Planet3DS PlanetDS PlanetVita PSP.de PlanetiPhone Classics Forum

PGN-ID:[?] (Nicht eingeloggt)
Login
Registrieren
PlanetGameboy N-Page.de
Nicht angemeldet!     Neu Registrieren   Loginname  Passwort:     Passwort?

Wappy Dog


  • Testbericht
  • Bilder (6)
  • News & Videos (2)
  • User (1)
  • Spiel Kaufen
Wappy Dog - Review vom 16.11.2012

So langsam aber sicher kommt das Weihnachtsgeschäft ins Rollen. Das merkt man vor allem daran, dass die Spielehersteller anfangen die Titel, die primär auf die jüngere Zielgruppe zugeschnitten – und damit zum Gelddrucken prädestiniert – sind, auf den Markt schleudern. Oft geht dies auch mit einer gut geschmierten Merchandise-Maschinerie einher, siehe die Skylanders-Serie. Bei dem hier vorliegenden Titel kommt nun beides zusammen: ein Spiel, dass das passende Merchandise gleich mitbringt. Bei eben jenem handelt es sich um ein virtuelles Haustier, einen kleinen Roboter Hund namens Wappy Dog. Dieser wurde von Sega Toys entwickelt und wird von Activison vertrieben. Ob sich die Kombination aus Spiel und Virtuel Pet lohnt, erfahrt ihr in unserem Test.

Kläff! Wau! Bell!
Wappy Dog lässt sich, ganz einfach gesagt, auf zwei Modi herunterbrechen: den Zuhause- und den Reise-Modus. Der Zuhause-Modus funktioniert nur in Verbindung mit Wappy selbst und ist somit, wie die Bezeichnung es schon nahelegt, für das Spielen daheim gedacht. Denn für diesen Modus ist es notwendig das Wappy angeschaltet ist und die Lautstärke möglichst nach ganz oben geschoben wird. Sonst könnte es mit der Kommunikation zwischen DS und dem künstlichem Tierchen eher schwierig werden. Auch solltet ihr nicht weiter als ca. 90cm von dem Hund entfernt sein, denn das beeinträchtigt die Kommunikationsfähigkeit ebenso. Soweit zu den Rahmenbedingungen, die für optimales spielen des Zuhause-Modus notwendig sind, aber wie verhält es sich denn mit dem Gameplay?

Erwartungsgemäß steht hier die Interaktion mit Wappy im Mittelpunkt. Dies geschieht über Symbole, die auf dem Touchscreen angezeigt werden und die Möglichkeiten der Interaktionen darstellen. So könnt ihr euch mit Wappy unterhalten, ihn zum Singen und Tanzen animieren, Futter anbieten (wobei die Auswahl der Speisen mehr als fragwürdig ist; oder haltet ihr Süßigkeiten für angemessenes Hundefutter?) und eine Runde „Stein, Schere, Papier“ mit dem Kläffer spielen. Ein übergeordnetes Menü gibt euch noch die Möglichkeit etwas über Wappys aktuellen Zustand (Alter, Laune, Charakter- und Freundschaftswerte) zu erfahren und auf einige Minispiele zuzugreifen. Der größte Unterschied zum Reise-Modus ist, dass ihr hier auf (fast) jede Aktion eine physische Reaktion von Wappy bekommt. Er singt für euch, ärgert sich bei „Stein, Schere, Papier“ wenn er verliert oder freut sich einfach darüber, dass ihr ihn lobt, und das sieht man ihm dann auch an. Natürlich ist das Repertoire an möglichen Reaktionen begrenzt, aber dennoch kann man an Wappys Bewegungen und Lauten gut ablesen ob er sich freut oder nicht.

