den „Druck"–Modus, die „Puzzle“, die „Missionen“ und den einzigartigen „Touch"-Modus. Polarium-Fans werden sich im „Puzzle-Modus“´ sofort heimisch fühlen, denn hier gilt es insgesamt 200 verschiedene Rätsel zu lösen. Diese sehen wie folgt aus. Ein vorgegebenes Szenario wird vorgelegt. Nun stehen verschiedene Steine zur Auswahl, die nach und nach in das Puzzle eingelegt werden können. Schafft man es mit Hilfe dieser Steine das Feld leer zu räumen, so gewinnt man. Der Schwierigkeitsgrad steigt stetig und so hat man so manche harte Nuss zu knacken. Selbst erfahrene Knobler, werden das eine oder andere Mal ins Grübeln geraten und einige Zeit mit den zahlreichen Rätseln verbringen können.

Der Spielmodus „Mission“ sorgt für eine gewisse Spannung während des Steine-Stapelns. So kann man entweder 10 Vorgaben auf Zeit lösen, oder auch einen Marathon mit diversen Aufgaben anwählen. Während man seine Steine dreht werden auf dem oberen Bildschirm Aufgaben eingeblendet, die es nun zu lösen gilt. So muss man beispielsweise ohne Steine zu drehen eine Reihe auflösen oder nur bestimmte Formen verwenden, um eine Reihe aufzulösen. Der Faktor Zeit im Nacken sorgt für neuen Spielwitz.

Klötzchen im Weltraum: Samus Aran lässt grüßen.
Das wohl kurioseste Spielprinzip bietet der „Fang“-Modus. Samus Aran begleitet den Spieler durch eine dunkle Höhle voller Gefahren. Das Spiel beginnt mit einem beweglichem Kernquadrat. Von oben herab fallen Tetris-Steine die man nicht wie üblich drehen kann. Hier ist es das Ziel das besagte Quadrat in der Mitte der Spielfläche zu drehen und die Steine daran anzupassen. Binnen kurzer Zeit kann so ein riesiges Gebilde entstehen und nur wenn man es schafft ein Segment aus 4x4 direkt aneinanderhängenden Teilen zu kreieren, lösen sich Teile des größen Tetris-Knubbels auf. Sollte ein Stein vorbei fallen, oder man zerschlägt mit dem Gebilde ein Metroid-Glas, so verliert man Lebensenergie. Sollte das Kernquadrat auswuchern, so hat man keine Chance mehr.

Der Tetris-Bau zu Babel.
Wer mitgezählt hat wird wissen, dass noch zwei Beschreibungen der Spielmodi fehlen. Da wäre noch der „Touch“-Modus, damit der Touchscreen des Nintendo DS sich nicht unterfordert fühlt. Erneut kommen die bekannten Steinformen zum Einsatz und diese wurden willkürlich zu einem riesigem Turm angehäuft. Durch Berührung, kann man nun die Steine beiseite schieben und versuchen die Reihen abzubauen. Die Tetris-Steine zerbrechen so nach und nach in kleinere Stücke, die ebenfalls beweglich sind. Schafft man es den, auf der Spitze des Turmes befindlichen, Käfig auf den Boden zu bringen hat man gewonnen. Dies mag sich einfach anhören, doch je nach Schwierigkeitsstufe gehört schon ein Quäntchen Glück und eine Prise Können dazu, um diese großen Türme klein zu kriegen.

Last but not least gibt es den „Druck“-Modus. Zwei Spieler (oder ein Spieler und ein Computergegner) treten gegeneinander an. Der Knackpunkt ist die Mitte des Spielfeldes - ein Spieler lässt seine Steine von oben fallen und der andere sie zur Spielfeldmitte hinaufschweben. Schafft einer von beiden Spielern es, zwei Reihen oder mehr abzubauen, so wird man entweder nach oben oder unten gedrückt. Je nach Position des Spielers versucht man nun seinen Gegner in die Enge zu treiben und an den Bildschirmrand zu quetschen. Wer schneller war, kann sich als Sieger behaupten.

Insgesamt macht Tetris DS einen erstaunlichen Eindruck. Man hat das bekannte Spielprinzip beibehalten, aber auch neue Varianten geschaffen. Der Retro-Look mag zwar nicht für jedermann geeignet sein, dennoch kommt er sehr gut rüber und hat Flair. Mit den zahlreichen Spielmodi, Puzzeln und Aufgaben wird man einiges zu tun haben, bevor Tetris DS wieder aus dem Schacht den Nintendo DS gezogen wird. Selbst dann ist das Spiel so zeitlos, dass man sich immer wieder dabei erwischt eine Runde zu zocken. Das Tetris-Fieber ist neu entfacht!

