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Lost Magic


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Lost Magic - Review vom 22.05.2006

It's a kind of magic ...
In Sachen Spieleportfolio bekommt der tastfreudige Spieler schon einiges geboten: Spannende Jump ‚n Runs, bekannte Klassiker, Puzzlespiele und Sport-Titel. Mangelware hingegen findet man im Sektor der Rollenspiele und Action Adventures, was sich jedoch in den letzten Wochen schlagartig änderte. Mit Lost Magic und Tao’s Adventure: Curse of the Demon Seal sind in Europa parallel zwei Vertreter des Genres veröffentlicht worden. Tao kommt mit einer grandiosen 3D Optik daher und Lost Magic lockt den Spieler mit Onlinemöglichkeiten. Wird haben uns die Titel natürlich näher angeschaut und schildern erstmal unsere Erlebnisse rund um Lost Magic aus dem Hause Taito.

Auf den ersten Blick gehört Lost Magic zu den typischen Spielen des Genres. Man wird prompt in eine wundersame Welt voller Magie und Zauber versetzt, personifiziert sich mit dem kleinen magiebegabten Jungen und muss eine aufgelegte Bürde bewältigen. Mehr dazu in der kurzen Zusammenfassung der Story:Wenn Götter sterben, kann dies nichts Gutes verheißen. So geschah es, dass in der Welt von Lost Magic, der große Schöpfer dahinschied und nur die sechs natürlichen Magieformen und sieben mächtige Zauberstäbe hinterließ. Diese sollten die Menschen vor größerem Unheil beschützten. Einflussreiche Magier, die so genannten Weisen, sorgten für Recht und Ordnung und es war friedlich. Eintausend Jahre lebte die Menschheit im glorreichen goldenen Zeitalter, bis die finstere Diva des Zwielichts einen gemeinen Plan ausheckte. Sie wusste, dass ihre Macht größer als jene vieler Magier sei und wollte somit die sieben Zauberstäbe an sich reißen. Mit Hilfe dieser Zauberstäbe, hätte sie die Kraft der Schöpfung in den eigenen Händen und würde die Welt auf ihre Weise neu erschaffen…

Ein erbitterter Kampf zwischen den gut gesinnten Weisen und der Diva entfachte. Selbst der Vater des Protagonisten musste sein Leben lassen, um die Welt vor der Vernichtung zu beschützen. Das Erbe des Licht Weisen ging an seinen Sohn Isaac über, der nun noch stärker werden muss, als sein Vater, um die Diva des Zwielichts aufzuhalten…


Golden Sun Fans werden sich sofort an den Namen Isaac erinnern und sich eventuell mit dem gleichnamigen Helden dieses Abenteuers anfreunden können. Ob dies Zufall oder geschickter Schachzug seitens Taito war, weiß wohl keiner und spielt eine Nebenrolle. Unser Protagonist muss nun zahlreiche Abenteuer bewältigen, Gegner besiegen, Monster aufziehen, Leute beschützen oder feindliche Magier ausschalten, um sein übergeordnetes Ziel zu erreichen. Wie es nun mal in jedem Geschäft ist, so auch in der weißen Magie, fängt man klein an und muss sich nach und nach hocharbeiten. Die ersten Level dienen also dazu sich mit der Steuerung, dem Prinzip und den ganzen Drumherum vertraut zu machen. Wer gehofft hatte hier ein klassisches Rollenspiel vorzufinden, muss jedoch eines anderen belehrt werden. Lost Magic ist eher ein Gernemix aus Strategiespiel und RPG. So steuert man den jungen Isaac, während der Kampfphasen, in Echtzeit. Keine Rundenbasierten Kämpfe, keine Wanderungen durch Dorfschaften und die Story baut sich nicht nach und nach auf, sondern ist vorprogrammiert.

