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Mario Kart DS


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Mario Kart DS - Review vom 04.12.2005

Quietschende Reifen, rutschige Bananen und rote Panzer.
Es gibt wenige Titel, die das Potential haben, sich „Systemseller“ nennen zu dürfen. Spiele, die so gut sind, dass viele sich extra dafür eine Konsole kaufen, sind selten. Wenn man einen Blick auf den aktuellen Spielemarkt wirft, gibt es viele 08/15 Titel, die von den meisten Spielern einfach nicht beachtet werden. Neben bereits seit einiger Zeit erhältlichen Krachern wie Nintendogs oder Advance Wars führt vor allem Mario Kart DS Nintendos Doppelbildschirm in die vorweihnachtliche Verkaufsschlacht.

Vor genau 13 Jahren begann eine der bekanntesten und beliebtesten Spinoff-Serien. Auf dem guten, alten Super Nintendo erschien damals die erste Ausgabe von Mario Kart. Mario, Luigi, Bowser & Co waren bisher vor allem in den allseits bekannten Jump 'n Runs aufgetreten. Nintendo setzte sie einfach in kleine Karts, ließ sie um die Wette fahren und sich gegenseitig mit Schildkrötenpanzern und Bananenschalen beharken. Damals war die Mode 7 Grafik eindrucksvoll, das Gameplay ausgewogen und der Multiplayermodus gehört bis heute zu den besten überhaupt. Schon alleine die Zahl der schlechten Klone zeigt, wie beliebt das Spiel war und immer noch ist.

Oftmals haben Neuauflagen mit einem großen Problem zu kämpfen. Die Entwickler werden vor die schwierige Aufgabe gestellt, den Fans etwas Neues zu bieten, ohne dabei dem Original untreu zu werden. Man bewegt sich immer auf Messersschneide: Entfernt man sich zu stark vom Original, sind die alten Fans enttäuscht, aber ein simples Addon will auch keiner haben. Mario Kart DS ist bereits die fünfte Instanz des Kultracers mit den Knuddelcharakteren. Viele Spieleserien geraten dann langsam in eine "Midlife-Crisis", aber was Nintendo diesmal für den kleinen DS gezaubert hat, ist erstaunlich.

In Sachen Gameplay bekommt man allerhand geboten. So kann der Einzelspieler sich für einen von fünf Spielmodi entscheiden. Darunter fällt der klassische Grand Prix Modus, das Herzstück des Spiels. Hier kann man die zahlreichen Strecken auswählen, weitere frei schalten, etc. Ganz traditionell gilt es, nach vier Rennen ganz oben auf dem Treppchen zu stehen.

Das Entwicklerteam von Nintendo hat 16 neue Strecken eigens für Mario Kart DS erstellt, deren Leveldesign abwechslungsreich und fesselnd ist. Ob man nun in Luigi's Mansion unterwegs ist, sich beim Tick Tack Trauma gegen die Zeit stellt oder auf dem Flippertisch von Waluigi umher springt: Sowohl designtechnisch als auch optisch machen die neuen Strecken einiges her. Ob bewegliche Plattformen, tiefe Gewässer, feurige Tempel, arktische Schneelandschaften oder tiefste Wälder, alles ist dabei. Auch neben der Strecke gibt es einiges zu sehen. Da beschießen einen die Feuerblumen aus Super Mario Bros., die bekannten Kanonenkugeln fliegen einem entgegen, man muss tickenden Sekundenzeigern ausweichen und die Rainbow Road ist verdrehter als manche Achterbahn - das Streckendesign ist erstklassig.
Neue Items sind auch mit von der Partie. Beispielsweise kann man mit einem Tintenfisch dem Gegner für kurze Zeit den Bildschirm zuspritzen und ihm so die Sicht rauben. Kugelwilli ersetzt den Kettenhund der Game Cube Version.

Gerade für Freunde und Fans der alten Mario Kart-Versionen ist dieses Spiel ein wahrer Genuss. Der spezielle Retro-Grand Prix ist eine Ansammlung von bekannten Strecken vom Super Nintendo, Nintendo 64, Game Boy Advance und Nintendo Game Cube. Man bekommt eine Best-of-Compilation aus 13 Jahren Mario Kart. Bei Strecken wie "Mario's Piste 1" bekannt vom Super Nintendo, der "Kuhmuh-Farm" vom N64 oder der "Pilzbrücke" vom Game Cube werden Fans sich sofort wieder heimisch fühlen.

