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Tao’s Adventure: Curse of the Demon Seal


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Tao’s Adventure: Curse of the Demon Seal - Review vom 31.05.2006

Wirft man einen Blick auf den Game Boy Advance, so findet man zahlreiche Rollenspiele, die der geneigte Gernefan einfach gespielt haben muss. Auf dem Nintendo DS ist hingegen noch nicht so viel los und man freut sich über jeden Newcomer. Nun steht Tao's Adventure: Curse of the Demon Seal aus dem Hause Konami auf dem Programm. Brillantes Rollenspiel oder doch nur mittelmäßiges Grafikwunder? Wir haben uns den Titel näher angeschaut und verraten euch, ob der Kauf sich lohnt.

Die Handlung unserer Geschichte findet fast ausschließlich in Mondominio, der Stadt der Monsterjäger, statt. Das Zentrum dieser Stadt bildet ein riesiger Turm, der unter den Namen Monsterturm bekannt ist. Das riesige Gebäude ragt bis in die Wolken hinauf und ist prall gefüllt mit zahlreichen finsteren Kreaturen. Die Monsterjäger haben es sich jedoch zur Aufgabe gemacht, diesen Turm zu erklimmen und die Eier der Monster zu horrenden Preisen auf dem Markt zu verkaufen. Der Handel mit dem gefährlichen Gut sorgte dafür, dass die Bewohner von Mondomino in Frieden und Wohlstand leben konnten…

Wir hätten es jedoch nicht mit einem typischen Rollenspiel zu tun, wenn dieser Frieden nicht urplötzlich durch eine Katastrophe zunichte gemacht würde. Während eines Sturms schlug ein mächtiger Blitz ein und zerstörte das magische Siegel, welches dafür verantwortlich war, dass die zahlreichen Monster in dem Turm gefangen blieben. Einige dieser finsteren Kreaturen schafften es auszubrechen und terrorisieren nun die Bewohner der Welt. Besonders schlimm trafen die Monsterattacke die so genannte Insel Bente. Hier wohnt natürlich unser Protagonist Tao, jener erst kurz vor den Monsterattacken auf die Insel kam und dort einige Zaubersprüche erlernt hat. Tao ist der Sohn des mächtigen Zauberers Amon, doch selbst dieser hat es nicht geschafft die Monster abzuwenden und somit wurden fast alle Bewohner der Insel in Stein verwandelt. Nur Tao kann sein Volk retten, indem er ein Ei der Monsterrasse zurück zur Insel bringt. So macht er sich auf den Weg nach Mondomino und das Abenteuer kann beginnen.

Da unser Protagonist genau weiß wo er suchen muss, fackelt er nicht lange und begibt sich in die besagte Stadt mit dem riesigen Monsterturm. Hier kann man sich ein wenig mit der Umgebung vertraut machen, denn man wird das beinahe komplette Spiel hier oder im Turm verbringen. Bei der ersten Ankunft, merkt man sofort, dass die Bewohner Modominios nicht gut auf die Einwohner der Bente Insel zu sprechen sind. Es ereignete sich eine Geschichte vor einigen Jahren, die nicht ohne Folgen blieb und so wir der junge Held in der Fremden Stadt nicht ganz freundlich behandelt. Einige Ausnahmen, wie den Besitzer der Herberge, den man vor der Ankunft in der Stadt geholfen hat ein Monster zu vernichten, oder einige wenige aufgeschlossene Geschäftsleute findet man dennoch.

So setzt man nun die Reise in das Innere des Turms fort und benötigt dazu jedoch noch eine Erlaubnis des Bürgermeisters und einige andere Kleinigkeiten. Hat man dies erledig so kann man sich in die Höhle des Löwen wagen.

Das eigentliche Spielprinzip ist gelinde gesagt recht abgestumpft. Der Turm erstreckt sich über zahlreiche Etagen und nach und nach kämpft man sich die Etagen hoch. Als Spieler sucht man also seinen Weg durch ein großes Labyrinth und muss ab und an ein paar einfache Schalterrätsel lösen, Monster bekämpfen, Eier sammeln, Zaubern und Vertraute begutachten. Auf dem Weg nach oben, wird man also erstmals auf einen Vertrauten treffen. Das kleine blaue Monster namens "Petcho" macht den Anfang und gibt manchmal nützliche Hinweise und das nächste Mal nervt er damit, dass man seinen Spielstand speichern solle, bevor man höher in den Turm hinaufsteigt. Zum Glück gibt es einen Teleportzauber, der es ermöglicht, schnell aus dem Dungeon zu fliehen und später sich wieder in die gewünschte Etage zurück beamen zu lassen.

