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Big Mutha Truckers


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Big Mutha Truckers - Review vom 24.03.2006

Das Leben ist hart, besonders Menschen jüngeren Alters empfinden die ersten Jahre ihres Daseins als unglaublich anstrengend. Viele Schuljahre wollen absolviert und am Ende der ersten beruflichen Laufbahn muss eine der wichtigsten Entscheidungen getroffen werden, die Weichen für den späteren Lebensweg werden gestellt. Dabei wollen die Eltern natürlich nur das Beste für ihren Kleinen, Jurist oder Arzt, das wäre was für den Sohnemann. Für viele ist diese Latte vielleicht etwas zu hoch angesetzt und entgegen der elterlichen Träume entscheidet sich Junior für einen anderen, etwas außergewöhnlichen aber dadurch nicht weniger spannenden Beruf – er wird Trucker. Fortan bestimmen Rock Musik und die üblichen Klischees sein Leben. Sicherlich sind solche Situationen eher selten, dennoch kommen sie vor. Wer auch gerne mal den Alltag eines LKW-Fahrers, so die ernüchternde deutsche Bezeichnung dieses Berufs, erleben möchte, ohne sich tatsächlich hinter das Steuer zu klemmen, kann dies jetzt virtuell in „Big Mutha Truckers“ für den Nintendo DS tun. Setzt dieser Brummi auf die Überholspur an?

Einige Jahre waren die Highways nun wie leer gefegt, die Angst vor Feinstaub hat sich anscheinend auch in der virtuellen Welt breit gemacht und somit stellen die neusten DS und GBA Ableger des schon im Jahre 2003 erschienenen original „Big Mutha Truckers“ die ersten Lebenszeichen der Serie dar. Damals bekamen Käufer durchaus solide Kost geboten, stellt sich nun die Frage, ob die Handheldversion, in diesem Fall für Nintendos DS, die vielen Anpassungen verkraftet hat oder nicht.

Um was geht es in dem Game? Der Packungsrückseite ist über den spielerischen Inhalt nicht viel zu entnehmen, einzig der Satz: „Erlebe harte Jungs und quietschende Reifen im ultimativen Trucker-Actionspiel – Der Trucker-Knacker!“ vermittelt einen gewissen Eindruck, welcher dies ist, sei mal dahingestellt. Die Vorfreude auf den zu erwartenden spielerischen Genuss kennt zum jetzigen Zeitpunkt kaum Grenzen also wandert die kleine Cartridge sofort in den Modulschacht des DS. Das Erste, was man zu sehen bekommt ist ein auf dem unteren Bildschirm groß und rot dargestellter Knopf auf dem unübersehbar die Buchstaben des Wortes „Start“ abgebildet sind. Was mag das zu bedeuten haben? Glücklicherweise blinkt direkt untendrunter die Aufforderung, Start zu drücken. Die erste Hürde wäre also genommen. Anzumerken sei hierzu, dass es sich bei dieser Idee, den Motor per Knopfbetätigung anzulassen bereits um den innovativen Höhepunkt der Touchscreenausnutzung des Spiels handelt.

