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Worms: Open Warfare


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Worms: Open Warfare - Review vom 16.04.2006

Es gibt Spieleschmieden die sich im Laufe der Zeit einen Namen gemacht haben und wenn ich den Namen Team 17 in den Raum werfe, werden viele sofort an die guten alten Kampfwürmchen denken. Auf dem PC geboren und mit einer Maussteuerung groß geworden eignet sich der Nintendo DS doch sicherlich ideal dafür, dass Worms: Open Warfare das Potential für einen Hit hat. Wir haben uns das Getümmel rund um die rosafarbenen Erdkriechern näher angeschaut.

Back to the roots.
Wenn man sich an die immer wieder kehrenden Würmer zurückerinnert hat man in letzter Zeit einige gute Ableger sehen können. Selbst die etwas älter N-Gage Version konnte im mobilen Sektor mit höchsten Wertung protzen und Waffenvielfalt sowie Onlinemodus sorgten für lang anhaltenden Spielspaß. Dabei ist das Spielprinzip so einfach wie genial. Eine Truppe kampferprobter Würmchen steht sich auf einem zufällig generiertem 2D-Areal und darf sich mit diversen Waffen abschießen. Mit Gorilla haben Q-Basic Nutzer schon während der Anfänge der Videospiele ein ähnliches Spiel kennen gelernt. Auf einer zufälligen Skyline stehen sich zwei Riesenaffen gegenüber und müssen sich mit Bananen bewerfen. Ziel dabei ist es den richtigen Abwurfwinkel und die nötige Kraft abzuschätzen, um den Kontrahenten mit einer Banane zu treffen.

Worms hatte diesen Ansatz aufgenommen und perfektioniert. Nach und nach kamen neben den Standardwaffen, wie Bazooka und Handgranaten noch zahlreiche humorvoll angehauchte Mordwerkzeuge hinzu und das ideale Partyspiel war geboren. Egal ob explodierendes Superschaf, die heilige Handgranate die an Monthy Pythons Ritter der Kokosnuss erinnerte, eine wild gewordene Rinderherde oder gar eine alte Dame als unfreiwillige „Selbtmordattentäterin“, die Waffenvielfalt und die ernorme Spieltiefe machten Worms groß. Erst mit der richtigen Strategie und dem nötigen Geschick war man in der Lage seine Würmer gekonnt einzusetzen und die Mini-Rambos zum Sieg zu verhelfen.

Apfel mit Wurmstich?
Umso verwunderlicher war es, dass man gerade auf der Nintendo DS Version in dieser Hinsicht herbe zurückstecken muss. Nichtmehr als zwanzig Waffen stehen zur Auswahl und die wohl zerstörerischsten und unterhaltsamen sind nicht mit von der Partie. Kein Superschaf, keine heilige Handgranate, kein Presslufthammer, kein Baseballschläger, .... und ich könnte noch eine Weile so weiter machen. Man fühlt sich ein wenig in die Vergangenheit zurückgesetzt und fragt sich warum solche wichtige Elemente wegrationalisiert wurden. Selbst manche Handyumsetzungen im Javasektor bieten ein breiteres Waffenarsenal.

Hier riecht doch was faul, kann der Einzelspielermodus noch was retten? Worms war schon immer ein Partyspiel und der Solomodus ist dementsprechend nicht ganz so ausgeprägt wie man es erhoffen mag. Nach einem kurzem Tutorial bei der man die recht konfuse Steuerung erklärt und nützliche Tipps zur Kriegsführung unter Würmern nahe gelegt wird, kann es losgehen. Die Missionen für den Einzelkrieger sind dementsprechend eher kurz gehalten und es gilt mit einem vordefinierten Waffenarsenal seinen Gegenspieler auszuschalten. Ob man nun Wurm gegen Wurm in die Schlacht zieht oder gleich ganze Horden auf den Hals gesetzt bekommt ist Missionsabhängig. Doch wenn selbst in der KI der Gegner der Wurm drin ist, ist der Herrausforderungsmodus mit seinen knapp 20 Missionen nicht gerade rühmlich.

Worms ist und bleibt ein Spiel, welches gerade im Muliplayermodus Spaß macht und diese Tatsache rettet die beliebten Regenwürmer vor dem spielerischem Supergau. Wer gerade keine Freunde in greifbarer Nähe hat, kann mit dem "Schnellspiel" direkt in den Kampf einsteigen. Via Zufallsauswahl kann man direkt sein Können beweisen und zeigen wer der Herr im Ring ist. Sollte man es nicht schaffen seine Feinde vor Ablauf des Zeitlimits zu erledigen, so wartet der „Sudden Death Modus" auf die kriegerischen Wirbellosen. Die Lebensernergie sinkt drastisch, das Level versinkt im Nirvana und nun heißt es möglichst schnell, seinem Gegner mit einem gezielten Treffer zu vernichten…

Einstellungen über Einstellungen.
Ein paar Pluspunkte kann sich Worms: Open Warfare ergattern, durch die Tatsache, dass diverse Leveleinstellungen komplett variiert werden können. Im Menü kann man sich richtig austoben und dem nächsten Level eine persönliche Note verleihen. So kann man aussuchen welche Umgebung als zufällig generiertes Schlachtfeld dienen soll, die vier Würmer aus den jeweiligen Teams können umbenannt, die Anfangsbewaffnung kann festgelegt, die Häufigkeit von Nachschubkisten variiert werden, etc.. Eigentlich Faktoren die dem Spiel ein wenig Aufschub geben. Doch auch hier findet man verbesserungswürdige Aspekte.

