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Bakugan: Beschützer des Kerns


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Bakugan: Beschützer des Kerns - Review vom 28.12.2010

Kartenspiele um das Schicksal der Welt? Kreisel, die Naturgewalten entfesseln können? Kinderkram! Tranformer-Murmeln sind der große Renner! Zumindest wenn es nach der Marketing-Abteilung von „Bakugan“ geht. In der realen Welt ein Mix aus Murmel- und Kartenspiel, sorgt eigentlich eher die in Deutschland auf Tele 5 laufende TV-Serie, in der eine Gruppe von Jugendlichen mit ihren Murmelmonster-Kumpanen nicht nur eine, sondern gleich zwei Welten zu retten hat, für Aufsehen – und vor allem für Material für dazugehörige Videospiele. Der erste Versuch, das „Bakugan“-Spiel auf den DS umzusetzen, verlief mit eher mäßigem Erfolg. Doch Activision gibt nicht auf und lässt nun „Bakugan: Beschützer des Kerns“ auf das zockende Publikum los. Sollten wir schreiend wegrennen, wie vor einem gigantischen B-Movie-Monster? Oder verbirgt sich hinter der rauen Schale ein spaßiger Kern? Wir klären die Frage in der Schlacht. BAKUGAN KAMPF!

Willkommen im Reich der Parallelwelten
„Beschützer des Kerns“ tut sein bestes, um nicht allzu sehr mit der Handlung der TV-Vorlage in Konflikt zu geraten. Zwar basiert die Story grob auf der „New Vestroia“-Staffel und dreht sich dementsprechend um den finsteren Spectra, der es auf einen mächtigen Kern abgesehen hat und die Welt deswegen mit Energie entziehenden Kristallen versieht, doch der Held dieser Geschichte – genauer gesagt, ihr selbst – lebt eigentlich in einer Parallelwelt, in der er gerade mit den Serienhelden Dan und Marucho in einer Virtual-Reality-Simulation den Bakugan-Kampf übt. Dabei kommt es jedoch zu einem Unfall und so gerät der Protagonist in eine andere Dimension, in der Spectra sich die Bakugan aller anderen Leute geschnappt hat und er nun im Alleingang die Vereinigung Vexos aufhalten muss.

Das Spielgeschehen ist in zwei verschiedene Teile aufgespalten. So müsst ihr zu Beginn vieler Story-Missionen zuerst zum eigentlichen Einsatzort gelangen. Und dies geschieht in einer mehr als simplen Schleichsequenz. Das bedeutet, dass ihr auf dem prinzipiell linearen Weg zum Ziel dem Wachpersonal und feindlich gesinnten Robotern aus dem Weg gehen solltet. Werdet ihr erwischt, dürft ihr das ganze Dilemma wiederholen – es sei denn, ihr habt einen Vexos-Pass in der Tasche, dann dürft ihr eure Reise fortsetzen. An manchen Stellen müsst ihr zwar durch einen geschickten Murmel-Wurf Wachen ablenken oder per Tarnvorrichtung und Spezialbrille Fallen umgehen, doch all dies ändert nichts an der Tatsache, dass die Schleicheinlagen durch die Bank A) viel zu simpel und B) praktisch überflüssig sowie nur eine grobe Entschuldigung dafür sind, dass eure im Kampf einsetzbaren Bakugan nicht von Anfang an über all ihre Fähigkeitskarten verfügen. Die müssen nämlich in Kisten während der Laufaufträge gefunden werden.

Wenn Drago einen auf Godzilla macht
Doch wie sieht es denn nun aus, in der Schlacht Murmelmonster gegen Murmelmonster? Leider auch nicht viel besser. Das Grundprinzip klingt nicht verkehrt: Anstatt, wie die Vorgänger, auf eine Quasi-Umsetzung des realen „Bakugan“-Spieles zu setzen, hat Activision aus „Beschützer des Kerns“ ein Beat'em Up gemacht, bei dem ihr direkt über die nun in Hochhausgröße befindlichen Kreaturen befehligt. Bis zu vier Kämpfer können sich im Ring einfinden und entweder im Duell bis zum letzten Hit-Point bekriegen oder – was ihr im Story-Modus tun werdet – ihr versucht, gewisse Gebäude vor den Angriffen feindlicher Bakugan zu bewahren und übergroße Vexos-Kristalle zu zerstören.

Im Kampf stehen euch Standard-Knöpfendrück-Kombos zur Verfügung, ihr könnt euch in die Lüfte erheben und Schussangriffe vom Stapel lassen. Außerdem kann euer Monster auch Blocken oder gar gegnerische Kombos unterbrechen, sowie bis zu zwei (von vier) Fähigkeitsskarten mit in die Schlacht nehmen, die nach einer Aufladephase zum Einsatz kommen können. Ihr seht schon, allzu viel Tiefgang bietet der Titel nicht – und dass die vier Fähigkeitskarten pro Bakugan in ihrer Funktion und Art praktisch gar keine Unterschiede bieten (es sind stets ein starker Schuss, eine starke Kombo, ein Anti-Schuss-Schild und ein Kombobruch-Verhinderer), sorgt auch dafür, dass sich trotz unterschiedlicher Elemente und Statistiken alle Kämpfer nahezu identisch spielen. Das mag vielleicht kurzzeitig unterhalten, auf Dauer wünscht man sich jedoch eine größere Move-Vielfalt.

