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Castlevania: Portrait of Ruin


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Castlevania: Portrait of Ruin - Review vom 31.01.2007

Die Rückkehr der Peitsche.
Seit dem Jahre 1987 macht die Castlevania-Serie fast sämtliche Konsolen und Handhelds unsicher. Die beliebten Vampir-Killer, mit Peitsche, Weihwasser und Kruzifix bewaffnet, gehen den Blutsaugern an den Kragen. Unzählige Male hat der legendäre der Belmont-Clan die Pläne Draculas durchkreuzt und die Beliebtheit der Serie ist soweit angestiegen, dass sogar eine Verfilmung mit Regisseur Paul W. S. Anderson (Resident Evil, Event Horizon, Alien vs. Predator) angedacht ist. Machen wir einen Boxenstop auf dem Nintendo DS, denn im aktuellen Titel Castlevania: Portrait of Ruin muss Jonathan Morris, Sohn von John Morris, die Peitsche in die Hand nehmen und zeigen, dass der dem Schreckensfürsten ebenbürtig ist. Doch was genau ist passiert, seit der letzten Auferstehung Draculas, als sich der Anverwandte John Morris zur Vernichtung des Grafen selbst opfern musste. Und konnte Koji Igarashi zudem halten, was er uns im Interview versprach? Mehr dazu im ausführlichen Testbericht zu Castlevania: Portrait of Ruin.

Wir schreiben das Jahr 1944 und der Zweite Weltkrieg hat eine Schneise der Zerstörung über das ganze Land gebracht. Die Welt liegt in Angst und Schrecken und in den finstersten Zeiten der Menschheit tauch das Schloss der Finsternis auf – das Schloss des dunklen Herrschers Dracula. Was passiert aber, wenn der Hausherr nicht anwesend ist und ein neuer Widersacher mitmischt? Antagonist des Spiels ist der niederträchtige Vampir Brauner, welcher mit Hilfe von seinen selbst ausgesuchten Vampierstöchtern Loretta und Stella versucht die Macht des Schlosses zu nutzen, um die Menschheit zu vernichten. Brauner sammelte die zahllosen verlorenen Seelen des Weltkrieges und nutzt nun diese finstere Kraft, um das Schloss aus seinem Dimensionsbann zurückzuholen. Dabei hat er den eigentlichen Hausherren Dracula durch einen mächtigen Zauber ausgesperrt und will nun selbst den Schreckensherrscher spielen.

Ohne einen Belmont in der Nähe muss der Vampirjäger und Sohnemann Jonathan Morris ran. Mit seiner Jugendbekanntschaft und Magierin Charlotte Aulin im Schlepptau, heißt es einmal mehr die Welt zu retten. Bewaffnet mit der legendären Peitsche der Belmont-Familie macht sich das Duo auf zum Schloss der Finsternis und muss feststellen, dass die Moris-Sippschaft die Macht der Peitsche so nicht nutzen kann. Ein aufregendes Abenteuer rund um Blutverwandtschaft, Magie und natürlich den berüchtigten Blutsaugern nimmt seinen Lauf…


Mehr möchten wir an dieser Stelle zur Story des Spiels nicht sagen, denn es würde zu sehr die Spannung rauben und den Spaß verderben. Doch wie steht es um die spielerischen Inhalte? Ganz klassisch hat das Entwicklerteam bei Konami die guten alten Vampirjäger in ein zweidimensionales Schloss gepackt und es gilt hier diverse Aufgaben zu lösen. Brauner, der Antagonist des Spiels, war in seinem früheren Leben ein Künstler und hat somit eine enge Verbundenheit zu Bildern und Gemälden. So wird man nicht dauerhaft in den vier Wänden der alten Dracula-Burg umherwandern, sondern hat die Möglichkeit durch Kunstwerke, die als Portale dienen, serienuntypische Gegenden, wie alte Pyramiden, verlassene Dörfer oder verzerrte Zirkuswelten zu besuchen. Gerades dieses neue Feature bringt einiges an Pepp in die bekannte Castlevania-Serie, da man Drauculas Schloss mittlerweile schon zu genüge kennt.