Auch die Fahrerriege wurde aufgestockt: Neben den üblichen Verdächtigen Mario, Peach, Bowser, Donkey Kong & Co sind auch einige eher unbekannte Charaktere dabei. Walugi, ROB, Knochentrocken oder Daisy hätte man nicht unbedingt in einem Mario Kart erwartet. Insgesamt darf man mit 12 Fahrern über die Piste flitzen. Diese haben nicht nur das übliche Kart zur Auswahl, sondern auch noch einige Spezialgefährte. Yoshi ist in einer motorisierten Eierschale unterwegs, Peach hat ein quietschrosa Auto, Toad ist in einem Pilz heimisch und Walugi wagt sich sogar mit einem Bagger ins Rennen - für Abwechslung ist also gesorgt und jeder Spieler sollte auch ein zu seinem Fahrstil passendes Gefährt finden. Natürlich ist nicht nur das Aussehen unterschiedlich, sondern die verschiedenen Fahrer unterscheiden sich auch in ihren Eigenschaften: Bowser beschleunigt langsam, kann aber andere Fahrer wegrammen und erreicht eine hohe Endgeschwindigkeit. Yoshi ist schnell im Gas geben, er wird aber lange nicht so schnell.

Weitere Spielmodi sind das "Zeitfahren", der "Versus-Mode", der "Wettkampf" und die neuen "Rennmissionen". Unter dem Zeitfahren versteht man das klassische cruisen durch die insgesamt 32 Strecken. Man kann "Geisterfahrer" erstellen, die vorherige Runden exakt nachfahren und seine Fahrfehler ausmerzen. Spannend daran ist, dass man seine Rundenrekorde so auch als "Geist" seinen Freunden zuschicken und direkte Zeitduelle austragen kann.

Der Versus-Modus ist eine Abwandlung des Grand Prix. Hier kann man seine Gegner selber definieren, Teampartner für die Strecken wählen, etc. Gerade im Multiplayermodus kann man richtige Rennschlachten auf den normalen Pisten ausüben.

Der bekannte Battlemodus wurde in Mario Kart DS umgetauft und heißt nun Wettkampf. Zwei Konzepte aus den vorherigen Versionen konnten auch hier wieder den Weg ins Spiel finden. So gibt es die Schlacht um die Ballons und die Insignienraserei. Auch alte Strecken vom Battlemodus sind wieder mit von der Partie, wie beispielsweise das vom N64 bekannte "Block-Fort". Erstmals kann man hier auch gegen bis zu acht Computergegner fahren. Doch wirklich viel Grips haben diese leider nicht und demnach sind Battles gegen Freunde einfach unterhaltsamer.

Ganz neu sind die Rennmissionen. Diese sind recht simpel aufgebaut und es gilt, vorgegebene Ziele wie "Sammle 50 Münzen" oder "Fahre unter 5 Toren durch" zu schaffen. Erfahrene Zocker werden nur müde lächeln und sie links liegenlassen, aber zum Erlernen der Steuerung sind diese Missionen gut geeignet. Insgesamt sieben Schwierigkeitstufen gilt es zu bewältigen und am Ende wartet immer ein finsterer Bossgegner auf den Kartfahrer. Mario 64 DS lässt grüßen.

Steuerung:
Die Steuerung ist stark abhängig vom jeweiligen Fahrer und Kart. Bei der großen Auswahl wird für jeden Spieler das Richtige dabei sein. Erst im Laufe des Spiels wird man Zugriff auf alle Optionen haben.
Der Touchscreen wurde leider nur wenig eingesetzt. So kann man diesen während der Rennen antippen, um die aktuellen Positionen der Kontrahenten zu sehen oder um zu schauen, welche Waffe jener Fahrer derzeit besitzt.

Grafik:
Die Grafik ist Nintendo gut gelungen und sie erinnert an das N64 - gerade die vom 64Bitter stammenden Strecken wirken fast wie auf dem Original. Wahre Wunderwerke sollte man allerdings nicht erwarten. Die Texturen sind natürlich immer noch nicht wirklich scharf und einige Polygone mehr wären schön gewesen. Allerdings reißt hier wie bei vielen Nintendo-Spielen der Gesamteindruck wieder vieles raus. Dabei sind die neuen Strecken um einiges detailgetreuer als noch die Klassiker. So wird man auf Waluigi's Flippertisch einige neue Elemente finden und grafisch auch ein buntes Feuerwerk erleben. Vorteil ist, dass die Überschicht nie aufgrund des Leveldesigns zu Schaden kommt. Trotz der Details läuft das Spiel konstant auf 60 Frames pro Sekunde.
Der zweite Bildschirm wird "nur" zum Darstellen von Levelkarten, gegnerischen Waffen, etc. genutzt. Wird einem die Sicht durch das neue Item "Blooper" vernebelt, hilft jedoch der Blick auf den unteren Screen weiter.