Steuerung:
Hier konnte man nicht viel falsch machen und Nintendo hat auch keine Experimente gemacht. Mit den Steuerungstasten hat man alles problemlos im Griff und der Touchscreen kommt nur dann zum Einsatz, wenn man ihm vom Spielprinzip her braucht. Ein neues Element ist die Möglichkeit schon auf dem Boden liegende Steine ein Stückchen länger zu drehen, was gerade in den höheren Leveln überlebensnotwendig ist.

Grafik:
Old-School-Zocker werden es wissen, dass ein Spielprinzip tausend mal wichtiger sein kann als bombastische 3D-Grafiken. Auch Tetris ist eher zweckmäßig gehalten, dafür aber übersichtlich und klar strukturiert. Falls ein Bildschirm mal ungenutzt bleibt, sorgen Animationen aus dem frühen Spieltagen Nintendos für ein wenig Abwechslung. So trifft man alte Bekannte wie Mario, Bowser, Link, Samus Aran und Co. - allerdings hat man normalerweise immer so viel zu tun, dass man sowieso nicht auf die Animationen achtet. Die einzigartige Mischung macht’s und hat Stil.

Sound:
Vorsicht Ohrwurm-Gefahr! Wenn in der Redaktion die Anfangsmelodie von Mario gesummt wird, stimmen fast alle direkt ein. Für normale Ohren ist unser Gesang ein musikalisches Fiasko und Gott sei Dank macht Tetris DS es hier richtig. Die alten Stücke aus den 8-bit Tagen wurden neu aufgelegt und sorgen in der Remix-Fassung für ordentlich Stimmung.
Spaßig ist auch, dass man diese Stücke freispielen und später in den Soundoptionen anhören kann.

Features & Multiplayer:
Neben den schon oft genannten sechs Spielmodi, der Speicherung der Rekorde und den 200 Puzzeln, sorgt besonders der Multiplayermodus für Motivation. Nicht nur dass bis zu 10 Spieler gleichzeitig an einem lokalem Tetris-Turnier teilnehmen können und man dazu nur ein Modul braucht, nein man kann sogar dank der Nintendo WiFi Connection mit bis zu vier Spielern gleichzeitig online zocken. Im Multiplayer stehen zusätzliche Varianten zur Verfügung, wie zum Beispiel der Einsatz von Items. Ähnlich wie bei Mario Kart kann man nun bestimmte Fragezeichen-Blöcke, dazu nutzen, seinen Feinden zu schaden. So sorgt der Pilz dafür, dass die Steine beim Kontrahenten schneller fallen oder der Blitz verhindert temporär dass Steinchen gedreht werden können. Wer es lieber klassisch mag kann auch direkt ins Online-Duell starten. Einzig allein die Reihenlimitierung ist weggefallen. Auch den vom Singleplayer bekannten „Druck“-Modus kann man online austragen. Lokal gibt es noch die Möglichkeit auch in den „Missionen“ gegeneinander anzutreten. Tetris DS gehört zu jedem Zockertreffen dazu und macht im Multiplayer enormen Spaß.

Fazit:
Klötzchendrehen vom Feinsten! Tetris ist wohl das Urgestein jeglicher Puzzlespiele und ist nicht nur Kult, sondern bekommt durch das Retro-Feeling am Nintendo DS noch den authentischen Touch. Das Spielprinzip hat enormes Suchpotential und lädt immer wieder zu einer neuen Runde ein. Die Nintendo DS-Version gehört wohl zu den besten Umsetzungen seit langem, die besonders durch die vielen unterschiedlichen Spielmodi, Rätsel und vor allem durch die Multiplayeroptionen Punkten kann. Zu Hause sitzen und eine Runde Tetris gegen seine Lieblingsspieler auf der ganzen Welt spielen? Mit Tetris DS und den Onlinefunktionen der Nintendo WiFI Connection kein Problem. Ein eindeutiger Must-Have Titel dem man nicht widerstehen kann, denn für jeden Puzzlefan und Steinchendreher gehört dieses Spiel einfach zur Standardausstattung am Nintendo DS.

Kevin Jensen für PlanetDS.de

Herzlichen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
90%
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks (2)
Lesertests:
Lesen ( 3 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Gezieltes Steinchendrehen, nahezu perfekt. Innovationsfaktor:
++++-  (4 von 5 Sternen)
Geniale neue Spielmodi, lokaler Multiplayersupport für bis zu 10 Spieler und 4 Spieler Onlinemodus machen aus dem klassischem Steinchenspiel ein Hit!
Grafik

Recht zweckmäßig aber unterhaltsam durch den Retro-Flair.
Sound

Vorsicht! Angriff der Ohrwürmer!
Spielspaß

Tetris-Fieber: Puzzlefans werden um diesen Titel nicht herumkommen!








Details
Spielname:
Tetris DS

Publisher:
Nintendo

Developer:
Nintendo

Genre:
Geschicklichkeit

Release:
06.20.2104

Multiplayer:
1-10 Spieler, max 4 im WiFi

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

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