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Transformers 3 - Autobots


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Transformers 3 - Autobots - Review vom 18.07.2011

Die 80er. Eine mythische Zeit voller seltsamer Frisuren, Stirnbänder, Karottenhosen und neonfarbenen Leggins. Trends und Kuriositäten, die Gott sei Dank heute ausgestorben sind, obgleich manche hippe Gestalten heute noch rumlaufen wie John Ross Ewing Jr. zu seinen besten Zeiten. Eine Epoche fernab von Mobiltelefonen und Internet. Eine Zeit als der Vokuhila noch als Volksfrisur galt und in der die berüchtigte Klamotten-Kombo aus Lila-Leggins, Streifentop und Stirnband keine Angstzustände auslöste.

Doch die 80er hatten auch ihre guten Seiten, denn es war die Geburtsstunde von mobilen Geräten wie dem Walkman oder dem ersten Game Boy. Und alte TV- und Serienfans haben heute noch Tränen in den Augen, wenn sie ihre Lieblingshelden von damals in den heutigen Lichtspielhäusern sehen: Da werden alte Heroen auf die Kinoleinwand gebannt und Kindheitserinnerungen wach. Angefangen bei dem Schattenkrieger-Schildkröten-Quartett, den Teenage Mutant Ninja Turtles über die Rückkehr von Miami Vice, bis hin zur Wiedergeburt der technophilen Transformers.

Mein Auto, es hat sich geklaut, okay?
Activision kümmert sich seit jeher um die Versoftung der übergroßen Verwandlungs-Bots. Und wenn man den Kampf um Cybertron auf den Konsolen gespielt hat, wurde man sogar positiv überrascht. Klar, das war kein „Arkham Asylum“, auf der Lizenzspielebene aber ein kleiner Hit für Fans. Selbst die vergangen Nintendo DS-Umsetzungen der Transformers waren keine wirklich schlechten Spiele per se, es fehlte bloß die gewisse Würze. Neuer Kinofilm, neues Glück? Wie schaut es auf dem Nintendo DS aus, wenn schon die 3DS-Version eher vom Fensterbrett fällt? Riesenhafte Kampf-Roboter, die sich in Windeseile in pfeilschnelle Fahrzeuge verwandeln können. Das birgt doch sicherlich Potential für ein spannendes DS-Spiel. Wie sagte der Franz so gerne: „Schau'n wir mal!“

„Sie mal einer an, was steckt denn da in der Verpackung?“ sagte die zitternde Stimme eines Transformers-Fanboys, als er wie ein Weihnachtsgeschenk die Transformers 3-DS-Packung ins Stücke riss. Ein Bumble Bee! Gleich mal in einen Roboter transformieren! Ha! Wie geht nicht? Mist... Doch nur ein schnödes Spielzeugauto... Langweilig. Doch wo ist jetzt meine DS-Spieleverpackung? Die liegt zerfetzt am Boden. Denn anstelle einer traditionellen Plastikhülle in Weiß hat sich Activision entschlossen ein Transformers-Matchboxauto als Dreingabe zum Spiel einzuführen. Ihr habt die Wahl. Altes Tranformersspiel mit richtiger Hülle oder „Transformers 3“ mit Spielzeugauto. Doch genug zum Drumherum, kommen wir zum Spiel!

Wer den ersten Teil kennt, wird wissen wie das Konzept funktioniert. Die ersten Missionen dienen als Tutorial und hey - immerhin können wir uns in der DS-Version in einen Roboter verwandeln und wirklich durch die Städte Stapfen. „GTA“ Zero quasi, also ohne Kalorien. Denn anstelle euch das nächste Auto am Straßenrand zu klauen, verwandelt man sich schlicht selbst in eines und düst damit durch die Häuserschluchten. Im späteren Verlauf reichen Autos allerdings nicht mehr aus und so bekommt man allerhand anderes Gefährt aufgebrummt. Z.B. einen PANZER! Je nachdem welchen Untersatz man hat, fällt der Transformer-Rohling stärker oder schwächer aus - natürlich haut ein kleiner Golf nicht so stark rein wie ein militärischer Angriffshelikopter.

„Ich fahre, du schießt!“
Während man sich durch die 3D-Welt frei bewegt, die Skyscraper-Schluchten durchwandert und als Autobot versucht möglichst unerkannt durch die Stadt zu gelangen, kann es dennoch passieren, dass Decepticons auf euch aufmerksam werden. Beginnt man eine Prügelei, um die Menschheit zu schützen, so reagieren die Behörden nicht immer freundlich und aus Unwissenheit wird einfach auf jeden 9-Meter großen Roboter geballert, der einem über den Weg läuft. Erst schießen, dann fragen.

Das Modell der Erfahrungspunkte hat man schlichtweg wegrationalisiert. Nun kann man nicht mehr durch Prügeln und Kämpfen seine Roboter pimpen, sondern muss im Level versteckte Power-Up-Kristalle einsammeln. Findet man diese, lassen sich die erhaltenen Punkte in Aufrüstungsinhalte reinstecken - beispielsweise stärkere Panzerung oder Waffen. Und um diese Kristalle zu finden, muss jeder Transformer seine eigenen Fähigkeiten nutzen, um zu den Stellen zu gelangen. So kann beispielsweise Bumble Bee an Fahnenmasten entlangschwingen. Missionen sind recht einfach gestrickt. Als neues Element kann man beispielsweise Geschütztürme scannen und hacken, damit sie unschädlich gemacht werden.