Level-Editor? Braucht man den? Scheinbar nicht, denn obwohl der Stylus sich als optimales Werkzeug für liebevoll erstellte Levelkarten eignen würde, hat man auch auf dieses Feature verzichtet.

Steuerung:
In Sachen Steuerung stellt sich mir die ganz große Frage, wollte Team 17 nicht oder konnten sie nicht? Warum muss ich erneut den Spagat zwischen Stylus und D-Pad machen, wenn man doch eigentlich den niedlichen Stift ideal als Mausersatz nutzen könnte? Die Würmer werden somit nicht durch Point & Click gesteuert, sondern über das Steuerkreuz. Der Touchscreen wird genutzt, um sich eine bessere Übersicht zu hohlen, den auf der Minikarte kann man via Stlyus seine genaue Position orten. Doch in der Hektik wäre doch die Steuerung der Bildausschnittes via Tastenkreuz und die Wurmsteuerung via Stlyus doch viel geschickter gewesen. So tanzt man wieder zwischen den Welten und bekommt eine eher unausgereiftes Steuerungskonzept, bei dem der Touchscreen lediglich zur Waffenwahl und der Übersicht dient. Schade eigentlich.

Grafik:
Es geht weiter mit den wohl eher negativen Äußerungen. Die Grafikengine leistet leider auch nicht ganz das, was man von einem Toptitel erwartet. Schwammige Hintergründe, hakende Animationen und sogar gelegentliche Slowdowns sind einfach nicht das gelbe vom Ei. Zwar kann man sich an diese Tatsachen gewöhnen und damit zurechtkommen, doch hat man auch hier einiges an Potential verschenkt. Bekannte Umgebungsgrafiken sorgen zumindest für den nötigen Wiedererkennungswert.

Sound:
Die lustigen Kommentare der Würmer wurden Gott sei dank nicht wegrationalisiert. So kann man sogar in diversen Sprachen die Cyberwürmchen anhören und man bekommt doch eine gewisse Worms Atmosphäre. Die Soundeffekte sind auch recht fetzig und der Humorfaktor auf dem Schlachtfeld kommt rüber. Nicht immer muss alles Todernst sein.

Features:
Das größte Manko an Worms: Open Warfare ist wohl, dass zu viel Gutes aus den Top-Vorgängern entfernt wurde und man somit ein abgespecktes Spielgefühl erhält. Wer sich mit den Basics der Worms-Anfänge zufrieden geben kann, wird sich wohl fühlen, die Anderen bitter enttäuscht sein. Weniger Waffen, kein Leveleditor und kein Onlinemodus sind wohl die Kernpunkte der fehlenden Features. Doch den größten Lob erhält das Spiel wohl für die Multiplayereigenschaften.

Multiplayer:
Der Rettungsanker konnte noch greifen, denn das Partyspiel hält zumindest in diesem Sektor was es verspricht. Ein "Hot-Seat"-Modus sorgt dafür, dass man mit nur einem Nintendo DS durch rumreichen den geballten Wurmspaß bekommt. Eine künstliche Intelligenz hat es noch nie geschafft einen echten Spieler zu ersetzten und das ist auch bei diesem Spiel absolut der Fall. Download-Play lässt grüßen, denn mit bis zu vier Spielern und vier Nintendo DS Geräten kann man sogar mit nur einem Modul die spaßigen Duelle austragen. Somit ist neben Bomberman und Mario Kart auch Worms „lite“ Pflicht für jedes Zockertreffen.

Fazit:
Hier wurde viel, viel Potential unachtsam aus dem Fenster geworfen. Die Mankos beginnend bei der Steuerung, über Grafik bis hin zu dem abgespeckten Waffenarsenal lassen die Herzen eines jeden Worms-Fan bluten. Man kommt sich wirklich vor wie bei den Anfangszeiten des Spiels und hat einfach mehr erhofft. Warum man bei diesem Spiel auf einen Online-Modus verzichtet hat, ist ebenso schleierhaft. Selbst der N-Gage hat bewiesen, dass dies machbar ist und ernormen Spaß bereitet. Der Singleplayermodus ist mäßig und die KI sorgt nicht für große Höhenflüge. Der rettende Aspekt des Spiels ist der Multiplayermodus, der mit den richtigen Freunden fast noch genauso viel Freude bereitet, wie bei den bekannten Worms Umsetzungen. Hoffen wir das Team 17 diese Kritik beim Schopfe anpackt und die Mankos bei einem möglichen Nachfolger ausbügelt. Worms hat es nicht verdient in der Mittelmäßigkeit zu versinken und hat üblich Top-Hit- Potential. Leider kann Worms: Open Warfare das nicht von sich behaupten und sorgt lediglich für possierliche Multiplayerduelle unter Freunden.

Kevin Jensen für PlanetDS.de

Vielen Dank an THQ für die freundiche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
69%
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 1 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Mäßiger Spagat zwischen Touchscreen und D-Pad. Innovationsfaktor:
+++--  (3 von 5 Sternen)
Download-Play Funktion aber man hätte weitaus mehr mit den Features machen können.
Grafik

Verwaschene Hintergründe und unschöne Animationen.
Sound

Audiokommentare der Würmer sorgen für Atmosphäre.
Spielspaß

Multiplayer hui, Solomissionen pfui.








Details
Spielname:
Worms: Open Warfare

Publisher:
THQ

Developer:
Team17

Genre:
Sonstiges

Release:
06.20.2403

Multiplayer:
1-4 Spieler (1 Modul)

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (16)

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