Steuerung:
Zum Glück hält sich „Bakugan: Beschützer des Kerns“ mit Touchscreen-Experimenten zurück: Das gesamte Kampfgeschehen wird nach klassischem Tasten-/Steuerkreuz-Schema kontrolliert. Lediglich der Einsatz von Fähigkeitskarten sowie die zwei Spezial-Werkzeuge zum Schleichen wurden auf zwei Berührungssymbole auf dem unteren Screen gelegt. Und sieht man von kleinen Kamera-Macken plus einer leichten Kombo-Trägheit ab, erledigt die Steuerung ihren Auftrag auf zufriedenstellende Art und Weise.

Grafik:
Die Welt der „Bakugan“ gibt sich nicht mit zweidimensionalen Sprites zufrieden. Es muss schon 3D sein! Dieses wirkt auch, wie schon bei den Vorgänger-Titeln auf dem DS, äußerst überzeugend. Sowohl die Bakugan selbst, als auch die Charaktere lassen sich ohne Schwierigkeiten den Vorlagen aus dem Anime zuordnen. Die Umgebungen können sich ebenfalls sehen lassen, auch wenn natürlich systembedingt einige Texturen doch schon verpixelt wirken.

Sound:
Generische Rock-Musik, die nächste! Action steht bei der Wahl der Sounds ganz klar im Vordergrund. Gelegentlich mischt sich aber auch etwas deutsche Sprachausgabe ein – zumindest, wenn man die Auftragskurzfassung zu Beginn eines jeden Story-Kampfes als Sprachausgabe bezeichnen möchte. Die eigentlichen Dialoge während des Spiels wurden nicht vertont. Es gilt mal wieder die Regel: Wer den Lautstärkeregler runterdreht, verpasst nichts.

Multiplayer:
Die Kampagne selbst ist mit fünf bis sieben Stunden recht schnell abgehakt. Was bleibt dann noch übrig? Der direkte Kampf! Komischerweise steht der aber nur für bis zu zwei Spieler zur Verfügung. Komisch deswegen, weil man solo gegen bis zu drei CPU-Gegner antreten kann. Sollte euer Spielpartner über keine eigene DS-Karte verfügen, könnt ihr ihn immerhin zu einer Schlacht per Download-Play herausfordern. Dabei seid ihr allerdings auf lediglich zwei Arenen und vier Bakugan zur Auswahl beschränkt und müsst horrende Ladezeiten über euch ergehen lassen, die schon mal gerne die 40-Sekunden-Marke knacken.

Fazit:
Veränderungen können große Verbesserungen mit sich ziehen. Was „Bakugan“ betrifft, hat Activision aber noch einen weiten Weg vor sich. „Bakugan: Beschützer des Kerns“ bietet unterm Strich schlichtweg zu wenig. Klar, es gibt 20 Monster, die man in den Kampf schicken kann, doch allein sieben davon sind lediglich weiterentwickelte Formen von sechs vorherigen Kreaturen. Der Story-Modus versucht, mit Schleichpassagen Abwechslung in den Brawler-Alltag zu bringen, scheitert aber an der übermäßigen Einfachheit, die die Abschnitte überflüssig erscheinen lässt. Mit einem menschlichen Gegner, der ebenfalls über die DS-Karte verfügt, kann man vielleicht noch etwas Spielspaß aus dem seichten Prügelspiel herauskitzeln. Außer knallharten Fans, die ihre „Bakugan“-Sammlung vervollständigen wollen, dürften wohl aber nur wenige Leute wirklich dauerhaft Gefallen an „Beschützer des Kerns“ finden.

Hat trotzdem Respekt vor den haushohen Monstern: Tjark Michael Wewetzer [Alanar] für PlanetDS.de

Vielen Dank an Activision Blizzard für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

WERTUNG:
58%
Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Wir wünschten uns zwar mehr Kontrolle über die Kamera, doch generell treten nur kleine Probleme auf. Innovationsfaktor:
-----  (0 von 5 Sternen)
Mit großen Durchbrüchen hält sich „Beschützer des Kerns“ diskret zurück.
Grafik

Hübsch, wenn auch mit verpixelten Texturen auf großen Flächen.
Sound

08/15-Action-Musik begleitet euch im Kampf.
Spielspaß

Ob Story oder eigentliche Gefechte: Es ist einfach zu wenig dran an dem Spiel!








Details
Spielname:
Bakugan: Beschützer des Kerns

Publisher:
Activision Blizzard

Developer:
Activision

Genre:
Fighting

Release:
05.11.2010 (erschienen)

Multiplayer:
1-2 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (4)

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