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Pokémon Ranger


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Pokémon Ranger - Review vom 21.04.2007

Um mit dem letzen Pokémon-Test gleichzutun, wollen wir auch diesen Bericht mit den Worten eines US-Amerikanischen Staatsmanns einleiten. Abraham Lincoln, seinerzeit der 16. Präsident der Vereinigten Staaten, behauptete: „Man helfe den Menschen nicht, wenn man für sie täte, was sie selbst tun könnten.“ Weise Worte mag man glauben, im aktuellen Pokémon-Spin-Off hat Entwickler HAL Laboratory wohl nicht über die Schultern von Chun Soft geschaut, als sie das Konzept von Mystery Dungeon programmierten und so erschienen binnen kürzester Zeit zwei Pokémon-Ableger, die das Wort „Rettungstruppe“ groß schreiben. Zwar haben diese Titel mit den original Rollenspielversionen so viel gemein, wie eine Maggi-Tütensuppe mit einem Lafer-Gourmetessen, dennoch strahlen sie ihren ganz persönlichen Charme aus und können so manchen Fan fesseln. Die Frage ist nun, was Pokémon Mystery Dungon von Pokémon Ranger unterscheidet? Antworten findet ihr wie immer im ausführlichen Testbericht.

Pokémon Ranger – We help the helpless!
Zunächst muss gesagt werden, dass bei Pokémon Ranger die Zeiten von „Ich bin ein Pokémon“ hinter sich gelassen wurden und der Spieler wieder in die Rolle eines gänzlich normalen Erdenbewohners schlüpft. Diese Person hat dennoch noble Ziele im Sinn, denn man möchte Ranger werden; ein Beschützer der Schwachen, ein Retter in der Not, jemand der aufopferungsvoll sämtliche Probleme löst. Auch die Tätigkeiten als „Mädchen-für-Alles“ müssen erlernt werden und so warten fast 60 Minuten Tutorial auf den potentiellen Ranger. Schritt für Schritt wird man in die Welt der Helferlein eingewiesen und muss feststellen, dass man keine Pokébälle oder sonstige Trainerfunktionen nutzen wird. Ein Ranger lebt im Pokémon-Zölibat, denn er sorgt dafür, dass die niedlichen Fabelwesen in ihrer natürlichen Umgebung verweilen und dort in Ruhe und Frieden leben können. Wer nun glaubt, er wird nie in den Kontakt mit Pokémon kommen und nie einen tapferen Recken Befehle erteilen darf, so hat er sich geschnitten. Schon zu Beginn der Story klemmt sich ein geladenes Minun an die Fersen des Rangers und ist von nun an ein ständiger Begleiter.

Leiste den Ranger-Eid.
Was wäre man ohne die Ordnungsbehörde? Ab sofort gilt es, die Sicherheit und den Frieden in der Fiore-Region zu wahren. So patrouilliert man durch die Dörfer, besänftigt aufgebrachte Pokémon, hilft seinen Mitmenschen aus heiklen Situationen oder sorgt dafür, dass kriminelle Organisationen im Knast laden. Anders als normale Trainer sind die Ranger mit einem so genannten FangKom ausgestattet. Dieses Gerät bindet ein Pokémon auf emotionaler Ebene mit dem Ranger, sodass das Fabelwesen weiß, dass nichts Schlimmes geschehen wird. Der Pferdeflüsterer lässt grüßen, doch dieser hatte keine trendige Fangscheibe parat, die via Stylus um Pikachu, Glumanda und Co. geschleudert werden, denn heutzutage rotiert man im Kreis, um sein Mitgefühl zu verdeutlichen. Das Prinzip ist einfach: Wenn man Pokémon in der Wildnis begegnet oder ein Gegner diese auf den Spieler hetzt, kommt der Fangbildschirm. Hier wandern die niedlichen bis starken Kreaturen umher und warten darauf beruhigt zu werden. Mit dem Stift zieht man nun Kreise um das Pokémon und je stärker das Wesen ist, desto öfter muss der Spieler seine Runden drehen. Sprich ein niedliches Pichu hat man nach zwei Umrundungen unter seine Fittiche gebracht, während ein mächtiges Glurak wesentlich widerstandsfähiger ist und etliche Umrundungen bedarf. Geschwindigkeit und Gefühl sind angesagt, denn wenn ein Pokémon während des Fangversuchs die Linie kreuzt, ist es vorbei und das Kreisen beginnt von vorne. Schlimmer noch ist, wenn ein Angriff die Fangline zerstört, denn dann sinkt die Energieleiste des FangKoms und sollte sie den einmal Nullpunkt erreichen, ist es wortwörtlich aus mit der Ranger-Karriere.