Nicht ohne meinen Zauberstab.
Herzstück des Spiels ist aber eindeutig der strategische Kampf. Spielt man Lost Magic zum ersten Mal, könnte man ein wenig in Verwirrung geraten, wenn man sich das Steuerungskonzept anschaut. Die Entwickler wollten wohl den Flair eines Zauberstabs zur Geltung bringen und so muss man sich sofort mit dem Stylus anfreunden. Die Steuerungstasten kommen nur zum Einsatz, um sich auf den größeren Levelkarten umzuschauen. Die eigentliche Bewegung des Charakters erinnert stark an Strategietitel auf dem Computer. So kann man via Point 'n Click seinen Protagonisten auswählen, durch ziehen, einen Kreis erzeugen, um später mehrere Einheiten zu wählen. Durch erneutes Klicken wird die Zielposition derer bestimmt. Zaubersprüche können jederzeit durch drücken der „L“-Taste gesprochen werden. Dazu öffnet sich das Zaubermenü und man sollte ein gutes Gedächtnis haben, denn um Magie zu wirken, muss eine zuvor erlernte Linie, Form oder sonstiges Gekräusel auf dem Touchscreen gezeichnet werden. Der Effekt, das Element und der Wirkungsgrad des Zaubers, hängt allerdings vom Level und Erfahrungsgrad des Helden ab und wie man diesen gesteigert hat. Je nach Einsatz der Zauber und der jeweiligen Elemente, spezialisiert Isaac sich auf diese. So kann man beispielsweise durch permanentes Anwenden von Feuerzaubern, diese schnell steigern. Nachteil ist natürlich, dass auch die Gegner nach dem bekannten „Schere, Stein, Papier"-Prinzip erledigt werden und sollte man auf ein Lavamonster mit Feuer reagieren, hat das natürlich nicht den gewünschten Effekt. Man sollte somit für ein ausgeglichenes Können sorgen, indem man möglichst oft beim Ausführen der Magie, variiert. Im späteren Verlauf lernt man neue Charaktere kennen, die über weitere Zauber verfügen und man so auch beispielsweise den 2-er oder 3-er Zauber durch hintereinander mehrmaliges Zeichnen auf dem Touchscreen auslösen kann. Dies spart Zeit und ist manchmal besonders effektiv.

Das eigentliche Geschehen drum herum und die zahlreichen Erzählungspassagen des Abenteuers finden auf der Weltkarte statt. Der zweite Bildschirm wird verwendet, um die Geschichten darzustellen und das nächste Ziel zu suchen. Nach jeder erfolgreichen Mission, erhält der Spieler einen neuen Ausschnitt der Karte und kann gegebenenfalls sich für eine bestimmte Route entscheiden. Die Steuerung ist in diesem Falle sehr bequem, da alles via Touchscreen von Statten geht. Die Geschichte an sich ist interessant und man erfährt gerne weitere Details dazu und bleibt somit dauerhaft am Ball.

Von Feinden und Freunden: Monster, Gut gegen Böse.
Hat unser Isaac erstmal kleinere Aufgaben bewältigt und die ersten Zauber erlernt, kommen nach und nach neue Fähigkeiten hinzu. Ein wohl wichtiges Element des Spiels neben den zahlreichen Zaubersprüchen, sind auch die finsteren Monster. Ähnlich wie bei Pokémon dienen diese nicht nur als Gegner, sondern auch als eigene Mitstreiter, jene trainiert und aufgezogen werden können. Auch hier kann Isaac je nach Level mehr oder weniger Monster assimilieren und in den eigenen Reihen kämpfen lassen. Das Maximum beträgt aber neun an der Zahl. Eine große Übersicht erleichtert die Auswahl der diversen Monster. Diese gibt es in zahlreichen Variationen, Elementen und Stärken. Nicht nur der eigentliche Held und seine Kameraden können somit im Level steigen, sondern auch die Monster gewinnen während der Kämpfe an Erfahrung, werden stärker und demnach auch gefährlicher. Zudem unterscheiden sich die Monster in diversen Attributen. Fliegende Drachen haben beispielsweise kein Problem mit unebenem Terrain, wobei Monster die am Boden gefesselt sind, oftmals an Ecken und Kanten hängen bleiben. Doch es steckt viel Liebe zum Detail dahinter, denn bis man sein ultimatives Dreamteam auf die Beine gestellt und diese hoch gelevelt hat, kann einige Zeit verdauern.

Während der zahlreichen Kämpfe, können Gegenstände auf dem Schlachtfeld gefunden werden. Meist unterstützen diese Objekte die Attribute der Monster positiv. So kann man diese mit mehr Lebensenergie ausstatten, einer höheren Geschwindigkeit oder andere nette „Updates“ vornehmen. Isaac selbst ist leider nicht von diesen Gegenständen beeinflussbar.