Gehst du mit mir Gassi?
Neben dem eben erklärten Zuhause-Modus gibt es noch die Möglichkeit, Wappy für Unterwegs mitzunehmen. Das Ganze wird im Spiel dann Reise-Modus genannt, transferiert zu Beginn Wappys aktuellen Gemütszustand und seine erlernten Fähigkeiten auf das DS-Modul und ermöglicht so, Zeit mit Wappy zu verbringen ohne auf dessen Plastik-Pendant angewiesen zu sein. Auch grafisch vollzieht sich hier der Wechsel weg von 2D, hin zu 3D. Hier spielt sich Wappy Dog in etwa wie Nintendogs, ohne aber auch nur im Ansatz dessen Tiefe zu erreichen. Wappy hüpft, tollt und springt in einer von fünf verschiedenen Welten herum und kann von euch per Stylus gewaschen, gekrault, gefüttert und mit Spielzeug trainiert und bespaßt werden.

Ähnlich dem Zuhause-Modus habt ihr auch hier wieder eine Menüleiste(dieses Mal am rechten Bildrand)über die ihr die Interaktion mit Wappy steuert. Da ihr in diesem Modus auf Plaste-Wappy verzichten müsst, werden seine Reaktionen anhand eines digitalen 3D-Wappys dargestellt. Diesen könnt ihr optisch, zum Teil, euren Vorstellungen anpassen und so seine Farbe ändern oder ihm verschiedenen Ohrschmuck (welchen ihr freispielen müsst) anstecken. Netterweise liegen dem Spiel ein paar Sticker bei, wodurch man auch den „echten“ Wappy ein wenig verzieren kann.

Steuerung:
Als Steuerungsgerät wird der Stylus eure erste Wahl sein. Anders lässt sich der Titel auch nicht bedienen, denn weder das Digipad, noch die Schultertasten oder die Buttons sind belegt. Das ist allerdings nicht weiter schlimm, denn die Kontrolle via Stylus geht flott und intuitiv von der Hand. Sei es nun das Auswählen von Menüpunkten, die Steuerung der Minispiele oder das Interagieren mit Wappy an sich: alles klappt problemlos. Bei einem Titel der sich klar an Kinder richtet sollte man aber auch nichts anderes erwarten dürfen.

Grafik:
Natürlich darf man bei so einem Titel keine grafische Meisterleistung erwarten. Hier ist alles eher zweckmäßig gehalten, was nichts schlechtes sein muss. Die Minispiele und Menüs des Zuhause-Modus sind in einer recht niedlichen 2D-Grafik gehalten die gut zur Thematik des Titels passt. Wechselt ihr dann aber in den Reisemodus spielt sich das Ganze dann in 3D ab. Das läuft zwar flüssig und weitestgehend fehlerfrei, ist aber auch nicht sonderlich spektakulär. Wie gesagt, die Grafik ist bei einem Titel dieser Art sicher nicht das Wichtigste, dennoch hätte man sich etwas mehr Mühe geben können.

Sound:
Ähnlich der Grafik ist die Musik bei diesem Titel eher nebensächlich. Wirklich hängen bleibt die Hintergrundmusik nicht, eher wirkt sie nach einer Weile leicht nervend. Ausstellen sollte man den Sound allerdings nicht, da sonst die Kommunikation mit Wappy nicht mehr möglich ist. Der Nutzung von Kopfhörern wird damit ebenso ein Riegel vorgeschoben. Das ist ein ganz klares Minus hinsichtlich der Spielbarkeit, schließlich dreht sich bei dem Titel alles um die Interaktion zwischen Spieler und Hund. Hier wäre eine andere Lösung als die Kommunikation über Audiosignale aus dem DS sinnvoller gewesen. Nett ist aber das Wappy, je länger ihr euch mit ihm beschäftigt, eine tiefere Stimme bekommt und neue Lieder lernt. Wobei der Begriff „Lieder“ hier sehr frei benutzt wird, es sind eher neue Laute als Songs.