Weiter geht es im Menü über die Auswahlmöglichkeit „Neues Spiel“ hin zur Charakterselektion. Vier Protagonisten stehen zur Wahl, wobei auch hier wieder jedes Klischee eines Truckers bedient wird. Es gibt den „Fetten“ (Big Earl), dessen Lebensinhalt durch den Genuss von Bier mit gebratenem Schweinefleisch in Kombination mit Sport (natürlich nur über die Flimmerkiste) dargestellt wird. Dem „Schmierigen“, auch Cletus genannt, möchte man im wirklichen Leben nicht unbedingt begegnen, einen vertrauenswürdigen Eindruck macht er hinter seiner Mütze und mit dem breiten Grinsen jedenfalls nicht. Über den „Coolen“ Rawkus muss nicht mehr viel gesagt werden, er ist wohl noch der normalste unter den nicht unbedingt Fantastischen Vieren. Am Ende darf natürlich auch „die Quotenfrau“ Bobbie-Sue nicht fehlen. Äußerlich macht sie eine sehr gute Figur, doch charakterlich steht sie ihren Geschwistern in Sachen Abgebrühtheit in nichts nach. Parallel zu jeder Person, wird auf dem Top-Screen der jeweilige Truck angezeigt. Alle sind unterschiedlich lackiert und entsprechen dem Fahrer in vielen Details. Haben wir uns für einen oder eine entschieden, taucht auch schon ein weiteres Auswahlmenü auf. Hier habt ihr die Möglichkeit, zwischen zwei Modi zu wählen. „Trucker-Knacker“, quasi der Story Modus des Spiels und der „Einsatzmodus“, in dem unter Zeitdruck spezielle Aufgaben erfüllt werden müssen, die zum Teil aber auch im Hauptspiel vorkommen. Natürlich kommt zu Beginn nur die erste Option in Frage. Big Mama oder eher gesagt „Big Mutha“ erscheint und erklärt einem die aktuelle Situation ihrer Firma „BMT Inc."
Sie möchte in Rente gehen und ist nun auf der Suche nach einem geeigneten Nachfolger, von ihren Kindern selbst hält sie nicht viel, dennoch gibt sie ihnen eine Chance sich zu beweisen. Wer es im Landkreis Hick State im Süden der USA innerhalb von 60 Tagen schafft, das meiste Geld zu verdienen wird neuer Firmeneigentümer. Damit wäre der Plot bereits erzählt, ab jetzt heißt es volle Fahrt voraus. Nach einer kurzen Ladezeit geht es auch schon los. Mit einem kleinen Startkapital von 25.000$ ausgestattet, müssen nun Waren an Punkt „A“ gekauft und bei Punkt „B“ wieder verkauft werden und zwar mit einem möglichst großen Erlös.

Während auf dem oberen Bildschirm das Spielgeschehen dargestellt wird, zeigt der Touchscreen eine Karte der „Welt“. Darauf zu sehen sind das Ziel, sowie die Position der Mitkonkurrenten. Als Navigationshilfe werden rechtzeitig vor Kurven virtuelle Straßenschilder eingeblendet, um nicht vom Kurs abzukommen. Unterwegs gibt es das ein oder andere zu entdecken, auch abseits der offensichtlich schwachen Grafik. Hick State ist in verschiedene Themenabschnitte unterteilt: Wüsten, Städte, ländliche Gebiete mit Ackerbau und einen hoch in den Bergen gelegenen Skiort mit viel Schnee. Einerseits sollte man so schnell wie möglich sein und zwar nicht nur um die Langeweile rasch hinter sich zu bringen, sondern um den in einigen Missionen enthaltenen Bonus zu ergattern. Wer zuerst das Ziel erreicht, bekommt extra Cash. Dabei fährt der restliche Jackson Clan nicht unbedingt regelkonform, sondern mit der Brechstange durch die Blechlawinen. Die Fahrzeuge auf den Straßen sind recht zahlreich vertreten und dienen meist unfreiwillig als Bremsklotz, aber Achtung, selbst der verdreckteste Truck ist anfällig für Schaden. Achtet man also nicht auf die Anzeige (es ist ebenfalls eine für Benzin vorhanden), bleibt der schöne LKW mitten auf der Straße liegen. Wer die StvO beachtet wird sicher sein Ziel erreichen. Optional kann auch die Hupe betätigt werden, alle Fahrzeuge außer der Polizei werden sofort den Weg räumen. Dieses Feature ist ganz nett, obwohl es jedes Mal so wirkt, als würde ein Orkan die Fahrzeuge von der Bahn drücken. Andererseits sind die KI-Routinen des Verkehrs so schlecht, dass sie sich oftmals selbst in ausweglose Unfälle verfrachten.