Die Kämpfe sind demnach alles andere als eintönig und rundenbasiert. Hier muss taktiert werden, um das Ziel zu erreichen. Oftmals muss der Spieler gewisse Zeitvorgaben beachten und wird, leider unnötiger Weise, gestresst. Denn gerade bei durchdachten Strategiezügen, möchte man nicht gehetzt werden und alle Kniffe positiv nutzen. Schade eigentlich, dass man hier keine andere Lösung fand. Ansonsten baut man seine Armee aus Monstern, die den Nahkampf bestimmen. Issac selbst ist eher ein Mann der zweiten Reihe und kann mit mächtigen Zaubersprüchen aus der Ferne attackieren. Die Missionen sind oftmals nach einem bekannten Schema aufgebaut. So muss man beispielsweise Checkpointartig von Mana-Kristall zu Mana-Kristall rennen, um diese zu aktivieren. Andere Missionen sehen die totale Vernichtung jeglicher Feinde vor oder das Beschützen von diversen Helferlein. Die Auswahl und Abwechslung ist durchaus gelungen, doch gäbe es an einigen Stellen noch Verbesserungsbedarf…

Das Spiel verfügt neben all den positiven Eigenschaften auch über zahlreiche Mankos. So hätte man die Steuerung weitaus besser perfektionieren können. Die kreisrunde Auswahl der Einheiten, erweist sich oftmals als ungeschickt. Klassisch quadratische oder rechteckige Felder, wären hier sinnvoller gewesen. Besonders hart für Anfänger ist der Schwierigkeitsgrad, denn hier kommt nicht nur der Faktor hinzu, dass man oftmals unter Zeitdruck steht, sondern auch die Gegner, welche es oftmals in sich haben. Spielt man dann mehrere Minuten an einem Level, was bei den großen schon locker über 30 Minuten dauern kann, ärgert man sich umso mehr über fehlende Rücksetzpunkte. Einmal ableben reicht also, dass man die komplette Mission von neuem beginnen muss. Eine Zwischenspeicherfunktion hätte hier wahre wunder bewirkt.

Dazu kommt noch, dass die Monster des Spiels nicht wirklich helle sind. Egal ob in den feindlichen oder eigenen Reihen. Wenn man seine Armee umher steuert, kann es oftmals passieren, dass die Recken nicht so wollen wie der Spieler. So muss man erneut zum Stylus greifen und den Befehl zum Vorrücken ein zweites Mal erteilen. Vielleicht klappt es dann besser. Über die Spieldauer kann man jedoch nicht meckern, diese ist grundsolide, was an machen Stellen, durch den Schwierigkeitsgrad stark gestreckt wird.

Steuerung:
Wie schon zuvor erwähnt, hat das Steuerungsungskonzept seine Kinderkrankheiten. Wenn man sich an die etwas eigenwillige Touchscreenumsetzung gewöhnt hat, geht es zwar einfacher von statten. Die oftmals dümmliche KI der eigenen Einheiten kann ab und an für Frust sorgen und somit bleibt überwiegend ein Gefühl der Unzufriedenheit. Das Grundkonzept ist zwar klasse, doch fehlt hier einfach der nötige Feinschliff.

Grafik:
An dieser Stelle scheiden sich die Geister. In der heutigen, wohl Grafik verwöhnten Welt, gibt es viele, die sich diesen Titel nicht einmal wegen des vorhandenen Grafikstils näher anschauen. Doch wer dies tut, der irrt. Denn Lost Magic hat seine ganz persönliche Art, die an machen Stellen sogar richtig Flair hat. Zwar sind die Kämpfe an sich recht detailarm in Sachen Animationen und Umgebungsgrafiken, doch hatten die Entwickler eigenes im Sinn. Man wollte eine möglichst gute Übersicht, auch in den großen Leveln, gewährleisten. Zudem hat man mit dem Onlinemodus gespielt und wollte wohl mit dem einfachen Grafikstil dafür sorgen, dass auch große Gegnermengen dargestellt werden können. Zwar hat man es nicht mit dem Non-Plus-Ultra zu tun, aber dennoch hat man ein recht annehmbares Gesamtkonzept.

