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Inazuma Eleven


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Inazuma Eleven - Review vom 06.02.2011

Wir wissen ja, dass wir in Europa in der Regel sehr lange auf gewisse Spiele aus Japan zu warten haben. Nur zögerlich greifen Publisher eher riskante Nischen-Produkte auf, auch unabhängig vom Erfolg im Heimatland. Und so kommt es, dass sich das japanische Publikum bereits auf „Inazuma Eleven 4“ für den 3DS freut, während wir - mit zweieinhalb Jahren Verspätung - endlich den ersten Teil in den Händen halten dürfen.

War es die Wartezeit immerhin wert? Oder hätten Nintendo und Level-5 die Legende der „Inazuna Eleven“ lieber daheim lassen sollen? Da gibt es nur eines...

Aufstehn, aufstehn! Rauf auf den Rasen! Inazuma Challenger!
Einmal Weltmeister sein... Ein schöner Traum, aber vielleicht noch etwas zu hoch gegriffen für den Torwart und Mannschafts-Kapitän Mark Evans, der das ziemlich motivationslose Team der Raimon Jr. High leitet. Stattdessen fängt er ein wenig kleiner an: Mit dem Football Frontier-Turnier, wo Schulmannschaften des gesamten Landes um den Sieg spielen. Doch der Weg dahin ist steinig. Neue Teammitglieder müssen gefunden werden, die Truppe benötigt dringend Training - und die Gegner, mit denen es die Raimon-Elf zu tun bekommt, sind allesamt zähe Brocken mit ihren eigenen, gemeinen Tricks. Kein leichtes Unterfangen, das ihr in dem zehn Kapitel-starken Fußball-Abenteuer vor euch habt.

Auf dem Weg zur Meisterschaft schlagt ihr euch mit all den kleinen Problemen rum, mit denen ein Mannschaftskapitän zu tun hat. Das heißt, ihr müsst neue Leute für euer Team gewinnen, diese ausgiebig trainieren und sie natürlich auf dem Platz nach bestem Gewissen leiten. Für die ersten beiden Teile greift der RPG-Part von „Inazuma Eleven“. Entweder könnt ihr frei durch die Schule und Umgebung streifen, um durch zielloses Anquatschen verschiedener Personen nach neuen potentiellen Stürmern oder Verteidigern zu suchen, oder ihr begebt euch zu der später im Story-Verlauf hinzustoßenden Team-Managerin Celia. Bei dieser könnt ihr entweder nach bestimmten Präferenzen, direkt über einen Namen oder über Bekannte eurer Truppe nach neuen Mitgliedern suchen lassen, sodass ihr direkt wisst, wo ihr sie zu suchen habt. Steht eure Truppe, die übrigens maximal 16 Mannschaftsspieler und 100 im Fußballclub umfassen kann, bleibt noch das Training für die anstehenden Herausforderungen.

Egal, wie stark der Gegner auch ist, wir geben nicht auf!
Zum Ausbilden eurer heroischen Elf plus fünf gibt es im großen und ganzen drei Hauptoptionen: Eher aufwändig, aber auch monoton und kostspielig ist die Nutzung von überall in der Gegend verteilten Spezialtrainigspunkten. Hier könnt ihr gezielt einen Charakterwert um ein Minimum von Punkten verbessern. Ertragreicher ist da schon die Inazuma-Trainingsanlage, wo ihr euch durch einen zufallsgenerierten Dungeon bewegt und kurze Spiele mit den dortigen Gegnern absolviert. Schafft ihr dies, könnt ihr den vorher gewählten Charakterwert bei eurer gesamten Mannschaft teils erheblich verbessern. Die dritte Trainingsmöglichkeit ist das tägliche Brot von Freunden des klassischen Japano-RPGs: Zufallskämpfe.

Richtig gelesen, „Inazuma Eleven“ beherbergt Zufallsgefechte. Während ihr durch die Landschaft streift, kann es immer mal wieder vorkommen, dass ihr ohne Vorwarnung von einem Viererteam zu einem Duell gefordert werdet. Dabei handelt es sich auch keineswegs um vollwertige Partien. Vielmehr gilt es hier, vorher bestimmte Siegbedingungen zu erfüllen. Das kann das Erzielen des ersten Tores sein oder ihr müsst dafür sorgen, dass ihr im Ballbesitz bleibt. Bei Erfolg hagelt es Erfahrungspunkte für eure Leute, die in ausreichender Menge für einen Levelaufstieg und damit verbundene Statistik-Erhöhungen sorgen. Diese zufälligen 4-gegen-4-Begegnungen sind aber eher kurzlebiger Natur, das Hauptaugenmerk liegt natürlich auf den großen Spielen 11 gegen 11.

