PlanetSwitch Planet3DS PlanetVita PSP.de PlanetiPhone Classics Forum

PGN-ID:[?] (Nicht eingeloggt)
Login
Registrieren
PlanetDS PlanetGameboy N-Page.de
Nicht angemeldet!     Neu Registrieren   Loginname  Passwort:     Passwort?

Final Fantasy: Crystal Chronicles - Ring of Fates


  • Testbericht
  • Bilder (5)
  • News & Videos (2)
  • User (70)
  • Spiel Kaufen
Final Fantasy: Crystal Chronicles - Ring of Fates - Review vom 15.04.2008

Nicht nur in der DS-Spielebranche kommt es hin und wieder vor, dass ein Spiel bis zum Erbrechen gehyped wird. Dass ein solches Spiel gut abschneidet ist dann allerdings eher selten der Fall. In unserem aktuellsten Beispiel hat uns genau diese Frage interessiert, denn wir befassen uns heute mit dem Thema: Wie gut ist Final Fantasy: Crystal Chronciles - Ring of Fates wirklich? Seit Wochen hören wir es an allen Ecken und Enden und das Thema Final Fantasy scheint aktueller als in den 90ern zu sein. Waren die bisherigen tragbaren Nintendo-Editionen (sprich: FF's für den GBA) doch eher nur was für Franchise-Helden, hofft Square Enix mit dem etwas anderen Final Fantasy eine größere Sparte anzusprechen. Ob ihnen das gelungen ist? Wir werden sehen.

Als Final Fantasy Crystal Chronicles für den DS in der Redaktion einflatterte, war die Empörung groß, als meine Wenigkeit sich für den Test meldete. Nicht umsonst bin ich seit geraumer Zeit als Final Fantasy Unsympath bekannt und meide seit meinen ersten Erfahrungen auf dem GBA alles, was nur einen kleinen Funken "Final Fantasy" in sich hat. Die Ursachen hierfür liegen irgendwo zwischen unergründlich bis nicht vorhanden, nichtsdestotrotz war ich davon überzeugt, diesem Titel eine Chance zu geben, und so öffne ich das Hardcase, werfe einen kurzen Blick auf die (erstaunlich umfangreiche) Spielanleitung und widme mich dem Herzstück: der DS-Cartridge.

Was auf dem Gamecube mit einem Spinoff der „Final Fantasy“-Reihe begann, hat heute seine eigene Abteilung im Hause Square Enix - die "Crystal Chronicles" erfreuten sich damals nicht nur in Japan größter Beliebtheit. Einige Jahre (und Generationen) später befinden wir uns im Jahre 2008 und werfen unseren Blick auf ein unscheinbares Spiel, welches das Anhängsel "Ring of Fates" besitzt. Getreu des mittlerweile 87 Jahre alten Slogans "Ein Bild sagt mehr als Tausend Worte" entschlossen sich die Entwickler von FF:CC die Einleitung in die Storyline visuell darzustellen. Und was ist besser als ein Bild? Richtig, 24 Bilder pro Sekunde! Im wundervoll gerenderten Introvideo hüpfen für den Spieler zunächst noch unbekannte Gestalten über den Bildschirm. Der Neuling wird erst gegen Ende des Spiels den kompletten Sinn der Präsentation verstehen, ist in diesem Moment allerdings erst einmal mit Staunen beschäftigt. Hier gibt's was auf die Augen und auf die Ohren. Selten haben wir ein derartig flüssiges Video erleben dürfen, das auf voller Bandbreite überzeugen kann. Wer gehofft hat, dass es sich bei dieser Darstellung um Ingame-Szenen handelt, der sollte wohl erst wieder in 10 Jahren einen Blick auf eine (portable) Spielekonsole werfen. Das schlicht gehaltene Hauptmenü gliedert sich in die Unterpunkte Abenteuer, Missionen, Tausch den Mogu und die Einstellungen. Da wir sehr gespannt sind, mehr über die Menschen (und Kreaturen) des Introvideos zu erfahren, schauen wir uns zunächst den Abenteuermodus an. In deutlich schlechterer Aufmachung fallen halbtransparente Streifen vom Himmel. Dank des im Hintergrund sprichwörtlich aufblitzenden Wetters kann man hier sogar ein Gewitter erahnen. Ein Charakter, der Stimmung zu urteilen vermutlich "der Böse" tritt auf, und die Sequenz wechselt. Doch auch hier dauert es zunächst eine Weile, bis man den Einstieg schafft, deswegen haben wir die Story für euch kurz zusammengefasst.

