PlanetSwitch Planet3DS PlanetVita PSP.de PlanetiPhone Classics Forum

PGN-ID:[?] (Nicht eingeloggt)
Login
Registrieren
PlanetDS PlanetGameboy N-Page.de
Nicht angemeldet!     Neu Registrieren   Loginname  Passwort:     Passwort?

Dragon Quest Monsters: Joker


  • Testbericht
  • Bilder (7)
  • News & Videos (0)
  • User (33)
  • Spiel Kaufen
Dragon Quest Monsters: Joker - Review vom 18.05.2008

Die stets positiv auffallende „Dragon Quest”-Marke ist eine der erfolgreichsten Spieleserien überhaupt - zumindestens in Japan, denn hierzulande erschienen nicht alle Teile der Serie. Und was macht ein Spielehersteller mit einer solch gewinnbringenden Serie? Klar, Nachfolger programmieren, bis einem Sequel-Namen und digitale Tinte ausegehen... Und wenn diese Serie auch noch Jahre später von ihrer Fangemeinde auf Händen getragen wird, lohnt sich auch ein Spin-Off. Man nutzt einfach den einprägsamen, bekannten Namen, um ein anderes Spiel zu bewerben. Nintendo hat es mittlerweile zur Meisterschaft gebracht - kaum ein bonbonbunter Titel, in dem Mario nicht herumturnt oder sich in anderer Weise einbringt. Aber auch Square Enix schafft es, seine Serien ordentlich auszuschlachten. Die Größe der „Final Fantasy”-Reihe ist inzwischen schon richtig ausgeartet.

Zudem hat es auch „Dragon Quest” hart getroffen - neben der Hauptserie, deren 9. Teil auch demnächst auf dem Nintendo DS erscheinen wird, gibt es noch die „Dragon Quest Monsters”-Reihe, die uns schon auf dem Gameboy Color erfreute, „Dragon Quest Swords” und diverse weitere Spin-Offs. „Dragon Quest Monsters: Joker” ist der jüngste Nachkömmling der süchtigmachenden Monsters-Serie. Auf dem Nintendo DS. In 3D. Schauen wir mal, was das teilweise gehypte Spiel kann - lohnenswerter Grafik-Trip oder wird nur die Popularität der Hauptserie ausgenutzt, um den schnellen Yen zu verdienen...?

Werde weltbester Meister... Der Monster-Meister!
Wir schlüpfen in die Rolle des selbst zu benennenden Helden, der von einer Geheimorganisation zu einer Monsterscout-Meisterschaft geschickt wird und diese infiltrieren soll. Dort geht es darum, der beste Monsterscout zu werden und ein besonders gut trainiertes Team an wilden Kreaturen einzufangen und zusammenzustellen. Die Entwickler bieten genügend Platz: Wir reisen über die sieben Inseln der Spielwelt, fangen diverse Monster ein, bekämpfen weitere und kommen so Schritt für Schritt immer weiter - „Joker” ist also ein typisches Spiel des „Catch em all“-Prinzips, dessen bekanntester Vertreter wohl die Pokémon-Reihe ist.

Im Vergleich zur Nintendos Taschenmonstern gibt es aber einige kleinere Unterschiede - so kann man z.B. seine Kreaturen mit Waffen ausrüsten. Auf Schnörkel legt man wenig Wert: Die Story wird definitiv keinen Literaturnobelpreis gewinnen, die Interaktionsmöglichkeiten mit der Umgebung sind wie es in JRPGs üblich ist, doch sehr begrenzt, aber das Monstersammeln bietet einigen Suchtfaktor. Der Spieler kann beliebig viele Monster einfangen, aber immer nur drei aktive in seinem Team haben. Diese werden durch gewonnene Kämpfe immer stärker und können anderen Monstern so logischerweise besser eins auf die Mütze geben.

Insgesamt gibt es über 200 verschiedene Monster in 8 Klassen. Diese verfügen nicht nur alle über unterschiedliche Eigenschaften, sondern sind auch grandios gezeichnet. Seine tierischen Teammitglieder gewinnt man sofort lieb und trifft des Öfteren auch Gestalten, die man einfach nur einfangen will, weil sie so knuffelig sind. Dem ganzen Design merkt man demnach deutlich an, dass ein Profi am Werke war - nämlich Akira Toriyama, der nebenbei auch noch für das rasante Dragonball verantwortlich ist. Monsterfangen funktioniert recht einfach und ist in der Praxis trotzdem kompliziert - während eines Kampfes wählt man die entsprechende Option und die eigenen Monster versuchen das gegnerische zu beeindrucken. Es versteht sich auch von selbst, dass stärkere Monster schwerer zu fangen sind, als schwächere Kreaturen. Je nach Level der eigenen und der feindlichen Monster ermittelt das Spiel eine Prozentzahl, die die Wahrscheinlichkeit angibt, mit der eine Gestalt sich unserem Team anschließt. Es sind daher von Anfang an alle Monster einfangbar, allerdings sind die Chancen dafür recht gering - wer Lust hat, sich auf eine 2%-ige Chance einzulassen, kann selbst als blutiger Anfänger Glück haben.

