SpongeBob und Freunde: Durch dick und dünn!
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SpongeBob und Freunde: Durch dick und dünn! -
Review vom 26.03.2006
Wer als gelber Rächer den DS schon vor einigen Monaten unsicher machte, kehrt nun mit einer ganzen Rasselbande an Freunden zurück. Der kleine gelbe und löchrige Bewohner des Bikini Bottoms, Sponge Bob macht erneut halt auf dem Nintendo DS mit „SpongeBob Schwammkopf und seine Freunde durch dick und dünn!“ Schon der erste Teil konnte sich als überdurchschnittlicher Vertreter des Lizenzspielgenres behaupten, ist dies auch beim neuen Titel der Fall?
Eigentlich könnte man bei diesem Spiel berechtigt fragen: „Warum ist es ein SpongeBob-Titel?“, denn eigentlich spielt der gelbe Schwammkopf eine gleichberechtigte Rolle mit drei weiteren Nick-Toon Charakteren. Was Jimmy Neutron, Danny Phantom, Timmy Turner und SpongBob zusammen in einem Spiel verloren haben, erklärt die Story des Spiels wohl am Besten:
Unser fleißiger Erfinder Jimmy Neutron hat die Pläne seines neuesten Projekts, dem „Neutron-Realität-Projektor“ wohl unachtsam liegenlassen, denn der finstere Professor Calamitous hat diese gestohlen. Er baute seinen eigenen „Realitäts-Projektor“, um eine gemeine Armee interdimensionaler Bösewichter zu rekrutieren. Fans des Nick-Toon Sektors werden diese beileibe kennen, denn so hat Professor Calamitous noch Vlad Plasmius, Plankton und Denzel Crocker herbeigerufen, um als "Syndikat des Bösen" eine Weltuntergangsmaschine zu bauen…
Jimmy Neutron konnte alleine gegen diese Bande nichts ausrichten und so durchstreifte er das Multiversum und konnte die Freunde Timmy Turner, SpongeBob und Danny Phantom als Verbündete gewinnen. Nun gilt es, das "Syndikat des Bösen" aufzuhalten und die Weltuntergangsmaschine endgültig zu vernichten.
Kaum hat sich der Spieler durch das Hauptmenü gekämpft, geht es schon los. Man findet sich im Hauptquartier des Helden wieder. Hier kann man ein Gerät in der Mitte nutzen, um die Levelanwahl vorzunehmen. Im Spiel selbst wird die Story mit Standbildern zu den Charakteren erzählt. So durchstreift man nach und nach die einzelnen Nick-Welten der freundlichen Haudegen und muss diverse Rätsel lösen und zum Ende einen finsteren Endgegner, welcher Teil des bösen Syndikats ist, besiegen. Den Anfang macht die Welt von Danny Phantom und unser Quartett muss sich als Geisterjäger behaupten. Jeder der vier Protagonisten verfügt über eigene spezielle Fähigkeiten, die sinnvoll eingesetzt helfen, ein Level zu absolvieren. Jimmy Neutron verfügt beispielsweise über ein Jetpack, mit dem er Doppelsprünge ausführen kann. Danny Phantom kann einen Wandsprung ausführen und somit eng aneinander liegende Wände hochklettern. SpongeBob kann seine Unterhose als Fallschirm verwenden und somit gezielter beim Fall steuern. Zu guter Letzt kann Timmy sich in einen lebenden Busch verwandeln und sich somit ungesehen an Wachen vorbeischleichen. Es erinnert ein wenig an den alten Klassiker Lost Vikings, da gewisse Levelpassagen auch nur mit einem speziellen Charakter absolviert werden können, doch spielt man diese nicht zeitgleich sondern kann mittels Touchscreen, die Charaktere jederzeit wechseln. Jeder verfügt über einen eigenen Energiebalken, eine individuelle Waffe und zudem noch über eine Spezialfähigkeit und einen Spezialangriff. Letzte kann man nur ausführen, wenn man im Level bestimmte Gegenstände findet. Luftbehälter sorgen dafür, dass SpongeBob sich in eine Blase einhüllen und somit an hoch gelegene Stellen schweben kann. Danny Phantom kann sich in einen schwebenden Geist verwandeln und somit durch spezielle halbtransparente Wände gleiten. Timmy kann die Zeit für einen kurzen Moment anhalten und somit schnell an den Gegnern vorbei eilen, denn angreifen kann der Elfen-Freund nicht. Jimmy's Jetpack lässt sich mit den entsprechenden Items noch aufbessern, so dass man nicht nur einen Doppelsprung ausführen kann, sondern gleich einen ganzen Satz durch die Luft.
Das schöne an dem Spiel ist, dass das Leveldesign auch wirklich an diese Fähigkeiten angepasst ist und man an den jeweiligen Stellen herausfinden muss, wie es nun weiter geht. So heißt es meist, alle Gegner im Areal zu besiegen, die Portale aus denen diese entspringen zu schließen und dann einen Schalter zu finden, um den nächsten Ausgang zu öffnen. Nach den ersten Leveln fühlt man sich ein wenig wie ein echter Ghost Buster, denn Jimmy Neutron mit seinem Doppelsprung ist meist die erste Wahl in Sachen Charakter und dieser ist ausgestattet mit einer Waffe, die einer Photonenkanone nahe kommt. Slimer lässt grüßen.