Das Teamprinzip: Toll ein anderer macht’s!
Am ansprechenden Spielprinzip hat man allerdings nicht gerüttelt und so bekommt der Spieler erneut den charakteristischen Genremix aus Action Jump ´n Run und Rollenspiel geboten, doch diesmal nicht mit nur einem Charakter in der Hinterhand, sondern gleich mit zwei Vampireslayern. Jonathan und Charlotte können während des Abenteuers in verschiedenster Weise auftreten. Wessen Geschicke man gerade lenkt und ob, der zweite Held dabei nun im Hintergrund agiert oder nicht, ist dem Spieler selbst überlassen. Es hat natürlich gewisse Vor- und Nachteile dieses Feature zu nutzen. Wenn man beispielsweise mit beiden Protagonisten zeitgleich kämpft, kann nur der vom Spieler gesteuerte Charakter Lebensenergie verlieren. Sollte jedoch Charakter Nummer zwei von Gegnern getroffen werden, so wird sich in diesem Falle die magische Energieleiste leeren. Im Gegensatz zur roten Energieleiste, die die Lebensenergie darstellt, füllt sich die blaue Magieenergie langsam aber selbstständig nach. Um den wertvollen Lebenssaft nachzufüllen, muss man entweder Nahrung zu sich nehmen, einen Heilzauber nutzen, oder einen Speicherraum aufsuchen. Dessen ungeachtet ist die Nutzung des Sekundärcharakters meist sehr hilfreich. Man kann den Gegnern mehr Schaden zufügen, den Partner um Hilfe bitten und kleinere Spezialattacken ausführen, ihn im späteren Verlauf des Abenteuers als Räuberleiter missbrauchen oder schlichtweg gemeinsame Aktionen wie Objekte verschieben, Schalter betätigen, etc. starten. An vielen Stellen kommt man nur weiter, wenn man den Faktor des Teamworks geschickt nutzt.

Weg vom Seelenklau hin zur Magie.
Während Konami in letzter Zeit oftmals auf den Seelenschlucker Soma Cruz gesetzt hat, geht man nun wieder getrennte Wege. Es hat sich ausgeschlürft und viele Fans werden sicherlich fragen, ob dieses Mal nicht der Such- und Sammelaspekt zu kurz kommt. Dies können wir auf alle Fälle verneinen, denn anstelle das man Fähigkeiten durch Seelen erringt, hat man nun die Möglichkeit auf ein noch breiteres Spektrum von Waffen, Ausrüstungsgegenständen, Objekten sowie Magie zurückzugreifen und zusätzlich lässt noch immer mancher Gegner eine Spezialfähigkeit bei seiner Vernichtung liegen. Von Weihwasser, über Wurfaxt bis hin zur Pistole wird man alles unter den gewinnbaren Begabungen finden und auch hier hat man ein neues spielerisches Element hinzugefügt. Jonathans Sonderattacken können im Laufe des Abenteuers perfektioniert werden, je nachdem wie oft man diese im eigentlichen Kampf einsetzt. Charlottes Magie hingegen bleibt immer gleichmächtig, außer unsere Heldin steigt im Level auf. Besonders effektiv, gerade im Bezug auf Endgegnervernichtung, sind die speziellen Team-Specialmoves. Von heiligen Blitzen, über das Schleudern von 1000 Messern bis hin zum Dimensionsriss, wird man auch in diesem Sektor einige nette Effekte, sowohl grafisch als auch in Sachen Schadensumfang entdecken können.

Stargate lässt grüßen: Über das Reisen durch die Portrait-Portale.
Draculas Schloss war gestern. Einmal Ägypten und zurück und das binnen weniger Sekunden. Teleportation ist schon etwas Feines und gehört fest in das Programm von Castlevania: Portait of Ruin. Insgesamt vier weitere Welten außerhalb des gräflichen Gemäuers wird man besuchen können und kurz vor dem Treffen mit Vampir Brauner wird man diese Gegenden nochmals in umgestalteter Form betreten müssen. Was somit den Spielumfang angeht, bekommt man hier ein weitaus verzweigteres Spielerlebnis geboten, als beispielsweise noch beim Vorgänger. Und als wäre das nicht genug, hat man zudem die Möglichkeit mit ein paar freundlich gesinnten Charakteren zu interagieren, um somit neue Nebenaufgaben freizuschalten. Als Belohnung winken hier nicht nur neue Fähigkeiten, sondern auch mächtige Waffen, Zauber und Ausrüstungsgegenstände. Diese Sidequests sehen meist so aus, dass man Objekte aufstöbern, Gegner vernichten oder ein gewisses Maß an Kraft erreichen muss.

Steuerung:
Bei den vielen Sprungpassagen und Kampfeinlagen ist eine zielgenaue Kontrolle der Charaktere unabdingbar. Trotz des komplexen Spielprinzips hat man es geschafft, die limitierte Anzahl der Knöpfe am Nintendo DS sinnvoll zu nutzen. Viele Fans haben sich das letzte Mal beklagt, dass der Touchscreen nur als Mittel zum Zweck eingesetzt wurde. In diesem Titel hat man gänzlich auf die Nutzung im Hauptspiel verzichtet. Wer den Touchscreen während eines Abenteuers nutzen möchte, hat diese Möglichkeit in einem geheimen Bonusspielabenteuer nach einmaligem Durchspielen des Hauptspiels. Wer mehr darüber wissen möchte, sollte zunächst Brauner und seine Schergen besiegen, denn wir werden an diese Stelle schweigen wie ein Grab.