Ein Tor zählt nur dann, wenn der Kasten in Flammen steht!
Bei besagten Partien mit der ganzen Mannschaft geht es dementsprechend heiß her. Nach ganz klassischem Fußball-Spielmuster versucht ihr, den Ball zu erobern, die Gegner zu umgehen und am Schluss das Runde ins Eckige zu knallen. Sollte es bei den Bewegungen auf dem Feld zu einer Konfrontation zwischen Ballführer und gegnerischen Spielern kommen, wird das Spielgeschehen kurz pausiert. Dann nämlich seid ihr gefragt: Wollt ihr mit einem eher riskanteren Manöver den Ball an euch reißen bzw. euren Gegner umgehen? Oder geht ihr lieber auf Nummer sicher, senkt dabei allerdings ein wenig die Erfolgschancen? Dabei solltet ihr auch in Erwägung ziehen, wie viel Verstärkung die Opposition gerade in diesem kleinen Gefecht bei sich hat - also ob nur ein Gegenspieler um den Ball kämpft oder gleich eine dreiköpfige Gruppe - und ob euer Element dem gegnerischen überlegen ist. Jeder Spieler ist nämlich einem von vier Elementen zugeordnet, die nach einem Stein-Schere-Papier-Prinzip jeweils Vorteile gegen eines, Nachteile gegen ein anderes und neutral zu dem dritten Element stehen.

Wenn die Situation nach verzweifelten Maßnahmen schreit oder ihr euren Angriff mit größtmöglicher Sicherheit fortsetzen wollt, könnt ihr auch auf eine der vielen Spezialfähigkeiten zugreifen, über die jeder Feldspieler verfügt. So könnt ihr euch per Feuerdribbling auch gegen größere Gruppen durchsetzen oder mit dem Blitz-Stibitzer ganz schnell den Ball wieder aus den Klauen der gegnerischen Mannschaft befreien. Auch beim Torschuss helfen die besonderen Fähigkeiten - und das sowohl dem Stürmer, der per Blitztrampolin einen Punkt erzielen will, als auch dem Torwart, der den Angriff etwa mit einem Kraftfeld zu blocken versucht. Jede aufwändige Aktion kostet allerdings wertvolle TP, die ihr während eines Spiels nicht regenerieren könnt. Von daher solltet ihr in den zwei Halbzeiten nicht allzu verschwenderisch mit den besonderen Tricks umgehen.

Ebenfalls limitiert ist die so genannte „heiße Phase“: Einmal pro Match könnt ihr euren Leuten für kurze Zeit einen gehörigen Power-Boost verschaffen. Ideal, um aus Notsituationen herauszukommen, allerdings verfügt euer Gegner natürlich über die selben Mittel.

Steuerung:
Wo der reale Sport gerne auch Rasen-Schach genannt wird, kann man „Inazuma Eleven“ ganz gut als Rasen-Echtzeitstrategiespiel bezeichnen. Zwar dürft ihr euch auf den Umgebungskarten noch wahlweise mit Steuerkreuz oder Touchscreen durch die Gegend bewegen, im Spiel jedoch wird mit den Tasten lediglich die Kamera justiert. Die Spieler selbst werden durch Stylus-Züge durch die Gegend gescheucht, per Klick sagt ihr euren Leuten, wohin sie den Ball schießen sollen. Wem das ganze schnell zu hektisch wird, kann auch jederzeit das Spiel über den „Auszeit“-Befehl pausieren und in aller Ruhe über seinen nächsten Zug nachdenken. Nach einiger Einspielzeit dürfte man sich jedoch ausreichend mit der Steuerung angefreundet haben, sodass dies nicht mehr nötig ist.