Jede der Nickwelten ist aufgeteilt in weitere Einzellevel, die wiederum mehrere Abschnitte besitzen. So durchstreift man ein Level und versucht die Mission zu erfüllen, in dem man sich von Abschnitt zu Abschnitt vorkämpft. So kann man einen Besuch in Danny’s Schule machen, später bei SpongeBob zu Hause vorbeischauen oder gar in der Welt der helfenden Elfen auf Anti-Elfen treffen. Selbst nano-gesteuerte Unterhosen und Schlägerfische gehören zum Gegnerportfolio.
Während man die Rätsel der Abschnitte löst, welche meist Schalterrätsel oder Levelpassagen sind, die nur mit einem bestimmten Charakter absolviert werden können, erwarten euch ab und an auch Minispiele. Hier kommt der Touchscreen zum Intensiveinsatz und man darf Turntaubenschießen, Wege durch Labyrinthe zeichnen, oder schwebende Ziele in ein Loch verfrachten. Diese kurzen Spielereien sind zwar recht nett, können aber auf Dauer nerven. Später kann man im Hauptquartier nochmals auf schon gespielte Minispiele zurückgreifen und diese in einem höheren Schwierigkeitsgrad probieren.
Hat man alle Schalter- und Charakterrätsel hinter sich gebracht, so wartet am Ende ein gemeiner Endboss auf euch. So müsst ihr in Bikini Bottom gegen Plankton kämpfen und Denzel Crocker möchte die Elfenwelt erobern. Auch hier muss erst eine gemeinsame Strategie ausgetüftelt werden, bis man es schafft, auch jeden Boss zu besiegen.
Der Schwierigkeitsgrad des Spiels ist recht moderat, jedoch hätte die Spieldauer ruhig ein Stückchen länger sein können. Die Zielgruppe wird zwar einige Zeit damit beschäftigt sein, erfahrene Jump 'n Run-Fans werden jedoch recht schnell Erfolge erzielen.
Steuerung:
Im Grunde ist die Steuerung durchaus gelungen. Man merkt, dass die Entwickler langsam mit der Technik des Nintendo DS arbeiten können und große Probleme, wie zu den Anfangszeiten beispielsweise bei Rayman DS, gibt es nicht. Was man hätte verbessern können, ist die Kamerasteuerung, denn diese hat das eine oder andere Mal seine Tücken und lässt sich nicht ganz so optimal einstellen, wie bei anderen vergleichbaren Titeln.
Der Touchscreen wird genutzt, um die Charaktere zu wählen. Dazu zieht man den gewünschten Nick-Helden von einem der vier Randecken des Touchscreens in die Mitte und zack spielt man diesen. Dazu kommt, dass sowohl die Spezialattacken als auch Spezialfähigkeiten der Charaktere, mittels Touchscreen ausgeführt werden.
Als besonderen Kniff kann man alternativ die Spezialfähigkeit von SpongeBob auch durch Pusten in das Mikrofon ausführen.
Grafik:
Schon bei der ersten Umsetzung von SpongeBob auf dem Nintendo DS haben die Entwickler bewiesen, dass sie eine gute 3D-Engine geschaffen haben und hier setzt man noch eines drauf. So kann man sich frei durch eine dreidimensionale Welt bewegen und ist nicht nur beschränkt auf Bewegungen von links nach rechts. Dies sorgt für eine schöne Optik im Cell-Shading Look und Serienfans werden sich sofort heimisch fühlen. Nur selten kommt es zu Clipping- oder sonstigen Grafikfehlern. Hier kann ein Lob ausgesprochen werden.
Sound:
Auch hier wurden keine groben Fehler gemacht und das Spiel bietet eine angenehme, wenngleich monotone musikalische Begleitung. Ohrwurmgefahr besteht zwar nicht, doch muss man sich nicht vor Panikattacken fürchten und zum Lautstärkeregler greifen. Die Sounds sind passend und nicht störend.
Features:
Die Fusion aus vier bekannten Nick-Welten ist gelungen. Als Spieler bekommt man nicht nur einblicke in die Optik dieser, sondern hat zeitgleich die Möglichkeit, die diversen Helden und deren Widersacher zu steuern. Die Minispiele sind zwar nicht wirklich notwendig und können nach der Zeit etwas nerven, dennoch bieten sie etwas Abwechslung und können später separat angewählt werden. Schade ist, dass die Spieldauer relativ knapp ist. Einen Multiplayermodus gibt es nicht.
Fazit:
Erneut kann der gelbe Freund auf dem Nintendo DS punkten. Denn „SpongeBob Schwammkopf und seine Freunde durch dick und dünn!" hat mehr drauf, als es den Anschein haben könnte. Die Entwickler haben dafür gesorgt, dass man ein liebevoll auf die Zielgruppe abgestimmtes Spiel bekommt, welches unter Umständen ebenfalls für normale Genrefans geeignet ist. Zwar erreicht man nicht das Niveau eines Mario 64 DS, dennoch hat man ein ansehnliches und durchdachtes Jump ’n Run geschaffen, welches auch Abwechslung bietet. Dieser Titel ist eindeutig ein weiterer Beweis dafür, dass Lizenzspiele nicht immer monoton und gehaltlos sein müssen.
Kevin Jensen für PlanetDS.de
Vielen Dank an THQ für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.
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Details
Spielname:
SpongeBob und Freunde: Durch dick und dünn!
Publisher:
THQ
Developer:
THQ
Genre:
Adventure
Release:
06.20.1702
Multiplayer:
nein
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:
 ScreenViewer öffnen (5)
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