Wird einem während der Fahrt mal langweilig (das war ein Witz, dies ist der permanente Zustand) kann man, um etwas Pepp in den eintönigen Truckeralltag zu bringen, ein kleines Biker- oder Polizeirennen anzetteln. Einfach dem entsprechenden Vehicle oft genug in die Seite fahren und schon hat man die gesamte Meute am Hals. Nichts wie weg heißt es jetzt, denn wer geschnappt wird, erhält eine dicke Geldstrafe. (Solche Aktionen verurteilen wir im echten Leben natürlich zutiefst.) Nach ca. 5 gefahrenen aber 25 gefühlten Minuten rollt der Kollos endlich in den Zielort ein. Hier erwarten uns folgende Möglichkeiten: Garage, Geschäft, Bar und „Fertig“. Letzteres dürfte sich wohl von selbst erschließen, nach dem so klar gekennzeichneten Startbildschirm wäre eine Erklärung vielleicht doch angebracht. Über diese Option gelangt man wieder zurück, auf die Straße und beendet sein Vorhaben. Jedes Geschäft der fünf Staaten bietet ein reichhaltiges Angebot unterschiedlichster Waren. Hier können geladene Güter ver- und neue gekauft werden um diese, wie bereits erwähnt, andernorts teurer zu verhökern. Bestimmte Waren benötigen einen entsprechenden Anhänger um transportiert werden zu können. Es gibt Güter für Tiefladen, Laster mit Kühlung und Tanklaster. Ein kleiner Pfeil auf dem Auswahlbildschirm zeigt jeweils an, wie der aktuelle Preis im Vergleich steht, ist die Ware günstig oder verlangt dieser Händler überdurchschnittlich viel. Überall sieht die Bedarfslage anders aus.

Der zweite Punkt auf der Liste ist die Garage. Diese Anlaufstelle ist sehr wichtig, denn hier kann nicht nur aufgetankt sondern auch Schaden repariert werden. Tuning ist heutzutage alles und auch bei „Big Mutha Truckers“ spielt dieses Thema eine Rolle. Hier gibt es keine Kinkerlitzchen wie Fuchsschwänze oder die obligatorischen Namensschilder, nein, sondern wirkliche Verbesserungen für den eigenen Truck, welche das Fahrverhalten deutlich verändern können. Von besseren Bremsen über Turbolader und neue Stoßdämpfer gibt es eine Menge Dinge zu kaufen. Zusätzlich können die unterschiedlichen, eben bereits angesprochenen Anhänger gekauft und getauscht werden. Der letzte Punkt ist die Bar, welche natürlich im Leben eines wahren Truckers nicht fehlen darf. Alkohol ist hier selbstverständlich tabu, die verrückten Fahrmanöver entstehen mit vollem Bewusstsein. In der Kneipe hat man wiederum diverse Möglichkeiten, indem man die verschiedenen Personen anspricht. Man erfährt Tipps, wo welche Ware besonders dringend benötigt wird und zu welchem Preis diese verkauft werden kann. Zusätzlich besteht die Möglichkeit beim Glücksspiel sein Geld zu vermehren oder sich beim ortsansässigen Kredithai neue Moneten zu borgen.

Abseits der Bar gibt es noch kleinere Menüs und Statusanzeigen wie den Geschwisterrang, welcher Auskunft über die aktuelle Positionierung der Jackson Four gibt, sowie den Führerschein mit Angaben zu seinem Ruf. Gibt sich der virtuelle Charakter als unbescholtener Fahrer, so wird man von der Polizei seltener für kleinere Vergehen belangt. Ist man hingegen durch diverse Aktionen berüchtigt, so werden sich die Biker Gangs vorsehen, eine Attacke auf euren Truck zu starten. Egal wie man sich verhält, eine der zwei Gruppen hat man immer am Hals.

Steuerung: Die Steuerung der Trucks stellt nichts Besonderes dar, das Spiel bietet in Bezug auf die Buttonbelegung gewohnten Standard Der Touchscreen wird professionell bis auf die Menüführung ignoriert und hat keinerlei weitere Einsatzmöglichkeiten. Leider ist die Lenkung teilweise etwas gewöhnungsbedürftig und bietet wenig Feingefühl, die Fahrzeuge steuern sich zu ungenau, wodurch es speziell bei höheren Geschwindigkeiten vermehrt zu Kollisionen kommen kann. Grundsätzlich variiert die Bewegungsgenauigkeit jedoch mit jeder Kameraperspektive.

