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Burnout Legends


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Burnout Legends - Review vom 16.01.2006

And it burns burns burns, that ring of fire, that ring of fire.
Nach der Übernahme von Acclaim zu EA war es erstmal Schluss mit den wilden Rasereien auf dem Game Cube und Burnout 3 machte einen Boxenstopp. Frisch aus der Gasse ist es wieder an der Zeit die Straßen auf einem Nintendo-Handheld unsicher zu machen. Heiße Schlitten, enormes Tempo und Lack bei dem es keine Rolle spielt, ob er auf dem Auto oder dem Asphalt liegt. Optisch macht Burnout Legends für den Nintendo DS eine gute Figur, doch das der Schein trügen kann, haben wir nicht zum ersten Male gesehen. Was haben die Entwickler alles raus geholt aus dem Doppelbildschirmer, ist Burnout Legends auch auf dem Nintendo DS eine gelungene Spieleerfahrung oder haben wir es mit Alteisen zu tun?

Was hat diese Serie über Jahre ausgemacht? Das war nicht nur das brisante Tempo und die zahlreichen Crashs sondern auch die hervorragende Qualität der Titel. Die Programmierung war meist bis zum Detail ausgereizt, so dass Faktoren wie Kollisionsabfrage, Steuerung, Clipping soweit ausgereizt wurden wie nur möglich. Wer Burnout kennt weiß, dass es hier nicht darum geht auf einer idyllischen Rennpiste seine Kurven zu drehen, sondern möglichst viel Metall herumsplittern zu lassen.

Dazu stehen zahlreiche Spielmodi zur Auswahl und warten nur so darauf gespielt zu werden. Zum einen gibt es da die Einzel-Events, die jederzeit zur Verfügung stehen. Hier kann man seinen zerstörerischen Trieben freien Lauf lassen und je nach Lust und Laune seinen Lieblingsmodus auswählen. Das eigentliche Herzstück des Spiels ist jedoch der „World Tour“-Modus. Hier gilt es in 5 Fahrzeugklassen (Kompakt, Muscle, Coupe, Sport und Super) erst durch zahlreiche Erfolge weiter zu kommen und zu zeigen, wer auf der Straße das Sagen hat. Wählt man einen dieser in Grunde genommen „Schwierigkeitsstufen“ aus, so hat man auf einer Weltkarte die Möglichkeit für ein gewisses Level zu entscheiden. Dabei kann man via Touchscreen als Menüsteuerung seinen Tastsinn schärfen.

Auch auf diesem Sektor werden wir durch verschiedene Aufteilungen darauf hingewiesen, dass bei Burnout mehr Abwechslung geboten wird als bei einem üblichen Rennspiel. Was sich für Neulinge anhört wie eine Waschmittelwerbung ist für eingesessene Renn-Pyromanen Alltag und diese werden sofort die unterschiedlichen Racingarten erkennen. Doch immer der Reihe nach. Wir beginnen mit einem Klassiker, dem Rennen. Hier geht es tatsächlich darum, nach einer gewissen Anzahl von Runde als Erster durch Ziel zu kommen. Gefahren wird gegen insgesamt vier Konkurrenten, die sich am Straßenverkehr vorbeimogeln und versuchen den Spieler von der Piste zu drängeln. Kopf- an Kopf-Rennen arten schnell in spektakuläre Crashs aus und sorgen nicht nur für Bonuspunkte, sondern auch für zusätzlichen Schub im Nitro-Repertoire und sehen im Zeitlupenmodus auch noch gut aus. Genau dies ist es was den Unterschied ausmacht zwischen einem gewöhnlichem Rennspiel und Burnout. Durch so genannte Takedowns (Das Befrachten der gegnerischen Fahrzeugen in die nächste Wand, den abendlichen Feierabendverkehr, oder sonstige Hindernisse) sammelt der Spieler nicht nur Punkte, sondern kann auch einen Geschwindigkeitsboost nutzen. Mit diesem Vorteil ist es Möglich weitere Crashs zu provozieren und sich somit von den Gegner abzusetzen. Sollte man selbst, bei all dem Geschwindigkeitsrausch, in einen Unfall verwickelt werden, so gibt es auch Abzüge auf der Nitroskala.