Die beiden Zwillinge Yuri und Chelinka leben gemeinsam mit ihrem Vater Latov in einem kleinen Dorf nahe Rebena Te Ras. Während Yuri stets versucht, seinem Vater, der selbst Krieger ist, nachzueifern, ist Chelinka der Kopf der beiden. Da sie die ältere ist, sieht sie sich selbst stets als vernünftiger und unterstützt Yuri in seinen Handlungen und Entscheidungen. Latov, dessen Frau nach der Geburt der Zwillinge auf unerklärliche Weise starb, wird unterstützt von dem Magiker Alhanalem und der Alchemistin Meeth, die für die Wissensbildung der Kinder mitverantwortlich sind. Gemeinsam durchstehen sie so manches Abenteuer und träumen schon seit sie denken können davon, später selbst einmal Abenteuer zu erleben - doch dann kommt alles doch früher, als sie gedacht hätten. Viel früher...

Der findige Leser wird bemerken, dass wir es hier ganz klar mit einem Fall von Storyaufbau im Spielverlauf zu tun haben. Erst kurz vor Ende schließen sich die letzten Kreise und erklären die komplette Geschichte des Spiels. Vorerst ist es für uns allerdings eher uninteressant und wir stürzen uns ins Geschehen. Nach dem etwas längeren Plot folgt die Einweisung in das Kampfsystem. Ein freundlicher Mogu wartet nur darauf, den jungen Yuri für die große weite Welt vorzubereiten. Na dann mal los...

Schwerter, Bögen, Stäbe, Löffel - Wir versprechen die richtige Waffe für jeden Geschmack.
Auffällig für ein „Final Fantasy“-Titel ist der Verzicht eines rundenbasierenden Spielverlaufs, denn FFCC spielt in Echtzeit. Der Spieler steuert grundsätzlich einen der Charaktere, zu Beginn des Spiels nur Yuri, und kann diesen auch komplett mit Waffe, Rüstung, Helm und Accessoires ausrüsten. Im späteren Spielverlauf treten der Gruppe noch andere Charaktere und Klassen bei, sodass eine weitgefächerte Auswahl stets gewährleistet bleibt. In dieser Gruppe gilt zu jederzeit das Motto: Eine Hand wäscht die andere. Oftmals erfordert es viel Geschick und Überlegung, die richtige Klasse für das richtige Rätsel einzusetzen. Insgesamt gibt es vier Auswahlmöglichkeiten und maximal vier Charaktere. Im Story-Modus sind diese vorgegeben, im Missions-Modus kann der Spieler seine eigenen Charaktere entwerfen. In die Reihe des Teams gliedern sich Clavatas (Yuri und Chelinka), ein Yuke (Alhanalem), ein Selkie (Gnash) und eine Lilty (Meeth). Die einzelnen Klassennamen mögen zunächst verwirren. aber eigentlich handelt es sich um nichts anderes als einen Barbar, Magier, Bogenschütze und Druide. Ähnlich anderer RPG-Spiele besitzt jede Klasse bestimmte Fähigkeiten und seine eigenen Waffen. Die Freiheit des Spielers ist hierbei jedoch auf die Klasse beschränkt, denn einzelne Attribute wie Stärke, Geschwindigkeit, und so weiter werden vom Spiel selbst mit jedem Levelaufstieg vergeben - eine "Umschulung" von einem Nahkämpfer zum Bogenschützen, oder andersrum, ist somit also nicht möglich.

Die Fähigkeiten eines jeden einzelnen Protagonisten müssen natürlich stets geschult werden und dies geschieht durch - wie vorhin erwähnt - ein simples Levelsystem. Eine bestimmte Anzahl an Erfahrungspunkten führt nach und nach zum Levelaufstieg, durch welchen sich Eigenschaften wie Lebens- oder Magiepunkte verbessern oder Spezialattacken erlernt werden. Um diese Erfahrungspunkte zu sammeln, gibt es natürlich nur einen Weg: metzeln, metzeln und metzeln - und das wird man bei diesem Spiel wahrlich lange tun müssen. Entweder durch die Waffen, die man in einem Laden erstehen kann, oder Maginite; Kugeln für Magie-Angriffe, die jeder Charakter einsetzen kann. Insgesamt gibt es acht verschiedene Maginite, die jeweils unterschiedliche Effekte haben. Die einen fügen Schaden hinzu oder öffnen Türen (Feuer, Eis, Blitz), und andersrum gibt es Maginite, die Statuszustände oder Gesundheit regenerieren können (Vita, Engel, usw.). Je nach Maginit-Art kann die Gruppe verschieden viele Kugeln mit sich führen, wobei eine spätere Aufrüstung der Maginittasche eine größere Kapazität verspricht.