Die einzelnen Ebenen sind recht einfach strukturiert. Ziel ist es den jeweiligen Ausgang zu finden, um somit das nächste Level zu erreichen. Ab und an wartet am Ende ein größeres Endboss-Ungeheuer. Auf dem Weg trifft man auf die diversen Monster und ein rundenbasiertes Kampfgeschehen mischt sich in das eigentlich in Echtzeit ablaufende Spiel ein. Via Touchscreen kann man nun aussuchen, ob man seinem Gegenüber eins mit der Waffe über den Kopf schlägt, einen Zauberspruch auspackt oder in die Verteidigungsposition geht. Je nachdem wie nah man dem Gegner steht und in welcher Position, können auch mitgeführte Monster der eigenen Reihen, den Kontrahenten attackieren. Das Magiesystem ist ähnlich aufgebaut wie Castlevania die Runen oder auch wie in Lost Magic die Zauber. Man muss eine von insgesamt 42 Zeichenvorlagen auswendig auf den Touchscreen zeichnen und den Effekt abwarten. Im späteren Abenteuer werden die Effekte der Magie immer stärker und grafisch spektakulärer. Vergisst man die eine oder andere Zeichnung, so kann man im Zauberbuch nachschauen und diese dort üben.

Ein weiteres Element sind die Monstereier. Diese kann man während des Schlenderns durch die Ebenen finden und später in der Stadt identifizieren lassen. Fast jedes Ei lässt sich dann Turm über die Inventarsoption ausbrüten. Das neue "Baby" folgt Mama-Tao dann auf Schritt und Tritt. Der eigentliche Trick während des Aufstiegs am Leben zu bleiben ist es, immer neue Sprüche zu lernen, Monster zu züchten und hochzuleveln. Je mehr Ungetüme man besiegt, desto mehr Erfahrungspunkte sammelt der Spieler und auch die Monster aus den eigenen Reihen. Pro Level im Turm, sollte man mindestens ein Level höher sein mit der Charakter- und Monsterstärke. In der Stadt kann man neue Waffen und Rüstungen kaufen, wie Schwerter, Schilde und Stäbe. Sollte man sich jedoch für den Schwertkampf entscheiden wird das Spiel schnell eintönig. Denn zum Zaubern braucht man einen Zauberstab, je nach Level des Zauberstabs und des kleinen Heldens kann man seine Gegner mit kleinen bis mächtigen Zaubern das Leben schwer machen.

So rennt man also immer zwischen der Stadt und dem Monsterturm hin und her, rüstet seinen Charakter und dessen Monster auf und kraxelt unaufhörlich hinauf, bis der gewünschte Grad des Erfolges erreicht wurde. Die Geschichte des Titels spielt im späteren Verlauf nur eine Nebenrolle und wird nur manchmal kommen Unterhaltungen mit anderen Monsterjäger hinzu und andere Tätigkeiten in der Stadt, die das Vorankommen sichern. So monoton wie sich das anhört, ist es leider auch.

Steuerung:
Die Steuerung des Spiels gehört zu den wohl größten Problemfaktoren überhaupt. Es ist schön und gut, wenn ein Spiel guten Gebrauch des Touchscreens macht, doch was hier gemacht wurde ist etwas übertrieben. Die Tasten des Nintendo DS kommen fast nicht zum Einsatz und jede Unterhaltung, jede Kampfhandlung muss einzeln via Touchscreen aus einer Liste von Möglichkeiten ausgewählt werden. Der wohl größte Unfug seit langem ist die Kartenfunktion. In der Stadt und im Dungeon kann man sich gerne eine übersichtliche Umgebungskarte anschauen und diese wird auch schön auf dem Touchscreen angezeigt, doch tut man dies, ist das Spiel pausiert und man kann nicht, wie sonst üblich, normal weiterlaufen. Auch ansonsten gibt es bei der Auswahl der verschiednen Punkte manchmal Ungereimtheiten in Sachen Genauigkeit. Positiv zu erwähnen ist jedoch das Erkennungsprinzip der Runenzauber. Auch hässliche Zeichnungen die Ähnlichkeit mit dem eigentlichen Bild haben, genügen, um die Zauber auszulösen.

