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Tenchu: Dark Secret


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Tenchu: Dark Secret - Review vom 14.01.2007

Spätestens seit Tenchu: Time of Assasins für die PSP wissen geneigte Hosentaschenzocker, dass diese Serie bei weitem kein Garant mehr für Qualität ist. Entwickler From Software hat richtig daneben gegriffen und zahlreiche Fans der Serie enttäuscht. Nun erschien das Stealth-Abenteuer für Nintendos Doppelbildschirmer und die Entwicklerschmiede muss beweisen ob es sich beim PSP-Ableger um einen Ausrutscher handelte oder man auch besser die Finger von Tenchu: Dark Secret lassen sollte?

Vorsicht ein Ast auf dem Boden!
Lautlos im Schatten der Nacht schleicht sich der Ninja Rikimaru und seine Gefährtin Aymae durch unwegsames Gelände des vom Krieg verwüsteten Kontinents. Wie auf Samtpfoten huscht das geübte Duo an seinen Feinden vorbei und verschmilzt im Nebel der Dunkelheit. Wie im Rausch mit nur einem Ziel vor Augen, durch einen gezielten Mord einen ganzen Krieg zu beenden, schreiten die unhörbaren Meuchler voran. An der Wand angelehnt, sein Opfer im Visier. Mit dem Giftdolch im Anschlag und nur Millimeter vor dem Ziel, den blutdürstigen und machtbesessenen Kageroza geräuschlos und ungesehen auszuschalten, passiert es…
Die Kamera stockt, der Spieler blickt auf eine kahle und grobtexturierte Wand und während ein Sack Reis in China umfällt, erlischt das eigene Lebenslicht und ein „Mission gescheitert" holt den Spieler in die Realität zurück.

Willkommen in der kargten und tristen Welt von Tenchu: Dark Secret. Ich bin der Geschichtenerzähler und bitte achtet nicht auf den grauen Texturen im Hintergrund, wir wollten das sich N(ebel)64-Fans heimisch fühlen. Ihr ehrwürdigen Ninjas des Azuma Hinobi Ryu Clans habt die Aufgabe ein kleines Bergdörfchen namens Saiga an der Grenze zu Gohda aufzufinden und dort die Prinzessin Shizu aufzusuchen. Euer Lord Matsunoshina Gohda befielt euch diese Aufgabe mit höchster Präzision durchzuführen, denn das Schicksal des Landes liegt auf euren Schultern. Also nun, machet euch auf den Weg.

Gesagt getan, machen sich die zwei Möchtegernturteltäubchen Ayame und Rikimaru auf dem Weg und müssen voller Entsetzen feststellen, dass die Prinzessin und Tochter des Hauses Akama schwer verletzt auf dem Boden vor dem verwüsteten Dorf liegt. Niederträchtige Banditen haben Unheil gestiftet und durch den Beinahemord an der Adelstochter, fast die Mission versaut. Im Gespräch mit ihr stellt sich heraus, dass sie seit fast einem Jahr mit dem Herrscher Kagamasa Hakkaku (Spätestens jetzt sollte man meinen, dass die Namensgeber dieses Spiels furchtbare Kinderkrankheiten durchlebt haben mussten.) vermählt ist, sie diesen Mann eigentlich nicht liebt und nur zur Wahrung des Friedens dieses Bündnis eingegangen ist. Sie wusste zu dem Zeitpunkt nicht, dass ihr Göttergatte eine ganz finstere und menschenverachtende Erscheinung ist und einen hinterlistigen Plan hegt. Das dynamische Ninjaduo muss nun diesen dunklen Geheimnissen auf die Schliche kommen und zahlreiche Missionen erfüllen.

Die wöchentliche Annonce im Tagesblatt: Ninja am Morgen.
Anzeige: Friedlicher Weltenverbesserer sucht professionellen Kämpfer für seine anerkennenswerten Taten. Besondere Fähigkeiten: Lautlos im Nahkampf, unsichtbar für seine Feinde und Kenntnis von Etikette. Bewerber bitte bei Lord Matsunoshin Ghoda melden. Dringend!

Das Leben eines Ninjas ist schon hart. Da merkt man erst nach dem Casting und Missionsbriefing, dass man für den Job eigentlich überqualifiziert ist. Schleichen, schleichen… Wie funktioniert das noch mal? Bei Tenchu: Dark Secret könnte man diese Frage zurecht stellen, denn was auf den Konsolenversionen eine reinste Pflicht war, gerät auf dem Nintendo DS in Vergessenheit. So läuft man als Elitemeuchler durch die kargen Landschaften, passiert hier und da ein Reisfeld, Stein oder womöglich sogar einen Busch und darf auf seine Gegner einprügeln. Hochmodern im alten China ist man mit einem Miniradar und Bewegungsmelder ausgestattet, lauert man seinen Opfern auf und streckt sie so, hoffentlich ungesehen, von hinten mit nur einem Schlag nieder. Doch selbst wenn Dr. Frankenstein höchstpersönlich diese hirnlosen Gegner in seinem Kellerlabor geschaffen hat, wurde ein wichtiges Organ schlichtweg vergessen. Das Hirn… Warum sollte man sich mühevoll und lautlos an einen Gegner heranpirschen, wenn man genauso gut ihn einfach von vorne niederstrecken kann. Klar er wird nach Verstärkung rufen, doch auch diese Komplizen stellen keine richtige Herausforderung da. Zur Not holt man aus seiner Hosentasche eine praktische Falle heraus, die offensichtlich und natürlich vor den Augen des anstürmenden und schwertschwingenden Mobs aufgebaut und diese dennoch reihenweise in den Tod laufen. Wie die Lemminge mag man meinen. Künstliche Intelligenz wo bist du?

