PlanetSwitch Planet3DS PlanetVita PSP.de PlanetiPhone Classics Forum

PGN-ID:[?] (Nicht eingeloggt)
Login
Registrieren
PlanetDS PlanetGameboy N-Page.de
Nicht angemeldet!     Neu Registrieren   Loginname  Passwort:     Passwort?

SpongeBob: Der gelbe Rächer


  • Testbericht
  • Bilder (6)
  • News & Videos (0)
  • User (6)
  • Spiel Kaufen
SpongeBob: Der gelbe Rächer - Review vom 30.01.2006

Hilfe, was ist denn das? Eine Klobürste? Ein Fisch? Ein Stein? Nein, es ist .. ein Schwamm! Und ein ganz gewitzter noch dazu, meine Damen und Herren. Ein gelber, lustiger Schwamm, mit dem Namen „Spongebob Schwammkopf“, den wahrscheinlich mittlerweile jeder von Ihnen aus dem Fernsehen und den Medien kennt – das gelbe Ungeziefer ist schon lange kein Promi der Z-Prominenz mehr, überall bekommen wir ihn zu Gesicht: Als Rucksack, als T-Shirt, als Bleistiftspitzer, als Bettbezug, als Uhr, als Kalender, ja, sogar als Stuhl – es gibt nichts, was es nicht gibt. Da könnte einem der ganze Hype doch fast auf die Ohren gehen. Noch schlimmer wird’s bei den Spielen. Haben die Jump’n’Run Nasen auf dem GBA bisher nur Wertungen von 59% und niedriger bekommen, so bahnt sich ein weiteres Modul den Weg zu uns – doch diesmal auf dem Nintendo DS! Das Spiel mit dem Beititel „Der Gelbe Rächer“ hat einiges mehr auf dem Kasten, als die meisten wohl erwartet haben, oh ja. Willkommen in Bikini Bottom, ihr Landratten!

Bereits seit dem Titelsong der gelben, von Nickelodeon produzierten Serie wissen wir, dass es sich bei Spongebob um einen Meeresbewohner handelt, der in einer Ananas lebt. In einer Ananas? Ganz richtig! Zusammen mit seinem besten Freund Patrick Seestern, seiner Katzenschnecke Gary, seinem (Nicht-)Freund Thaddäus Tentakel und noch vielen weiteren Bewohnern wohnt er in einer kleinen Unterwasserstadt namens Bikini Bottom. Die Serie wird seit 1999 in den USA ausgestrahlt und erfreut sich sowohl bei Kindern, als auch Erwachsenen größter Beliebtheit, was nicht zuletzt durch einige, mittlerweile Kult-Gags ausgelöst wurde (Stichwort Patrick). Bevor wir nun aber weiter in irgendwelchen Erklärungen verfallen, kommen wir lieber gleich zum interessanten Teil: der Story. Es ist ein ganz normaler Tag für Spongebob Schwammkopf. Er macht sich gerade auf den Weg zu seiner Arbeit, als sein morgendlicher 08/15-Ablauf von einem undefinierbaren Geschöpf gestört wird. Wobei „gestört“ maßlos untertrieben ist: da rast doch tatsächlich ein rundes Etwas mit Mordsgeschwindigkeit auf ihn zu und reist ihn nicht nur sprichwörtlich von den Socken. Zu allem übel landet auf seinem Kopf noch ein harter Gegenstand – na wenn das kein toller Tag ist. Doch halt, was ist denn das? Kaum zu glauben, aber es ist das Muschelhorn der beiden Superhelden von Bikini Bottom. Meerjungfraumann und Blaubarschbube. Und da unser gelber Protagonist gerade gesehen hat, wie Blaubarschbube entführt wurde, pustet er natürlich kräftig ins Horn, um des entführten Kameraden zu rufen. Und er wartet… und wartet… und wartet. Bis der alte Superheld nun endlich mit einem umgewickelten Handtuch eintrifft. Die beiden aufgebrachten Meeresbewohner und diskutieren, und diskutieren, bis sie schließlich zu dem Entschluss kommen, dem unbekannten Geschöpf zu folgen. Ihr Weg führt sie zu einem finsteren Ort gelangen.. dem Waschsalon! Und in diesem Salon befinden sich doch tatsächlich Blaubarschbube und.. oh Schreck! Es ist die Drecksackblase! Diese erklärt (wie so ziemlich jeder Superschurke) den Anwesenden zuerst einmal ihren Plan: sie will die beiden Superhelden fangen, um den anderen Bewohnern zu zeigen, wer der stärkste ist. Spongebob sieht die Situation eskalieren und schnappt sich eine auf dem Boden liegende Sicherheitsnadel und treibt die Drecksblase damit, ohne es beabsichtigt zu haben, in eine Waschmaschine. Und ehe man sich versieht, geschieht eine Katastrophe: da die Drecksblase zusammen mit dem Supergürtel von Meerjungfraumann in der Maschine war, hat sich die Drecksackblase in hunderte von kleinen Drecksackblasen verwandelt – und wer gut kombinieren kann, weiß spätestens jetzt, was passiert. Jemand muss die Drecksackblasen aufhalten, und zwar schnell. Da unsere beiden Bubis mittlerweile eingerostet und alt sind, und der gelbe Schwamm gerade zufällig dabei ist, wird er zum neuen Helden auserkoren. Zusammen machen sich der (selbstbetitelte) Gelbe Rächer, Meerjungfraumann und Blaubarschbube auf zum unsichtbaren Bootmobil…