Sieger des Rennens oder einer gewissen Rennmission werden nicht nur mit Punkten sondern auch mit Medaillen belohnt. Diese schalten nicht nur neue Fahrzeuge und Events frei, sondern müssen auch gesammelt werden, um die heißesten Fahrzeuge ergattern zu können. So gibt es vorgegebene Ereignisse, die Freigespielt werden müssen, um die begehrten Schlitten zu erhalten.

Weiter im Text mit den nächsten Rennprinzipen, dem "Eliminator"-Modus" und dem „Verfolgungs"-Modus. Im "Eliminator" gilt es bei jedem Checkpoint vor dem letzten Fahrer auf der Strecke zu sein. Denn nach und nach fliegt ein Gegner aus dem Rennen und das nimmt er wörtlich, denn dieser wird in die Luft gejagt. Schafft man es immer der Konkurrenz einen Nasenlänge voraus zu sein, so kann man sich auch hier als Sieger behaupten.

Im „Verfolgungs“-Modus übernimmt man die Rolle der Straßenwacht. Temposünder sollen ja bestraft werden und nicht umsonst ist die Sünderkartei mit Preiserhöhungen ausgestattet worden. Also rein ins Polizeimobil und den Rasern wird der Kampf angesagt. Das man sich nicht im richtigen Leben befindet merkt man spätestens dann, wenn man das Spielziel vor Augen hat. Vor Blaulicht und dem Martinshorn macht dieser Flitzer keine Rast und so muss man ihn kurzerhand von der Straße fegen, in Einzelteilen.

Ein weiterer Spielmodus ist der „Road-Rage“-Modus und mein persönlicher Favorit. Hier fährt man gegen die Zeit und muss möglichst viele Takedowns und damit Crashs erzeugen. Vor dem Rennen wird ein Spielziel definiert und dann heißt es Gegnerschubsen bis die Karosserie wackelt. Dabei bleiben Schäden nach Crashs am Auto bestehen und sollte man zu oft vor die Wand gefahren sein, so spielt der Motor einfach nicht mehr mit und es ist aus der Traum von der goldenen Belohnung.

Der „Face-Off“-Modus ist ein direktes Duell gegen einen Kontrahenten und als Belohnung winkt sein Fahrzeug zur freien Auswahl, falls man Siegreich hervorgehen sollte.

Nach all dem Schrecken im Straßenverkehr geht es im „Crash“-Modus darum wirkliches Chaos zu schaffen. Hier muss man möglichst großen Schaden anrichten in dem man mit voller Wucht in den Feierabendverkehr rast, um einen Riesenschrotthaufen zu fabrizieren. Items auf der Straße sorgen für einen Zusatzschub, extra Cash oder enorme Explosionen. Schafft man es die vorgegebene Anzahl von Wagen zu Schrott zu fahren, kann man noch das rote Knöpfchen zur Selbstzerstörung drücken, um somit noch mehr Schaden anzurichten und noch mehr Geld zu verdienen.

Last but not Least sorgt der „Grand-Prix“-Modus dafür, dass man mehrere Rennen hintereinander fährt und auch hier in der Gesamtwertung nach der Gold-Medaille strebt.

Vroooooooom und auf halber Strecke Motorschaden?
Die Basis des Spiels ist fulminant und sorgte dafür, dass in vorherigen Versionen die Fans lange beschäftigt waren und viel Spaß dabei hatten. Auch bei Burnout Legends auf dem Nintendo DS hat man genügend Spieldauer im Angebot, um lange Zeit zu spielen. Die Probleme an diesem Titel liegen auf einer anderen Ebene.

Steuerung
Präzise Steuerung, genaue Kollisionsabfrage und grandiose Fahrphysik, das alles hat Burnout in der DS Version leider nicht. Der wohl wichtigste Punkt des Spiels wurde somit fahrlässig vernachlässigt und sorgt für die ersten Frustmomente. Fahrzeuge egal welcher Art rutschen über die Strecken wie Matchboxautos auf einer Spieldecke und gerade der sonst so spaßige Crash-Modus wird zu einer lustlosen Schlitterpartie.
Zusammen mit der kümmerlichen Physik-Engine kommt man sich vor wie im Sandkasten des Kindergartens, wenn zwei Knaben Autos aneinander stoßen. Hindernisse die vermeintlich umfahren wurden, werden plötzlich zur Stolperfalle… Welch grober Faux-pas. Wenn dann noch in manchen Kurven der Autopilot angeht und man um die Kurven gelotzt wird ist beim Spaß - Schicht im Schacht. Der Touchscreeneinsatz ist auch eher Nebensache, aber auch nicht notwendig.