Features:
Wie gesagt besteht der Titel aus den oben genannten Spielmodi, die jeweils noch eigene Minispiele enthalten. Derer gibt es insgesamt zehn, also fünf pro Modus. Aber abgesehen von abgeändertem Namen und dass ihr im Reise-Modus gegen Wappy spielt anstatt mit ihm, gleichen sich diese bis aufs letzte. Die Minispiele machen für eine kurze Zeit Spaß, können aber nicht lange fesseln. Zu einfach sind sie und zu schnell habt ihr alles erreicht sowie freigespielt. Rein spielerisch orientieren sich die Spiele an bekanntem und bewährten. So ist beispielsweise „Schnapp das Vieh!“ bzw. „Welcher ist Wappy?“ eine Abwandlung von „Whack-a-Mole“. Bei „Finde das Fressen“ geht es darum, schneller als Wappy zu sein und eine bestimmte Süßspeise ausfindig zu machen. Die restlichen Minispiele befinden sich auf einem ähnlich „hohem“ Niveau. Es sei noch gesagt, dass Wappy auch ohne das Videospiel benutzt werden kann. Seine Funktionen sind dann aber so eingeschränkt, dass es nicht wirklich Sinn macht, ihn so zu verwenden. Er reagiert auf das Drücken der Nase und das Ziehen des Schwanzes, das war es dann aber auch schon.

Fazit:
Es ist immer schwierig einen Titel zu bewerten dessen einziger Zweck es ist, ein Gimmick wie den Wappy Dog als nicht ganz so halsabschneiderisch im Preis dastehen zu lassen. Immerhin bietet das mitgelieferte „Spiel“ einen nicht gerade riesigen Umfang, in ein paar Stunden hat man alles gesehen und freigeschaltet. Zumal das ganze eher wie ein modernes Tamagotchi, das um einige simple Minispiele erweitert wurde, anmutet anstelle eines wirkliches Spiels. Man muss dem Titel aber zugutehalten, dass er ganz klar mit dem Hintergedanken entwickelt wurde, vornehmlich Kinder zu beschäftigen. Und diese werden sicherlich für eine kurze Weile ihren Spaß mit Wappy haben. Besonders die Möglichkeiten der Interaktion mit dem Plastik-Welpen sind durchaus gut gelungen. Als vollwertigen Hunde-Ersatz taugt der Robofreund zwar dann doch nicht, könnte aber zumindest eine erwägenswerte Alternative darstellen. Andererseits gibt es Haustier-Simulationen wie z.B. Nintendogs, die in Sachen Präsentation und der schieren Anzahl an Möglichkeiten, die sie dem Spieler bieten, Wappy Dog bei weitem überlegen sind. Zugegeben: Wappys ureigenem Charme konnten wir uns nicht vollends entziehen, trotzdem können wir hier keine Empfehlung aussprechen. Es wird hier einfach zu wenig geboten um einen länger an den Titel zu fesseln. Daran ändert auch Wappy selbst nichts: ein Gimmick bleibt eben einfach ein Gimmick.

Grübelt immer noch, ob Kuchen wirklich das Richtige für Hunde ist: Paul Großmann [catabombs] für PlanetDS.de

Vielen Dank an Activision für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
42%
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Die Steuerung per Stylus geht schnell und bequem von der Hand. Innovationsfaktor:
+++--  (3 von 5 Sternen)
Ein Robo-Hund ist ein interessanter Ansatz für ein Virtuel Pet. Leider krankt Wappy aber an kleinen Fehlern und unklugen Designentscheidungen.
Grafik

Niedliche 2D-Grafik im Zuhause-Modus, der eine veraltet 3D-Grafik im Reise-Modus entgegensteht.
Sound

So effektiv wie Fahrstuhlmusik: nervt schnell und bleibt nicht hängen.
Spielspaß

Nach spaßigem Anfang geht dem Titel bald die Lauft aus, und die Langzeitmotivation fehlt gänzlich.








Details
Spielname:
Wappy Dog

Publisher:
Activision

Developer:
Sega Toys

Genre:
Sonstiges

Release:
12.10.2012 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (6)

Jetzt Bestellen:
Zum Shop