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Pac 'n Roll


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Pac 'n Roll - Review vom 25.11.2005

Als der DS seinerzeit auf der E3 2004 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, gab es seitens Nintendo und seinen Partnern diverse Spieledemos zu bestaunen, die die vielen verschiedenen Möglichkeiten des Handhelds verdeutlichen sollten. Mit dabei war auch eine 3D-Demo, die auf das Pac-Man-Franchise aufbaute und ein Spielprinzip, ähnlich wie der Klassiker Marble Madness oder heutzutage Super Monkey Ball als Grundlage hatte: Per simpler Steuerung soll eine Kugel möglichst schnell und fehlerfrei durch eine Vielzahl von hindernisreicher Level zum Ziel geführt werden. So entstand die Idee von Pac’n Roll, das nur kurze Zeit nach der E3 offiziell als vollwertiges Spiel angekündigt wurde. Die ersten Screenshots und Trailer versprachen ein durchaus kurzweiliges Spielprinzip mit typischem Pac-Man-Flair. Ob sich jene Gedanken letztendlich bewahrheiten, wollen wir mit diesem Test klären.

Die putzige Spielehülle verspricht auf der Rückseite ein abwechslungsreiches Geschicklichkeits-Spiel mit schwankenden Böden, Spurtzonen und anderen Schikanen. Diese verheißungsvollen Worte machen Lust auf ein nettes, erfrischendes Spielprinzip. Also nichts wie rein ins Pac-Land! Nach dem recht unspektakulären Titelscreen finden wir uns auch schon direkt im Storymodus, in welchem uns zunächst die Geschichte von Pac’n Roll in Form von Text und Bild näher gebracht wird. Im Prinzip ist es das altbekannte Schema: Das Land wird von einem schrecklichen Bösewicht bedroht, den nur der tapfere Held der Geschichte zu bekämpfen vermag. In diesem Falle schlüpft der skurrile „Rock’n Roll-Geist“ Golvis in die Rolle des Bösen. Er hat den größten Geisterjäger Pac-Lands, Pac-Master, besiegt und schließlich alle restlichen Bewohner in Sphären verwandelt. Davor retten kann sich nur, wie soll es auch anders sein, Pac-Man. Zusammen mit einer kleinen Fee macht er sich nun auf, Pac-Land zurück zu gewinnen und die Bewohner zu befreien. Gestartet wird auf der Pac-Burg, hier sind die Levels noch relativ einfach gestrickt und schnell durchquert. Am Anfang werden nach Wunsch ab und zu hilfreiche Tipps eingeblendet, die euch die Spielmechanik anschaulich erklären. Diese ist jedoch relativ schnell erzählt: Mit Hilfe des Touchpens steuert ihr Pac-Man durch die bunten Levels und sammelt, ganz wie im Urvater von 1980, gelbe Pillen ein. Vor den meisten Levelabschnitten versperrt euch ein Golvis-Tor den Zutritt, um es zu zerstören, braucht ihr eine Mindestanzahl der gelben Pillen. Diese liegen meistens einfach auf dem Weg verstreut, können aber auch in Kisten oder Mauernischen versteckt sein. Findet ihr alle Pillen eines Levels, winkt euch am Ende eine besondere Belohnung in Form eines blauen Diamanten. Ein paar davon gesammelt, und das Ur-Pac-Man inklusive einem 2-Spieler-Modus wird freigeschaltet – ein netter Bonus für Hardcore-Zocker.