Grafik:
Optisch macht die Engine gut was her und hätte man diese genutzt, um Need for Speed: Most Wanted umzusetzen, hätte man sie ideal genutzt. Schliereneffekte bei hohem Tempo, im Regelfall ein flüssiges Fahrgefühl holen eigentlich erstaunlich viel raus aus dem Nintendo DS. Man hat einfach nicht genug vom Kuchen bekommen können und als die Crasheffekte und das Schadensmodell programmiert wurden, fehlte es wohl an Zeit. Clippingfehler zum durch die Wand fliegen oder interne Autoinspektionen gehören zum Alltag.
Die Zeitlupeneffekte sind zwar spektakulär, doch fliegen wesentlich weniger Partikel durch die Umgebung als bei anderen Versionen von Burnout. Es kommt einfach nicht das große Crashgefühl auf, wie sonst üblich.

Sound:
Krachende Rockmusik und fetzige Rhythmen, die leider die Fähigkeiten des Nintendo DS übersteigen, sorgen für Kratzgeräusche und somit nicht wirklichem Flair. Auch hier musste man einen Gang zurückdrehen und ohne die passende Musik, ist Burnout kein Burnout. Vergleichbar mit der Tatsache, dass Star Wars ohne John Williams auch nicht ginge.

Features:
In diesem Sektor wollte man alles ausbessern, was zuvor vernachlässigt wurde. Deutsche Lokalisierung, viele freispielbare Spielmodi, Strecken und Autos sorgen dafür, dass man lange Zeit gefesselt wird und einige zu tun hat, bis man das Spiel erfolgreich geschafft hat. Auch ein Download-Play Multiplayermodus mit nur einem Modul wird geboten. Hier kann man ein wenig Anerkennung aussprechen.

Multiplayer:
Bis zu fünf Raser können sich mit mehreren Modulen auf der Strecke tummeln. Bei einem Modul reduziert sich diese Anzahl auf zwei, doch es ist allein die Tatsache, dass es möglich ist lobenswert.

Fazit:
Wer das Zitat auf der Packungsrückseite „Lass die Strassen Brennen - Mit dem Besten, was Bunrout™ zu bieten hat" zu ernst nimmt, könnte enttäuscht werden. Damit meine ich nicht Freudchen Druckfehler bzw. die Verunstaltung des Wortes "Straße", sondern eher die Gesamtqualität des Produktes. Selbst als bekennender Fan (oder just aus diesem Grunde) kommt das Spielgefühl eines Burnouts nicht wirklich rüber. Zwar bekommt man ein annähernd gutes Rennspiel mit vielen Spielmodi, doch die Erwartungen, die man eigentlich in diese Franchise steckt werden bei weitem nicht erreicht. Schade eigentlich, hoffentlich bekommen wir einen Nachfolger geboten, der etwas mehr Projektzeit genießen darf. In diesem Falle also lieber zur aktuellen Konsolenversion oder zur PSP-Fassung greifen.

Kevin Jensen für PlanetDS.de

Vielen Dank an EA für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
63%
Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 3 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Rutschig, rutschig… Innovationsfaktor:
+----  (1 von 5 Sternen)
Multiplayer via Download-Play mit nur einem Modul sorgt für den Ehrenpunkt.
Grafik

Sehr ansehnlich, aber mit einigen Clippingfehlern bei den Crashs.
Sound

Hier spürt man die Sparmaßnahmen in Kilobytegröße.
Spielspaß

Mäßige Umsetzung von Burnout, dennoch annehmbarer Racer.








Details
Spielname:
Burnout Legends

Publisher:
Electronic Arts

Developer:
Electronic Arts

Genre:
Racing

Release:
05.20.0812

Multiplayer:
1-5 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (6)

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