Grafik: Optisch bietet „Big Mutha Truckers“ nicht viel. Positiv zu vermerken sind die unterschiedlichen Regionen, welche für Abwechslung auf den vielen Fahrten sorgen, auch die Truck-Modelle sehen ganz ok aus und man entdeckt ab und an ein hübsches Detail am Straßenrand. Sehr nett sind die drei Kameraperspektiven,wobei die Stoßstangenansicht besonders zu empfehlen ist. Dem gegenüber stehen leider sehr viele Negativ-Punkte. Das Spiel läuft so flüssig wie eine Gerölllawine. Es ruckelt nicht, die Framerate ist aber konstant niedrig und bewegt sich permanent hart an der Grenze zum Schluckauf. Die weitläufigen Bitmap-Hintergründe sehen oft aufgesetzt und platt aus. Diverse Grafikfehler wie Clipping-Probleme, schwebende Autos und plötzlich erscheinende Hintergründe runden den sehr ernüchternden Gesamteindruck alles andere als positiv ab.

Sound: Wie viele andere Spiele, trägt „Big Mutha Truckers“ zum Batteriesparen bei, da die Lautsprecher fast durchgehend ausgeschaltet bleiben. Die einzelnen Tracks sind zwar abwechslungsreich, durch ihren „Dudel-Charakter“ aber auf Dauer sehr nervig. Ganz nett ist die Möglichkeit durch verschiedene Radiosender zu schalten, doch auch hier jagt ein Übel as nächste. Die Straßensounds wie Hupen und sonstige Geräusche sind grundsätzlich akzeptabel und bewegen sich an der Grenze zur Durchschnittlichkeit.

Features: Was bietet dieses Spiel besonderes? Das wohl größte Feature ist die relativ offene und frei befahrbare Welt. Speziell am Anfang macht es Spaß,durch die unterschiedlichen Gebiete zu fahren, nach der tausendsten Wiederholung vergeht aber auch dieses Fünkchen Freude. Mehrere Sprachen sowie ein Multiplayermodus für zwei Spieler werden ebenfalls geboten. Bei der Mehrspielerraserei, für die jeder Spieler seine eigene BMT-Version benötigt, werden Rennen von Punkt „A“ zu einem ausgewählten Punkt „B“ gefahren, wobei der schnellste Spieler gewinnt. Weitere erwähnenswerte und noch unangesprochene Aspekte gibt es nicht.

Fazit:
Wenn ein Motor nicht ausreichend geölt und in Stand gehalten wird, läuft er nicht so, wie es sein sollte und man kann sein Potential nur ansatzweise erahnen. Das ist leider auch bei "Big Mutha Truckers“ der Fall. Das Spiel und sein Konzept bieten viel Potential und Variationsmöglichkeiten, welche in der DS Version leider so gut wie gar nicht ausgenutzt werden. Nach den ersten Minuten wird das Game langweilig und man neigt zum berüchtigten Sekundenschlaf. Alle Prozeduren wiederholen sich und selbst die Einzelaufgaben können auf Dauer nicht fesseln. Technische Probleme gibt es ebenfalls zuhauf, ruckelnde Grafik inklusive Fehler, ein recht seltsames Fahrverhalten der Trucks und die auf Dauer schlimme Musik verhelfen dem Spiel beinahe zu einem Totalschaden. Teilweise ist es ganz nett, wenn von allen Seiten Biker und Polizeiautos einem entgegen gerast kommen, das Gefühl einen monströsen Truck zu fahren erlebt man aber leider nie und das müsste Ziel dieses Spiels gewesen sein.

Marcus von Lüde (ProContraGamer) für PlanetDS.de

Herzlichen Dank an Midway für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
54%
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Gewöhnungsbedürftig aber akzeptabel. Innovationsfaktor:
+----  (1 von 5 Sternen)
Ein bisschen Touchscreen und etwas Dual Screen verhelfen zu einem symbolischen Punkt.
Grafik

Da ist selbst Eisen flüssiger.
Sound

Grrrr, wenigstens gibt es Radioprogramme.
Spielspaß

Die ersten 15 Minuten machen Spaß, das muss man dem Spiel lassen.








Details
Spielname:
Big Mutha Truckers

Publisher:
Midway

Developer:


Genre:
Racing

Release:
05.20.0212

Multiplayer:
1-2 Spieler (MC)

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (6)

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