PlanetSwitch Planet3DS PlanetVita PSP.de PlanetiPhone Classics Forum

PGN-ID:[?] (Nicht eingeloggt)
Login
Registrieren
PlanetDS PlanetGameboy N-Page.de
Nicht angemeldet!     Neu Registrieren   Loginname  Passwort:     Passwort?

Bleach: The Blade of Fate


  • Testbericht
  • Bilder (6)
  • News & Videos (0)
  • User (22)
  • Spiel Kaufen
Bleach: The Blade of Fate - Review vom 12.04.2008

Ichigo Kurosaki ist ein gewöhnlicher junger Mann im zarten Alter von fünfzehn Jahren. Nichts an ihm ist wirklich sonderlich, wenn man von seinen flippigen grellorangenen Haaren absieht – doch auf eine gewisse Art ist Ichigo doch anders als seine gleichaltrigen Klassenkammeraden: Ichigo kann Geister sehen.

Seit fast genau zwei Jahren sind die Mangas zur Thematik bereits in Deutschland erhältlich. Der gleichnamige Anime, der sich in Japan und den USA bereits einer großen Fangemeinde erfreut, lässt bislang noch auf sich warten. Stattdessen darf sich der Spieler aus Europa seit kurzem auch an dem offiziellen Spiel zur Serie versuchen, das den Produkttitel The Blade of Fate trägt. Als Beat em up, publiziert von SEGA, erschien es lange Zeit nach der Erstveröffentlichung in Japan... Vielleicht doch zu skurril und rasant für den europäischen Markt?

Ghostbusters
Wie bereits kurz angesprochen, handelt es sich bei Bleach: The Blade of Fate (zu Deutsch: Die Klinge des Schicksals) um ein klassisches 2D-Kampfspiel. Wirkliche Storyvorkenntnisse sind nicht vonnöten, zumal man hier auch „einfach irgendwo“ ansetzt und nicht bei Adam und Eva beginnt. Wer die Mangas oder den Anime kennt, ist natürlich mental im Vorteil und muss sich nicht den schlichten Plot durchlesen, welcher jedoch aufgrund der schönen Charakterbilder durchaus sehenswert ist. Kurzum geht es um den jungen Ichigo, der durch seine gute Freundin Rukia in die Künste eines Shinigami (in der westlichen Kultur bezeichnet man ihn als eine Art Sensenmann, wobei diese Beschreibung nicht direkt auf Ichigo zutrifft) eingewiesen wird. Dies hatte zur Folge, dass Rukia verhaftet und in ihre Welt, die Soul Society, zurückgebracht wurde. Für ihr Verhalten solle sie nun mit dem Tode bezahlen, doch da haben sie ihre Rechnung ohne Ichigo und seine Freunde gemacht, die sofort loseilen, um ihre Freundin zu befreien. 13 Kämpfer sollen sie vorm Untergang erretten. Im Laufe des Spiels bringen haufenweise Dialoge, die man auf Wunsch übrigens auch überspringen kann, weitere Einblicke in die fernöstliche Geschichte.

Der Vorteil von eingeweihten Fans liegt ganz klar auf der Hand. Der Spieler bekommt nur wenige Informationen zur Thematik. Was ist die Soul Society? Was ist ein Shinigami? Warum wird das Mädchen zum Tode verurteilt? Woher hat Ichigo die Gabe, Geister zu sehen und diese zu bekämpfen?