Zwei Module, zwei Seiten - Autobots und Decepticons
Einer Vorreiter des Multimoduls ist unser allseits bekanntes „Pokémon“, wobei die spielerischen Unterschiede sich eher in Grenzen hielten und nur anders geartete Fabelwesen durch die Wildnis hüpften. Bei „Transformers 3“ ist das ähnlich. Denn das Spielprinzip ändert sich nur geringfügig. Anstelle von „Wir helfen den Schwachen“ wird ein „Zerstört alles was euch in den Weg kommt“ eingesetzt und aus Gut wird Böse.

Insgesamt wirkt das Spiel dennoch wie ein Aufguss des ersten Teils auf dem Nintendo DS. Dieser war beileibe nicht schlecht, aber bei einem Nachfolger wünscht man sich Verbesserungen. Zwar gibt es die „Tarnform“, bei der man auch als verwandeltes Fahrzeug noch um sich ballern kann, aber reicht das? In diesem Fall wurde „Transformers 3“ eher auf seine Grundbausteine reduziert und manche guten Elemente verschwanden in der Mottenkiste... Schade eigentlich. Was die Spieldauer anbelangt hat man auch hier im Vergleich zum Erstling kleinere Einbußen gemacht. Klar braucht man seine Zeit, wenn man wirklich alle Power-Up-Kristalle sucht und jeden Winkel sehen will. Dennoch reichen ein oder zwei ausgedehnte Nachmittage und „Transformers 3“ ist durchgespielt. Ihr wollt es kürzer? Dann ist Transformers für den 3DS das Richtige, da braucht ihr rund 2 Stunden zum Durchzocken...

Steuerung:
Wahlweise kann mit dem Touchscreen im Ansatz oder mit dem Steuerkreuz gespielt werden. Je nach Situation eignet sich die ein oder andere Methode besser. Schnelles Scannen von Gegenständen oder eine fixe Verwandlung? Hier kommt der Touchscreen zum Einsatz. Kämpfen und Gegner pulverisieren? Ran an die Tasten. Gute Kombination, die recht intuitiv ist.

Grafik:
Graue Stadtlandschaften, klotzige Roboter und viel Geballer. Die Umgebungen wirken zwar in mancher Hinsicht recht trist, doch kämpft man nicht mit so vielen Grafikbugs, wie es noch beim „Kampf um Cybertron“ der Fall war. Man geht grafisch eher zurück zum Erstling, der damals mehr bot - ein Schritt in die richtige Richtung.

Sound:
In diesem Sektor kann „Transormers 3“ einige Punkte einhamstern, denn so bietet das Spiel nicht nur die typischen Transformers-Sounds und durchschnittliche Musikstücke, sondern zahlreiche Sprachsamples, die das Spiel atmosphärisch aufwertet.

Features:
Viel darf man in diesem Sektor nicht erwarten, denn außer den unterschiedlichen spielbaren Charakteren und einigen Missionen gibt es nicht viel zu sehen. Sobald man das Spiel einmal durchgezockt hat, kann man nochmals auf die Jagd nach den fehlenden Kristallen gehen - was gerade bei der relativ mäßigen Spieldauer ein kleines Manko darstellt. Hey, aber immerhin gibt es einen drahtlosen Multikarten-Mehrspielermodus. Der Online-Modus vom ersten Teil wurde aber wegrationalisiert.

Fazit:
„Transformers 3 - Autobots“ und „Transformers 3 - Decepticons“ musste wohl schneller kommen, als es den Entwicklern lieb war. Denn es ist eine recht lieblose Kopie des ersten Teils. Wer also wirklich mit riesenhaften Kampfrobotern durch die Gegend stapfen möchte, sollte den alten Teil zuerst ausprobieren. Und wenn man daran Gefallen findet und nicht genug vom Konzept bekommen kann, dann greift man zu „Transformers 3“ für den Nintendo DS. Immerhin können wir eines behaupten: Im Vergleich zur Nintendo 3DS-Fassung hat die Nintendo-DS-Version die Spielspaß-Nase eindeutig vorn. Traurige Tatsache, eigentlich.

Freundet sich mit Soundwave an: Kevin Jensen [Iceman] für PlanetDS.de

Vielen Dank an Activision für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

WERTUNG:
65%
Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Laufen, verwandeln, ballern. Innovationsfaktor:
+----  (1 von 5 Sternen)
Innovationen wurden wegtransformiert!
Grafik

3D-Engine mit Potential, aber noch immer Clippingfehler.
Sound

Reiht sich im oberen Mittelfeld ein.
Spielspaß

Der Vorgänger zeigte, wie es besser geht.








Details
Spielname:
Transformers 3 - Autobots

Publisher:
Activision

Developer:
Behaviour Interactive

Genre:
Action Adventure

Release:
24.06.2011 (erschienen)

Multiplayer:
1-4 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (4)

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