Leider ist man hier noch nicht am Boden des Fasses voller Missvergnügen angelangt, denn wie würde das bekannte Team Rocket aus der Serie Pokémon sagen? Es kommt noch härter! Obgleich wir schon gemerkt haben, dass die Protagonisten für die Missionen eindeutig überqualifiziert sind, muss auch von den Aufgaben selbst gesagt werden, dass diese weitestgehend nur so vor Monotonie strotzen. Eliminiere alle Feinde, erreiche das Ziel oder befreie die Geiseln, viel mehr wird nicht verlangt und die Jagd nach dem wabernden Pixelbrei kann beginnen. Den Tiefgang der Story wollen wir an dieser Stelle gar nicht erwähnen. Böser Feind hat finstere Pläne, Helden sorgen für Gerechtigkeit, Auge um Auge, Tod und Teufel. Nichts was einen langweiligen Abend noch auflockern könnte.

Was nicht passt, wird passend gemacht!
Not macht bekanntlich erfinderisch und wenn das dynamische Ninjaduo mal keine Lust auf sinnfreies Polygongekloppe, dann wagen sie sich an den digitalen Kochtopf oder die Handwerkskammer. Je nachdem was die Gegner so in den Hosentaschen hatten, kann man zwischen den Missionen seine Basisausstattung selber erstellen. Frei nach dem Motto: "Männer an den Herd", heißt es Heiltränke selber brauen oder andere nützliche Items basteln. Immerhin ein Glanzpunkt des Spiels.

Steuerung:
Wie schon erwähnt, braucht man kein komplexes Steuerungskonzept erwarten, was auch nichts negatives im Endeffekt ist. Man hat alle Tastengriffe schnell erlernt, das Menü ist intuitiv und auch sonst hat ein Anfänger und Neuling im Tenchu-Universum keinerlei Probleme beim raschen Spieleinsteig. Was die späteren Missionen angeht, wurde das Potential noch lange nicht ausgeschöpft. Die Nintendo DS spezifischen Aspekte hat man fast gänzlich vernachlässigt und kann sich somit auf simples Buttongesmashe konzentrieren. Wenn es zu Sprungpassagen kommt, wird man hier und da ins Verzweifeln geraten.

Grafik:
Optisch gesehen kann das Spiel einfach nicht mithalten. Zwar hat man versucht eine ansprechende 3D-Engine zu schaffen, doch die sture Kamera sorgt dafür, dass man sich wie in der Zweidimensionalität gefangen fühlt. Schafft man es doch mal die Perspektive zu drehen, kann es schnell passieren, dass man auf die nächste Wand starrt. Auch die Videosequenzen können nicht wirklich überzeugen und präsentieren sich eher neblig Grau in Grau.

Sound:
Die Geräuschkulisse ist so Eintönig wie das Spielprinzip, doch ein wenig Punkten kann Tenchu: Dark Secret in Sachen Musik, die zumindest hin und wieder einige Glanzmomente aufweisen kann. Leicht asiatisch angehauchte Melodien gepaart mit dem ständigen Klirren und Krachen von Schwertklingen kann jedoch auf die Dauer nervend sein. Dennoch bringt die Musik etwas Pepp ins Spiel.

Features:
Neben den Missionen und zwei Charakteren kann man einen Markt besuchen, Ausrüstung selber gestalten, Bilder in der Galerie freischalten, Schriftrollen bewundern und die Wi-Fi-Funktionen nutzen.

Multiplayer:
Wer hätte das gedacht? Tenchu: Dark Secret verfügt tatsächlich über einen Onlinespielermodus und wenn man ganz geduldig ist, findet man auch Mitspieler. So kann man im klassischen Deathmatch gegeneinander antreten, um die Wette Reisbällchen einsammeln oder herumschleichen, was eher zu einem Fangspiel ausartet, da man immer einem Mitspieler hinterher rennt. Ein Verkaufsargument ist dieses Feature lange nicht, doch kann es kurzweilig unterhalten.

Fazit:
Was ist aus Tenchu geworden? Erst die mangelhafte Umsetzung auf der PSP und nun ein ähnliches Debakel auf dem Nintendo DS. Die Entwickler müssen schleunigst was tun, damit sie den Namen nicht endgültig in den Schmutz ziehen. Es wäre schade um das eigentlich spaßige Ninja-Schleich-Konzept. Einziger Vorteil des Spiels, es ist sehr einfach zu meistern und auch Anfänger werden ohne große Probleme durch „Abenteuer“ schreiten. Was aber Stroy und spielerischer Inhalt angeht, bekommt man sehr seichte Kost geboten. Leider muss man in diesem Falle jedoch vor dem aktuellen Machwerk aus dem Hause From Software warnen und sagen: „Bitte weitergehen, hier gibt es nicht zu sehen…“

Kevin Jensen für PlanetDS.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
39%
Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Graziös wie eine Gazelle, oder wie heißt das Tier mit dem langen Rüssel? Innovationsfaktor:
+----  (1 von 5 Sternen)
Zumindest nutzt man die Wi-Fi-Connection für einen Onlinemodus.
Grafik

Mit einer guten 2D-Engine wäre man besser bedient.
Sound

Annehmbare Musik, nervige Sounds.
Spielspaß

Sehr reizlos und einfach.








Details
Spielname:
Tenchu: Dark Secret

Publisher:
Nintendo

Developer:
From Software

Genre:
Action Adventure

Release:
06.20.1312

Multiplayer:
ja auch online

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (6)

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