Der „Story-Modus“ von Bleach: The Blade of Fate gestaltet sich im direkten Vergleich zu seinen Genrekollegen nicht sonderlich aufreibend. Natürlich wird es für Kenner der Serie interessant sein, die aus dem Anime oder Manga bekannten Charaktere wieder zu sehen und gegen sie anzutreten, doch hält man sich vom Spielaufbau her an das klassische Beat em up-System: Besiege einen Gegner oder versuche es erneut. Gewinnt man, ist man eine Stufe weiter. Wird man die Story ein bis zwei Mal beenden, bevor man sich an die anderen Modi wagt, kann hier deutlich mehr Zeit verbracht werden. Etliche Spielmodi wie ein „Arcade-Modus“, in dem es um das bekannte „Spiele so lange du kannst und erreiche möglichst viele Punkte“ geht. Ferner gibt es eine Art Deathmatch-Modus, in dem man alleine gegen vier CPU-Gegner antreten kann - wer als letztes aufrecht steht, gewinnt. Besonders kniffig wird der Herausforderungs-Modus für Anfänger, die sich noch nicht mit den verschiedenen Combos der Kämpfer auseinandergesetzt haben. Denn genau hierum geht es: vorgegebene Combos abarbeiten.

Nicht wirklich viel Action, aber einiges an Strategie und natürlich auch ein Funken Erfahrung wird dann benötigt, wenn es an das Zusammenstellen der Karten geht. Wer Angst hat, nun vor einem komplexen Trading Card-Game zu stehen, der irrt. Zwar gibt es in Bleach: The Blade of Fate jede Menge verschiedener Karten, die bei Einsatz eine bestimmte im Kampf einsetzbare Handlung zur Folge haben, ob man dies jedoch nutzt, liegt am Spieler selbst.

Steuerung:
Das Gameplay während des Schwertgefechts ist beim aktuellen Bleach-Titel gut umgesetzt. Frei nach dem Motto „Es muss nicht immer Touchscreen sein“, werden für den Hauptkampf vor allem die Aktionstasten und das altbewährte Steuerkreuz benötigt. Im Gegensatz zu anderen Spielen des Genres, darf sich der Button Smashing-Fan schnell wieder in seine Ecke verkriechen, denn trotz des schnellen Verlaufs der Kämpfe sollte man sich genau überlegen, was man mit seinen Kräften anstellt. Schier unendlich viele Combos, die zum Gewinnen fast unerlässlich sind, sollten zum richtigen Zeitpunkt eingesetzt werden. Schön für Anfänger ist, dass sie diverse Hilfestellungen bekommen. So kann man beispielsweise aktivieren, dass der Kämpfer automatisch eine Abwehrhaltung einnimmt, oder anstatt dem Eintippen der nicht selten recht umfangreichen Combos, diese auch per Druck auf den Touchscreen aktivieren. Ebenfalls auf dem Touchscreen verfügbar sind die angesprochenen Karten. Mit einem Klick auf die entsprechende Karte setzt man eine bestimmte Aktion ein. Wer sich vorher gut überlegt, welche seiner Pappdeckel mit in den Kampf geschleppt werden sollen, kann einem Gegner mit guten Spezialattacken diese beispielweise kurzzeitig verwehren. Karten erhält man im Urahara-Shop, der Kennern der Serie bestens bekannt sein dürfte. Als Währung dienen so genannte „Kan“, die man durch einfaches Spielen auf das Konto gebucht bekommt.

So viele Möglichkeiten die Steuerung auch bietet, so kann man die kleinen Macken des DS selbst auch bei diesem Titel wieder hervorstechen sehen. Gerade, wenn man mit dem DS Lite spielt, ist es oftmals der Fall, dass das Steuerkreuz dem Spieler durch die etwas schwammige Art einen Strich durch die Rechnung macht, wenn man gerade eine größere Combo aufbauen möchte. Dies ist nicht die Schuld von Sega, wohl aber beeinflusst es so manches Mal einen Kampf sehr deutlich.

Grafik:
Optisch macht der Prügler aus dem Hause Sega eine durchaus ansehnliche Figur. Schier unendlich viele verschiedene Kampfanimationen, die sich mit schönen 2D-Effekten überlappen zeigen, dass sich die 2D-Fightgames auch heute nicht hinter ihren 3D-Kollegen verstecken müssen. Einbrüche der Framerate sucht man ebenfalls vergebens. Zudem gefällt die Gestaltung der Umgebung, die zwar nicht durch ihre Belebtheit punkten kann, in Sachen Abwechslung jedoch zeigt, dass sich die Jungs von Sega bemüht haben, möglichst keine Monotonie aufkommen zu lassen.