Doch natürlich gestaltet sich der Weg zum Levelziel nicht immer einfach. Neben fiesen Hindernissen wie wackeligen Böden, machen euch vor allem die bekannten vier Pac-Man-Geister Clyde, Inky, Blinky und Pinky das Leben schwer. In jeder nur erdenklichen Situation warten sie auf den armen Pac-Man und versuchen ihn zu fangen. Einmal in den Fängen eines Geistes, kommt man nur durch schnelles und mehrmaliges Antippen ebendiesen wieder von ihm los. Abhilfe schaffen die blinkenden Powerpillen. Einmal gefressen, verwandelt eine Powerpille die Geister für kurze Zeit in blaue Feiglinge, die problemlos von euch einverleibt werden können und ein für alle mal aus dem Level verschwinden. Pac-Man hat zudem die Möglichkeit, sich durch das Essen von verschiedenen Schokoladen-Tafeln einer von zwei Verwandlungen zu unterziehen. Je nach Schokoladensorte mutiert ihr entweder zum langsamen, aber kräftigen Knight-Man oder zum schnellen und leichten Aero-Man. Während sich schwere Stahlkisten nur als Ritter zerstören lassen, können hingegen größere Abgründe nur mit dem Leichtgewicht Aero-Man überwunden werden. Beachtet man all diese Gegebenheiten, ist es relativ einfach, sich von Level zu Level zu kämpfen. Der Schwierigkeitsgrad bleibt durchgehend auf einem recht niedrigen Niveau, was dem Spaß aber nicht unbedingt Abbruch tut. Hat man sich zum letzten Level einer Welt durchgeboxt, wartet immer der gleiche Endgegner auf die rollende Knutschkugel, nämlich Golvis. Ihn zu besiegen stellt sich nicht gerade als größeres Problem heraus, muss man doch quasi nur drei Powerpillen und anschließend Golvis fressen und diese Prozedur insgesamt dreimal durchführen. Zwar sind die Powerpillen in späteren Welten an etwas schwierig erreichbaren Stellen zu finden, allerdings ist es mit ein bisschen Geschick kein großes Ding, diese trotzdem zu ergattern. Die sechs verschiedenen Welten sind dabei sehr hübsch und abwechslungsreich gestaltet. Nach der idyllischen Pac-Burg warten der tropische Fieberdschungel, das zuckersüße Naschland, eine gruselige Geistervilla, die gefährliche Flammenfestung und schließlich Golvis abgefahrenes Disco-Ufo auf euch. Habt ihr den Story-Part bezwungen, warten in jedem Level noch zwei weitere Herausforderungen auf euch: Ein Checkpoint-Zeitrennen und der Challenge Modus. Während sich ersteres von selbst erklären sollte, werden euch im Challenge Modus bestimmte Aufgaben, wie das Sammeln einer festgelegten Anzahl an Pillen oder das Fressen von mehreren Geistern gestellt.

Steuerung:
Pac’n Roll zeigt eindrucksvoll, wie einfach die Steuerung eines Spiels auf dem DS sein kann. Benutzt wird ausschließlich der Touchscreen, mit ihm wird Pac-Man durch die Levels gerollt. Dabei reicht es aus, den Touchpen in die gewünschte Richtung zu streifen und euer Held rollt los. Je schneller und öfter ihr in die gewünschte Richtung streift, desto schneller wird sich Pac-Man bewegen. Einen ultimativen Geschwindigkeitsschub verpasst ihr ihm, indem ihr den Stift bis an den äußersten Rand des Touchscreens zieht. Dann erhält Pac-Man einen kurzen Energiestoß und kann Kisten zerstören oder Geister vernichten, die in einem Fahrzeug unterwegs sind. Geht euch die Reise zu schnell, wird euer gelber Freund mit einem kurzen Antippen des Screens gebremst. Dies ist das gesamte Geheimnis hinter der Steuerung. Die Buttons des DS kommen nicht zum Einsatz, höchstens das Steuerkreuz findet ab und zu Verwendung, um die Kamera nachzujustieren. An unübersichtlichen Levelabschnitten kann dies recht nützlich sein, die automatische Kamera funktioniert aber zufrieden stellend. So simpel die Steuerung auch klingt, kann sie sich an schmalen oder wackeligen Stellen durchaus als Geschicklichkeitstest herausstellen. Dabei bleibt das Spiel aber immer gut kontrollierbar und wirkt niemals unfair. Die Steuerung ist den Entwicklern also vorzüglich gelungen und beweist eindrucksvoll die Stärken des Touchscreens.

Grafik:
Auch die Grafik von Pac’n Roll kann sich durchaus sehen lassen, bietet aber keine spektakulären Effekte. Die Levels sind hübsch und liebevoll gestaltet und wirken niemals langweilig. Auch die Texturen sind scharf und ansehnlich, teilweise aber etwas abwechslungsarm. Ansonsten ist die grafische Gestaltung des Spiels jedoch zufrieden stellend und passt sehr gut zum bunten Pac-Man Stil. Besondere Grafik-Highlights sollte man nicht erwarten, sind bei diesem Spiel aber auch nicht zwangsweise von Nöten. Bemerkenswert ist übrigens, dass bei Pac’n Roll auf beiden Screens 3D-Grafik dargestellt wird – bisher einmalig auf dem DS.

Sound:
Soundtechnisch ist Pac’n Roll leider nicht ganz auf der Höhe der Zeit. Statt Sprachausgabe gibt es in den kurzen Zwischensequenzen nur unverständliches Geblubber, die Musik wirkt ein bisschen wie aus vergangenen Zeiten, geht dem Spieler aber trotzdem niemals wirklich auf die Nerven. Tolle Soundeffekte sucht man vergebens, Pac’n Roll beschränkt sich auf simple Comic-Töne, wie man sie in jedem 08/15-Spiel vorfindet. Da der Sound bei diesem Spiel aber keine wichtige Rolle spielt, sind diese Mankos größtenteils vernachlässigbar. Ein bisschen mehr Mühe seitens der Entwickler wäre zwar wünschenswert gewesen, hätte dem Spiel im Prinzip ab keinen wirklichen Vorteil verschafft. Unterm Strich bleibt der Sound akzeptabel, da er zumindest ertragbar bleibt und keine Nervenzusammenbrüche hervorruft.