Steuerung:
Der Touchscreen des Nintendo DS war damals eine Innovation in der portablen Spielewelt und sollte vieles leichter machen - einige Vorgänge hat er aufgrund der krampfhaften Entwicklung und Integrierung von Berührungselementen in Spielen, in denen diese gar nichts zu suchen haben, deutlich verschlechtert. Besonders die Funktionen des Touchpads haben uns von vorneherein sehr interessiert und wir waren erfreut, dass man auf eine komplette Touchscreensteuerung verzichtet hat. Doch auch an den Stellen, an denen er zum Einsatz kommt, ist der Touchscreen eher suboptimal. Die Navigation durch das Menü wurde gut umgesetzt, doch der Einsatz von Maginiten ist nicht wirklich gelungen. Umständliches hin- und hertippen bei Benutzen verschiedener Maginite innerhalb kürzester Zeit entpuppen sich als sehr frustrierend, was dazu führt, dass man Magie entweder selten einsetzt, oder einfach immer das gleiche Element verwendet. Die Spezialattacke eines jeden Charakters, welche mit Hilfe der rechten Schultertaste aktiviert wird, wurde auch komplett auf den Touchscreen zugeschnitten. Sobald der Spieler "R" wählt, erscheint der Kampfbildschirm unten und mit einem Klick auf den Gegner wird dieser mit einem mächtigen Schlag oder Schuss attackiert. Da dies aber (dank des Touchscreens) viel zu viel Zeit benötigt, schlägt man lieber dreimal normal zu, statt einmal verstärkt. Generell müssen wir sagen: Das geht auch ohne, danke. Nächstes Mal bitte nichts Halbes und nichts Ganzes - doch die Mischung aus beidem muss stimmen.

Grafik:
Die Fans waren froh, als man sich nach zwei Jahren Planung im Jahre 2006 doch noch entschied, vom GBA auf den DS umzusteigen, denn das Ergebnis zeigt sich vorallem in der optischen Untermalung wieder. Dass der DS grafisch keine Chance gegenüber der PSP hat, wissen wir seit mehr als zwei Jahren, doch bewiesen bereits Titel wie Mario Kart DS, dass Nintendos neuster Doppelbildschirm mächtig Potenzial hat. Dieses hat man bei FFCC nochmals versucht komplett auszuschöpfen und ist hierbei definitiv nahe an der Grenze angelangt. Eine solide Ingame-Grafik gemischt mit der einen oder anderen Show-Einlage machen das Spiel zu einem wahren Fest für's Auge - und nicht nur das, vorbei sind die Tage der langweiligen Charakter-Ausrüstung! Endlich trägt der Held nun auch mal grün, wenn wir ihm eine grüne Mütze (Robe, Helm, Wärmflasche, ...) verpassen!

Sound:
Das zweitbeliebteste Medium nach Spieledisks, Cartridges und UMDs ist in der Final Fantasy Reihe grundsätzlich der Soundtrack. Durch diese Merkmale ist FF vor etlichen Jahren berühmt geworden und wird noch heute in höchsten Tönen dafür gelobt - doch was hat man bei Ring of Fates hinbekommen? Dass man sich keinen Fehltritt erlauben durfte, war von vornherein klar und somit bekommt der Verbraucher ein solides Klangwerk, bestehend aus eingängigen Melodien gemischt mit situationsabhängigen Soundeffekten. Großes Lob von uns, doch die eigentliche Premiere ist eine ganz andere. Neben einem wundervollen Soundtrack bietet Final Fantasy Crystal Chronicles: Ring of Fates eine komplette englische Sprachausgabe - etwas, das man auf Handhelds nicht alle Tage sieht und uns sehr überrascht und gleichzeitig erfreut hat. Der nicht englischsprechende Gamer wird sagen: So ein Mist, bringt mir sowieso nichts, doch wer lieber liest als hört: Der Text ist selbstverständlich komplett in Deutsch.