Grafik:
Die Optik des Spiels ist wohl der Glanzpunkt überhaupt. Tao kommt mit einer grandiosen 3D-Engine daher, die bisher in diesem Genre seines gleichen sucht. Die Stadt ist sehr schon gestaltet und hat eine akzeptable Größe. Die Einrichtung in den Häusern ist sehr detailliert und hübsch gemacht. Der Monsterturm ist hingegen etwas trister, die Ebenen gleichen sich sehr stark dafür bekommt man eine Vielzahl an Monster geboten. Die Zaubersprüche sind in den ersten Stufen nicht wirklich atemberaubend, aber hingegen die höheren Level der Zauber machen schon einen sehr guten Eindruck. Hier geizt man nicht mit Lichteffekten oder ähnlichem. Slowdowns gibt es nur, wenn sehr viel auf dem Bildschirm passiert.

Sound:
Die Geräuschkulisse des Spiels ähnelt vielen Spielen aus dem Sektor. Man bekommt die typischen Schlag- und Kampfgeräusche und das Geheule der Ungetüme. Die Musik hingegen zeugt eine gute Stimmung und ist sehr angenehm. In der Stadt ruhig, während den Kämpfen mäßig spannend. Man muss also nicht zwingend zum Lautstärkeregler greifen.

Features:
Man bekommt eine größere Stadt mit einem Monsterturm. Mehr gibt es eigentlich nicht zu bestaunen in dieser Welt. Dazu kann man zahlreiche Monster fangen und aufziehen, Zaubersprüche erlernen, Waffen updaten, etc. Last but not least gibt es noch einen Multiplayermodus. In der Mitte der Stadt befindet sich ein Kolosseum, wo Duelle zwischen den Monstern bestritten werden können.

Multiplayer:
Für den Multiplayermodus benötigt jeder Spieler sein eigenes Modul. Alle Monster die im Laufe des Spiels gefangen werden, kann man auch gegen seine Freunde antreten lassen. Die Duelle laufen Halbautomatisch ab, sprich man kann nur teilweise in das Gesehen eingreifen. Die Dauer beträgt rund fünf Minuten. Zwar kein wirkliches Verkaufsargument, aber immerhin gibt es die Möglichkeit dazu.

Fazit:
Tao’s Adventure: Curse of the Demon Seal ist beileibe kein absolut schlechtes Spiel. Die Programmierung ist bis auf die Steuerung durchweg sauber und die Grafikengine meist vorbildlich. Das große Manko des Spiels ist aber, dass man zu stark eingeschränkt wird. Rollenspiele leben von der Freiheit und den Reisen um die Welt. Hier ist man schlichtweg in einen großen Turm eingesperrt, den man erklimmen muss. Das Kampfsystem wirkt träge und wird schnell sehr eintönig. Wer sich als echter RPG-Fanatiker outen mag, kann einen Blick riskieren als Lückenfüller bis zum Release von Final Fantasy III. Anderen kann es sonst passieren, dass sie sich schnell langweilen.

Kevin Jensen für PlanetDS.de

Herzlichen Dank an Konami für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
65%
Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Sehr gewöhnungsbedürftig und träge. Innovationsfaktor:
++---  (2 von 5 Sternen)
Man hat versucht die Features sinnvoll zu nutzen, ist aber leider am Ziel vorbeigeschnellt.
Grafik

Macht einen durchweg sehr guten Eindruck.
Sound

Nette Melodien, übliche Sounds.
Spielspaß

Auf die Dauer einfach zu Eintönig.








Details
Spielname:
Tao’s Adventure: Curse of the Demon Seal

Publisher:
Konami

Developer:
Konami

Genre:
Rollenspiel

Release:
06.20.2505

Multiplayer:
bis 2 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (6)

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