Sound:
Wirklich viel zu berichten gibt es in diesem Bereich nicht. Musikalisch sicherlich kein Meisterwerk, dennoch keinesfalls nervend, wissen aber vor allem die Sprachsamples zu überzeugen. Etliche verschiedene Ächzer, aber auch kleine, provokante Sprüche sind vorhanden. Bei Bedarf können sich diese auch direkt vom Hauptmenü aus angehört werden.

Features:
An dieser Stelle trumpft Bleach: The Blade of Fate auf jeden Fall durch seine vielen Möglichkeiten und den Ideenreichtum der Entwickler auf. So bietet das Spiel im Singleplayer-Modus genug Motivation, einige Stunden damit zu verbringen - nicht zuletzt durch den Arcade-Modus, in dem man seine eigenen Highscores überbieten kann. Trainingslevel, der große Story-Modus mit gutem Tutorial zu Beginn. Das Spiel läuft einfach rund.

Hat man danach noch immer nicht genug, darf man sich gerne am Multilplayer ausprobieren. Hier stehen ebenfalls verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Eine Runde gegen einen motivierten Freund, der ebenfalls ein Exemplar des Spiels besitzt, ist auf dem DS keine Besonderheit. Wohl aber, dass man ebenfalls die Möglichkeit hat, das Download-Play-Feature zu nutzen und auch online gegen Freunde oder unbekannte Personen spielen kann. Zum Download-Play muss jedoch gesagt werden, dass hier nur begrenzte Möglichkeiten zur Verfügung stehen; nicht alle Recken sind vorhanden. Das Spiel per W-Lan funktionierte während unseres Testzeitraums im Großen und Ganzen recht ordentlich. Stets sind genügend Leute online, mit denen man sich messen kann.

Fazit:
Bleach: The Blade of Fate zeigt, dass 2D-Prügler auch anno 2008 noch glänzen können. Viel Inhalt, der auch nach einigen schweißtreibenden Stunden noch bei Laune hält, ein Gameplay, bei dem es nicht nur darum geht, die Tasten möglichst schnell hintereinander drücken zu können und die zeitgemäße Technik, die für den Nintendo DS auf hohem Niveau liegt, machen das Anime-Festival zu einem Pflichtkauf für alle Fans von virtuellen Kämpfen. Wer auf der Suche nach einem portalben Vertreter dieses Genres ist, der nicht gerade "Jump Superstars" heißt, darf ohne Bedenken zuschlagen. Dennoch sollte man nicht vergessen, dass sämtlicher Inhalt von der gleichnamigen Anime-Serie geprägt ist. Lizenzspiel eben mal anders!

Führt die schicksalshafte Klinge meisterlich: Max Zeschitz [Zeschitz] für PlanetDS.de

Vielen Dank an Sega für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
83%
Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Button Smashing? Fehlanzeige. Einzig negativ ist das zeitweise ungenaue Steuerkreuz. Innovationsfaktor:
+++--  (3 von 5 Sternen)
Die Möglichkeiten des DS wurden zwar nicht ausgereizt, dafür aber stets sinnvoll eingesetzt.
Grafik

Animationen und Effekte vom Feinsten, sehr schön.
Sound

Für den Soundtrack gibt es keinen Grammy. Die Sprachsamples jedoch sind abwechslungsreich.
Spielspaß

Nicht nur schwertschwingende Anime-Fans kommen definitiv auf ihre Kosten!








Details
Spielname:
Bleach: The Blade of Fate

Publisher:
Sega

Developer:
Treasure

Genre:
Beat 'em Up - Sidescroller

Release:
08.20.2003 (erschienen)

Multiplayer:
1-4 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (6)

Jetzt Bestellen:
Zum Shop