Grafik:
So simpel und minimalistisch die kleinen 2D-Figuren auf den Umgebungskarten und auch auf dem Rasen wirken mögen, ebnen sie lediglich den Weg für recht beeindruckende 3D-Areale, die darüber hinaus auch noch kaum unter den auf dem DS berüchtigten verpixelten Texturen leiden. Und gerade im Match gewinnt das Spiel noch einmal so richtig an Leben, da jede Aktion abseits der Lauferei - also Ballabnahmen, Torschüsse und Spezialfähigkeiten - mit einer kleinen 3D-Sequenz verdeutlicht werden. Gerade die mächtigen wie auch einfallsreichen Techniken und Sonderschüsse sind immer wieder schön anzusehen.

Nicht zuletzt werden an (leider recht wenigen) Punkten der Handlung auch Cutscenes im Anime-Stil eingestreut, die ebenfalls Eindruck schinden - und auch jederzeit aus dem Hauptmenü heraus erneut betrachtet werden können.

Sound:
Gleich im Intro schalmeit euch die Erkenntnis entgegen: Nintendo hat dem Spiel eine komplett eingedeutschte Sprachausgabe - Opening-Video inklusive - gegönnt. Diese ist auch recht solide, auch wenn sie leider nur sehr spärlich, also praktisch nur im ersten Kapitel und während der Anime-Sequenzen zum Einsatz kommt. Auf musikalischer Seite beinhaltet die Tracklist solide Stücke, die vor allem nach längeren Sessions einen gewissen Ohrwurmcharakter entfalten können. Weder das Opening-Lied noch die Match-Musik wollen jedenfalls unsere Gehörgänge verlassen...

Multiplayer:
Hoffnungsvoll schaut man auf die glitzernde Verpackung, während man das Nintendo Wi-Fi Connection-Logo in der linken oberen Ecke erspäht. Zu eurer Enttäuschung müssen wir euch allerdings sagen, dass „Inazuma Eleven“ leider keine Online-Duelle ermöglicht. Stattdessen könnt ihr euch lediglich wöchentlich einen neuen rekrutierbaren Spieler auf eure DS-Karte holen. Wer aber über bis zu drei Freunde mit eigenem Exemplar des Spiels verfügt, kann sich immerhin zu viert in Freundschaftsspielen messen oder gar innerhalb einer besonderen Liga kooperativ gegen kräftige K.I.-Gegner antreten.

Fazit:
Wir möchten noch einmal gnädig darüber hinwegsehen, dass die Lokalisierung von „Inazuma Eleven“ derartig lange gedauert hat. Das Warten hat sich nämlich in jedem Fall mehr als gelohnt. Wir haben festgestellt, dass das Fußball-RPG nicht ohne Grund in Japan zu einem großen Franchise herangewachsen ist. Die Geschichte selbst mag zwar noch ausbaufähig sein, der Aufbau seines Teams und die eigentlichen Fußball-Gefechte bergen jedoch großes Suchtpotential. Nach dem etwas holprigen Einstieg haben wir uns nur noch schwer vom DS lösen können. Wem es nach einem arcade-lastigen, spaßigen Sportspiel dürstet, kann hiermit jedenfalls wenig falsch machen. Jetzt, wo wir Blut geleckt haben, hoffen wir sehr, dass die Nachfolger ebenfalls ihren Weg nach Europa finden - und das vielleicht auch ohne zweijährige Wartezeit.

Von König Fußball bekehrt worden: Tjark Michael Wewetzer [Alanar] für PlanetDS.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

WERTUNG:
87%
Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Präzise Touchscreen-Kontrolle, in die man sich lediglich erst einmal hineinfuchsen muss. Innovationsfaktor:
++++-  (4 von 5 Sternen)
Tor für die gelungene Touchscreen-Integrierung und Kombination aus Sportspiel und RPG!
Grafik

Simple Sprites, prächtige Hintergründe und Action-Szenen. So macht das Zusehen Spaß!
Sound

Das deutsche Opening mag Geschmackssache sein, doch dieses und viele andere Melodien haben Ohrwurm-Potential.
Spielspaß

Unzählige rekrutierbare Spieler, viele Herausforderungen und Fähigkeiten - das ist überdimensionaler Fußball!








Details
Spielname:
Inazuma Eleven

Publisher:
Nintendo

Developer:
Level-5

Genre:
Sport

Release:
28.01.2011 (erschienen)

Multiplayer:
1-4 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Screenshots:

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