Spielspaß:
Der Spielspaß ist gerade am Anfang recht hoch. Die innovative Steuerungsmethode geht sofort ins Blut und bereitet viel Freude. Durch die seichten Levels hat man schnell Erfolgserlebnisse und wird nach und nach vom Spiel gefesselt, es lässt sich sogar ein gewisser Suchtfaktor nicht abstreiten. Mit der Zeit sinkt die Motivationskurve jedoch etwas ab, da der Spielablauf mehr oder weniger der gleiche bleibt. Man sammelt fleißig Pillen, frisst einige Geister und erreicht schließlich das nächste Levelziel. Zwar kommt keine Langeweile auf, doch wiederholt sich die Prozedere später doch immer wieder. Da das Spiel aber einen sehr kleinen Umfang bietet, ist man schnell durch alle Levels gerollt und kann sich über den Abspann freuen. Zum Glück bleiben jetzt noch die beiden anderen Modi und das Ur-Pac-Man, damit das Spiel nicht gleich wieder im Regal landet. Einige Zeit können diese Extras motivieren, dann ist auch dort die Luft raus und man hat alles gesehen, kennt jede Ecke auswendig und durchquert die Levels im Schlaf. Spaß bringt jetzt höchstens noch der 2-Spieler-Modus des Ur-Pac-Man, der aber natürlich mit Multiplayerkrachern wie Mario Kart oder Bomberman nicht mithalten kann. Zusammengefasst bietet Pac’n Roll also gerade anfangs sehr viel Spaß und kann motivieren, verliert jedoch relativ schnell seinen Reiz und fängt an, den Spieler zu langweilen. Etwas mehr Umfang oder gar ein Leveleditor wären sehr willkommen gewesen.

Features:
Wie bereits erwähnt, bietet nur das klassische Pac-Man, welches man als Bonus freischalten kann, einen 2-Spieler-Modus. Dieser ist äußerst einfach gestrickt, wie zu Dos-Zeiten wechseln sich die beiden Spieler bei der Jagd auf die weißen Pillen einfach ab. Wird Spieler 1 von einem Geist erwischt, ist Spieler 2 an der Reihe, wer am Ende die meisten Punkte für sich behaupten kann, erhält den Siegerkranz. Für Retro-Freaks oder sehr kurze Mittagspausen sicherlich als Happen für Zwischendurch geeignet, wer allerdings turnierwürdige Multiplayer-Schlachten erwartet, ist bei anderen Spielen wohl besser aufgehoben. Pac’n Roll sollte als Einzelspieler-Titel betrachtet werden.

Fazit:
Insgesamt macht Pac’n Roll eine erstaunlich gute Figur und bietet ein neues, abwechslungsreiches Spielprinzip. Die Steuerung funktioniert bestens und nutzt die Möglichkeiten des Touchscreens voll aus, hier kommen die Stärken des DS zum Vorschein. Die 3D-Grafik erweist sich als durchaus vorzeigbar und bietet hübsch gestaltete Levels ohne spektakuläre Highlights. Sound und Umfang hingegen lassen leider etwas zu Wünschen übrig, hier wäre mehr drin gewesen. Das Spiel kann nicht ewig begeistern, vor allem, da kein vollwertiger Multiplayer-Modus vorhanden ist. Für Einsteiger oder als Erholung von harten Actionspielen oder epischen RPGs ist Pac’n Roll aber ein gelungenes, putziges Spiel mit coolen Charakteren und nettem Spielprinzip. Manchmal darf es eben auch ein seichter Spielgenuss für Zwischendurch sein. Pac’n Roll ist für alle, die nicht gänzlich abgeneigt sind, einen Blick wert.

Tim Neldner [plext@r] für PlanetDS.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Testmusters.

WERTUNG:
81%
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Perfekte Vorzeige-Steuerung – so soll es sein. Innovationsfaktor:
+++--  (3 von 5 Sternen)
Gelungene Touchscreen-Steuerung, aber keine Nutzung der anderen DS-Features
Grafik

Nette und bunte 3D-Grafik, aber relativ unspektakulär.
Sound

Standard-Töne mit angestaubter Musik und fehlender Sprachausgabe
Spielspaß

Am Anfang sehr spaßig, lässt aber recht schnell nach.








Details
Spielname:
Pac 'n Roll

Publisher:
Namco

Developer:
Namco

Genre:
Geschicklichkeit

Release:
05.20.2810

Multiplayer:
ja

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (38)

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