Sound:
In Sachen Sounds und Musik hat man es auch eher mit der Mittelklasse zu tun. Die Soundeffekte sind zwar nett und die Musikstücke nerven nicht, doch hätte man auch hier mit ein weinig mehr Feintuning, etwas mehr Atmosphäre ins Spiel bringen können. Die Musikstücke wirken auf die Dauer gesehen einfach etwas lieblos.

Features:
In der Zusammenfassung hat man es mit einem recht umfangreichen Abenteuer, zahlreichen Monstern und über 400 Zaubersprüchen zu tun. Eine menge Holz für so ein kleines Nintendo-DS-Modul. Dazu kommt noch, dass man via Download-Play seinen Freunden eine Demo des Spiels zukommen lassen kann. Probieren geht bekanntlich über studieren und so kann sich selbst ein Bild vom Spiel machen. Im letzen Abschnitt wollen wir noch mal auf die Multiplayer und Onlinefunktionen des Spiels eingehen.


Multiplayer:
Nach und nach kommen immer mehr Spiele hinzu, bei denen man mit der Nintendo WiFi-Connection auch in den Genuss des online Spielens kommt. Lost Magic reiht sich in diese Serie ein und man hat die Möglichkeit direkte Duelle gegen Spieler auf der ganzen Welt auszutragen. Ob Duell oder freies Duell ist jedem selbst überlassen. Der eine Modus sorgt dafür, dass ein Team gestellt wird, beim anderen Kämpft man mit dem eigenen. Der Spiele wird dauerhaft bewertet und gewinnt oder verliert Punkte je nach Sieg oder Niederlage. Leider gibt es beim Spielen online einige Kritikpunkte in Sachen Spielfluss zu melden, denn oftmals ruckelt das Geschehen. Somit ist es leider nicht das wirkliche Verkaufsargument, sondern eher eine nette Spielerei für die geneigten Taktiker zwischendurch.
Wer es lieber lokal mag, kann auf insgesamt sieben Karten direkt gegen seine Freunde antreten, via Multikartenspiel. Hier kommen also die jeweiligen Teams direkt in einem spannenden Duell zum Einsatz. Im Einzelkartenspiel werden Teams gestellt und man muss unter gleichen Voraussetzungen kämpfen.

Fazit:
Lost Magic ist ein Spiel der etwas anderen Art. Die Entwickler haben sich viel Mühe gegeben, um ein eigenes und innovatives Konzept auf die Beine zu stellen. So entstand ein einzigartiges Spiel, jenseits von Lizenzen, was in der heutigen Zeit oftmals als Risiko betrachtet wird. Das Spiel hat viel Potential, welches an einigen Stellen leider nur mäßig genutzt wurde. Etwas mehr Entwicklungszeit und ein bisschen Feintuning hätte Lost Magic nicht geschadet und man wäre in höheren Wertungsregionen gelandet. So bekommt man ein spannendes, langatmiges und recht taktisches Abenteuer mit Rollenspielelementen, aber auch einigen Kinderkrankheiten geboten. Genrefans, die sich von dem etwas widerwilligem Steuerungsprinzip, einem recht hohem Schwierigkeitsgrad und der zweckmäßigen Grafik nicht abschrecken lässt, sollte einen Blick wagen und sich das frische Spielkonzept näher anschauen.

Kevin Jensen für PlanetDS.de

Herzlichen Dank an Ubisoft für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
76%
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 2 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Alles via Touchscreen aber mit Schönheitsfehlern. Innovationsfaktor:
++++-  (4 von 5 Sternen)
Gut gemeinte Nutzung fast sämtlicher Features des Nintendo DS.
Grafik

Recht zweckmäßig gehalten, dafür aber gute Übersicht, während der taktischen Kämpfe.
Sound

Nichts überragendes, aber auch nicht übel.
Spielspaß

Ein ganz eigenes und frisches Konzept jedoch mit Kinderkrankheiten.








Details
Spielname:
Lost Magic

Publisher:
Taito

Developer:
Taito

Genre:
Rollenspiel

Release:
06.20.2704

Multiplayer:
2 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (7)

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