Grafik:
Dreidimensionalität ist kein Garant für Grafikqualität und gerade bekennende Nintendo DS-Spieler werden diese Tatsache bekräftigen können. Was Konami jedoch hier abgeliefert hat ist Zweidimensionalität par excellence: Anmutige Umgebungsgrafiken, sauber animierte Hauptcharaktere und viele kleine Details sorgen für einen bleibenden Eindruck. Castlevania: Portrait of Ruin kann erst in Bewegung seinen ganzen Charme spielen lassen. Dazu kommen noch gleißende Lichteffekte beim Zaubern. Erneut darf man am Anfang des Spiels ein Anime-Intro bestaunen.

Sound:
Komponistin Michiru Yamane, die bereits beim letzten Eröffnungskonzert der Games Convention für Aufsehen sorgte, hat auch auf dem Nintendo DS wundervolle Klänge gezaubert. Zwar schafft sie es nicht das Prager Symphonieorchester zu toppen, doch was man auf dem Handheld geboten bekommt, gehört zur Spitzenklasse. Stimmungsvolle Lieder mit Ohrwurmgefahr und knackige Sounds. So muss sich ein Castlevania anhören.

Features:
Ein ausgedehntes Abenteuer mit vielen Sidequests, Sammelobjekten wie Waffen, Ausrüstungsgegenständen, Zauber und anderen Objekten erwartet den Spieler. Zudem können noch drei weitere Kurzabenteuer freigespielt werden, wenn man das Hauptspiel geschafft hat. Für besonders Hartgesottene ist der Hard-Modus ein nettes Schmankerl, den Titel erneut durchzuspielen. In Sachen Multiplayer ist es schade, dass man den Kooperationsmodus nicht noch stärker ausgedehnt und sich nur auf den Boss-Rush-Modus beschränkt hat.

Multiplayer:
Sammeln und Tauschen gehört zu den Hauptaspekten in Castlevania: Portait of Ruin. In Nebenaufgaben ist es möglich für gammelige Gegenstände zahlreiche Fähigkeiten zu erhalten. Doch was ist, wenn man am Hungertuch genagt hat und die begehrten Objekte verzehrt oder verkauft hat? Vampirjäger vereinigt euch, denn online können alle Sorgen überwunden werden. Jeder Spieler hat die Möglichkeit seinen eigenen Onlineshop zu eröffnen und darf versuchen weltweit seine eingesammelten Gegenstände aus dem Spiel zu verkaufen. Wer Lust auf mehr hat, kann Kooperativ mit einem weiteren Mitstreiter den Boss-Rush-Modus absolvieren. Hier tritt man gemeinsam gegen eine Vielzahl von Endgegnern an und als Belohnung winken wertvolle Gegenstände. Zwar sind die Onlinefeatures nicht das Nonplusultra, dennoch ist es erfreulich, dass man an die Nutzung gedacht hat.

Fazit:
Castlevania-Fans aufgepasst: Wer dieses Abenteuer anfängt, wird so schnell nicht damit aufhören! Die Jagd nach den hinterlistigen Blutsaugern im Doppelpack bringt so einige Frische in das beliebte Spielkonzept und auch an serientypischen Elementen wird es nicht mangeln. Wären da nicht die selten auftretenden Abstürze während der Testphase, hätte dieses Spiel die 90er-Grenze locker geknackt, doch so muss man hier leichte Abzüge in der B-Note vornehmen. Dennoch: Jonathan und Charlotte gehen als das dynamische Duo der Serie in die Geschichte ein und man bekommt Slayeraction nahe der Perfektion mit Ohrwurm-Soundtrack, jeder Menge Umfang und sogar Onlinefunktionen. Hier kann der Aufruf nur lauten: „Konami, bitte mehr davon!“

Kevin Jensen für PlanetDS.de

Vielen Dank an Importfun.de für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
89%
Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 1 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Alles voll im Griff und das auch ohne Touchscreen. Innovationsfaktor:
++---  (2 von 5 Sternen)
Onlinefunktionen aber sonst nicht viel Neues.
Grafik

Zweidimensionalität at it’s best.
Sound

Michiru Yamane hat ganze Arbeit geleistet.
Spielspaß

Ein packendes Castlevania-Abenteuer von Anfang bis Ende.








Details
Spielname:
Castlevania: Portrait of Ruin

Publisher:
Konami

Developer:
Konami

Genre:
Adventure

Release:
07.20.0803

Multiplayer:
ja auch online

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (7)

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