Features:
Obwohl das Hauptaugenmerk des Spiels auf dem Singleplayer-Modus liegt, darf man den Multiplayer nicht völlig außer Acht lassen. Der kleine blaue Punkt "WiFi" auf der Spielepackung lies mich auf einen spaßigen Online-Multiplayer hoffen - nix war's, es gibt nur ein "lustiges" Mogu-Tauschspiel, bei dem ihr mit bis zu 64 Freunden (so viele Codes akzeptiert die Freundesliste) euern Mogu tauschen und stylen könnt. My Model für Mogus, sozusagen, doch einen Multiplayer in der Form gibt es leider nur offline. Mit bis zu vier Spielern (jew. 1 System + 1 Cartridge) kann man unter dem Menüpunkt "Missionen" den König aufsuchen und von verschiedene Aufträge akzeptieren, für die es unterschiedliche Belohnungen gibt. Hierzu benötigt man einen Charakter, der (leider) komplett unabhängig von dem des Storymodes ist. Wer im Abenteuermodus einen Selkie auf Stufe 38 hat, möchte nur wegen dem Multiplayer nicht noch einmal neu anfangen. Auch alleine haben die Missionen wenig Sinn, da man meistens am Zeitlimit scheitert. Ein nettes Feature ist es allemal - doch ein Online-Multiplayer ist bei solch einem Spiel eigentlich Pflicht. Im Verlauf des Story-Mode stößt man immer wieder auf verschiedene Mitglieder des Moogle-Volkes und erhält pro angesprochene Kreatur einen Stempel. Bei einer bestimmten Anzahl gibt es einen arcade-ähnlichen Rennspielklassiker, der wenigstens für zwischendurch sehr amüsant ist.

Fazit:
„Final Fantasy Crystal Chronicles: Ring of Fates“ ist ein Spiel, auf das wir alle gewartet haben. Die einen vielleicht mehr, die anderen weniger. Manche, so wie ich, gar nicht - und trotzdem habe ich es gespielt und es in höchsten Zügen genossen. Ich sehe die Final Fantasy Reihe nun in einem komplett anderen Licht und war auch schon kurz davor, mir wieder die beiden ersten Teile für den GBA zuzulegen. Der einmalige Durchlauf auf der einfachsten Schwierigkeitsstufe dauert für einen Einsteiger um die 10 Stunden, wobei es hier bis oben kein Ende gibt. Das einfache Aufleveln und der stetige Fortlauf der Story motiviert durchgehend zum Weiterspielen. Auch wenn man sagen muss, dass man vor lauter Schnickschnack-Sequenzen manchmal die Hoffnung verliert: Es lohnt sich immer wieder, alles durchzulesen und am Ball zu bleiben. Denn wie bereits zu Beginn des Berichts angedeutet: die wahre Schönheit der Story, und somit auch die wahre Schönheit des kompletten Spiels, kommt erst gegen Ende zum Vorschein. Wer ein Spiel für spaßige Stunden im Single-Player Modus sucht und kein Problem mit einem minder ausgereiften Multiplayer hat, wird Final Fantasy vergöttern. Doch auch alle anderen sollten sich zumindest einmal in die Welt der Clavats, Yukes, Selkies und Liltys wagen - ihr werdet es nicht bereuen; denn Final Fantasy Crystal Chronicles: Ring of Fates ist mit Abstand das derzeit beste RPG-n-Slay Singleplayer-Spiel. Zugreifen!

Mag die volle Dröhnung Fantasie: Nicolas Reinhart [HickLick] für PlanetDS.de

Vielen Dank an Koch Media für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

WERTUNG:
89%
Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 2 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Zwanghafte Touchscreen-Integrierung drückt das Gesamtbild minimal. Innovationsfaktor:
++---  (2 von 5 Sternen)
Wenig Neues und die suboptimale Nutzung des Touchpads lassen hier nur zwei Sterne zu.
Grafik

Geht's noch schöner?
Sound

Engl. Sprachausgabe, eingängige Melodien - top!
Spielspaß

Die Fantasie kommt von alleine. Der Spielspaß auch.








Details
Spielname:
Final Fantasy: Crystal Chronicles - Ring of Fates

Publisher:
Square-Enix

Developer:
Square-Enix

Genre:
Rollenspiel

Release:
08.20.2402

Multiplayer:
vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (5)

Jetzt Bestellen:
Zum Shop