Sound:
Um es in einem Satz auszudrücken: "Der Sound und die Musik sind mal wieder typisch Mario Kart". Melodien, die einem fest im Gedächnis geblieben sind, wird man sofort wiedererkennen und sich ab und an dabei erwischen, diese mitzusummen. Auch die musikalische Begleitung der neuen Kurse haben das Potential, zu echten Ohrwürmern zu avancieren.

Multiplayer:
Eigentlich sollte es jeder mittlerweile bei dem ganzen Hype mitgekriegt haben: Mario Kart DS ist die erste Umsetzung von Mario Kart mit einem Onlinemodus. Man benötigt einen kompatiblen WLAN-Router oder den Nintendo WI-FI Connector (seperat erhätlich für etwa. 40€) und schon kann man sich weltweit mit anderen Spielern messen. Leute, die zuhause kein Internet haben oder unterwegs spielen wollen, können dies dank einer Kooperation mit der Telekom auch an tausenden von Hotspots machen. Ob am nächsten Bahnhof, in diversen Fastfoodketten oder im Café: Den DS gezückt und losgezockt. Hier hat man ein ganzes Arsenal an Mitspielern in der Hosentasche. Wenn ihr wissen wollt, ob auch einer in eurer Nähe ist, schaut einfach unter www.t-com.de/hotspot nach.

Online kann man gegen vier Spieler gleichzeitig fahren und sich auf vier eher zufällig gewählten Strecken duellieren. Um diesen Modus zu nutzen braucht man kein Diplom als Administrator. Man kann Spieler auf dem eigenen Kontinent herausfordern, weltweit nach Konkurrenten suchen oder via speziellen Freundecodes auch direkt gegen Bekannte spielen. Dieser Freundecode wird beim ersten Start der Nintendo WI-FI Connection erstellt. Kurz seinem Kumpel mitgeteilt und rauf gehts auf die Piste. Mit dem Touchscreen ist es möglich, eigene Logos für die Karts zu erstellen, damit man auch in den weiten des Internet seine persönliche Selbstdarstellung ausleben kann.

Leider hat der Onlinemodus auch einige Mankos. So werden zum Beispiel die Freunde zufällig ausgewählt. Es ist daher nur auf Umwegen möglich, gegen einen bestimmten Gegner zu fahren. Vor allem Wettbewerbe werden dadurch unnötig erschwert. Es ist auch nicht möglich, mit den Mitspielern zu chatten oder zu reden. Gerade da der DS einen Touchscreen und ein Mikrofon hat, wäre diese Funktion schön gewesen. Es ist immer etwas besonderes, wenn man mitkriegt, wie der Gegenspieler sich ärgert.

Der Multiplayermodus über lokales WI-FI mit anderen Mario Kart DS Besitzern ist im Vergleich zum Onlinemodus weitaus umfangreicher. Hier kann man den Battlemodus nutzen, in Teams gegeneinander einen Grand Prix bestreiten, und, und, und... Außerdem ist es möglich, seine Freunde ohne Mario Kart DS Modul zum Multiplayer herauszufordern, dazu nutzt man die Download-Funktion des Nintendo DS.

Fazit:
Es ist erstaunlich, dass Nintendo es geschafft hat, mit dem weiterzumachen, was sie vor 13 Jahren begonnen haben. Mit einem gewöhnlichen Nachfolger einer beliebten Spieleserie hat man es hier sicher nicht zu tun. Sondern eher mit dem Wechsel in eine neue Ära. Der Start des Nintendo Onlinemodus hat mit Mario Kart DS einen würdigen Titel gefunden. Es ist ein Feature, auf das alle Fans sehnsüchtig gewartet haben. Zwar wird der eine oder andere Spieler mit Problemen bei der Installation des Onlinefeatures konfrontiert, sind diese aber behoben erwartet einen ein Spiel der Spitzenklasse. Nicht nur Online, sondern auch im Einzelspielermodus wird man von diesem Spiel begeistert. Wenn es einen Grund gibt, sich einen Nintendo DS zuzulegen, dann ist es Mario Kart DS!

Kevin Jensen und Michael Schmalenstroer für PlanetDS.de

Herzlichen Dank an Nintendo für die freundiche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
93%
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks (1)
Lesertests:
Lesen ( 8 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Gut durchdacht, aber kaum Touchscreeneinsatz. Innovationsfaktor:
+++--  (3 von 5 Sternen)
Überall online gegen Spieler auf der ganzen Welt zocken. Geringer Einsatz des Touchscreens und anderer DS Funktionen.
Grafik

Bunte Grafiken, manchmal Texturenarm.
Sound

Vorsicht, Ohrwurmgefahr!
Spielspaß

Egal ob im Einzelspieler oder Online Modus, einfach genial!








Details
Spielname:
Mario Kart DS

Publisher:
Nintendo

Developer:
Nintendo

Genre:
Fun-Racing

Release:
05.20.2511

Multiplayer:
ja

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (35)

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