Das „Gotta catch em’ all“-Konzept wird natürlich nicht vernachlässigt, denn in der Gegend wandern zahlreiche unterschiedliche Wesen mit den bekannten Elementen: Pflanze, Wasser, Feuer, Elektro, Kampf, Gift, Psycho, Käfer, Boden, Gestein, Flug, Unlicht, Geist und Eis. Je nachdem, welchen Ranger-Rang man durch das erfolgreiche Absolvieren von Missionen erhalten hat, können die Fähigkeiten der Pokémon auch beim Fangvorgang genutzt werden. Sprich: eine gefangene Kreatur wird um Hilfe gebeten und die jeweiligen Elementeffekte kommen zum Tragen. So bringt das Einsetzen eines Kampf-Pokémons während eines Fangvorgangs, dass man nur die Hälfte an Umdrehungen benötigt, um die emotionale Bindung aufzubauen. Ein Elektro-Pokémon hingegen lädt die Energieleiste des FangKoms wieder auf. Jedes spezifische Element hat einen anderen Effekt und viele davon können erst im fortgeschrittenen Spiel genutzt werden. Doch man muss nicht immer bei wilden Pokémon um Hilfe betteln, sondern kann auch seinen persönlichen Partner in die Schlacht schicken. Mit dieser Elektroattacke werden zahlreiche Kreaturen für kurze Zeit betäubt.

Die interne Bezeichnung lautete: Mission Quaxo!
Das Missionsprinzip von Pokémon Ranger ist nahezu Strenglinear. Nach und nach erledigt man die Aufgaben, die man von Cheffe zugeteilt bekommt. Diese können von waghalsigen Rettungsaufgaben variieren, bis hin zu stinkenden Putzjobs in der Kanalisation. Man zieht durch die Lande schnappt sich Pokémon und nutzt deren Fähigkeiten nicht nur zum Einfangen von weiteren Kreaturen, sondern kann diese auch nutzen, um Passagen freizuschaufeln, über Schluchten hinweg zu kommen, oder einfach Licht ins Dunkel zu bringen. Auch hier ist es die Aufgabe, zur richtigen Zeit das richtige Pokémon mit dem richtigen Element aufzustöbern, um die Mission erfolgreich zu absolvieren. Nach jeder dienlich bestandenen Aufgabe folgt die Belohnung auf dem Fuße. Oftmals kommt die Beförderung, die es ermöglicht neue Fähigkeiten der Pokémon einzusetzen, oder die Partnerfähigkeit des niedlichen Elektropokémons an der Seite des Spielers wird verbessert. Auch das FangKom an sich, kann im Level steigern. Sprich je mehr Kreaturen damit gefangen werden, desto mehr „Lebensenergie“ erhält das Gerät und die Fanglinie verlängert sich.

Im Kontrast zu anderen Pokémon-Spielen kann man getrost sagen, dass die Spieldauer bei Pokémon Ranger vergleichsweise kurz aufgefallen ist. Die Linearität der Missionen kann nur ab und an durchbrochen werden und hier und da warten kleinere Minispiele darauf freigeschaltet zu werden. Ein Ritt auf einem Dodu durch die Pokémonsafari mit dem Ziel einen neuen Fangrekord aufzustellen, ist nur ein Beispiel für kleinere Abwechslungen zwischendurch.