…und rein ins Geschehen. Wo könnte man denn eine Rettungsaktion einer gesamten Stadt besser starten, als im Altersheim? Richtig, nirgends! Deshalb befinden wir uns auch zusammen mit der älteren Superheldenfraktion im „Altersheim: Schattige Sandbank“. Zu Beginn werden wir erst einmal mit den Steuerungsvariationen und Touchscreeninteraktionen vertraut gemacht, die immer auf dem Touchscreen erklärt werden. Nachdem wir das gemeistert haben, folgen die ersten Missionsaufträge, die allesamt in unserem schicken Notizblock gespeichert werden, welchen wir neben dem Meerjungfraumanngürtel und der Karte von Bikini Bottom auf dem Touchscreen finden. Unser Auftrag ist es, uns zu den Quallenfeldern zu begeben, um dort auf Patrick zu stoßen, der vielleicht ein wenig mehr über die Vorfälle sagen kann. Nachdem wir überall zugehört haben, begeben wir uns nach draußen und betrachten zunächst einmal die wunderschöne Umgebung des Zentrums von Bikini Bottom. Der Kenner bemerkt sofort – das ganze ist ja originalgetreu aus der Serie nachgebildet! Nun aber genug der Fakten, auf zu den Quallenfeldern! Auf dem Weg dorthin begegnen uns allerdings einige Gefahren, wie von Drecksblasen befallene Passanten oder Dornengestrüppe, denen es gilt, auszuweichen. Zudem erhalten wir einige neue Hinweise auf die Funktionen des Gürtels, die so genannten Superkräfte. Mit diesen Kräften ist es dem Spieler ermöglicht, Hindernisse zu überqueren, Tore zu öffnen, oder Gegner zu verjagen. Diese Superkräfte lernt der Spieler im Verlauf kennen, und schafft es so, sich weiter fortzuschlagen. Anders als eventuell von dem ein oder anderen vermutet, werden die Superkräfte nicht durch simples Tastendrücken aktiviert, nein, man muss sich hierzu auf das entsprechende Superfeld stellen, und auf dem Touchscreen die vorgegebene Figur nachfahren (Kreis, Blitz, Schlangenlinie, Spirale). Anschließend erhält man für eine kurze Zeit lang eine übersinnliche Kraft und kann nun Tore öffnen, usw. Während der Touchscreen wie bereits angesprochen zum Verwalten der Missionsaufträge, dem Studieren der Karte und zur Übersicht der Quallengeleegläser (später dazu mehr) dient, findet das Hauptgeschehen auf dem Topscreen ab. In der linken oberen Ecke finden wir die Lebensanzeige unseres Protagonisten, rechts oben befindet sich die Anzeige der kleinen Drecksackblasen. Diese kann man im gesamtem Spiel über fangen, und diese unter anderem zum verlängerten Einsatz der Superkräfte benutzen. Apropos Lebensanzeige: beim Zusammentreffen mit einem gegnerischen Objekt, verliert man eine von (zu Beginn) drei Blasen. Um die Lebensenergie allerdings wieder auffüllen zu lassen, kann man sich das Gelee von Quallen zu Gemüte führen. Doch ohne Fleiß keinen Preis, und so muss man sich auch dieses erst verdienen. Sobald der Spieler eine Qualle erblickt, kann er sie mit Y zu sich ziehen, und mit der Melkung beginnen. Über den Touchscreen zieht der Spieler in gleichmäßigen Abständen an den Zitzen der Qualle und kann sich so ein wenig Quallengelee ergattern, welches dann in den Quallengeleegläsern gelagert wird. Zwar habt ihr zu Beginn nur eins dieser Gläser, dürft aber gen Ende stolze vier zu eurer Sammlung zählen.