Das Spielprinzip dreht sich also hauptsächlich um die herumlaufenden Monstersorten - die Story reißt wohl keinen vom Hocker, dafür bietet das Fangen, Aufleveln und Verbessern der Angriffe einigen Spielspaß. Haben die Monster nämlich Stufe 10 erreicht, kann man sie untereinander kreuzen und so einige besonders starke Kreaturen erschaffen. Für Tüftler gibt es da einigen Raum für Experimente.

Allerdings ist im Spielprinzip natürlich enthalten, dass man seine Monster dementsprechend aufleveln muss - alleine um ein kleines Anfangsmonster auf Stufe 10 zu bringen, dauert es eine ganze Weile. Außerdem sind die Gegenden schlecht ausbalanciert. So kann es dem Spieler passieren, dass er in einem Abschnitt einer Insel problemlos alle Monster besiegen kann, die Monster um die Ecke allerdings deutlich härter sind und ihn deshalb verjagen. Das führt dann zu nervigem wiederholten Abschlachten schwächerer Monster, nur um das eigene Team zu trainieren. Das Kreisen in der immer gleichen Gegend bringt aber natürlich kaum Spaß - immerhin will man im Spielverlauf weiterkommen und nicht sinnlos leveln.

Steuerung:
Auf dem oberen Schirm wird die 3D-Welt dargestellt, während auf dem unteren diverse Daten angezeigt werden. Mit dem D-Pad rennt man, A löst diverse Interaktionen aus, mit L und R kann man die Kamera manuell verstellen. Das ist aber recht selten nötig, da die automatische Kameraführung einen ordentlichen Job macht. Die Kämpfe könnt ihr entweder mit den normalen Tasten steuern oder aber per Touchscreen aburteilen. Das funktioniert auch wunderbar: Es sind ohne große Menüfrickelei kompliziertere Aktionen möglich. Davon sollten sich andere Rollenspiele eine Scheibe von abschneiden. Vorbildlich!

Grafik:
„Dragon Quest Monsters: Joker” ist der erste Teil der Serie in 3D. Gerade auf dem DS birgt das natürlich auch ein gewisses Risiko, denn die Technik-Ressourcen des Gerätes sind nicht gerade die besten. Square-Enix hat aber alles richtig gemacht und auf Cel-Shading gesetzt. Damit bleiben wir von hässlichen Texturen und kruden Charaktermodellen verschont und das ganze Spiel besitzt einen passenden Comic-Look. So wirken auch endlich einmal 3D-Charaktere vernünftig auf dem DS und auch die Monster sähen in einer „normalen” 3D-Engine deutlich schlechter aus. Etwas negativ stößt auf, dass es einige Ecken gibt, an denen der Spieler hängen bleiben kann und die man nicht auf den ersten Blick erkennt.

Sound:
Zwar verfügt die alteingesessene Serie über ein immenses Repertoire serientypischer Jingles und Melodien, im grundlegenden Spielverlauf vertritt der Soundtrack aber nicht sonderlich überzeugend, was vorherige DQ-Titel schafften. Ob das am Wegbruch des Meisterkomponisten Koichi Sugiyama liegt? Zumindest muss sich der Musikliebhaber diesmal mit etwas weniger Vielfalt und Klasse zufrieden geben.

Multiplayer:
Wer Freunde besitzt, kann gegen sie im lokalen Multiplayer antreten oder mit ihnen Monster tauschen. Wer keine Freunde hat, kann immerhin die eingebaute WiFi-Funktion nutzen. Das eigene Team wird bewertet und entsprechende Gegner zum Download angeboten. Für jeden Kampf, den man gewinnt, erhält man eine Belohnung, z.B. ein Item oder ein Monster. Dabei kann man nicht mehr als einen Kampf pro Tag absolvieren.

Fazit:
„Dragon Quest Monsters: Joker” macht Spaß und ist kein simpler Pokémon-Klon, sondern eigenständiges Serien-Sequel. Die 3D-Grafik versprüht einen größtenteils hübschen Charme, die knuffigen Monster begeistern, aber leider gleicht das Spiel nötiges Aufleveln zu schlecht aus, welches dann leider zur anstrengenden Arbeit werden kann... Wer diese langatmigen Spielphasen verkraftet und einsieht, dass Stufentraining trotzdem irgendwie zum Spielprinzip eines Spiels in Pokémon-Tradition gehört, wird mit den monströsen Abenteuern von Square Enix seine helle Freude haben.

Der Jäger wird zum Sammler: Michael Schmalenstroer [Satan Claus] für PlanetDS.de

Vielen Dank an Square Enix für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
80%
Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Problemlose und flexible Steuerungswahl, gute Kamera-Sicht. Innovationsfaktor:
+++--  (3 von 5 Sternen)
Solide Ausnutzung des Touchscreen-Features.
Grafik

Cell-Shading, das schöner auf dem DS wohl nicht geht - nur die Hintergründe stören.
Sound

Unauffälliger Monster-Musikmix, bekannte Soundeffekte.
Spielspaß

Lustiges Monsterfangen, das ständige Leveln nervt allerdings.








Details
Spielname:
Dragon Quest Monsters: Joker

Publisher:
Square-Enix

Developer:
Square-Enix

Genre:
Rollenspiel

Release:
08.20.2004 (erschienen)

Multiplayer:
vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (7)

Jetzt Bestellen:
Zum Shop