Steuerung:
Der Kreis ist eine Figur, bei der an allen Ecken und Kanten gespart wurde und bei Pokémon-Ranger wird man viele davon ziehen dürfen, bevor das Spiel vorbei ist. Während man die Spielfigur wahlweise mit Stylus oder Steuerkreuz kontrolliert, wird das Fangerlebnis ausschließlich durch das Zeichnen von ellipsensartigen Figuren auf dem Touchscreen bestimmt. Hier kann man eine Warnung verkünden: Vorsicht Verschleißgefahr von Schutzfolien!

Grafik:
Optisch strahlt die Fiore-Region alles aus, was eine Pokémonwelt ausmacht. Bunte 2D-Grafiken, mit Detailverliebtheit und natürlich jeder menge Kreaturen warten darauf vom Spieler entdeckt zu werden. Ob finstere Höhlen, moderne Städte oder mystische Tempel, hier wird man alles bestaunen dürfen. Zwar reizt diese Grafik bei Weitem nicht die Fähigkeiten des Nintendo DS aus, dennoch ist sie recht ansehnlich und hat ihre Reize.

Sound:
Typische musikalische Elemente aus dem Pokémon-Universum sind unverkennbar. Dennoch herrscht geringere Ohrwurmgefahr als noch bei den Rollenspielvertretern der Serie. Man bewegt sich hier im Standardsektor. Nicht schlecht, aber auch nicht außergewöhnlich.

Features:
Insgesamt gibt es über 10 mehr oder minder ausgedehnte Missionen, die der Spieler oder die Spielerin absolvieren kann. Storytechnisch hat man nichts Weltbewegendes vor sich, dennoch strahlt Pokémon Ranger ein gewisses Flair aus. Der RangerDEX umfasst mehr als 200 Pokémon die nur darauf warten, vom Spieler gefangen zu werden. Zum Glück sei gesagt, dass diese nicht ganz so selten auftreten, wie in den sonstigen Regionen um Kanto, Johto und Hoenn. Wer einen Multiplayermodus oder sogar Onlinefunktionen sucht, ist fehl am Platze.

Fazit:
Pokémon Ranger ist für den geneigten Fabelwesen-Fan ein kleiner Happen für zwischendurch. Ein Snack sozusagen, der die Wartezeit auf Pokémon Diamant und Perle verkürzen soll. Das Spin-Off als Ranger hat bei Weitem nicht den Tiefgang der Rollenspielvertreter und ist mal ein anderer Blick auf die sonst sehr trainerlastige Welt der stetig wachsenden Anzahl an Kreaturen. Es werden keine innigen Verbindungen zu den Pokémon aufgebaut, kein Trainieren, kein Züchten oder ähnliches. Hier nutzt man die niedlichen Wesen als Werkzeuge, um den Frieden und die Ordnung in der Fiore-Region zu wahren. Ein nobles Ziel, wenngleich ein eher kurzer und eintöniger Ausflug in die Welt der Pokémon.

Kevin Jensen für PlanetDS.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
74%
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks (1)
Lesertests:
Lesen ( 1 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Rotieren bis zum Umfallen! Innovationsfaktor:
++---  (2 von 5 Sternen)
Bedingte Nutzung der DS-Fähigkeiten.
Grafik

Hübsche und sehr bunte 2D-Pokémonwelten.
Sound

Angenehm, aber nichts besonderes.
Spielspaß

Kurzes Abenteuer mit andersartigem Konzept.








Details
Spielname:
Pokémon Ranger

Publisher:
Nintendo

Developer:
Nintendo

Genre:
Adventure

Release:
07.20.1204

Multiplayer:
nein

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (11)

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