Grafik:
Als während der E³ 2005 der erste Screenshot von Spongebob Schwammkopf – Der Gelbe Rächer erschien, war die Begeisterung relativ groß: es sollte ein Lizenzspiel werden, das zudem noch in 3D ist! Wow! Alles Larifari, denn eigentlich ist der Titel gar nicht 3D – wir haben es mal wieder mit einem „2 ½ D“-Spiel zu tun. Doch diesmal handelt es sich nicht um die isometrische Vogelperspektive, es ist eine Mischung aus einer 2D Grafik, gepaart mit 3D Engine. Außerhalb der Gebäude darf man sich mit dem gelben Helden nur auf den Wegen bewegen und hat somit wenige Freiheiten. Ab und zu kommt es vor, dass man den Weg nach „oben“ verlassen darf: es erscheint ein grüner Pfeil und man kann die Spur wechseln. Innerhalb von Häusern ist das ganze jedoch komplett in 3D und Spongebob kann sich frei bewegen – zumindest soweit, wie das möglich ist. Denn im warmen, inneren ist Spongebob sehr viel langsamer und kann zudem nicht springen, was er allerdings auch nicht muss, denn meistens sind die Räume sowieso nur sehr klein, dafür gibt es allerdings verschiedene Gimmicks und Gegenstände in Schubladen, Schränken oder auf Tischen zu finden. Zwar gibt es hier und da mal den ein oder anderen Grafikbug oder Ruckler, aber das stört nicht weiterhin, denn über den Großteil des Spiels hinweg läuft alles einwandfrei.

Steuerung:
An und für sich ist die Steuerung des Titels eigentlich recht akzeptabel. Da das ganze auf einem mehr oder minder komplexen Wegsystem basiert, und man die Wege mit den Steuerkreuztasten wechseln muss, kann es vorkommen, dass eventuelle Schwierigkeiten auftreten, da sich Spongebob anstatt nach Richtung Süden zu bewegen, duckt. Neben den üblichen Tastenkombinationen wie Steuerung mit dem Steuerkreuz, springen mit B, Superkraft benutzen mit A, usw. darf der Spieler eine ganze Menge mit dem Touchscreen machen. Mit dem kleinen Touchpen kann man mit den verschiedenen Charakteren interagieren und diese zu einem Gespräch auffordern. Zudem kann man innerhalb von Gebäuden Schränke öffnen, Lichtschalter betätigen oder sogar etwas in die Kasse in der Krossen Krabbe eintippen. Ein weiteres Feature in Sachen Touchscreen ist das Melken der Quallen. Wie bereits angesprochen, wird auch dies über den unteren Bildschirm getan. Ein paar kleine Schwierigkeiten können zwar auftreten, der Frustfaktor ist allerdings nicht allzu hoch.

Sound:
„Oooooooooh… wer wohnt in ‚ner Ananas ganz tief im Meer? – Spongebob Schwammkopf! – Saugstarb und gelb und hohl und zwar sehr? – Spongebob Schwammkopf! – Wenn der Sinn nach pazifischem Blödsinn euch steht – Spongebob Schwammkopf! – dann schwingt euch an Deck und kommt ja nicht zu spät… und alle! Spongebob…“ Wer den Titelsong bis gerade eben nicht kannte, der kennt ihn jetzt. Gleich zu Beginn bekommen wir zumindest die Melodie des Songs in Midi-Qualität zu hören, im späteren Verlauf verfolgen uns zahllose Melodien, die alle gehört werden wollen. Je nach Ort variieren diese, und so bekommt man beispielsweise in der Boo-Lagune Sandstrandgeflüster zu hören, während es einem in Rock Bottom (nicht nur wegen der Musik) eiskalt den Rücken hinunter läuft. Im Großen und Ganzen sind die Klänge gut gewählt, eigentlich zu keiner Zeit nervig und zudem abwechslungsreich.

Features:
Features, Features? Puh, wo soll ich da anfangen? Zu Beginn sei gesagt: „außerhalb“ der Story (oder des Spielgeschehens) gibt es neben dem Credits-Bildschirm keinerlei Features (außer der 6 Sprachen, darunter Deutsch). Im Spiel selbst dafür umso mehr! Der Umfang dieses Schwammspiels ist wirklich erschlagend! Je länger man spielt, desto mehr und vor allem schwierigere Aufträge bekommt man. Pro abgeschlossenen Auftrag bekommt jeder Schwamm 1% in der Statistik. Wer gut kombinieren und rechnen kann (Gruß an die Leute, die das vorhin schon geschafft haben), weiß, dass es also insgesamt stolze 100 Missionen gibt! Während man zu Beginn schon mit „Quallen melken“ seine Brötchen (oder Prozente) verdienen darf, folgen im Laufe des Spiels schwierigere Aufgaben à la „Finde die drei Schlüssel des Fliegenden Holländers“, für welche man dann doch etwas länger braucht. Neben den zu erledigenden Hauptmissionen gibt es auch diverse „Nebenquests“ und so darf man sich zum Beispiel nach den Meerjungfraumann- und Blaubarschbube-Aufklebern umschauen, um am Ende die Sammlung komplett zu haben. Erstaunlich ist zudem, wie originalgetreu Bikini Bottom nachgebaut ist. Detail für Detail wurde auf die DS-Cartridge übertragen und so kommt es einem vor, als könnte man genauso gerade seine Lieblingssendung im TV anschauen. Sehr schön ist die Tatsache, dass man mit so ziemlich allem in Bikini Bottom via Touchscreen interagieren kann. Von Gary füttern über Fernsehnachrichten schauen, bis hinzu einen Krabbenburger machen und servieren gibt es wirklich allerhand zu entdecken! Leider, leider hat man auf einen Multiplayer verzichtet, das hätte das Ganze eventuell noch abgerundet. Doch auch das Speichersystem ist sehr lobenswert. Anders als bei einem Lizenz-Titel vermutet gibt es hier keinen Passwort-Speicher, denn der hätte das komplette Spiel ruiniert. Sobald man das Gebiet wechselt, also ein Gebäude betritt, oder mit dem Bus (oder zu Fuß) von einem Ort zum anderen reist, wird beim betreten dieses Gebiets automatisch gespeichert. Zudem gibt es noch einige Extra-Speicherpunkte, z.B. wenn man einen Endboss o.ä. besiegt hat.

Fazit:
Die meisten von euch werden bei Spongebob wohl gedacht haben – oh nein, ein Lizenzspiel, rette sich wer kann! Falsch gedacht, denn „Spongebob Schwammkopf – Der Gelbe Rächer“ ist, man glaubt es kaum, einer der wenigen, guten Lizenztitel. Wenn ich ein Spiel für den DS nennen müsste, mit dem ich „Überraschungshit“ assoziiere, so würde ich auf der Stelle mit „Spongebob!“ antworten. Was THQ hier geleistet hat ist erstaunlich. Vor allem der Umfang des Spiels, welches eigentlich ein Mix aus Jump’n’Run und Rollenspiel darstellt, kann sich sehen lassen – hier findet der Spieler viele, viele Stunden Spaß! Wer Spongebob bereits nicht schon liebt, der wird es spätestens nach dem Spiel tun, Fans der Serie werden dieses Spiel nur allzu vergöttern. Ein schönes Spiel mit einem gutem Umfang, niedlicher Story und schöner Darstellung – toll!

Nicolas Reinhart [HickLick] für PlanetDS.de

Vielen Dank an THQ für die freundliche Bereitstellung des Testmusters.

WERTUNG:
78%
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

im wahrsten Sinne des Wortes manchmal etwas schwammisch. Innovationsfaktor:
+++--  (3 von 5 Sternen)
Gute Integration der beiden Screens, sowie der Touch-Funktion, leider kein Mikrofon- oder WiFi-Gebrauch
Grafik

2½D, WOOHOO!
Sound

akzeptabel
Spielspaß

der Überraschungstitel schlechthin!!








Details
Spielname:
SpongeBob: Der gelbe Rächer

Publisher:
THQ

Developer:
THQ

Genre:
Jump 'n Run

Release:
05.20.0112

Multiplayer:
nein

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (6)

Jetzt Bestellen:
Zum Shop